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Inselblick
Inzwischen habe ich Verwandtschaft im Vereinigten Königreich, hätte ich mir auch nie vorstellen können. Und die leben nun dort in Zeiten, wo man nicht unbedingt auf dieser Insel leben möchte. Vom Regen in die Traufe sozusagen, wobei ich fürchte, dass sie es selbst noch nicht so richtig erkannt haben.
Nigel Farage zeigt dort musterhaft wie man Demokratien demontiert und könnte als Beispiel dafür dienen, um einigen Unionsabgeordneten die Augen zu öffnen. Zumindest jenen, die nicht bereits von Anfang an unsere Demokratie demontieren wollten, sondern nur daran gedacht hatten, sich möglichst bequem selbst zu bereichern.
Man zerstört durch eine völlig aus der Welt gefallene Wirtschaftspolitik (siehe Helmut Kohl und Nachfolger) unsere wirtschaftliche Basis, schürt Neid und Missgunst und schafft damit Unsicherheiten. Dann guckt man, dass man Sündenböcke präsentieren kann, möglichst altbewährte, und verhindert jegliche Lösungsversuche (siehe Robert Habeck).
Man hält die Suppe am Köcheln und bemüht sich dabei den Rahm abzuschöpfen (siehe Jens Spahn und Co.). Dass dadurch einzig und alleine die antidemokratischen Kräfte gestärkt werden, nimmt man als Kollateralschaden mit in Kauf — für manche ist das gar der Hauptgrund und Sinn und Zweck vom Ganzen.
Dabei sollten wir alle es doch viel besser wissen, nämlich, dass wenn uns die Welt wieder einmal um die Ohren fliegt, es nur ein paar wenige — meist dieselben — Familien sind, die aus der Misere gestärkt herauskommen werden. Alle anderen und sicherlich auch dabei die meisten unserer Volksvertreter werden die Zeche zahlen müssen.
Und so sollten sich unsere Polit-Promis selber einmal fragen, ob sie tatsächlich zur Klasse dieser systemrelevanten Personen gehören, bevor sie weiter mit dem Feuer spielen!
Ekelhaft
Mit Nazis herummachen dachte ich, sei bei der SPD nur ein begrenzt lokales Phänomen. Wobei ich dies bisher nur an ein paar einzelnen Akteuren festmachte und überzeugt davon bin, dass diese mit jedem und allem herummachen.
Nun aber zeigt Torsten Albig ganz offen, dass die ehemalige Volkspartei weiterhin über ausreichend totalitaristische Mitglieder verfügt, denen es völlig egal ist, wie die SPD ihre Bonzen in Lohn und Brot halten kann.
Schlimmer ist nur noch, wie inzwischen selbst traditionell demokratische Blätter und sogar der ÖRR die AfD normalisieren und für diese zu werben beginnen.
Die FDP gibt es längst nicht mehr und bei der SPD und der Union wandern deren Mitglieder nun dorthin ab, wohin sie schon immer gehörten, sich bisher aber nicht zu sein trauten. Das muss der Linksruck sein, vor dem uns vermeintlich konservative Politiker schon so lange warnen.
Und wir können derweil ganz gut miterleben wie unsere Demokratie den Bach runtergeht — wenn wir nicht alle so langsam aber sicher wieder zur Besinnung kommen!
Bei viel zu vielen Berufspolitikern habe ich die Hoffnung längst aufgegeben und würde mich auch nicht wundern, wenn diese schon längst eine Anwartschaft bei der AfD abgeschlossen haben: heute noch flammender Juso und morgen bereits AfD-Bonze — mit Orden und Trallala.
Vermischtes
Gestern Morgen konnte ich mich ins Wasser stürzen. Das Hallenbad sehr angenehm leer, zumindest die Bahnen im Sportbecken. Nun musste ich feststellen, dass ich das Streckemachen nicht mehr kann und begab mich ins Außenbecken. Und auch dort alles bestens. Unser Stadtbad hatte einen sehr guten Tag — und ich fühlte mich pudelwohl.
In den kommenden Tagen schaffe ich mir einen neuen Server an, nur um einen weiteren loszuwerden — muss man nicht verstehen, tu ich auch nicht.
Gestern Abend u. a. motiviert von den jüngsten Filmhinweisen Andreas Lochners wurde ich ein klein wenig blutrünstig und schaute „Bad Times at the El Royale“ (2018). Vor ein paar Jahren war ich noch in der Gegend dieses Hotels und frage mich nun, ob diese Art von Zimmer dort wohl Standard ist.
Drew Goddard sorgt auf alle Fälle für einen unterhaltenden Kinoabend. Jeff Bridges und Cynthia Erivo sind ein ganz gutes Duo und auch Lewis Pullman gefällt mir ganz gut. Chris Hemsworth dient wieder einmal als Hingucker und wird wohl das weibliche Publikum bei Laune halten.
Vom Cal Neva Lodge und Casino hat man einen guten Überblick über den Lake Tahoe, allerdings die Trennlinie ist dort weiß und nicht rot. Wahrscheinlich ging es dort selbst zu Frank Sinatras Zeiten nie so blutig zu wie im Film. Mir blieb das Ganze so gut in Erinnerung, weil, als ich von einem Spielautomaten abließ, da wir dringend weiter mussten, ein Mann herbeieilte und der Automat den Hauptgewinn ausschüttete. Manchmal verliert man, manchmal gewinnen andere.






