Was mich an der Berichterstattung zu den Bußgeldern stört – es findet sich an keiner Stelle eine Gegenrechnung, was der städtische Haushalt an Investitionen für Verkehrsüberwachung und Personalkosten u. ä. beinhaltet. So entsteht immer wieder der Eindruck, dass das Stadtsäckel durch Ordnungsgelder gefüllt wird. Und zwar ordentlich. Sicher, die alter Kameralistik hat diese Zahlen so nicht direkt geliefert, mit der Doppik sollten – zumindest dort, wo sie bereits vollumfänglich umgesetzt wird, die Informationen vorliegen. Ich bin mir sicher, dass sich dann ein vollständig anderes Bild zeigt. Nämlich, dass mitnichten das Stadtsäckel (im Sinne eines „Überschusses“) ordentlich gefüllt wird, sondern weitgehend eine Kostendeckung erreicht wird. Dis ist zwar nicht Ziel und Zweck, aber erzeugt dann doch einen anderen Eindruck.