Europa brennt

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Beitragsfoto: Brennendes Gebäude | © Dirk Schumacher auf Pixabay 

Unser Europa brennt inzwischen bereits an seinen Rändern, und selbst in den „Stammländern“ der Europäischen Union finden die antieuropäischen Bestrebungen immer mehr Zuspruch und Anhänger. Derzeitiger Höhepunkt ist der Überfall Russlands auf die Ukraine und die unverhohlenen Atomkriegsdrohungen seines Regimes sollte die freie Welt russischen Forderungen nicht nachkommen. Dies scheint unsere Politiker in Europa nicht nur in eine Art Agonie zu stürzen, sondern zeigt viel mehr allen Diktatoren, Despoten und Terroristen dieser Welt, dass man mit ausreichend Massenvernichtungswaffen ausgestattet weitgehend unbehelligt sein Unwesen treiben kann. 

Die Appeasement-Politik der EU gegenüber Putin kann m. E. nur solange funktionieren, wie die Vereinigten Staaten von Amerika bereit sind, für Europas Existenz zu bürgen und zudem ihre militärische Stärke aufrechterhalten können. 

Derweil feiern mitten in Europa die Demokratiefeinde ihre Wahlerfolge, bekennen sich offen zur „gelenkten“ Demokratie und lassen nichts unversucht, um die politische Allianz der Nordatlantikanrainer – übrigens die einzige Garantie, unsere Europäische Idee auch verwirklichen zu können – zu beenden. Erstaunenswert dabei ist, wie sich Links- und Rechtsextremisten immer mehr annähern; sie scheinen einen Pakt gegen Europa und unsere Werte geschlossen zu haben. 

Was können ja, was müssen wir bekennenden Europäer tun? Wir dürfen uns auf alle Fälle nicht einschüchtern lassen, wir müssen weiter an der Europäischen Idee festhalten und wir müssen unsere eigenen Werte wie Freiheit, Frieden und Demokratie leben.

Auch müssen wir Unrecht als Unrecht bezeichnen und nicht versuchen, in Kompensationsgeschäften das meiste für uns selber herauszuholen; dies gilt vor allem auch gegenüber Staaten wie Russland, China oder Saudi Arabien.

Wir müssen endlich erkennen, dass wir nur gemeinsam die Idee eines Europas in Vielfalt geeint verwirklichen können und dabei akzeptieren, dass dies mit Kompromissen verbunden ist. Wir dürfen nichts unversucht lassen, um die Welt bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein wenig einiger und besser werden zu lassen; dies schließt Welthandelsabkommen mit ein. Und wir müssen weiterhin am Versprechen des Wohlstands für alle festhalten – der wohl am schwierigsten zu verwirklichenden Idee; noch weit vor „Life, Liberty and the pursuit of Happiness“ aus dem Jahre 1776. 

Wahrscheinlich ist es aber genau dieses Versprechen, welches die meisten Menschen für Europa begeistert. Es ist zugleich aber auch das Versprechen, welches die Bürger wieder von Europa entfernt, sobald sie fürchten müssen, dass sie vielleicht vom eigenen Wohlstand etwas abzugeben haben. Dies ist wohl das tatsächliche Dilemma Europas und hier sind unsere Politiker gefordert! Sie müssen dafür das Patentrezept finden und ihren Wählern vermitteln, bevor die Menschen wieder Diktatoren mit ihren Heilsversprechen verfallen. 


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