Mädchen mit Europaflagge

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Beitragsfoto: Mädchen mit Europaflagge | © Shutterstock

Ohne die Europa-Union Schweiz, welche sich bereits 1934 gründete, ist die Geschichte der EUROPA-UNION Baden-Württemberg nicht denkbar. Aufgrund bestehender gut nachbarschaftlicher Verhältnisse zur Schweiz, war es den Menschen im heutigen Baden-Württemberg schon vor und während des Zweiten Weltkrieges bekannt, dass ihre Schweizer Nachbarn über ein föderales Europa und auch eine föderale Welt nachdachten. Zudem wurden deutsche Flüchtlinge Mitglied in der Europa-Union Schweiz.

Und so gründeten sich gleich nach dem Zweiten Weltkrieg, spätestens aber im Zuge der Gespräche in Bern und Hertenstein 1946 auch in den damals drei südwestdeutschen Landesteilen die Landesverbände Württemberg-Baden, Südbaden und Württemberg-Hohenzollern. Diese Landesverbände wurden teilweise aus bereits bestehenden EUROPA-UNIONen gebildet, wobei sich die EUROPA-UNION Württemberg-Baden anfangs in die fünf Bezirksgruppen Stuttgart, Ulm, Karlsruhe, Mannheim und Heilbronn sowie zusätzliche Kreisgruppen weiter untergliederte, die allesamt am 29. April 1947 von der US-amerikanischen Verwaltung die Zulassung als politische Organisation erhielten; deren erster Vorsitzender war Karl Steinhorst.

Vertreter aller drei südwestdeutschen Landesverbände nahmen bereits an den ersten Sitzungen und Versammlungen der am 9. Dezember 1946 in Syke offiziell gegründeten EUROPA-UNION Deutschland teil. Auch sahen sie sich von Anfang an als Teil der am 17. Dezember 1946 in Paris gegründeten Europäischen Union von Föderalisten, wobei sie sich bereits an beiden Kongressen in Montreux vom 17. bis 24. August 1947 beteiligten, noch bevor die EUROPA-UNION Deutschland offiziell Mitglied in der heutigen Union Europäischer Föderalisten wurde.

Geprägt waren die ersten Jahre der drei Landesverbände aber durch die teilweise sehr heftigen Auseinandersetzungen mit weiteren Europa-Verbänden und -gruppen, die im Laufe der Jahre dann mit der EUROPA-UNION fusionierten oder darin aufgingen. Dies führte sehr wahrscheinlich dazu, dass damit gleich von Beginn an und bis heute das Hertensteiner Programm vom 21. September 1946, offizielles Grundsatzprogramm der EUROPA-UNION Deutschland, zumindest teilweise von deren Mitgliedern infrage gestellt wird.

Auf europäische Ebene führte dies u. a. zur Trennung zwischen Welt- und Europäischen Föderalisten und zu einer langjährigen Trennung der Europäischen Föderalisten (1956-1973) selbst.

In Württemberg-Baden fusionierten bereits am 13. Dezember 1947 alle noch vorhanden Europa-Gruppen mit der EUROPA-UNION und wählten Wilhelm Keil zu ihrem ersten gemeinsamen Vorsitzenden. Dessen Nachfolger wurde 1949 Herrmann Veit.

Am 25. April 1952 fusionierten die drei südwestdeutschen Landesteile zum Bundesland Baden-Württemberg, was dazu führte, dass aus den drei EUROPA-UNION Landesverbänden Württemberg-Baden mit 1 300 Mitgliedern, dem Landesverband Südbaden mit 1 500 Mitgliedern und dem Landesverband Württemberg-Hohenzollern mit 200 Mitgliedern die EUROPA-UNION Baden-Württemberg wurde.

Dieter Roser, welcher bereits 1950 Landesvorsitzender der EUROPA-UNION Württemberg-Baden geworden war, wurde mit dem Zusammenschluss zur EUROPA-UNION Baden-Württemberg auch deren erster Landesvorsitzender.

Dieter Roser blieb bis 1975 im Amt, danach kamen Arved Deringer (1976), Eduard Adorno (1976-1980), Annemarie Griesinger (1980-1990), Heinz Eyrich (1990-1996), Erwin Vetter (1996-2001), Rainer Wieland (2001-2013) und Evelyne Gebhard (2013-dato).

Aktuell hat die EUROPA-UNION Baden-Württemberg 2 900 Mitglieder und konnte damit ihre Mitgliederzahl über die vergangenen Jahrzehnte stabil halten.


Frosch

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Beitragsfoto: Frosch

Geschichte

Ich wurde vorgestern gebeten, sehr kurzfristig etwas über die Geschichte unseres Verbandes zu schreiben, was ich erst einmal und völlig zurecht abgelehnt hatte. Die Ergebnisse meiner jahrelangen diesbezüglichen Recherchen wurden von mir vor gut sechs Jahren zu Papier gebracht, nachdem ich mich zuvor vergeblich bei jenen, von denen ich annahm, dass sie ganz anderer Meinung sein werden, um Mitarbeit bemühte.

Was dazu führte, dass man meine Ergebnisse, wenn gerade unpassend, nicht akzeptieren möchte, diese aber auch nicht widerlegt. Nur ein „ich bin da einer ganz anderen Meinung“ ist ein bisschen zu wenig.

Nun aber wurde ich von meiner besseren Hälfte gebeten, doch etwas zu schreiben, da ansonsten nichts geschrieben wird. Eine inhaltliche Leere kann man wohl doch noch nicht durch ein LLM übertünchen, außer an unseren Universitäten und Hochschulen vielleicht.

Und so lasse ich das Bloggen und schreibe einen spontanen Beitrag über die Geschichte unseres Landesverbandes, was sicherlich mehr Recherche als nur ein paar freie Nachtstunden übers Wochenende verdient hätte. Ich tröste mich dabei, dass ich das Ergebnis später als Blog-Beitrag hier einstellen werden kann.

Boston Legal

Zwar bin ich immer noch dabei, das eine oder andere wieder ins Lot zu bekommen, dennoch gönne ich mir nun wieder abends ein paar Runden auf dem Tanzboden zu drehen. Und danach binge ich Boston Legal fertig, wobei ich inzwischen mitten in der letzten Staffel angelangt bin. Da nun wohl alle strittigen Themen von diesen Rechtsanwälten abgearbeitet sein dürften, steht einem Ende der Serie kaum noch etwas entgegen. Zum Abschluss gönne ich mir dann nochmals die zweite Staffel, da diese der Serienhöhepunkt gewesen sein soll.

Mir haben sämtliche Folgen sehr große Freude bereitet und meine bessere Hälfte und ich konnten dabei immer wieder sehr herzlich lachen. Die Serie wurde in den Jahren 2004 bis 2008 abgedreht, wobei sie die damaligen Themen frisch und frei aufs Tableau brachte; was diese Serie für mich so besonders macht.

Erschreckend allerdings, dass nach zwanzig Jahren sämtliche dort abgearbeiteten Punkte weiterhin sehr strittige Themen in unserer Gesellschaft sind. Wobei diese heutzutage nicht mehr so plakativ in Szene gesetzt werden dürften.

Auf alle Fälle empfehle ich diese Serien allen, besonders jenen, die sie vorher noch nie angeschaut haben. Und die eine oder andere Folge werde ich sicherlich nochmals gucken, vor allem dann, wenn es das aktuelle Leben wieder einmal zu wenig Humor und kleine Freuden bieten kann.

Und da demnächst schon wieder ein Bundeskongress ansteht, werde ich mich dieses Mal darauf mit ein paar Folgen dieser Serie in Stimmung bringen — was mir über die inhaltliche Leere dieser Veranstaltung sicherlich hinweghilft. Schon etwas länger fühle ich mich dort nur noch als eine Art von Denny Crane.

Weblog

Heute habe ich einmal ganz spontan meine Schlagworte ausgemistet. Mein Ziel ist es nun nur noch Personen und Orte aufzuführen, was mir beim eigenen Nachschlagen geeigneter erscheint. Bis vorhin hatte ich noch ein paar tausend Schlagworte, was mir nicht wirklich mehr weiterhalf.

Und weil ich über ein Blog gestolpert bin, das über eine mir sehr gefällige Schriftart verfügte, versuche ich nun auch wieder einmal meinem Blog eine eigene Schrift zu geben. Die ersten Versuche auf die Schnelle schlugen fehl und dazu kommt noch, dass es inzwischen tausende verschiedene Schriftarten gibt.

Obwohl ich mein Blog immer weiter entschlacke, könnte ich mich dennoch an einer passenden Schriftart erfreuen. So lange es nicht dazu führt, dass ich diese dann mehrfach zu wechseln beginne. Und wer weiß, vielleicht hat ein Leser einen Vorschlag, welche Schriftart für mein Blog ganz besonders passen könnte.

Morgen gibt es ein Käffchen zusammen mit Detlef Stern und vielleicht kann er mir mit ein paar Tipps weiterhelfen — das mit dem Installieren heruntergeladener Schriftarten hat schon einmal nicht so richtig funktioniert.


Blogger

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Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Demokratieumbau

Während Tennessee eine erfolglos hingerichtete Mörderin wieder aufpäppelt, damit sie im Drittversuch endlich getötet werden kann, ein Donald Trump wieder einmal vom Bürgerkrieg träumt, wenn die Midterms nicht seinen Erwartungen entsprechen, in Ohio der Wahlkampf Tiefen erlebt, die es so vorher noch nie gegeben hat, wird auch bei uns die Demokratie still und heimlich umgebaut.

Wie bereits geschrieben ist eines unserer eigenen Bundesländer nun gesichert rechtsextrem, wobei die dortigen demokratischen Parteien sehr willig den Blockparteistatus übernommen haben. Mindestens vier Abgeordnete aus demokratischen Parteien haben einen Nazi an die Macht gebracht. Mindestens, da wir es nicht wissen können, ob auch alle AfD- und BSW-Abgeordnete „richtig“ abgestimmt haben.

Die örtliche CDU hat sich schon einmal selbst die Schelle angehängt und sucht bereits nach vier Abtrünnigen. In Berlin ist man da schon etwas weiter und erfüllt eine AfD-Wahlkampfforderung nach der anderen: der Umweltschutz ist längst passé, der Tankrabatt wieder da und das Verbrenneraus nur noch eine Frage von Tagen. So ganz nebenbei wurde Schengen voll und ganz beerdigt und man prüft bestimmt schon, ob mit einer Rückkehr zur D-Mark zumindest die bereits bestehenden Schuldenberge versteckt und verschleiert werden können.

Und so ganz nebenbei wundern sich Donald Trump wie auch Friedrich Merz darüber, warum die von ihnen geführten Regierungen so unpopulär sind. Vielleicht kommt es nicht bei allen Bürgern so gut an, wenn man nur noch Politik für den hässlichen US-Amerikaner („The Ugly American“, 1958) oder den hässlichen Deutschen macht?

Uns Ältere stört dabei der Demokratieumbau, der eher einem Ausverkauf gleichkommt, nicht, zumindest so lange wir von einer Aida-Kreuzfahrt zur nächsten wechseln und vom Staat das Geld bekommen, um unsere 12-Zylinder weiterhin so richtig brummen lassen zu können. Und sollte das alles nicht mehr möglich sein, lassen wir uns bestimmt auch mit der einen oder anderen Hinrichtung abspeisen.

Stadtumbau

Gesa von Leesen schreibt in der Wochenzeitung Kontext (810, 7.10.2026) über den Stadtumbau Heilbronns mit Dieter Schwarz — übrigens ein Beitrag, den man so oder ähnlich nie in der Heilbronner Stimme finden würde.

Eigentlich ist es drollig mitzuerleben wie manche Heilbronner noch daran glauben, dass es einen erfolgreichen Bürgerentscheid gegen die Hintermänner der Dieter Schwarz Stiftung geben kann. Vor allem dann, wenn bereits ein Fraktionsvorsitzender ganz unumwunden zugibt, dass ihm selbst die Meinungen und Ansichten der eigenen Parteimitglieder völlig egal sind. Und auch die restlichen Fraktionsvorsitzenden im Heilbronner Gemeinderat haben längst den Bezug zur Stadt und uns Bürgern verloren.

Der amtierende OB und seine Gemeinderäte bauen weiterhin in Heilbronn Potemkinsche Dörfer und opfern dabei sehr gerne die noch bestehende Infrastruktur der Stadt. Keiner der Verantwortlichen fragt sich, was geschieht, wenn die Blase der Künstlichen Intelligenz platzt oder woher die vielen Professoren und Studenten für einen Universitätskomplex überhaupt kommen sollen und schon gar nicht, was wir Heilbronner in unserer Stadt tatsächlich benötigen.

Kein einziger Heilbronner denkt auch nur daran, was geschieht, wenn Dieter Schwarz nicht mehr ist, seine Stiftung nach Berlin abwandert und in Heilbronn nur noch einen Briefkasten hinterlässt. Und so wie Audi nur noch durch Transferzahlungen in Neckarsulm gehalten werden kann, sehr viele Heilbronner Traditionsunternehmen längst verschwunden sind, wird es auch diese Heilbronner Handelskette nicht ewig geben — das Kaufland zerfällt bereits schon etwas länger.

Letztendlich werden ehemalige Filetgrundstücke der Stadt mit nutzlosen Prachtbauten garniert an die Meistbietenden verramscht werden. Und der künftige Gemeinderat wie auch die künftigen Heilbronner werden dabei kein Mitspracherecht mehr haben — Ausverkauf wäre die geeignetere Überschrift gewesen!

Vermischtes

Sowohl die gestrige Kreisvorstandssitzung als auch der Europastammtisch waren ungewöhnlich schlecht besucht. Ersteres lag wohl an den Nachwehen der letzten Veranstaltungen. Das Letztere blieb selbst mir unverständlich. Wobei das Ganze sich zu einem außergewöhnlichen Vorteil entwickelte, denn die Anwesenden ließen ihren Gedanken freien Lauf und so konnten sich ganz neue Ideen und Gedanken in den Köpfen festsetzen.

Spannend, dass dabei eine meiner bereits etwas älteren Ideen wieder aufs Tableau kam und nun modifiziert vielleicht sogar die Chance auf eine Realisierung haben wird. Näheres dazu wird es hier erst geben, wenn die weiteren Details mit den dabei betroffenen Menschen abgestimmt sind.

Spannend auch, dass man sich gleich von mehreren Seiten aus für unsere letzte Reise interessierte. Ein wenig traurig, dass die inzwischen bereits älteren Mitglieder bedauerten, dass sie nicht mehr selbst an unseren Reisen teilnehmen können. Dafür ließen sie sich jedes Detail der letzten Fahrt von den anwesenden Mitfahrern schildern.

Unsere Reisen sind kein Selbstzweck, da sie einem größeren Ganzen dienen und immer auch etwas Langfristiges bewegen wollen. Auf alle Fälle sage ich mir dies immer wieder selbst, vor allem dann, wenn man völlig umsonst über mehrere Jahrzehnte hinweg Jugendfahrten veranstaltet und subventioniert. Das völlige Desinteresse des allergrößten Teils unserer heutigen Jugend wurde nur ein einziges Mal übertroffen, nämlich als wir einen Stimme-Journalisten auf eine Fahrt mitnahmen und dieser keine fünf Jahre später mehr wusste, was unser Verein ist oder überhaupt so macht. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Journalisten, wenn diese nicht einmal ein Fußballspiel kommentieren können, in die politische Redaktion wechseln.