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Frei statt Partei!

Das war der Wahlkampf-Slogan der Freien Wählervereinigung Heilbronn im Gemeinderatswahlkampf 2019. Und dafür wurden wir -- ganz besonders von Parteimitgliedern -- sehr stark angegriffen. Auch ich, und dies obwohl ich für diesen Spruch wirklich überhaupt nichts konnte.

Spätestens seit es aber in Bayern „Freie Wähler“ in der Landesregierung gibt und auch eine Partei, die sich „Freie Wähler“ nennt, sogar bundesweit bei Wahlen antritt, haben wir Freien Wähler es schwer, uns als parteilose Alternative bei den Wählern anzubieten. 

Die Partei „Freie Wähler“ lebt geradezu vom guten und etablierten Ruf unzähliger Bürger, die sich ohne Parteizugehörigkeit auf lokaler Ebene für die Belange der Bürgerschaft einbringen. 

Leider aber gibt es auch Freie Wähler, die sich als Partei Chancen für Landtags- und Bundestagsmandate ausrechnen und deshalb weniger abgeneigt sind, um auch in Baden-Württemberg diesen Wechsel hin zu einer Partei zu vollziehen.

Ich habe ganz bewusst bereits 1989 ein Partei verlassen und inzwischen bei den Freien Wählern meine neue politische Heimat gefunden. Es wäre sehr schade, wenn ich mir nochmals einen neuen Verein suchen müsste; deshalb war ich auch sehr erfreut darüber, dass die Heilbronner jüngst eine entsprechende Anfrage seitens des Landesverbandes (eher eine Koordinierungsstelle der Freien Wähler im Land) mit einer Absage zum „Parteiwechsel“ beantwortet haben.

Ich bin fest davon überzeugt, dass jede Demokratie freie Wähler benötigt und zudem auch in den Parteien weniger Berufspolitik!

Demokratie lebt nur von ehrenamtlicher Politik, in und außerhalb von Parteien -- die Berufspolitik ist für jede Demokratie tödlich, wenn sie dort zur Gewohnheit und Normalität wird.

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  • Chris Aldrich