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Timothy Snyder | The Road to Unfreedom : Russia > Europe > America (2018)

Bereits 2018 hat Timothy Snyder dieses faszinierende Buch herausgegeben. Das Einzige, was mich an diesem Buch stört ist, dass ich es nicht schon 2018 gelesen habe. Die 284 Taschenbuchseiten, ohne die Endnotes, lesen sich sehr flüssig, wobei Snyder sehr nachvollziehbar das System Putin entlarvt und seine Möglichmacher und Profiteure sehr deutlich, teilweise auch namentlich aufführt.

Er benennt einige der bekannten Verbrechen von Vladimir Putin, darunter den Abschuss von MH17, widerlegt einige der Mythen vor allem von totalitaristischen Politiker in Europa, wie die Bedrohung Russlands durch die NATO, und schildert zudem die Kontakte zwischen den russischen Oligarchen und Donald Trump. Er warnt uns sehr deutlich vor den Konsequenzen, wenn wir nicht endlich damit beginnen, aufzuwachen und unsere Werte zu verteidigen. Ansonsten könnte die freie Welt sehr schnell der Vergangenheit angehören.

Mein eindeutiger Lieblingsbegriff im Buch ist „Sado-Populist“ (2018: 274)

„[We] raised a millenial generation without history.“ (2018: 7)

„In The Peloponnesian Wars, Thucydides defined ‚oligarchy‘ as rule by the few, and opposed it to ‚democracy‘.“ (2018: 11)

„Do we understand that being an individual requires a constant consideration of endless factuality, a constant selection among many irreducible passions?“ (2018: 35)

„The extrem Right and Left should instead be drawn together as a bicephalous icon.“ (2018: 58)

„Brexit was a major triumph for Russian foreign policy, and a sign that a cyber campaign directed from Moscow could change reality.“ (2018: 106)

„Nations are old things that refer to old things.“ (2018: 112)

„Where there are local reporters, journalism concerns events that people see and care about. When local reporters disappear, the news becomes abstract. It becomes a kind of entertainment rather than a report about the familiar.“ (2018: 247)

„Oligarchy works as a patronage system that dissolves democracy, law, and patriotism.“ (2018: 264)

„Politics is international, but repair must be local.“ (2018: 277)

„Communication among citizens depends upon equality.“ (2018: 281)

Meine Empfehlung: Kaufen Sie das Buch gleich hier. (Deutsch | Amazon)


Für erste Fragen steht allen meine Frage & Antwort Seite zur Verfügung.

5 thoughts on “

  1. Mir ist in den letzten Monaten verstärkt aufgefallen, dass immer mehr Motorroller und Motorräder in den Fußgängerzonen (FGZ) abgestellt werden. Beim Marrahaus Süd ist das Alltag, dass man mit der Dreckschleuder durch die FGZ rattert und dann bei den Fahrradbügeln parkt …

    Kürzlich und drastisch: ich radle durch die Schwibbogengasse und möchte mein Rad an der Ecke bei der Eisdiele abstellen. Dort stehen zwei schwere Maschinen in der FGZ, die gerade angeworfen werden. Ein junge Frau mit Kind sitzt auf der ersten und gibt so richtig Gas, dass auch alle was davon haben. Ich gehe auf sie zu und frage: „Entschuldigung, warum parken Sie in der Fußgängerzone?“. Sie grinst mich an und zeigt mir den Mittelfinger. Von hinten nähert sich lautstark die zweite Maschine. Der Fahrer will absteigen und ruft rüber: „Was willst du Hurensohn überhaupt?“

    Meine Antwort „Sie kennen meine Mutter doch gar nicht“ erspare ich mir und schiebe mein Rad in die FGZ rein, sie folgen mir nicht …

    1. Auch das bemängele ich schon seit Jahren, meine bessere Hälfte und ich wurden als Spaziergänger schon öfters von allen möglichen Verkehrsteilnehmern in der Fußgängerzone angefahren. Polizei und Ordnungsamt schauen ganz offensichtlich auf Weisung der Verwaltungsspitze weg und unterlassen alles, um in der Fußgängerzone ein Mindestmaß an Verkehrssicherheit zu garantieren.

      Und von unserem Pöbel spreche ich schon gar nicht mehr, stelle nur fest, dass man Asozialität heute nicht mehr am Geldbeutel festmachen kann.

  2. Da widerspreche ich nicht, ich bin selbst seit mehr als 4 Jahrzehnten in der Kulturszene verankert und habe jahrelang selber bei Veranstaltungen (Deutschhofkeller, Bürgerhaus Böckingen Gewölbe, Jugendhaus Schillerstraße, dann OLGA-Halle …) mitgearbeitet …

    Ein Grund für ausbleibende Zuschauer könnte im Komödienhaus liegen. Da treten diverse Spaßmacher auf.
    Ob das Aufgabe eines städtisch hochsubventionierten Betriebes ist, kann man kontrovers diskutieren.

  3. Zum Kulturkeller habe ich ein äußerst ambivalentes Verhältnis: Ein klaustrophobischer Raum mit unbequemen Sitzmöglichkeiten.
    Früher war ich öfters dort und habe z.B. die jämmerlichste lokale Spaßtruppe überhaupt besucht, die Gauwahnen (gruselig).
    Ebenso ungeeignet ist der Raum für Filmvorführungen, was das KoKi aber nicht davon abhält. Diesen Verein habe ich mitbegründet, die ersten Jahre im Cinemaxx mitgeleitet und dann verlassen, weil ich keine Zukunft für das Projekt sehe.

    1. Auch wenn ich Ihre Argumente durchaus nachvollziehen kann und selber auch keine gute Heilbronner Spaßtruppe kenne, muss man anerkennen, dass es doch noch so einige Heilbronner gibt, die sich weiterhin um den Kulturkeller bemühen, auch wenn inzwischen laut Heilbronner Stimme die Zuschauer wegbleiben sollen. Und dieses Engagement ist meines Erachtens zu unterstützen.

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