The Police

Dass ich überhaupt Platten dieser Gruppe höre und dies auch noch heute, ist die alleinige Schuld von Oliver, einem sehr alten Freund. Er kam 1978 mit Outlandos d’Amour um die Ecke, und wir hörten sie zusammen von meinem Plattenteller. Und beim gemeinsamen Hören der Platte Reggatta de Blanc (1979) behauptete er sogar, dass der Textauszug „Does everyone stare the way I do?“ des Songs „Does Everyone Stare“ eigentlich das passende Lied für mich sei — wahre Freunde schenken sich nichts!

Spätestens ab dieser Platte hatte ich dann the Police ebenfalls in meiner Plattensammlung und erstand dann auch die drei Folgeplatten Zenyattà Mondatta (1980), Ghost in the Machine (1981) und Synchronicity (1983). Das Schöne an the Police ist dabei vor allem die Überschaubarkeit ihres Repertoires, was ganz offensichtlich ihrem sehr schnellen Ende 1984 geschuldet ist, obwohl sich die Band offiziell wohl erst 2008 aufgelöst hat.

Das hat aber auch zur Folge, dass mir alle Platten noch heute gefallen und ich die einzelnen Titel immer wieder gerne höre. The Police gründete sich 1977 um Stewart Copeland, Henry Padovani, Sting (Gordon M. T. Sumner) und Andy Summers, wobei Padovani die Band bereits 1977 wieder verließ, und mit dem Weggang von Sting 1984 ihr Ende ganz offensichtlich besiegelt war.

Auch ich fand schon damals, dass Sting ohne the Police besser war und sammelte deshalb weiter seine Langspielplatten. Und noch heute besuche ich gerne Sting Konzerte, letztmals zusammen mit meiner besseren Hälfte und einem befreundeten Ehepaar, Doro und Philippe, 2017 in der Nähe von Heilbronn; dabei mussten wir aber allesamt feststellen, dass weder bei jenen auf der Bühne, noch bei uns vor der Bühne die Zeit stehen geblieben ist.

Mit den Platten können wir dennoch ganz gut die damalige Stimmung konservieren und uns schöne Erinnerungen zurück ins Gedächtnis rufen.

Dissent is a legitimate and essential right in any democracy and modern politicians must accept this fact with tolerance. A sense of proportion — and a sense of humour — is a sign of strength, not a sign of weakness.

Sting (25. Juli 2012)
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Der Gardinenmann

Es war 1977 als mir der Gardinenmann zum ersten Mal auffiel. Er hatte sein Geschäft in der Nachbarschaft und stattete wohl halb Heilbronn mit Gardinen und weiteren Utensilien aus, die man wohl damals so gerne in der eigenen Wohnung hatte.

Aufgefallen ist er mir deshalb, weil er meist tänzelnd daherkam, und ich dabei den Eindruck hatte, er käme gerade erst aus einer Disco um die Ecke. Seine Lieblingsthemen waren dazu noch „Saturday Night Fever“ sowie eine Musikgruppe namens Bee Gees.

Heute, da ich wohl etwa das Alter des Gardinenmanns von damals erreicht habe, erwische ich mich immer wieder dabei, dass ich Bee Gees auf dem Plattenteller liegen habe — in manche Musik muss man wohl erst einmal hineinwachsen.

Die Bee Gees starteten bereits 1958 (!) ihre musikalische Karriere, wobei sie wohl erst Mitte der 1960er Jahre bekannter wurden und auch neben den Beatles bestehen konnten.

Wohl aber erst Mitte der 1970er Jahre, im Zuge der Discowelle und verbunden mit einem Neustart, konnten sie weltweit durchstarten; der Kinofilm „Saturday Night Fever“ verhalf ihrer Musik dabei endgültig zum Durchbruch — zumindest so lange wie Disco noch populär war.

Ende der 1980er Jahre schafften sie dann nochmals mit dem Lied You Win Again (1987) die Rückkehr in die Charts, um dann anfangs der Nullerjahre ihre Karriere endgültig zu beenden.

Auch wenn ich inzwischen, offensichtlich COVID-19 bedingt, ab und an zu ihrer Musik durch das eigene Wohnzimmer tänzele, habe ich bisher noch keinen eigenen Bee Gees Favoriten.

Die folgenden Bee Gees Platten sind mir bekannt und durchaus hörenswert, sobald man selbst ein bestimmtes Alter überschritten hat.

Sollten Sie selbst Bee Gees hören oder gar für sehr gut halten, dann freue ich mich über Ihre ergänzenden Plattenhinweise; ich frag auch ganz bestimmt nicht danach, wie alt Sie sind — versprochen.

#music #disco

„Well, you can tell by the way I use my walk, I’m a woman’s man: no time to talk.“

Bee Gees, Stayin’ Alive (1977)
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