Blondine

15.9.02026 5 (6)

Beitragsfoto: Germania | © Pixabay

Spritpreise

Seit den 1970er-Jahren weiß man, dass die Spritpreise schon lange bei 2,50 Euro liegen müssten. Mit billigem Öl und billigem Gas hielt man seither aber seine Wähler bei Laune. Und obendrauf gab es nicht nur sichere, sondern gleich auch noch Leistungsrenten.

Inzwischen macht die AfD dieselbe Politik, nur noch weit drastischer: ewiges Billiggas von Wladimir Putin und garantiert billiges Benzin wie auch Diesel — mir jüngst erst von einem bekennenden AfD-Wähler so gesagt.

Spätestens zur kommenden Bundestagswahl bekommen dann wohl alle Deutschen mindestens 5 000 Euro vom Staat geschenkt, sobald nämlich die Totalitaristen die Wahl für sich entscheiden — Donald Trump macht es vor.

So langsam aber sicher nach all den Erfolgen der AfD erkennt selbst die Union, dass man auf Dauer mit einer potemkinschen Dörferpolitik nur die Demokratie halbiert und wirklich bei jeder Wahl aufs Neue! Aber was lernt unsere Regierung daraus?

Demnächst gibt es zumindest gedeckelte Spritpreise, Benzingutscheine und das vermeintlich mehrheitlich so ersehnte Russengas. Dazu darf die Braunkohle wieder stinken und die Böden und das Wasser erneut hemmungslos vergiftet werden. Die Industrie schaltet die Filter ab und führt für „Gastarbeiter“ die Sechstagewoche ein.

By the way, während in Deutschland die Elektromobilität wohl dank unserer Autoindustrie weiterhin ein Nischendasein fristet, werden z. B. in China mehrheitlich und in Norwegen weit mehr als 90 % E-Autos gekauft. Dort dürfte der Spritpreis auch weniger wahlentscheidend sein.

Was aber keinen Politiker bei uns wirklich interessiert, denn der letzte Trumpf ist noch nicht gespielt: zurück zur D-Mark, einen Zwölfzylinder für jeden und die Rente bereits ab 50!

Dass es unsere Politiker wieder einmal mit verantwortlicher Politik versuchen, dürfte bei der Konkurrenz wohl utopisch bleiben, denn in jeder Demokratie bestimmt der Wähler die Richtung — und wir wollen einfach belogen, betrogen und geprügelt werden!

Vermischtes

Heute konnte ich seit langem wieder einmal ins Stadtbad gehen. Dieses Mal verführte mich das Sportbecken zu keinen Runden und so verbrachte ich ein wenig Zeit im Außenbecken. Das Wetter war dafür bestens geeignet und die paar Raucherschwaden, manche davon sogar sehr aromatisch, die über mich hinwegzogen, ließ ich einfach so ziehen.

Gerade bekam ich eine Absage, da die Anreise zu den Hertensteiner Gesprächen mit der Bahn an einem Tag von Deutschland aus kaum möglich wäre. Muss ich so mit Bedauern hinnehmen. Vor 1945 war Heilbronn tatsächlich einmal sehr gut mit der Bahn zu erreichen, was es um 1900 herum noch einem Heilbronner Oberbürgermeister ermöglichte, seine Dienstgeschäfte von Berlin aus zu tätigen. 130 Jahre später schafft man dies kaum noch von Stuttgart aus; das muss der Fortschritt sein, von dem unsere Hautevolee so gerne spricht.

Gestern weiter „Boston Legal“ gebinscht. Solch eine Serie käme heute wohl nicht mehr zur Ausstrahlung. Auf alle Fälle konnte ich wieder herzlich lachen und die Welt um mich herum ein klein wenig vergessen.

Nachtrag

Nein, ich spiele heute nicht auf Sydney Sweeney an. Diese hat wohl ihre Vorteile zum eigenen Wohl voll ausgespielt. Wer sich nun darüber erregt, sollte doch etwas entspannter durchs Leben schreiten. Wobei ich vermute, dass die meiste Aufregung ebenfalls nur dem eigenen Vorteil dienen soll. Was lustiger Weise auch das Thema einer Folge von „Boston Legal“ gestern war.

Der verwendete Titel des obigen Fotos dürfte meine gewollte Anspielung verständlicher machen. Auf alle Fälle habe ich nun aber das beanstandete Werbevideo geschaut und für eher altbacken empfunden — das ging in den 1970er-Jahren wesentlich besser!

Zäsur

Heute gab es eine wesentliche Zäsur in meinem Leben, welche sich zum Schluss so ganz nebenbei ereignete — also nichts zu feiern, einfach nur abzuhaken! Einzig auf meine Adresssammlung hat sich dies bisher ausgewirkt, denn diese konnte ich heute vollkommen entschlacken; das war mir es dann doch wert. Und so arbeite ich mich langsam aber sicher an die 120er-Grenze heran, was ich mir vor Jahren nie und nimmer hätte vorstellen können.

Manchmal machen Zäsuren ein wenig sentimental und so warte ich nun ab, ob ich im Laufe des Tages doch noch ein wenig sentimental werde. Wenn man gut 63 Jahre hinter sich lässt, dann müsste dies auch auf einen selbst Auswirkungen haben. Andererseits gehörten Zäsuren zu meinem Berufsalltag und so habe ich dann doch wohl eine professionelle Distanz erlernt, die sich nun auch auf privatere Bereiche auszuwirken scheint.

„I think friends should always encourage friends to get their heads examined.“

Alan Shore, The Ass Fat Jungle (2.08)

Backsteinmauer

14.9.02026 4.6 (7)

Beitragsfoto: Backsteinmauer | © Pixabay

Nichtsnutze

Ganz egal in welcher Partei, wenn Nichtsnutze, jene, die nicht einmal eine Lehre oder ein abgeschlossenes Studium nachzuweisen haben, aber auch jene, die nur mit Parteibuchabschlüssen und -dissertationen punkten können, also jene, die außer Parteiabzeichen nichts vorzuweisen haben, Politik machen wollen, wankt unsere Demokratie ganz heftig — und dies schon länger. Schon so lange, dass ehemalige nichtsnutzige Parteijugendliche als altergraute Nichtsnutze in die Politik zurückkehren und damit prahlen, dass sie die vergangenen Jahre im parteipolitischen Umfeld sehr erfolgreich zugebracht haben.

So muss man sich auch nicht mehr wundern, wenn nun zwischen den Nichtsnutzen verschiedener Generationen parteiintern Diskussionen vom Zaun gebrochen werden, geht es doch um das Wichtigste in unserem Land, nämlich um die nächsten gut alimentierten Ämter und Posten.

Clara von Nathusius, eine vermeintlich einflussreiche CDU-Politikerin, attestiert nun laut Spiegel einem vermeintlich erfolgreichen CDU-Kanzler, dass man mit diesem keine Wahlen gewinnen kann. Solche Vorhersagen zeugen auf alle Fälle kaum von eigener politischer Kompetenz, höchstens davon, dass man selber Social Media konsumiert und deswegen den vollen Durchblick hat.

Der einfache Beobachter oder gar der politische Gegner könnte sich nun ein klein wenig freuen, sich in den Schaukelstuhl setzen und sich dieses jüngste Spektakel mit immer größerem Amüsement betrachten — was bei der SPD schon nicht so richtig funktionierte, die Grünen weiterhin klein hält und die FDP völlig zerlegt hat, das wurde nun auch von den CDU-Nichtsnutzen zum Allheilmittel erklärt. Jens Spahn läuft sich schon warm und Markus Söder stößt mit dem Dolch gleich mehrfach zu.

Dies wäre alles halb so schlimm, wenn nun nicht die Parteijugend bereits die Katze aus dem Sack gelassen hätte — wir können davon ausgehen, dass sämtliche zu vergebenden Ämter bereits zwischen den Nichtsnutzen aufgeteilt sind!

„Die Brandmauer sei aus ihrer Sicht ein »gescheitertes Projekt«, sagte von Nathusius. Auf die Frage, ob die CDU in Sachsen-Anhalt in Sondierungsgespräche mit der AfD gehen sollte, sagte sie: »Ich finde, wenn wir eingeladen werden, sollten wir erst mal mit jedem sprechen.« Dann müsse man schauen, was in den Gesprächen herauskomme.“

Der Spiegel zitiert Clara von Nathusius (14.9.2026)

Auf alle Fälle bezeugen solche Aussagen, dass es diesen Damen und Herren nicht um unser Land oder um unsere Demokratie geht, es geht diesen alleine nur ums bequeme Absahnen. Den AfD-Wählern sei versichert, dass es den AfD-Bonzen ausschließlich nur ums Absahnen geht, was man leicht aus den Abwanderungsbewegungen von Nichtsnutzen aus den demokratischen Parteien hin zur AfD beobachten kann.

Wenn man unser Land tatsächlich verbessern möchte, muss man dies durch und zusammen mit den demokratischen Parteien und Wählervereinigungen machen! Dabei würde es sehr helfen, wenn die immer noch vorhandenen alten weißen Frauen und Männer in den Parteien, jene die ihr gesamtes Leben hart gearbeitet haben und zudem ehrenamtlich politisch engagiert waren, diesen Nichtsnutzen endlich den Stuhl vor die Tür stellen! Nur weil z. B. ein Jens Spahn auf ewig jugendlich macht und schwul ist, muss man ihn nicht auf einer Sänfte in die höchsten Ämter tragen — damit rettet man ganz offensichtlich keine Union.

Wenn die demokratischen Parteien unsere Demokratie retten wollen, dann müssen die Demokraten in diesen Parteien endlich einmal in den eigenen Reihen aufräumen. Sehr schnell wird man dabei feststellen, dass auch ein vermeintlich unersetzbarer Parteimensch ersetzbar ist und es mehr gute und engagierte Parteimitglieder gibt, als es immer wieder gerne behauptet wird.

Und die Brandmauer wäre tatsächlich unnötig, wenn es nicht viel zu viele Arschkriecher und Nichtsnutze in den eigenen Reihen gäbe! — die mit jedem sprechen wollen, außer es handelt sich dabei um Linke, Liberale, Grüne oder auch andere Demokraten!

Schemelsbergtunnel

Zwar lautet das Straßenschild Schemmelsbergtunnel, amtlich wird er allerdings als Schemelsbergtunnel geführt. Was bei uns weniger tragisch ist, da im Landkreis weitere Orts- und Namensschilder die falschen Namen tragen.

Zum Wochenstart, zumindest für jene, die Heilbronn in Richtung Weinsberg und Öhringen verlassen müssen, gibt es einen weiteren Aufreger. Denn, wenn man glaubt, dass nur die Bahn nichts mehr auf die Reihe bekommt, dann hat man sich geirrt. Auf alle Fälle sehe ich aktuell so viele Schienenersatzverkehrsbusse wie noch nie. Und von einem Lockführer durfte ich erfahren, dass man Heilbronn wohl für Monate hinweg vom Bahnverkehr trennt.

Was auf dem ersten Blick nichts mit dem Tunnel zutun hat. Dann aber stellt man fest, dass dieser zur B39, einer Straße des Bundes gehört. Wasserstraßen konnte die Bundesregierung noch nie, Bahn kann sie schon sehr lange nicht mehr, Autobahnen ebenfalls und nun führt die Inkompetenz der zuständigen Bundesminister selbst noch dazu, dass unsere Bundesstraßen zum reinsten Lotteriespiel werden.

Für den Schemelsbergtunnel sind offiziell ein Sicherheitsbeauftragter und ein Tunnelmanager des Amtes für Straßen und Verkehr zuständig, „die in enger Abstimmung mit Polizei, Feuerwehr, Kreisbrandmeister und weiteren Sicherheitskräften den besagten Tunnel überwachen“ — wobei zugegebener Maßen offiziell nicht von „reparieren“ und „in Betrieb halten“ gesprochen wird.

Nach einer rund 14-monatigen Vollsperrung wurde dieser 1990 in Betrieb genommene Tunnel nach einer sehr umfassenden Sanierung und Nachrüstung am 26. Februar 2026 wiedereröffnet, was bis jetzt dazu führt, dass er weiterhin immer wieder und wochenlang gesperrt wird.

Vermischtes

Als nächstes entferne ich jene Blogs aus meiner Blogroll, die mir im RSS Feed nur Anreißer zur Verfügung stellen. Für wie dumm halten diese Blogger ihre Leser?

Benjamin Birkenhake schreibt heute in seinem Blog-Beitrag „Bloggen gegen rechts …“, dass „Wahlergebnisse nicht in Blogs verändert werden und die Demokratie nicht in Blogs gerettet wird.“ Ich gebe ihm Recht, merke aber an, dass Demokratie auch in Blogs gelebt werden kann und jede Demokratie nicht gerettet, sondern gelebt werden muss!

Wir Deutschen wussten es 1989 ganz genau, dass unsere Mitbürger 2.0 mehrheitlich keine Demokraten sind und gingen fälschlicher Weise davon aus, dass man diese mit gut 40 Jahren Diktatur mehr auf dem Buckel genau so durch kaufen zu Demokraten machen kann, wie ehedem unsere eigenen Eltern und Großeltern.

Und wir wussten auch ganz genau, dass jede Spesendemokratie nur so lange rund läuft wie der Rubel rollt. Und so müssen wir nur eins und eins zusammenzählen und dürfen uns auch nicht wegen der jüngsten und der kommenden Wahlergebnisse wundern.

Gestern Abend brachte Detlef Stern bereits seine Randnotizen heraus, die ganz bewusst keine „langen Wochen“ sind, wobei ich aber davon ausgehe, dass der geneigte Leser kaum und etwaige mitlesende Studenten schon gar nicht den feinen Unterschied zur Kenntnis nehmen werden.

Gleich heute Morgen erwartete mich ein vollgetankter meseno-Bus, den ich nach meiner Tour mit Spenden fast ganz gefüllt wieder abgeben durfte. Und selbst der üblich schlecht Gelaunte (kleiner Insider) kam heute mit einem Tschau um die Ecke.

Die meseno-Feier war am Freitag eine sehr gelungene Veranstaltung. Erstaunlich was heute Foto-Boxen aus uns Menschen so alles herausholen. Manche dieser Beweisfotos liegen neben meinem Rechner und ich bin fast versucht, diese zu digitalisieren. Aber nur fast, denn nach ein paar weiteren Lachern werden auch diese Fotos der Vergänglichkeit übereignet.

Und so ganz nebenbei konnte ich „Boston Legal“ weiterbingen. Das mit den dicken Zigarren hatte ich noch anders in Erinnerung. Wenn einmal ein Gefechtsschießen so richtig gut gelungen war, spazierte der Kommandeur mit dem Leitenden über das „Gefechtsfeld“ und bot ihm dabei eine Zigarre an. Während diese gepafft wurde gab es die Manöverkritik (Hot Wash Up) — mir war regelmäßig schlecht danach und so wurde aus mir später trotz der übelsten Umstände nie ein Raucher.

Gespräche werden von mir immer nachbereitet und die guten wirken sich zudem aus. Heute erhalte ich nun das Buch „Situation und Konstellation“ (2026) von Hartmut Rosa zugestellt; wir dürften beide fast zur selben Zeit Soziologievorlesungen besucht haben.

„Nur wo wir handeln, fühlen wir uns lebendig, und nur im Handeln gewinnen wir soziale Energie.“

HArtmut Rosa (2026)

Konzert

Musikvideo zum Wochenende 5 (3)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

In Vorbereitung der diesjährigen meseno-Feier bringe ich mich ein klein wenig in Stimmung. Wobei Exile eine Gruppe ist, die man von Anfang an sehr schwer in eine Schublade stecken konnte. Bereits 1963 gegründet spielte die Band sowohl Rock-’n’-Roll als auch Country.

Heute dürfte sie noch mit dem Song „Kiss You All Over“ (1978) bekannt sein. Bis Anfang 1980 dürfte es keinen einzigen Disco-Besuch gegeben haben, wo dieses Lied nicht mehrfach gespielt wurde. Mit der passenden Laser-Show versehen auf alle Fälle ein richtiger Hingucker auf der Tanzfläche.

Der Song befindet sich auf dem Album „Mixed Emotions“ aus demselben Jahr. Schon ein Jahr später legten sie mit dem Song „How Could This Go Wrong“ nach, der sich auf ihrem Album „All There Is“ (1979!) befindet.

Mit dem Song „You Thrill“ me kann man den 1970er-Sound der Gruppe ganz gut heraushören; ein schneller Tcha Tcha, der damals in der Tanzschule hoch und runter gedudelt wurde.

Dann doch noch ein Song aus den 1980er-Jahren und es ist immer noch Exile! „Give Me One More Chance“ befindet sich auf dem Album „Kentucky Hearts“ (1984).

Zum Schluss dann noch „Super Love“ vom Album „Hang On To Your Heart“ (1985). Danach hatte sich mein favorisierter Musikgeschmack eher in Richtung Rapp verändert.

Auf alle Fälle bin ich nun für das heutige Fest in bester Stimmung, möge dort an Musik geboten werden, was immer auch komme!