Außenminister
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Wenn ein Amt in der Bundesrepublik völlig überflüssig ist, das des Bundespräsidenten einmal ausgenommen, dann das des Bundesaußenministers. Aber auch die weiteren Mitgliedstaaten der EU halten an dieser völlig überflüssigen Institution weiter fest — entweder weil sie nicht selber an eine EU glauben oder einfach nur vermeintlich systemrelevante Menschen versorgen müssen.
Bis 1955 hat es bei uns und dies auch ganz folgerichtig der Bundeskanzler noch selber gemacht. Konrad Adenauer war aber auch ein Politiker mit Format und Verantwortungsbewusstsein.
Heinrich von Brentano wurde dann tatsächlich noch mit Aufgaben betraut und gab so dem Amt des Bundesaußenministers bis 1961 noch ein klein wenig Sinn — da war die EU aber noch lange nicht soweit.
Gerhard Schröder I musste dann bis 1966 versorgt werden, Willy Brandt war bis 1969 ebenfalls schon einmal in Amt und Würden — es musste einfach für alle Koalitionäre ein Pöstchen geben.
Mit Walter Scheel wurde die FDP bis 1974 bei der Stange gehalten. Bis 1992 durfte dann Hans-Dietrich Genscher der FDP zu einem Amt verhelfen.
Helmut Schmidt hat 1982 kurzfristig ebenfalls für ein paar Monate dieses Amt mit übernommen.
Klaus Kinkel war dann bis 1998 der erste so richtig auffällige Ausfall im Amt, wobei sich zu dieser Zeit dieses Amt schon längst überholt hatte.
Mit Joschka Fischer mussten nun auch die Grünen bis 2005 befriedigt werden. Und dieser Berufsdemonstrant schaffte es das Amt des Bundesaußenministers endgültig ad absurdum zu führen. Bis heute dachte ich, schlechter kann man diesen Selbstbefriedigungs-Job nicht mehr machen.
Für welches Land Frank-Walter Steinmeier bis 2009 als Außenminister tätig war, wird noch zu klären sein.
Guido Westerwelle war dann bis 2013 mit den vielen Reisen völlig überfordert, wobei es hätte mit dem Finanzministerium noch schlimmer kommen können — denn dort wird ab und zu noch etwas entschieden.
Frank-Walter Steinmeier musste bis 2013 wieder einmal versorgt werden, oder aber er hatte seine ihm übertragenen Aufgaben noch nicht erledigt.
Sigmar Gabriel war bis 2018 einfach nur wieder einmal ein Versorgungsfall. Heiko Maas musste bis 2021 versorgt werden.
Annalena Baerbock wollte bis 2025 dem Amt tatsächlich einmal einen Sinn geben, sie wusste bis zum Schluss aber selbst nicht was für einen.
Johann Wadephul setzt nun wirklich alles daran, noch schlechter zu sein als Joschka Fischer. Der wusste wenigstens mit wem man nicht spricht.
Nur zur Info: der Bundesaußenminister gestaltet die Außenpolitik im Rahmen der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers (Grundgesetz). Und diese ist in Anbetracht einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik innerhalb der EU (EU-Verträge) eher zweitrangig, wenn nicht gar völlig überflüssig.
Auf gut Deutsch: wenn jemand was von der EU möchte, dann ruft er in Brüssel an. Und wenn jemand meint, er müsse unbedingt mit Deutschland reden, dann den Bundeskanzler. Warum er die Antworten dann nochmals von einem Außenminister bekommen möchte, muss man nicht verstehen, kann man auch nicht verstehen. Es sei denn, man kann auch durch Null teilen.
Und wenn man das kann, dann möchte man sicherlich auch ein Familienfoto mit Russland.


