Heinrich, dein Artikel scheint mir zu generell und plakativ. Deine Überschrift heißt Namensverbote und sollte wohl eher Wortverbote heißen. Und deine daraus entwickelten Thesen gipfeln z. B. darin, daß fast jede Dame ohne zu zögern Fuck you sagt (Zitat) – ich kenne solche Damen nicht. Und deine Schlussfolgerung von der Todesstrafe zur Nichtexistenzberechtigung finde ich auch übertrieben aber das generiert Aufmerksamkeit. Die Worte im Lauf des Jahrtausends haben sich geändert, denk an die Minnesänger wie Walther von der Vogelweide oder die Bibelübersetzungen von Luther, der ja auch dem aktuellen Sprachmodus angepasst ist.
Vor 2 Tagen brachte mir meine 6-jährige Enkelin ein Buch vom Klett Kinderbuchverlag mit dem Titel die ‚Wurstkackfabrik‘. Soll wohl pädagogisch wertvoll sein – sorry ich verstehe es nicht. Ich lese gern sprachlich gut formulierte Literatur und davon gibt es zum Glück einiges. Wenn ich nun meine Enkel ab und zu korrigiere bei bestimmten Ausdrücken — ok — dann bin ich auch ein wenig totalitär.