Ich unterstelle Ihnen keineswegs, dass Sie gegen E-Autos sind. Ich gebe aber zu bedenken, dass es nicht gut ist, sich die Ideen einer rückwärtgewandten nationalistischen Wirtschaftspolitik zu eigen zu machen. Denn genau durch diese wurden wir erst teilweise von China und anderen Konkurrenten wirtschaftlich abhängig. Als Folgeschritt ist genau das angedacht, was Sie den EU-Politikern unterstellen, nämlich dafür zu sorgen, dass wir weiter durch „Wirtschaftskriege“ geschwächt werden, um dann den Nationalismus wieder voll und ganz ausleben zu können.

Europa zugewandte Politik hat es geschafft, dass wir überhaupt noch innovativ waren und noch heute sein könnten. Leider haben dann konservative bis nationalistische Kräfte dafür gesorgt, dass unsere Technologien und unsere Wirtschaft ausverkauft wurden.

Übrigens, wie unabhängig wir bei den Verbrennern sind, durften wir alle bereits ganz gut erstmals in den 1970er-Jahren erleben, wo uns wieder nur EU-Politiker retten konnten — obwohl, ich fand es damals als Nichtberufstätiger ganz gut auf der Autobahn zu spazieren.

Schlimm finde ich es dabei, dass uns Europäern immer wieder von den Nationalisten vorgeworfen wird, Handelskriege vom Zaun brechen zu wollen, das einzige, was diese Nationalisten tatsächlich nur können: Kriege, Rückschritt und Elend produzieren — wobei diese die Kunst besitzen, dabei selber immer ganz gut wegzukommen.

Und die Strompreise wären in Deutschland, in anderen europäischen Ländern sind sie nicht so hoch, weit weniger hoch, wenn man nicht auf Teufel komm raus Kohle- und Gaskraftwerke subventionieren würde. Was man nun vielleicht sogar teilweise muss, weil man über Jahre hinweg konsequent erneuerbare Energien, Speichertechnologien und Stromtrassen (Unionsländer) sabotiert hat. Von den Milliardensubventionen in den Kohlebergbau ganz zu schweigen! Oder gar die Kosten für eine völlig verfehlte Politik, was unsere Kernkraftwerke anging.