Die Grünen entwickeln sich in Baden-Württemberg zu einer zweiten etwas gemäßigteren CDU. Wenn die CDU nicht ganz nach rechts abdriftet, dann haben wir zwei Parteien, die fast um dieselbe Wählerschaft kämpfen. Der demokratische Rest ist völlig zersplittert und kann weder den Grünen noch der Union behilflich sein.

Deswegen der Bedarf an einer weiteren demokratischen Kraft, die auch jene mitnimmt, die nicht unbedingt grün oder schwarz wählen wollen und dabei groß genug ist, um den beiden anderen demokratischen Parteien Paroli bieten zu können. Das ist m. E. kein Wunschdenken, sondern Notwendigkeit, wenn man nicht wie in den USA zwischen Demokraten und Republikanern wählen möchte.

Kann aber auch sein, dass die Grünen in BW eine Sonderstellung einnehmen, etwa wie die CSU in Bayern, und sich auf Bundesebene Grüne, SPD und Die Linke zu einer Allianz zusammenfinden. Was aber auch wieder in zwei Blöcken resultieren würde und zudem nicht die Gefahr beseitigt, dass die Union dem Zentrum nacheifert.

Auch sehe ich es nicht mehr, dass bei uns eine demokratische Partei noch auf 40+ % Stimmenanteil kommen wird und daran denken kann im Alleingang zu regieren.