Schlacht bei Arras

Robert Frosts Gedichte gehören meines Erachtens mit zu den besten der Dichtkunst. Das hier folgende Gedicht wurde 1915 verfasst und soll an gemeinsame Spaziergänge mit dem Dichterkollegen Edward Thomas erinnern, wobei Frost sich wohl auch auf dessen Gedicht „Roads“ bezieht, welches aber erst 1916 veröffentlicht wurde.

Auch wenn Frost beabsichtigte, sich über die gemeinsamen Spaziergänge mit Thomas „lustig zu machen“, so wurde das Gedicht von Anfang an sowohl von den Lesern als auch von Thomas selbst als sehr ernst gemeint aufgefasst und zudem sehr schnell in Zusammenhang mit den aktuellen politischen Ereignissen gebracht. Thomas entschied sich für den Wehrdienst und fiel 1917 bei Arras in Frankreich.

The road not taken

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;

Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim
Because it was grassy and wanted wear,
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,

And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I marked the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I,
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.

Naseerudhin Shah reads the poem

Zwei Dinge folgere ich daraus: erstens man darf die Wirkung von Gedichten nie unterschätzen und zweitens bekommt jedes Gedicht abhängig vom jeweiligen Leser ein Eigenleben.

„If you come to a fork in the road, take it.“

Yogi Berra, The New York Times (23. September 2015)
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