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Linkedin

Ursprünglich als Nischennetzwerk intendiert, sollte es dazu dienen, Berufstätige besser untereinander zu vernetzen. Und da sich Facebook immer mehr zu einer unerträglichen Quasselbude entwickelte, waren viele froh darüber, dass es auf Linkedin deutlich zivilisierter zuging.

Ich habe dazu im Juni 2020 schon einmal einen eigenen Blog-Beitrag geschrieben. Kaum zwei Jahre später fühlt es sich bei Linkedin inzwischen so an, wie damals bei Facebook, als ich mich endgültig dazu entschied, dort auszusteigen. 

Meine Versuche über Linkedin mit mehreren Personen zu kommunizieren funktionierten nicht und so nutze ich dieses Medium inzwischen nur noch, um sehr schnell mit dort bereits verlinkten Bekannten, Freunden und Kameraden wieder Verbindung aufzunehmen. 

Deshalb werde ich auch so schnell nicht darauf verzichten können, weil ich meine eigenen Telefonbücher schon vor Jahren sehr stark entschlackt habe und dort nur noch Einträge von Personen sichere, mit denen ich in sehr regelmäßiger Verbindung stehe.

So bin ich jetzt einmal gespannt darauf, wie die anderen Linkedin-Nutzer dieses Soziale Medium einschätzen. 

LinkedIn ist für mich in erster Linie eine Marketingplattform, für Job-Sucher, Bewerber-Sucher, evtl. auch Alumni & Co. Mehr nicht. Zum Glück habe ich keinen Job, sondern einen Beruf. Bin sozusagen ein Berufener, was sogar stimmt.

LinkedIn nutze ich, wie auch früher die Konkurrenz Xing, als Plattform, um die Reichweite meiner eigenen Posts auf https://t73f.de und https://agiles-studieren.de zu erhöhen. Mehr nicht. Mein Dienstherr, meine Fakultät und ein dort beheimatetes Institut haben mich gebeten, denen auf LinkedIn zu folgen. Weil ich da nicht wirklich aktiv bin, habe ich damit keine Probleme.

Für Neuigkeiten rund um dieses Blog und die Europa-Union Heilbronn erfahre ich mit Mitteln eines Internet-Erwachsenen, also RSS/Atom. Zur Not auch Twitter.

Letztens ist tatsächlich einmal ein Kontakt zustande gekommen, der in einen Gastvortrag münden wird, evtl. passiert auch etwas mehr. Wäre ich nicht auf LinkedIn, dann hätte der Kontakt mir wohl ganz altmodisch eine Mail geschrieben. Ach ja, meine Schwester schrieb mir dort immer mal wieder, bis ich ihr das Konzept von SMS in Erinnerung rief.

Zum Glück nervt LinkedIn mich aktuell nicht zu sehr mit irgendeiner Gamification-Bevormundung. Sonst geht es bei mir, den schon Xing gegangen ist.

Und ja, mein Telefonbuch lagere ich ebenfalls nicht auf eine externe Plattform aus, die im Zweifelsfall damit alles mögliche anstellt. Und die richtig wichtigen Kontake stehen natürlich im Zettelstore ;).

Heinrich Kümmerle hat auf diesen Beitrag reagiert.
Heinrich Kümmerle

Meinem Vorredner @detlef-stern kann ich fast nichts mehr hinzufügen. Ich nutze Linkedin fast ausschließlich im beruflichen Kontext - als Möglichkeit Sichtbarkeit für meine Themen zu erzeugen, im Zuge meiner beruflichen Tätigkeit gefunden zu werden und als elektronische Visitenkartenverwaltung. Das war es aber auch schon. Früher durfte ich dort einen intensiven fachlichen Austausch erleben. Das hat allerdings jüngerer Zeit sehr stark nachgelassen.

Heinrich Kümmerle hat auf diesen Beitrag reagiert.
Heinrich Kümmerle

Wenn ich alleine diese beiden Antworten betrachte, dann scheint sich meine Befürchtung zu bewahrheiten, dass sich die Sozialen Netzwerke inzwischen tatsächlich schon wieder überlebt haben. Und einfach nur der Austausch von Bildchen kann auch keine tragfähige Alternative sein.

So muss man überlegen, was die künftigen Alternativen sind oder sein könnten, oder aber, ob man vielleicht doch sogar ganz auf diese Kommunikationsform verzichten kann. Zumindest meine bessere Hälfte kommt schon immer ganz gut auch ohne diese Netzwerke zurecht.

In einem etwas älteren Blog-Beitrag „Netzwerken“ hier in diesem Weblog hatte ich bereits schon darüber spekuliert: 

„Und um es gleich vorweg zu nehmen, auch Facebook, Twitter und Co. sind nur temporäre Erscheinungen, deren heutige Bedeutung späteren Generationen wohl kaum noch zu vermitteln sein wird.“

Kucken wir mal, wie sich die Sache weiterentwickelt.


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