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Gedanken zum Advent

Nicht nur die Wahlen zum Kirchengemeinderat liegen hinter uns, sondern bereits auch der 1. Advent diesen Jahres. Tempus fugit … und jedes Lebensjahr ein wenig schneller.

Der alljährliche Advent, eigentlich die Zeit, um sich auf Weihnachten vorzubereiten und dazu auch eine gute Gelegenheit zur Besinnlichkeit.

Jedes Jahr nehme ich mir immer wieder aufs Neue vor, bis zum 1. Advent soweit zu sein, damit ich langsam aber sicher in die Weihnachtszeit hineinrutschen kann. Und immer wieder stelle ich nach dem 1. Advent aufs Neue fest, was ich alles noch bis spätestens Weihnachten zu erledigen habe; so auch dieses Jahr.

Nur dieses Jahr möchte ich erstmals etwas schlauer als sonst sein und überlege, was ich über die Weihnachtsfeiertage hinweg liegen lassen könnte.

Auf jeden Fall dürfen es nicht die guten Wünsche sein, die ich gerne an meine Familie, Freunde, Bekannte und auch alle anderen richte.

Ich wünsche Ihnen und Euch allen eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Fest, gemütliche Feiertage in möglichst angenehmer Runde und später dann einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Besonders aber denke ich dabei an meine Kameraden, die irgendwo auf dieser Welt für uns alle die Stellung halten. Erstmals ist auch ein eigener Sohn mit dabei, was dem Ganzen eine ganz neue Bedeutung gibt.

Sollte also jemand irgendeine Sache oder Reaktion von mir noch vor Weihnachten vermissen, bitte darüber nicht böse sein, denn ich hole das im nächsten Jahr ganz sicher nach – so Gott will!

Heilbronn im Advent
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Logo der Europäischen Föderalisten

Von Anfang an gaben sich die Europäischen Föderalisten ein Logo, mit welchem sie für sich und ihre Idee warben.

Das erste Logo wurde bereits 1935 von der Europa-Union in der Schweiz verwendet und von den Europäischen Föderalisten bei ihrer Gründung 1946 übernommen. Es handelt sich dabei um das sogenannte Hertensteiner Kreuz, welches heute noch vom Hertensteiner Kreis verwendet wird.

Logo der Union Europäischer Föderalisten 1946-1949

Mit der Idee der Vereinigung aller proeuropäischen Verbände 1948 zur Europäischen Bewegung übernahmen die Europäischen Föderalisten 1949 auch das von Duncan Sandys geschaffene „grüne E“, welches noch heute das Logo der Union Europäischer Föderalisten (UEF) ist, und anfangs spöttisch als ‚Duncan Sandys Unterhose‘ bezeichnet wurde.

Logo der Union Europäischer Föderalisten ab 1949

In den 1990er Jahren übernahm dann die EUROPA-UNION Deutschland (EUD) eine Eigenschöpfung, die das Logo der UEF mit der 1954 geschaffenen Europaflagge verband.

Inoffizielles Logo der EUD bis 2019

Auch der zweitgrößte UEF Verband, das Movimento Federalista Europeo (MFE) aus Italien, passte sein Logo etwas an, blieb aber im Wesentlichen bei der bestehenden Version.

Logo der MFE

Und auch die EUROPA-UNION Heilbronn (EUHN) ließ es sich nicht nehmen und schuf in den 1990er Jahren ihr eigenes Logo, bestehend aus der Europaflagge, welche das Kiliansmännchen umrahmt. Sie übernahm zusätzlich das Logo der EUD und behielt dabei noch das UEF Logo bei.

Logo der EUHN bis 2019

2015 einigte sich unsere Jugendorganisation, die Jungen Europäischen Föderalisten (JEF), europaweit auf ein neues eigenes Logo, welches das Logo der UEF in eine zeitgemäßere Form brachte.

Logo der JEF

Mit der Änderung des Logos unserer Jugendorganisation begann auch bei der EUD die Diskussion um eine Anpassung bzw. Änderung des eigenen Logos, welche 2019 durch einen Bundesauschussbeschluss beendet wurde.

Offizielles Logo der EUD seit 2019

Gespannt kann man nun darauf sein, ob auch die UEF insgesamt ihr Logo ändert, und ob dies dann auch von allen Gliederungen übernommen werden wird?

In Heilbronn wird die ganze Sache weiterhin sehr pragmatisch angegangen. Unser eigenes Logo wird ausrangiert, weil es nach der mehrheitlichen Meinung der Mitglieder wirklich nicht mehr zeitgemäß ist, das alte EUD Logo wird so lange mitverwandt, wie wir noch entsprechendes Material, wie z.B. die Roll-Ups und auch Anstecker, haben. Ansonsten aber übernehmen wir das neue Logo des Bundesverbandes und behalten das UEF Logo weiter bei.

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Die Müllabfuhrregel

In den Nullerjahren habe ich die folgende Geschichte aus dem englischsprachigen Raum des Öfteren gehört und am 14. September 2010 erstmals in der englischen Originalfassung auf einer meiner eigenen Websites veröffentlicht. Die Geschichte trägt den Titel „The law of the garbage truck“, was ich als „die Müllabfuhrregel“ übersetze.

Die Müllabfuhrregel

Eines Tages sprang ich in ein Taxi zum Flughafen. Als wir in der rechten Spur fahren, schneidet uns ganz plötzlich und unverhofft ein ausparkender schwarzer Wagen den Weg ab.

Der Taxifahrer konnte gerade noch bremsen und dem schwarzen Wagen nur um Haaresbreite ausweichen. Der Fahrer des anderen Wagens fing sofort zu schimpfen an, während der Taxifahrer nur lächelte und ihm freundlich zuwinkte.

Er war dabei so freundlich, dass ich ihn fragte: „Warum machen Sie so etwas? Der Mann hätte beinahe das Taxi geschrottet und uns ins Krankenhaus befördert!“ Der Taxifahrer begründete sein Verhalten, das ich gerne als „die Müllabfuhrregel“ bezeichnen möchte.

Er erklärte, dass viele Menschen wie ‚Müllabfuhrwagen‘ seien, voll von Müll, Frustration, Ärger und Enttäuschung. Und sobald sie selber zu voll von diesem Müll sind, benötigen sie einen Platz, um ihn abzuladen, und manchmal laden sie ihren gesamten Müll genau auf dich ab.

Nimm es nicht persönlich. Lächle, winke ihnen freundlich zu, wünsche ihnen einen guten Tag und fahre mit deiner eigenen Beschäftigung fort.

Übernehme nicht deren Müll, und vor allem aber, gib ihn nicht an andere weiter, weder bei der Arbeit, zu Hause, noch auf der Straße.

Der Punkt dabei ist, dass erfolgreiche Menschen sich vom Müll anderer Leute nicht den Tag verderben lassen.

Das eigene Leben ist zu kurz, um morgens mit Bedauern aufzuwachen, also … liebe die Menschen, die nett zu dir sind.

Vergebe und liebe auch jene, die es nicht sind.

Das Leben besteht zu 10 Prozent aus dem, was du daraus machst, aber zu 90 Prozent, wie du es annimmst!

Habt alle einen „müllfreien“ Tag!

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Superstaateuropäer

Als Superstaateuropäer bezeichnet man jene Nationalisten, welche letztendlich erkannt haben, dass es keinen Staat in Westeurasien gibt, der in der Lage ist, selbständig zu bleiben und dabei auch zu prosperieren. Deshalb fordern sie den Zusammenschluss von „europäischen“ Staaten zu einem „Europa“, wobei sie gerne unterschlagen, was für eine Art von Europa sie dabei selber wollen, und darüber hinaus selbst die unterschiedlichsten und teilweise sehr krude Vorstellungen haben.

Auf jeden Fall sind Superstaateuropäer genau das Gegenteil von uns Europäischen Föderalisten, welche bereits 1946 mit dem Hertensteiner Programm aufgezeigt haben, wie ein Europa und dies zum Wohle der gesamten Welt auszusehen hätte.

Menschen, die nicht tief in der Materie stecken, können Superstaateuropäer ganz leicht durch deren drei beliebtesten und auch gebetsmühlenartig vorgebrachten Äußerungen erkennen:

Erstens, das „neue Europa“ muss sich gegen den Rest der Welt behaupten können. Je nach nationalistischer Vorliebe des jeweiligen Superstaateuropäers richtet sich dies dann gegen „die Amerikaner“, „die Russen“, „die Chinesen“, „die Afrikaner“, „die Inder“ oder ganz plakativ gegen „alle Faulen, Dummen und Unnützen auf dieser Welt, welche selbst keine west-christlichen, weißen Abendländer sind“.

Zweitens, das „neue Europa“ muss in erster Linie über das Militär geschaffen werden, wobei dieses Militär den Weltmachtanspruch Europas eindeutig zu untermauern und die Interessen Europas auf der gesamten Welt zu vertreten hat. Die beliebtesten Schlagworte der Superstaateuropäer sind dabei: „Nuklearschirm“, „Satelliten“, „Flugzeugträger“, „Weltraumbahnhof“, „Superflugzeuge“, „Atomwaffen und -Uboote“.

Drittens, das „neue Europa“ muss alles alleine, selber und besser als alle anderen können und sich dabei möglichst von den anderen aus- und abgrenzen. Superstaateuropäer sprechen deswegen gerne von „Europa als Kontinent“, einer „europäischen Identität“, „europäischem Internet“, „europäischer Cloud“, „Grenzsicherung“ sowie „Zoll- und Wirtschaftskontrollen“.

Letztendlich sind Superstaateuropäer damit aber auch nur die althergebrachten Anhänger der Grande Nation, Pan-Germanen, Groß-Deutsche, neue Alt-Griechen, neue Römer oder Konquistadoren. Nur dieses Mal mit der Erkenntnis, dass jeder für sich alleine überhaupt nichts mehr erreichen kann.

Das Traurige an dieser, eigentlich an sich guten, Erkenntnis aber ist, dass wir Europäer, wenn wir als Referenz die Europäische Union nehmen, kaum noch 5% der Weltbevölkerung stellen, kaum noch über eigene Rohstoffe verfügen und unseren „Kontinent“, zumindest aus Sicht der Umwelt, heruntergewirtschaftet haben, denn sauberes Wasser, saubere Böden oder saubere Luft sind inzwischen nur noch Definitionssache, alle Urwälder längst abgeholzt und die Artenvielfalt Aufgabe der zoologischen Gärten.

Und deshalb wird ein Superstaat Europa auch nur die gleichen Ergebnisse erzielen können, wie die Nationalstaaten zuvor auch. Und dies führt bekanntlich und unvermeidlich zu Krieg, Mord und Totschlag.

Wollen wir uns so etwas wirklich wieder antun?
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All the world’s a stage.

Obige Aussage wird sofort von den meisten William Shakespeare zugeordnet. Manche kennen sogar das ensprechende Theaterstück „Wie es euch gefällt“, als dessen Autor Shakespeare gilt.

Interessanter findet ich aber sein Drama Heinrich V. wohl aus dem selben Jahr, also so um 1599 herum veröffentlicht, aus dem ich gerne aus der ersten Szene des dritten Aktes zitiere:

„In peace there’s nothing so becomes a man
As modest stillness and humility;
But when the blast of war blows in our ears,
Then imitate the action of the tiger:
Stiffen the sinews, summon up the blood.“ 

William Shakespeare

Diese Aussagen sind zwar schon etwas älter, aber immer noch gültig. Man könnte meinen, wir hätten es inzwischen auch verstanden. Zumindest …

„All the world’s a stage,
And all the men and women merely players;
They have their exits and their entrances;
And one man in his time plays many parts, …“

William Shakespeare

… klappt bei den meisten ganz gut. Nur bei der ‚Demut‘ müssen wir wohl alle noch etwas üben. Und das mit dem ‚Tiger‘ lassen wir wohl am Besten gleich ganz weg, denn, zwar mangelt es uns nicht an Papiertigern, nur bekommen die nicht einmal mehr etwas Vernünftiges in Friedenszeiten zustande.

Simi Valley im Sommer
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Ein Hinweis von Goethe

Johann Wolfgang von Goethes Buch Wilhelm Meisters Lehrjahre ist immer noch lesenswert. Ursprünglich eine Lektüre während meines Studiums, nehme ich es auch heute noch gerne zur Hand.

Das folgende Zitat stammt deshalb aus diesem, und zwar aus Buch 8, Kapitel 4:

„Wenn wir … die Menschen nur nehmen, wie sie sind, so machen wir sie schlechter; wenn wir sie behandeln als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.“

Johann Wolfgang von Goethe

Obwohl Goethes Erkenntnis heute noch Gültigkeit hat, fällt es zumindest mir immer schwerer, diesen Hinweis umzusetzen.

Wahrscheinlich aber ist dies nur dem eigenen Alter geschuldet.

Heilbronn im Winter
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Heuchelei

Was immer mehr Bürger immer weniger ertragen können, ist die Heuchelei, mit der viel zu viele unserer Politiker heutzutage unterwegs sind.

Jüngste Beispiele gab es wieder beim Volkstrauertag und beim öffentlichen Gelöbnis der Bundeswehr in Berlin.

Ersteres nannte ein mir nicht näher bekannter Kommentator nur noch „Kranzabwurfgelegenheit“, wobei sich der besagte ‚Abwerfer‘ nicht einmal mehr die Mühe machte, auf dem Kranz nachzulesen, warum er überhaupt vor Ort war.

Und als er dabei ertappt wurde, bekannte er nicht einfach nur:
a) weil es zu seinem Job gehört und b) weil er wieder gewählt werden möchte – offensichtlich traut er seinen Wählern so viel Ehrlichkeit schon gar nicht mehr zu -, sondern er hetzte einem Opfer verfehlter deutscher Bildungspolitik noch die Polizei und die Staatsanwaltschaft auf den Hals.

Ein solch erbärmliches Verhalten fügt dem Volkstrauertag einen ganz neues Aspekt hinzu.

Ist es aber schon traurig genug miterleben zu müssen, wie Krokodilstränen beim Volkstrauertag vergossen werden, so wird das Ganze inzwischen von einer weiteren Gelegenheit für „politisches Schaulaufen“ übertroffen, nämlich bei den öffentlichen Gelöbnissen und Vereidigungen deutscher Soldaten.

Oftmals findet man dort neuerdings gerade jene, die sich selbst nicht nur um Wehrpflicht oder Ersatzdienst gedrückt haben, sondern jahrzehntelang ganz offen kundtaten, dass das nur etwas für Deppen und „Zivilversager“ sei.

Und auch dieses Verhalten kann man noch um eine weitere Erbärmlichkeit steigern, nämlich indem sich anerkannte Kriegsdienstverweiger oder „professionelle“ Drückeberger, ihre politischen Verbindungen nutzend, im Nachhinein zu Offizieren der Bundeswehr ernennen lassen, mit ihrer neuen Uniform wie „Westentaschenbokassas“ durch die Medien stolzieren und den jungen ‚Kameraden‘ dann im kleinen Kreis mit großen Worten erklären, dass es an der Zeit sei, um wieder „das Sterben zu lernen.“

Uffizien