Russische Flaggen

Herbert Burkhardt: Städtepartnerschaft mit Novorosijsk beenden?

Beitragsfoto: Russische Flaggen | © Pixabay

Nach dem schrecklichen Angriffskrieg in der Ukraine, durch das System Putin, sind mir die Augen aufgegangen. Bei allem Willen zur Völkerverständigung bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass die Partnerschaft mit der russischen Stadt Novorosijsk im Moment nicht mehr aktiv betrieben werden kann. Wie sollen wir in den nächsten Jahren mit diesen Entscheidungsträgern unsere Partnerschaft pflegen? Das ist schlicht unmöglich. Deshalb setze ich mich für eine Aussetzung der Partnerschaft ein.

Vielleicht waren wir zu blauäugig. Wir hätten schon vor Jahren erkennen können und müssen, dass Russland mit seinem Diktator Putin, mit der russische Armee, mit ihrem Eingreifen in Syrien einen schrecklichen Krieg geführt und schlimme Kriegsverbrechen begangen hat. Ich persönlich werde, nachdem sich der Oberbürgermeister von Novorosijsk als glühender Putin Anhänger geoutet hat, an keinen Partnerschaftsbegegnungen mehr teilnehmen.

Gerne pflege ich weiterhin gute Kontakte zu allen Menschen, die unsere Werte teilen, egal welcher Herkunft.

2 thoughts on “Herbert Burkhardt: Städtepartnerschaft mit Novorosijsk beenden?

  1. Ich frage mich seit langer Zeit, welche Geister da im Gemeinderat sitzen?
    Da stimmt man zuerst dem Verkauf des alten Ruderschwaben-Gebäudes an der Rosenbergbrücke zu, damit der hier ansässige Milliardär ein weiteres Grundstück in Dieter-Schwarz-Stadt sein eigen nennt …
    Als dann bekannt wird, dass die alte Bruchbude wohl plattgemacht wird, geht ein Aufschrei durch den Gemeinderat, dieses historische Gebäude schützen zu müssen …

  2. Lieber Herbert, es freut mich, dass Du Dich beim OB dafür einsetzt, dass diese unsägliche Partnerschaft ausgesetzt wird. Das Zugeständnis, dass Dir erst jetzt die Augen aufgegangen sind, was für eine gewaltige Fehlentscheidung der Gemeinderat 2019 in dieser Angelegenheit getroffen hat, ehrt Dich.

    Aber von unseren Volksvertretern müssen wir erwarten dürfen, dass diese sich vorab kundig machen, bevor sie im Namen des Volkes Entscheidungen treffen. Gerade deswegen wählen und alimentieren wir auch Volksvertreter.

    Im Falle dieser Partnerschaft müssen wir davon ausgehen, dass alle Gemeinderäte gewusst haben, dass Putin ein Diktator ist, der spätestens seit 2008 Menschen in Massen ermorden lässt und spätestens seit 2014 auch Unionsbürger in Massen mordet und selbst vor Morden in Deutschland nicht zurückschreckt.

    Mit ein wenig Nachfragen, hätten die Gemeinderäte wissen können, dass die neue Partnerstadt nicht nur eine Krimkriegsstadt ist, deren Bevölkerung diesen Krieg seit 2014 auch massiv unterstützt, wenn Teile davon nicht sogar selber morden.

    Auch hätten sie wissen können, dass die Verantwortlichen der Stadt nur Marionetten — und jetzt sogar Mittäter — sind.

    Unsere Demokratie wird daran zugrunde gehen, dass unsere Volksvertreter für ihre falschen Entscheidungen keine Verantwortung mehr übernehmen. Und so sollte es nicht zur Gewohnheit werden, dass man sich jedes Mal nur geirrt haben oder getäuscht worden sein will.

    Ich hoffe, dass Du dem jüngsten Vorschlag der SPD nicht folgen wirst, nun noch eine Alibi-Partnerschaft mit einer Stadt in der Ukraine abzuschließen, denn dies würde die Opfer nur verhöhnen, spätestens dann, wenn diese vom OB dazu gezwungen werden, feucht fröhlich mit den Mördern ihrer Kinder an einem Tisch zu sitzen.

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