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Föderalisten

Die meisten aktiven Weblog-Nutzer sind auch Föderalisten. Das hängt ursächlich damit zusammen, dass ich selber ein militanter Föderalist bin und mich gerne in einem entsprechenden Umfeld bewege.

Ganz grob gesprochen, sind Föderalisten jene Mitbürger, die sich nicht nur für eine friedliche und demokratische wie auch freie Welt einsetzen, sondern diese gerne föderal gegliedert und strukturiert hätten.

Aber bereits schon hiermit sind die Gemeinsamkeiten von uns Föderalisten zu Ende, denn fast jeder Föderalist hat seine eigenen Vorstellungen davon, wie so eine föderale Welt auszusehen hat. Man kann uns Föderalisten dabei aber in einige Untergruppen einordnen, wobei deren Grenzen meist fließend sind. So gibt es die Weltföderalisten, die an eine zukünftige Weltunion glauben und diese alsbald verwirklicht sehen wollen. Dann gibt es noch die Europäischen Föderalisten, die zwar auch die Weltunion als Ziel im Blick haben, aber zuerst ein gemeinsames Europa als Blaupause für eine Weltunion schaffen wollen. Dann finden sich noch die Staatenbund-Föderalisten und die Bundesstaat-Föderalisten, für die die Tiefe der anzustrebenden Föderation maßgeblich ist. Und wenn man weiter in die tiefen des Föderalismus hinabsteigt, dann findet man entsprechende Föderalisten für nahezu jedes nur denkbare föderalistische Modell. Hierbei gibt es dann zwei Hauptgegensätze, nämlich die Konstitutionalisten und die Institutionalisten oder Funktionalisten, die sich darüber nicht einig sind, wie denn der föderale Staat am besten zu erreichen sei. Und zum Schluss findet man noch die Kommunalisten, das sind jene Föderalisten, die wohl den in der Gesellschaft insgesamt am weitestgehenden Föderalismus befürworten. 

Und die militanten Föderalisten sind jene Föderalisten, die sich ganz persönlich für eine föderalistische Lebensweise entschieden haben.


Für erste Fragen steht allen meine Frage & Antwort Seite zur Verfügung.

5 thoughts on “

  1. Mir ist in den letzten Monaten verstärkt aufgefallen, dass immer mehr Motorroller und Motorräder in den Fußgängerzonen (FGZ) abgestellt werden. Beim Marrahaus Süd ist das Alltag, dass man mit der Dreckschleuder durch die FGZ rattert und dann bei den Fahrradbügeln parkt …

    Kürzlich und drastisch: ich radle durch die Schwibbogengasse und möchte mein Rad an der Ecke bei der Eisdiele abstellen. Dort stehen zwei schwere Maschinen in der FGZ, die gerade angeworfen werden. Ein junge Frau mit Kind sitzt auf der ersten und gibt so richtig Gas, dass auch alle was davon haben. Ich gehe auf sie zu und frage: „Entschuldigung, warum parken Sie in der Fußgängerzone?“. Sie grinst mich an und zeigt mir den Mittelfinger. Von hinten nähert sich lautstark die zweite Maschine. Der Fahrer will absteigen und ruft rüber: „Was willst du Hurensohn überhaupt?“

    Meine Antwort „Sie kennen meine Mutter doch gar nicht“ erspare ich mir und schiebe mein Rad in die FGZ rein, sie folgen mir nicht …

    1. Auch das bemängele ich schon seit Jahren, meine bessere Hälfte und ich wurden als Spaziergänger schon öfters von allen möglichen Verkehrsteilnehmern in der Fußgängerzone angefahren. Polizei und Ordnungsamt schauen ganz offensichtlich auf Weisung der Verwaltungsspitze weg und unterlassen alles, um in der Fußgängerzone ein Mindestmaß an Verkehrssicherheit zu garantieren.

      Und von unserem Pöbel spreche ich schon gar nicht mehr, stelle nur fest, dass man Asozialität heute nicht mehr am Geldbeutel festmachen kann.

  2. Da widerspreche ich nicht, ich bin selbst seit mehr als 4 Jahrzehnten in der Kulturszene verankert und habe jahrelang selber bei Veranstaltungen (Deutschhofkeller, Bürgerhaus Böckingen Gewölbe, Jugendhaus Schillerstraße, dann OLGA-Halle …) mitgearbeitet …

    Ein Grund für ausbleibende Zuschauer könnte im Komödienhaus liegen. Da treten diverse Spaßmacher auf.
    Ob das Aufgabe eines städtisch hochsubventionierten Betriebes ist, kann man kontrovers diskutieren.

  3. Zum Kulturkeller habe ich ein äußerst ambivalentes Verhältnis: Ein klaustrophobischer Raum mit unbequemen Sitzmöglichkeiten.
    Früher war ich öfters dort und habe z.B. die jämmerlichste lokale Spaßtruppe überhaupt besucht, die Gauwahnen (gruselig).
    Ebenso ungeeignet ist der Raum für Filmvorführungen, was das KoKi aber nicht davon abhält. Diesen Verein habe ich mitbegründet, die ersten Jahre im Cinemaxx mitgeleitet und dann verlassen, weil ich keine Zukunft für das Projekt sehe.

    1. Auch wenn ich Ihre Argumente durchaus nachvollziehen kann und selber auch keine gute Heilbronner Spaßtruppe kenne, muss man anerkennen, dass es doch noch so einige Heilbronner gibt, die sich weiterhin um den Kulturkeller bemühen, auch wenn inzwischen laut Heilbronner Stimme die Zuschauer wegbleiben sollen. Und dieses Engagement ist meines Erachtens zu unterstützen.

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