De jure ist das bei uns so, dass jeder Deutsche das Grundgesetz als Grundlage und Leitkultur hat. So lange wir noch auf Nationalstaaten bauen, wird diese Staatsbürgerschaftsproblematik leider aber nicht gelöst werden können. Und so sind all jene bei uns weiterhin geschützt, die ihre Staatsbürgerschaft ererbt haben.

Was wir aber könnten, wäre all jenen die Staatsbürgerschaft wieder zu entziehen, die diese per Betrug erhalten haben — und das sind viel mehr als wir vermuten. Denn jeder muss sich vor dem Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft ohne Wenn und Aber zu unserem Grundgesetz bekennen. Leider aber — gestern hatte ich solche Gespräche — bekennen sich diese Deutschen seit dem Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft nicht nur weiterhin zu ihrem „ehemaligen“ Staat, sondern geben ohne zu zögern zu, dass sie die Demokratie und unsere Werte aus voller Überzeugung heraus ablehnen.

Damit bestätigen diese Menschen, dass sie die deutsche Staatsbürgerschaft durch Betrug erworben haben und könnten diese damit sehr schnell verlieren, vorausgesetzt, sie haben die alte Staatsbürgerschaft noch.

Das Problem dabei ist, dass sie diese alte dann, wenn es zum Schwur kommt verleugnen, und sogar den Nachweis darüber in den Müll werfen — was sich viele Flüchtlinge inzwischen zum Vorbild genommen haben.

Und so bleiben auch diese Deutsche weiterhin unsere Mitbürger. Unsere Behörden weigern sich dabei meist aus Bequemlichkeit, diese Sachverhalte weiter aufzuklären und z. B. in der Russischen Föderation oder der Türkei nachzufragen, ob nicht Herr Maier auch noch eine weitere Staatsbürgerschaft hat.

Dieses Problem lösen wir erst dann, wenn wir in Deutschland für alle die Brotkörbe wieder höher hängen. Denn dann müssen auch unsere eigenen „Staatsfeinde“ wenigstens etwas zu unserem Staat beitragen.