Sehr schön geschrieben. Und nein, wie Du vermutet hast, habe ich mit dem Begriff Altherren gar kein Problem. Als Anekdote aus meiner Fußballer-“Karriere”: Da spielt man oft schon als Mittdreißiger in der Altherren-Mannschaft.
Und auch ich bin ein Freund, eines gepflegten Stammtischs, solange der nicht in platte Stammtischparolen und besagte zotige Altherrenwitze abdriftet. Die bitte nur – wenn überhaupt – mit viel Augenrunzeln und -zwinkern. Immer noch vermisse ich unseren Stammtisch, an dem wir uns mindestens einmal die Woche getroffen haben, auch um uns einfach über tägliche Leben und Fußball auszutauschen. Der ist durch Corona verschüttet gegangen. Nur zu oft habe ich gegenüber Freunden bemerkt, dass ich die Kneipe vor Ort vermisse, wo man sich abends mal auf ein Bier (oder einen Schwatz) trifft.
Zu Deinen Ausführungen bezüglich Reichweitenoptimierung – welch ein Wort – und dem anderen Gedöns habe ich nichts hinzuzufügen. Bloggen, sich mit Themen schriftlich auseinanderzusetzen, belebt meiner Meinung nach den Geist und als alter Herr, der in absehbarer in den Ruhestand geht, versuchen ich den Geist wach zu halten, genieße die Anregungen durch und den Austausch mit anderen Bloggerinnen (!!!) und Altherrenbloggern.
Und ja, natürlich ist der fromme Wunsch dabei, hier und da auch etwas positiv zu bewirken, zum Nachdenken anzuregen, zur offenen Diskussion, ja auch zur Stärkung unserer Demokratie beizutragen und Hass und Hetze entgegen zu wirken. Die Welt ein bißchen besser machen? Ist mir fast schon ein zu hoher Anspruch.
In diesem Sinne lasst uns in Kontakt bleiben. Wenn ich jetzt als Bloggerstammtisch schreiben würde, würde mir das zu sehr nach Bierseligkeit klingen, aber im Prinzip …