Sehr schön der Hinweis auf die drei Jahrhunderte Tradition und Kontinuität. Meines Wissens wird der (Ober-) Bürgermeister erst seit grob 75 Jahren in freien, allgemeinen Wahlen gewählt. Davor war die Anzahl der wahlberechtigten „Bürger“ eher gering, sprich er wurde entweder extern bestimmt oder anderweitig ausgekungelt. Vielleicht sollen die Portraits einen Hinweis darstellen, dass man an der mehr als 225 Jahre dauernden Kungeltradition gerne weiter festhalten möchte.

Unabhängig davon: wie wäre es, wenn der Platz für die Portraits auf z. B. fünf begrenzt wird? Mehr als fünf kann sowieso niemand in der Bildungsmetropole Heilbronn überblicken. Soll ein Alt-OB ob seiner / ihrer Leistung in der Galerie Platz finden, muss ein anderes Portrait weichen. Das wäre die Gelegenheit für den jeweiligen Gemeinderat zu zeigen, was als „gutes“ politisches Handeln in den jeweiligen Zeitläuften gelten soll.