Das „irgendwelche Oligarchen“ war die sinngemäße Wiedergabe der Aussage der Ukrainer mit denen ich sprach. Den Begriff kann man auch durch “die Mächtigen” ersetzen.
Die Ukraine ist bei weitem nicht so homogen wie sich das manche Menschen hier im Westen vorstellen. Gerade die Menschen in der Ostukraine sprechen praktisch nur russisch und fühlen auch so. Sie empfinden sich seit dem offiziellen Verbot der russischen Sprache in Schulen und Ämtern, auf Schildern usw. als Menschen zweiter Klasse. Das ist übrigens einer der zentralen Gründe warum da 2014 der Bürgerkrieg ausgebrochen ist und der dann von allen Seiten fleißig weiter eskaliert wurde, um jeweils eigene Ziele durchzusetzen.

Angesichts der Tatsache dass die „Ukraine has 450.000 fallen soldiers“ (Aussage des amerikanischen Generals auf NBC) sehe ich einen „Siegfrieden“ für die Ukraine als unerreichbar – auch mit massiver westlicher Unterstützung.
Wenn man Ihrer Logik folgt und unbedingt ein Sieg der Ukraine gewollt ist, dann bedeutet dies früher oder später zwingend die Unterstützung der Ukraine durch den Einsatz von fremden (NATO?) Soldaten – den irgendwer muss in den Flugzeugen und Panzern ja drin sitzen. Und damit wäre der Schlamassel perfekt. Dann haben wir möglicherweise ganz schnell einen großen europäischen Konflikt und dass wäre für uns Europäer sehr bitter.

Interessante Gedanken dazu finden Sie übrigens in diesem sehenswerten YouTube Video von Herrn Lüning: https://youtu.be/hf-qToJSqyQ?si=3ShcwxbnNsk2cDrr

Sie fragen nach dem politischen Kompromiss und wie dieser aussehen kann?
Nun, das werden irgendwann die Amerikaner und die Russen unter sich ausmachen. Vielleicht vermitteln die Chinesen (weil die das Getreide aus der Ukraine und Rußland brauchen). Weder die EU noch die Ukrainer selbst werden da IMHO groß etwas zu melden haben. Wir sind nur die Spielfiguren auf dem Brett der Weltpolitik.