Beitragsfoto: Drei alte Mülleimer und ein verbrauchter Besen | © Pixabay
Inhaltsverzeichnis
Meta
Passend zu meiner kommenden Vorlesung beschäftigt sich Detlef Stern mit der Metaebene. Spannend für mich dabei, dass die Metabene Thema meiner allerersten Vorlesung bereits Ende der 1980er-Jahre war und nun wohl auch mit zu einer meiner allerletzten Vorlesungen gehört. Der Kreis scheint sich zu schließen, zumindest auf der Ebene 42.
Wir leben schon immer in einer mehrdimensionalen Welt, wobei es Mathematiker schaffen, sich selbst zumindest gedanklich in unendlich dimensionalen Räumen zu bewegen. Für mich waren drei Dimensionen zwar noch nie ausreichend, dennoch habe ich Probleme gedanklich mit mehr als fünf zurecht zu kommen. Aber dennoch, bei all den Schwierigkeiten mit der Dimensionalität unserer eigenen Existenz dürfte es keinem weiterhelfen, wenn man sämtliche Probleme dieser Welt eindimensional betrachtet.
Mancher Leser wird sich nun fragen, was gleich mehrere Metaebenen mit unseren zumindest vier Dimensionen zu tun haben. Auch hierbei kommt es auf die Betrachtungsebene an, ob man z. B. einen mathematischen oder einen philosophischen Ansatz hat. Ich fand das Herausarbeiten von Unterschieden wie auch Gemeinsamkeiten beider Bereiche stets für hilfreich.
Was mich nun noch zu einem Film von Federico Fellini führt, nämlich zu „Otto e mezzo“ aus dem Jahr 1963. Marcello Mastroianni und Claudia Cardinale sind wieder mit dabei. Dazu noch Anouk Aimée und Sandra Milo. Man muss Fellinis Filme richtig lieben, um sie auch nach Jahrzehnten noch anschauen zu können.
Auf alle Fälle widerspricht Federico Fellini dabei jeglicher Eindimensionalität und stellt zudem einen altbekannten Lehrsatz von Cyprian von Karthago in Frage: „Extra ecclesiam nulla salus.“ — was übrigens auch für Hochschulen gelten dürfte.
Vermischtes
Gestern waren wir noch auf einem Polterabend. Leider aber ohne Poltern. Und ich hatte mich schon gefreut, das eine oder andere Service sinnvoll loszuwerden. Dafür saßen wir eine ganze Zeit lang in der prallen Sonne und ich konnte mich auch wieder etwas im Zapfen üben. Leider aber musste ich dafür Gabriela Lena Franks „El Último Sueño de Frida y Diego“ sausen lassen. Was mir wieder einmal zeigte, dass man im Leben nicht alles haben kann.
Während ich diese Zeilen schreibe, liegt mir meinen Enkelin im wahrsten Sinne des Wortes vor den Füßen; sie befindet sich auf der Rückreise von einem ganz anderen Familientreffen und hält nun ein Nickerchen.
Spannend auch wie viele meine Rundschreiben bis zum Ende lesen. Ich bekam bis dato sechs Anmeldungen für einen Landtagsbesuch und den Hinweis, dass sich dieser Termin mit einem anderen überschneidet — das ist mir bewusst und … man kann im Leben nicht alles haben. Aktuell liegt die Öffnungsrate bei 42,86 % und damit unter dem Schnitt.
Manchmal wäre es gar nicht schlecht, wenn lokale Banken sich erst einmal um ihr ureigenes Geschäft kümmern anstatt eine Party, Konzert, Vortragsveranstaltung oder Ausstellung nach der anderen zu schmeißen. Was aber ganz gut zeigt, wie unnötig die meisten Banken heute geworden sind. Nicht nur, dass sie das Geld anderer Leute mit vollen Händen aus dem Fenster werfen, sie zerstören anderen Berufsgruppen auch noch deren Lebensgrundlagen.
Interessant auch, dass ich mit einer Schwiegertochter die Müllentsorgung zum Thema hatte. Sie sind jüngst in ein anderes Bundesland gezogen und wurden bisher noch nicht über die örtlichen Gepflogenheiten der Müllentsorgung informiert — learning by doing. Auch die Pfarrer, ob katholisch oder evangelisch, kamen bisher noch nicht vorbei — es reicht heutzutage völlig aus, dass man seine Kirchensteuern bezahlt.
Zurück zum Müll, meine Schwiegertochter hat nun durchaus Verständnis dafür, dass Neubürger, vor allem jene, die aus Müllkulturen stammen, mit unseren durchaus sehr komplexen Müllentsorgungstraditionen so ihre Schwierigkeiten haben. Vor allem dann, wenn diese schon mit der deutschen Sprache völlig überfordert sind oder sich mangels Internet nicht mit den unzähligen städtischen Müllentsorgungswebsites auseinandersetzen können.
Was ich dabei gelernt habe ist, dass in Rheinland Pfalz Windeln nicht in den Restmüll kommen, sondern mit extra Windelbeuteln gesammelt zweiwöchentlich entsorgt werden müssen — was vielleicht auch wieder nur eine lokale Eigenart sein könnte.
Bei all den Schwierigkeiten, die wir uns immer wieder selber bereiten, nur um unsere unzähligen Scheinarbeiter bei Lust und Laune zu halten, ist es verständlich, dass wir keine Zeit und keine Ressourcen mehr haben, um uns mit den wirklichen Problemen und Herausforderungen dieser Welt auseinanderzusetzen.
Waste Watcher
Unendliche Müllberge, unhygienische Zustände und unzufriedene Bürger. Vor gut sechs Jahren hatte ich hier im Blog über Müll-Sheriffs geschrieben. Bereits 2019 hatte ich von der Stadtverwaltung mehr Initiative gefordert und um saubere Straßen gebeten. Nun nach jahrelangen und endlosen Bürgerklagen fängt die Stadtverwaltung einmal an zu reagieren. In einem hoffentlich ersten Schritt gibt es bei uns zumindest Müllbeobachter, deren erste Maßnahmen Presseartikel und Fernsehauftritte sind. Unser OB weiß, wie man Bürger glücklich macht: wir kommen im Fernsehen!
Dann war da auch noch was mit einem Heilbronner Porno-Sternchen und wir geben Unsummen aus, um einen Wal — ok, für nicht Eingeweihte: einen Buckelwalkadaver, also einen toten Wal — zu obduzieren. Bisher dachte ich, dass man das nur bei Leichen macht.
Und irgendwie passt es auch ganz gut dazu, dass die FDP einen Parteitag hatte. Nun ist Wolfgang Kubicki dort angekommen, wo er schon immer sein wollte: Totengräber der eigenen Partei. Ich kenne ihn noch als Judo, der schneller seine Überzeugung wechselte als ich gucken konnte.
Treppenwitz am Rande, Deutschlands beste Militärexpertin (alles mit dem Mund) kandidierte gegen ihn. Was man nicht so alles macht, um nochmals in der Zeitung zu stehen.
Nun baue ich darauf, dass es unsere neuen „Waste Watcher“ schaffen, auch einmal den Müll wegzuräumen, zumindest weggeräumt zu bekommen; Bird Watcher bringen übrigens keine Singvögel um die Ecke und räumen diese auch nicht weg.
Mit dem Englischen haben wir in Deutschland so unsere Probleme; demnächst gehen wir allesamt wieder zur Leichenschau, um gemeinsam Fußball zu gucken. Wir Deutschen lieben einfach den Müll, Fäkalien sowieso — — das ist ein uralter Toilettenwitz — und neuerdings sogar schlechten Fußball.






