Festtagsgrüße

Und hier finden Sie auch gleich ein paar Anregungen und Hinweise für die kommenden Tage.

„What I don’t like about office Christmas parties is looking for a job the next day.“

Phyllis Diller

„Christmas is doing a little something extra for someone.“

Charles M. Schulz

„It’s Christmas Eve! It’s the one night of the year when we all act a little nicer, we smile a little easier, we cheer a little more. For a couple of hours out of the whole year, we are the people that we always hoped we would be.“

Bill Murray als Francis Xavier „Frank“ Cross in Scrooged (1988)

„Happy, happy Christmas, that can win us back to the delusions of our childish days; that can recall to the old man the pleasures of his youth; that can transport the sailor and the traveller, thousands of miles away, back to his own fire-side and his quiet home!“

Charles Dickens, The Pickwick Papers (1836)

„Give us the knowledge that we may continue to pray with understanding hearts. And show us what each one of us can do to set forward the coming of the day of universal peace.“

Frank Borman, Gebet aus der Apollo 8 am 25. Dezember 1968

Und hier finden Sie einen anonymen Hinweis aus dem World Wide Web, den ich erstmals zum Advent 2010 auf einer Website geteilt habe:

X-mas Planning

Also Kinder, ich bin jetzt im Urlaub. Aller Voraussicht nach bin ich bis Weihnachten wieder da, aber die Vorbereitungen darauf sollten natürlich jetzt schon loslaufen.

Status:
Wie Weihnachten letztes Jahr im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann entsprechend auch ab jetzt X-man heißen!

Da X-mas quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens seit Oktober höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen. Verzeihung, seit Oktober ist es höchste Zeit, mit dem Weihnachts-roll-out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in time vorzubereiten.

Hinweis:
Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (Santa Claus Road Show) fand bereits am 27. November statt. Daher wurde das offizielle come-together des Organizing Commitees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten. 

Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte To-do-Liste und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederum den Service-Level erhöht und außerdem hilft, X-mas als brandname global zu implementieren. 

Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global Christmas Markets (früher Knecht Ruprecht) die Ablauforganisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen Private-Schenking-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. 

Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten werden. Die Service-Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via conference call virtuell informiert und die core-competence vergeben. 

Ein Bündel von incentives und ein separates Team-Building-Event an geeigneter location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche corporate culture samt identity zu entwickeln. Der Vorschlag, jedem Engel einen coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelled. 

Stattdessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem testmarket als Pilotprojekt eine hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den added value für die Beschenkten zu erhöhen. Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch benchmark-orientiertes Controlling für jedes Private-Schenking-Center möglich. 

Nachdem ein neues Literaturkonzept und das layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release V2.22.113.1) erstellt werden. Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende updating

Hochauflagige lowcost-giveaways dienen zudem als teaser und flankierende Marketingmaßnahmen. Ferner wurde durch intensives brainstorming ein Konsens über das Mission Statement gefunden.

Es lautet: “Let’s keep the candles burning” und ersetzt das bisherige “Frohe Weihnachten”.

X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des corporate redesigns. Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz, auch im Hinblick auf das Sharholder-value, und würdigte das Know-how seiner Investor-Relation-Manager.

In diesem Sinne: Schönen Advent

„I like you too much not to say it. You’ve got everything except one thing – madness. A man needs a little madness, or else he never dares cut the rope and be free.“

Anthony Quinn als Alexis Zorba in Zorba the Greek (1964)
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Gedanken im Advent

Der Austritt des Vereinigten Königreichs wird uns Europäer wohl noch länger, als von allen ursprünglich angenommen, beschäftigen; inzwischen werden selbst die optimistischen Europäischen Föderalisten froh darüber sein, wenn die Trennung endlich auch vollzogen wird. Unser Rational dahinter ist die Hoffnung, dass durch die daraus resultierenden Folgen, den Unionsbürgern bewusst wird, wie gefährlich es ist, menschlich wie fachlich völlig inkompetente Politiker zu wählen.

Auch am Beispiel der Vereinigten Staaten wird uns allen exemplarisch vorgeführt, was für gravierende Folgen dies nicht nur für das eigene Land, sondern gerade in diesem Fall für die gesamte Welt hat. Es zeigt auch eindeutig auf, dass Demokratien nur von innen heraus zerstört werden können. Im Falle der Vereinigten Staaten dürfen wir uns ziemlich sicher sein, dass diese sich nach ein paar Jahren selbstaufgezwungener Isolation, rundumerneuert wieder für eine demokratische und freie Welt einsetzen werden.

Leider können wir uns Europäer selber nicht ganz so sicher sein, denn die Europäische Union ist nicht aus sich heraus geboren worden und lebt bis heute fast ausschließlich von dem Versprechen, für alle einen Vollkasko-Wohlstand zu liefern. Dabei haben die meisten Unionsbürger ganz vergessen oder völlig verdrängt, dass Europa dies nur dann erreichen kann, wenn es den Menschen, den einzelnen Völkern und Regionen Europas gelingt, sich möglichst effizient zusammenzuschließen und darüber hinaus mit anderen Weltregionen in friedlicher Kooperation und freundschaftlichen – nicht heterotrophen – Zusammenschlüssen zu leben – und dies bis hin zu einer Weltunion.

Das Gegenteil dieser Europäischen Idee ist die nationalistische Kleinstaaterei von Egoisten, die nicht erkennen können, dass eigene kurzfristige Vorteile mittel- bis langfristig für alle den Untergang bedeuten. Unsere englischen Miteuropäer führen dies gerade exemplarisch vor, und wir anderen sind keinen Deut besser! Auch wir Deutschen lieben Europa nur dann, wenn unsere Nachbarn bei uns kaufen und zahlen, möglichst billige Urlaube garantieren und uns ansonsten die Probleme dieser Welt möglichst lange vom Halse halten.

Wir Europäer haben gut 70 Jahre verstreichen lassen ohne die bekannten Herausforderungen tatsächlich anzunehmen. Nicht nur der Klimawandel, auch der Raubbau an der Natur und die Umweltzerstörungen, sowie das wirtschaftliche und soziale Ungleichgewicht in der Welt werden uns allen noch weit mehr zu schaffen machen, als die meisten von uns denken. Die Bevölkerungswanderungen werden insgesamt stark zunehmen und in Folge davon sich 95% der Weltbevölkerung nicht allzu große Sorgen um die Befindlichkeiten von 5% Europäern machen.

Andere Regionen dieser Welt, z.B. China, haben unsere Untätigkeit genutzt und, weit besser organisiert und vor allem mit geeinten Kräften, damit begonnen, sich nicht nur die Ressourcen dieser Welt, sondern auch die Technologien, Patente und Kernindustrien zu sichern. Hinzu kommt die Tatsache, dass sie mit weit über einer Milliarden Menschen eine zeitgemäße Marktmacht repräsentieren.

Aber auch China, Indien oder die USA werden sich den globalen Herausforderungen stellen müssen. Noch vor 70 Jahren war sich die gesamte Welt diesbezüglich sicher, dass dies nur mit vereinten Kräften leistbar ist.

Wir Europäer glauben aber offensichtlich inzwischen mehrheitlich wieder, dass eine Renationalisierung, Rassismus, Grenzkontrollen und der Kauf von 50 weiteren Panzern der erfolgversprechendere Lösungsansatz ist. Ich bin mir dabei ganz sicher, dass Regierungen, die solchen Unfug verbreiten, genau der Kern aller Probleme sind – und wir haben sie gewählt!

Aber alles Lamentieren hilft nicht weiter, wir Europäischen Föderalisten müssen unbeirrt an unserer Sache festhalten und weiterhin versuchen, unsere Mitbürger, ganz besonders die Europäer unter ihnen, von diesem einzig erfolgsversprechenden Weg zu überzeugen. Zumindest können wir Föderalisten hinterher mit dem guten Gewissen leben, dass wir es bis zuletzt versucht haben.

Die EUROPA-UNION Heilbronn ist Teil der weltweit vorhandenen Föderalistischen Bewegung und seit 1946 auch Mitglied bei den Europäischen Föderalisten und damit auch in der Europäischen Bewegung. Unsere Wurzeln lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen, entstanden sind wir allerdings erst im Kampf gegen den Nationalsozialismus, der die gesamte Welt an den Rand des Untergangs brachte. Unsere Gründerväter kommen aus dem christlichen und demokratischen Widerstand während der dunkelsten Jahre unserer bisherigen Geschichte.

Bis heute zählen wir europaweit gut 25 000 Mitglieder und konnten damit unsere Mitgliederzahl aus der Nachkriegszeit halten, auch wenn wir anfangs noch hofften, zu einer wirkmächtigen Bürgerbewegung zu werden und die Europäische Idee bei allen unseren Mitbürgern verankern zu können.

Im Stadt- und Landkreis Heilbronn zählen wir gut 220 Europäische Föderalisten und sind mit fast 0,05% Anteil an der Bevölkerung zwar ein kleiner aber dennoch sehr aktiver Zusammenschluss von Menschen mit starken demokratischen Wurzeln.

„The fundamental cause of the trouble is that in the modern world the stupid are cocksure while the intelligent are full of doubt.“ 

Bertrand Russell, Mortals and Others: American Essays 1931 – 1935 (2009: 203)
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