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4. Hertensteiner Gespräche

Am 19. und 20. September 2020 wird es wieder soweit sein und die inzwischen 4. Hertensteiner Gespräche bieten allen Teilnehmern in insgesamt fünf Gesprächskreisen die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten zu aktuellen europäischen Themen auszutauschen.

Aufgrund von COVID-19 haben sich die Organisatoren letztendlich dazu entschlossen, diese 4. Gesprächsrunde ausschließlich virtuell abzuhalten. Und damit auch jeder Interessierte die Chance hat, sich bei diesen Gesprächen einzubringen, hat die EUROPA-UNION Heilbronn, der Veranstalter der Hertensteiner Gespräche, nicht nur eine sehr einfache Videokonferenz-Software gewählt, sondern bietet zudem seit Anfang des Jahres an, dass sich potentielle Mitmacher bei deren wöchentlichen virtuellen Stammtischen mit dieser Software vertraut machen können. Ein weiterer Vorteil der Software ist, dass sich auch Menschen, die keinen Zugriff auf einen PC, Tablett oder Smartphone haben, mit einem Telefon zu diesen Konferenzen dazu schalten können.

Zudem hat die EUROPA-UNION Heilbronn ihre Foren reaktiviert, in denen über alles rund um Europa, die Europäische Union, die Europäische Idee oder auch über den Verband selbst diskutiert werden kann. Diese Foren werden auch dazu genutzt, um die jeweiligen Hertensteiner Gespräche vorzubereiten, zu begleiten und nachzubereiten. Der Zugang zu den Foren ist selbstverständlich für jedem Interessierten möglich. Im Falle, dass Sie dort auch mitdiskutieren möchten, bedarf es einer vorherigen kostenfreien Registrierung.

In den vergangenen Jahren habe ich bereits hier im Weblog über die Hertensteiner Gespräche informiert; besser ist es aber, gleich auf die entsprechende Website der EUROPA-UNION Heilbronn zuzugreifen. Und seit Kurzem gibt es auch, so wie bereits 2018 von den Gesprächsteilnehmern gewünscht, die bisherigen Protokolle der Hertensteiner Gespräche als E-Book. Damit erhoffen sich die Organisatoren zudem, dass die Hertensteiner Gespräche noch bekannter werden und Interessierten eine gute Einstiegsmöglichkeit in die kommenden Gespräche bieten.

Wenn ich nun Ihr Interesse für die 4. Hertensteiner Gespräche geweckt habe, dann nehmen Sie bitte mit der EUROPA-UNION Heilbronn oder gerne auch mit mir Verbindung auf.

„I’ve always believed that a lot of the trouble in the world would disappear if we were talking to each other instead of about each other.“

Ronald Reagan (Los Angeles Times, 4. September 2018)

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Heilbronn

Neckarmeile

Jüngst hat man in Heilbronn die gut 500 Meter vom Bollwerksturm bis hin zum Götzenturm zur Neckarmeile erkoren, und wenn man die vielfältigen und oftmals auch exzellenten Angebote entlang des Neckars nutzt, kann es einem schon so vorkommen als ob es eine Meile wäre.

Auf jeden Fall aber haben sich die untere und die obere Neckarstraße in den letzten Jahren zu einem gut frequentierten Heilbronner Treffpunkt, einer echten Neckarpromenade, entwickelt, die man ohne Weiteres sehr empfehlen kann, welche auch die Heilbronner Innenstadt insgesamt aufwertet und mit dem Neckar bis hin zum Wertwiesenpark auf der einen oder bis zum Neckarbogen auf der anderen Seite weiteres Entwicklungspotential in sich birgt. Wenn man dann noch die Gegend um den Kaiser-Friedrich-Platz bis hin zum Hauptbahnhof oder gar den Europaplatz mit seinem angrenzenden Bildungscampus mit einbezieht, dann wird Heilbronn mit einem Angebot aufwarten können, das ohne Probleme auch mit den Angeboten weit größerer Städte mithalten kann.

Die Potentiale sind auf jeden Fall vorhanden und versprechen den kommenden Generationen zumindest eine rosige kulturelle, gesellige und damit lebenswerte Zukunft in Heilbronn.

Bis dahin gilt es das bereits Geschaffene zu schätzen aber vor allem auch zu nutzen und zu unterhalten. Hierzu habe ich gleich zwei Vorschläge:

Beschilderung und Ausschilderung

Man könnte ohne Weiteres damit anfangen, in Heilbronn Dinge auszuschildern, welche es auch bereits tatsächlich gibt. Neben der Sülmer City — diese Schilder gab es sogar schon einmal — kann man ganz gut die Neckarmeile ausschildern und damit allen Besuchern und Gästen sowie auch den Heilbronnern selbst zeigen, in welchem Heilbronner Teilbereich man sich gerade aufhält.

Dazu passt auch ganz gut, dass man den Europaplatz in Heilbronn wieder als solchen kenntlich macht.

Wenn jetzt noch Wegweiser hinzukommen, die dem Fußgänger und gerne auch dem Radfahrer die Wege dorthin zeigen, wäre bereits ohne große Mühen und Kosten ein guter Anfang gemacht.

Wunderbar wäre es, wenn man zudem noch die prominentesten Heilbronner Bäume zumindest in dieser Gegend gleich mit kennzeichnet.

Wasserspiel

Seit Längerem hat Heilbronn im Neckar gleich bei der Neckarbühne ein eigenes Wasserspiel. Sehr verwunderlich ist nur, dass dieses nicht genutzt wird. Schlimmer noch, dass es selbst während der heissesten Tage im Jahr, wo es sogar für die Stadtbevölkerung und auch für die Tierwelt insgesamt gesundheitlich von Vorteil wäre, ausgeschaltet bleibt.

Zwei Vorschläge, die sicherlich auch von weiteren Heilbronnern an die Stadtverwaltung herangetragen wurden, welche sehr leicht und ohne großen Aufwand seitens der Verantwortlichen umgesetzt werden könnten.

Das Einschalten des Wasserspiels sollte dabei sogar ohne die Beauftragung von externen Experten oder Werbeagenturen möglich sein. Der Gemeinderat und die Verwaltungsspitze könnte das Ganze sogar mit einer Reise nach Genf kombinieren, um sich vor Ort das Einschalten und den Betrieb eines Wasserspiels erklären zu lassen.


Wasserspiel im Neckar
Geht doch!

Am 7. August 2020 war es dann soweit, und die Verantwortlichen konnten in einer konzertierten Aktion das Wasserspiel wieder zum Leben erwecken.

Als meine bessere Hälfte und ich vorbeikamen, erlebten wir, wie ein kleines Mädchen, klatschend und lachend zugleich, dem Wasserspiel entgegenlief — schöner kann ein Spätnachmittag am Neckar wohl kaum verlaufen.

Weniger gut geht es dem Wassernebel, den die Stadt Heilbronn für die BUGA in der Kranenstraße installieren ließ. Ich meinte anfangs, dass diese Aktion völlig unnötig und auch überteuert sei, gewöhnte mich langsam und fand zum Schluss sogar Gefallen daran.

Wenn man heute die Kranenstraße entlang läuft, findet man genau diese Wassernebelanlage stillgelegt und mit vertrockneten Pflanzen garniert. Eine Schande sowohl für die Verantwortlichen als auch für die sogenannten BUGA-Freunde, die offensichtlich neue Prioritäten gesetzt haben.

Den Verantwortlichen möchte ich gerne in Erinnerung rufen, dass es nicht ausreicht, Infrastruktur einfach nur erstellen zu lassen, sondern, dass man diese unterhalten und gegebenenfalls auch erneuern muss. Zudem ist der erhoffte Gewinn der BUGA schnell wieder verflogen, wenn man hinterher und für alle erlebbar Teile davon vergammeln lässt — eine BUGA verpflichtet, auch nach 2019.

„Und am Ufer steh‘ ich lange Tage, das Land der Griechen mit der Seele suchend.“

Johann Wolfgang von Goethe, Iphigenie auf Tauris (1787)