Während die einen seichte Unterhaltungspolitik zelebrieren und die „judäische Volksfront“ sich erbarmungslos mit der „Volksfront von Judäa“ herumstrittelt, übernimmt die dunkle Seite der Macht (in Heilbronn ist es die Schwarze Seite). Fast niemanden scheint das zu interessieren. Den Unterhaltungsjunkies fehlt es an Bildung, jede „Volksfront“ sieht nur die eigenen Pfründe. Kaum jemand denkt über die eigene Nasenspitze hinaus. Strategisches Denken? Fehlanzeige. Zumindest auf der hellen Seite, die so hell dann doch nicht ist. Hauptsache alles schön bequem kuschelig komfortabel und vordergründig nützlich. Im Zweifelsfall verweist man auf angebliche/mutmaßliche Fehler anderer. Ob ein Herr Strauß in den 50/60/70/80ern des letzten Jahrtausends etwas frag-würdiges gesagt und noch frag-würdiger gehandelt hat, das ist mir schnuppe. Der Mann ist tot. Taugt für manche höchstens als Freund- oder Feindbild, die dabei das Wesentliche übersehen.

Ob man aus „der Geschichte lernen“ kann, ist müßig zu diskutieren. Es interessiert kaum jemanden. Jede Seite der Macht kann die Vergangenheit als Fallstudie nutzen. Natürlich sind die Mechanismen der Propaganda (aka Öffentlichkeitsarbeit oder Public Relations) allen bekannt.

Was bleibt ist die Hoffnung und das manchmal vorhandene Streben nach einem (ethisch) guten Leben. Aber auch das ist nur Hoffnung. Hoffnung auf Einsicht, auf gutes Handeln anderer.

Danke für den geistigen Anstoß, Heinrich.