Zeitreise

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Beitragsfoto: Zettelkasten | © Africa Studio, Shutterstock

Aktuell lese ich sehr viele Blog-Beiträge in denen zurückgeblickt, eher aber etwas Werbung für das eigene Blog gemacht wird. Auch erinnern sich doch so einige Blogger mit entsprechenden Beiträgen an die Tagebuch-Blogs zurück; ich erfuhr dabei, dass es dafür sogar einen extra Tag im Monat gibt.

Das Ganze hört sich bei mir eher nach uniformiertem Bloggen an — als Soldat habe ich dagegen natürlich überhaupt nichts, sondern erkenne nur Muster.

Meine Neugierde hat es aber geweckt. Und so frage ich mich, was für einen Quatsch oder vielleicht doch noch Lesenswertes habe ich heute vor einem, vor zwei und so weiter Jahren geschrieben?

Detlef Stern und andere bekämen so eine Aufstellung sicherlich automatisiert zustande, manche gar mit Hilfe von KI. Ich mache mich nun händisch auf die Suche.

Vor einem Jahr und einem Tag

Zeitenwende (5.1.2025)

Vor zwei Jahren

Kapitolsturm (6.1.2024)

Vor drei Jahren

Zeit für ein Gedicht (6.1.2023)

Vor vier Jahren

Der gallische Hahn kräht (6.1.2022)

Vor fast fünf Jahren

Pink Floyd (8.1.2021)

Vor sechs Jahren

Der große Selbstbetrug (6.1.2020)

Vor sieben Jahren und zwei Tagen

Neue Idee am Start (4.1.2019)

Vor acht Jahren

Politik für Dummies (6.1.2018)

Vor fast zwölf Jahren

Alles hat ein Ende (24.1.2014)

Vor fast 14 Jahren

Lieblingswitze (20.1.2012)

Vor fast 16 Jahren

Heilbronn benötigt eine eigene Universität (22.1.2010)

Vor fast 20 Jahren

Frankenbahn (22.1.2006)

Diese kleine Zeitreise zeigt mir zwei Dinge. Zum einen dünne ich mein Blog permanent aus, wohl weil ich manche Beiträge nicht mehr für relevant halte oder diese so heute nicht mehr schreiben wollte.

Zum anderen zeigt es aber auch, dass manche Themen selbst nach zwanzig Jahren so aktuell sind wie sie bereits damals waren. Wobei ich mich alleine beruflich bedingt bereits in den 1980er-Jahren mit der Frankenbahn und ihrem katastrophalen Zustand auseinandersetzen musste und der Grund für meinen entsprechenden Blog-Beitrag aus 2006 schon alleine für mich gut 40 Jahre auf dem Buckel hatte.

Und so ist auch dieser Rückblick wieder einmal auch ein Ausblick. Die Frankenbahn, welche 1945 teilzerstört wurde, wird auch in den kommenden Jahren nicht wieder völlig hergestellt werden. Und so kann ich schon heute feststellen, dass ich zu meiner eigenen Lebenszeit keine funktionierende Frankenbahn erleben durfte.

Ich musste aber sehr viele Volksvertreter erleben, die mit dem hohlen Versprechen für einen funktionierende Frankenbahn zu sorgen ihr gesamte Leben sehr einfach und sehr bequem verbringen konnten — ok, ok, zumindest haben diese Politiker keinen Weltkrieg vom Zaun gebrochen; könnte aber durchaus noch geschehen und wahrscheinlich eher als die Frankenbahn wieder in Stand zu setzen.

Und leider ist dies keine Einzelfall! Wer mehr wissen möchte, der kann gerne die Turmstraße hier im Blog nachschlagen. Deren Sanierung werde ich wohl auch nicht mehr erleben dürfen, wobei wir Steuerzahler dafür gleich mehrfach abgezockt wurden.


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