Unsere Lehrer sind verpflichtet, die freiheitliche demokratische Grundordnung (Wertesystem) zu lehren und auch vorzuleben; es ist die Politik, die immer öfters auch Antidemokraten lehren lässt.

Und es sind nicht die Lehrer, die den Bildungskanon zu verantworten haben. Auch entscheiden sie nicht mehr alleine darüber, wer einen Bildungsabschluss erhält oder nicht — ich sehe unsere Lehrer eher als Opfer des Bildungssystems, wobei ich mir aber auch eingestehen muss, dass es sich doch einige Lehrer selbst darin sehr bequem machen. Ob das dem Selbstschutz dient oder aber an einer falschen Lehrerauswahl liegt, müsste man genauer untersuchen.

Da sich die Welt weiterdreht, halte ich es nicht für sinnvoll, Prüfungen aus dem Jahr 1971 bewältigen zu können. Leider aber ist es inzwischen Faktum, dass ein Wohlfahrtsstaat die darin lebenden Menschen verdummt — Intelligenz wird nicht mehr so benötigt, wie ehedem.

Deshalb müssen wir unser Bildungssystem insgesamt überdenken und überarbeiten, damit es unsere Gesellschaft insgesamt wieder weiterbringt. Vielleicht werden wir dann auch allesamt wieder intelligenter und lachen dann über die Prüfungen aus dem Jahr 1971.