30.9.02021

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16 Jahre

So langsam aber sicher stellen viele von uns fest, dass 16 Jahre Angela Merkel nicht das Gelbe vom Ei waren — viel zu viel ist einfach nur liegen geblieben, viele Chancen wurden verpasst, und man konnte dabei sehr gut beobachten, dass 16 Jahre bei weitem viel zu lange sind, um sich nur auf den Lorbeeren des Vorgängers auszuruhen.

Auch muss man viele Mitbürger immer wieder daran erinnern, dass Stillstand immer auch Rückschritt bedeutet.

Und weil es auf Bundesebene mit dem Aussitzen, Ausruhen und der Realitätsverweigerung für uns alle so schön und so bequem war, machen wir das Gleiche in Heilbronn sofort noch einmal, nur um dann acht Jahre zeitversetzt festzustellen, dass sich das Ausruhen auf den Lorbeeren anderer, das Aussitzen und Ignorieren sämtlicher Probleme und Herausforderungen für niemanden rechnet.

Dabei kann sich eine Großstadt solche Bequemlichkeit eigentlich gar nicht leisten, genau so wenig, wie das nur im eigenen Saft schmoren.

Dazu fällt mir ganz spontan das Folgende ein: Du weißt, dass Du in einer Kleinstadt lebst, wenn Du bereits zum dritten Mal heiratest und immer noch dieselben Schwiegerleute hast. Oder auch, wenn Du in die Verwaltung schaust, und dort fast alle denselben Familiennamen tragen.

Was ich damit sagen möchte ist, dass es allen sehr gut tut, wenn man sich regelmäßig von auswärts nicht nur neue Ideen, sondern auch neue Akteure holt — am besten ausgewiesene und bewährte Fachkräfte.

Unter regelmäßig verstehe ich aber nicht, alle 100 Jahre einmal.

Inzidenz

Ich habe es aufgegeben, in Heilbronn wird man diese Problematik niemals eigenständig in den Griff bekommen. So bleibt nur abzuwarten, dass sich die Welt um uns herum so zum Guten wendet, dass die Pandemie letztendlich auch bei uns ihr Ende finden wird.

Wie wir bald sehen und hören werden, macht man bei uns in Heilbronn genau so erfolgreich Politik.

Geldflut

Dieser bundesdeutsche Politikstil wird schon so lange praktiziert, dass wir uns fast alle daran gewöhnt haben. Tritt bei uns ein Problem auf, dann wird erstmals ein Geldtopf ausgeschüttet. Und reicht das nicht, dann karrt man die Geldtöpfe so lange heran, bis sich keiner mehr an das Problem erinnern kann.

Das Manko dabei, so löst man keine Probleme, sondern schafft nur noch weitere. Dies ist uns allen aber völlig egal, da bei diesen Ausschüttungen — die meist und gerne nach dem Gießkannenprinzip erfolgen — immer sehr viele profitieren.

Der Politik ist es auch egal, weil sie so nichts entscheiden oder regeln muss, und sich die einzelnen Politiker dabei auch nicht schlechter stellen.

Da es aber immer mehr Bürgern auffällt, dass man mit einer solchen Politik wirklich alles ruiniert und unser Land seit Jahrzehnten an die Wand fährt, wurde nun doch einmal reagiert und man hat seitens der Politik zwei hübsche Lügen etabliert: die „Schwarze Null“ und die „Schuldenbremse“. Aber geändert hat sich nichts, unsere Steuergelder werden weiterhin kübelweise ausgeschüttet, und man kann sich ab und zu darüber wundern, wo manche unserer Gelder wieder auftauchen.

Jetzt, wo selbst Politiker — also Menschen, die sehr viel vom Geldausgeben verstehen — damit prahlen, dass es höchste Zeit für Veränderungen sei, kommt Bewegung ins Spiel. Ab sofort werden nun Zukunftskredite mit großen Händen aus den Fenstern geworfen.

Dabei könnte man jetzt, nach 16 verschenkten Jahren, tatsächlich eine ehrliche Sachstandfeststellung erarbeiten — auch auf die Gefahr hin, dass man als Politiker nie wieder gewählt werden wird — und nach tragbaren wie auch bezahlbaren Lösungen suchen.

Dafür müsste man aber zur Überzeugung gelangen, dass Politikmachen nicht mit Geldausgeben gleichzusetzen ist, sondern in erster Linie mit der Aufgabe, die Bürger mitzunehmen und ihnen, zumindest manchmal, auch sehr Unangenehmes zu vermitteln.

Was bei uns nunmehr wohl dazu führen wird, dass man von Steuererhöhungen und Inflation sprechen wird …, um letztendlich noch mehr Geld zum Fenster hinauswerfen zu können.

Ein Teufelskreis, den wir eigentlich dringend beenden sollten.


Geburtstag des Tages

Marco Carrieri

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