Beitragsfoto: altes Auto | © Bianca Van Dijk auf Pixabay
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Kreislaufwirtschaft
Es gibt sie tatsächlich noch, die guten Meldungen. Und dieses Mal kommt eine solche sogar von VW. Stefan Paravicini berichtet in der FAZ (28.10.2026, 21:03 Uhr), dass VW in Zwickau die erste Demontagelinie für Kraftfahrzeuge aus dem eigenen Haus startet. Wenn man es mit der Nachhaltigkeit tatsächlich ernst meint, dann ist dies auf alle Fälle der richtige Schritt.
Und es steckt sogar weiteres Potential dahinter, denn wenn VW keine eigenen Autos mehr baut, dann hat der Konzern ausreichend Know-how entwickelt, um auch andere Autos zerlegen zu können. Das Ganze könnte man sogar noch gesetzlich unterstützen, wenn man zukünftig jedes nach Deutschland gelieferte oder dort gebaute Auto am Ende auch wieder fachgerecht zerlegen muss.
Leider haben wir in der Politik oder vielleicht sogar gesamtgesellschaftlich das Ganze noch nicht so recht durchdrungen, denn wir exportieren aktuell bei uns recycelte Wertstoffe und dabei vor allem die allseits nachgefragten Metalle immer öfter nach China — aktuell kann Aluminium hier als gutes Negativbeispiel dienen! Als ob wir selbst keine Rohstoffe mehr benötigen würden.
Feiertag
Feiertage, egal welcher Art, waren noch nie mein Ding. Die Gründe dafür dürften in meiner frühen Jugend liegen. In meinem Berufsleben war dies dann allerdings ein Vorteil, denn egal welcher Feiertag auch immer, ich musste nie nach Gründen suchen, warum gerade ich an diesen Tagen nicht arbeiten kann. Und so ging auch das gesamte entsprechende Gefeilsche an mir vorbei.
Seit zwei Jahrzehnten erhalte ich jährlich die Einladung zum Tag der Republik, den die Türkei auch bei uns gerne feiert. Früher™ ging ich immer gerne dorthin, um mich mit Demokraten und Föderalisten auszutauschen, dann aber änderte sich auch die türkische Politik grundlegend und ich blieb den Feiern fern.
Dieses Jahr habe ich mich dazu entschieden, wieder an der heutigen Feier in Stuttgart teilzunehmen, denn auch in der Türkei ist nicht immer alles entweder schwarz oder weiß, und so hoffe ich darauf, bei der Feier doch noch den einen oder anderen Demokraten, wenn nicht gar Föderalisten finden zu können.
Unser eigenes Türkeibild wird im wesentlichen von zwei Dingen geprägt, einmal von den Entscheidungen und Maßnahmen der türkischen Regierung, die sich auch auf uns auswirken, und von jenen Türken sowie den türkisch stämmigen Deutschen, die in unserer nahen bis näheren Umgebung leben.
So lange die Türkei noch halbwegs eine Demokratie ist, sind alle Türken für das erste mit verantwortlich. Für letztes können aber vor allem die sehr aufgeschlossenen und wirtschaftlich erfolgreichen Türken, die selbst in der Türkei leben und weiterhin für eine offene Gesellschaft eintreten, rein gar nichts! Sie sind meist selbst überhaupt nicht von ihren ehemaligen Landsleuten begeistert, so wie auch ich nichts mit unseren totalitaristisch veranlagten oder den völlig unterbelichteten Mitbürgern anzufangen weiß.
Und so freue ich mich darauf, nachher auf interessante Gesprächspartner zu stoßen.
Vermischtes
Wieder einmal hat die CDU gezeigt, dass ihr das mit Europa nicht so wirklich am Herzen liegt. Friedrich Merz war einer der ersten Altbackenen, der den Kanadiern den Stuhl vor die Tür stellte. Und immer öfter können wir zudem sehen, dass zumindest Teile der CDU das mit der Demokratie auch nicht so ganz ernst nehmen.
Für mich ist es schon länger klar, dass die Union mit Helmut Kohl das Allgemeinwohl gegen das Eigeninteresse Einzelner eingetauscht hat und wirklich alles verspricht und tut, was der Partei den Machterhalt bzw. die Futtertröge sichert.
Unheimlich wird es aber dann, wenn die Vermögen der russischen Oligarchen in Deutschland sicher und unantastbar bleiben, während wir mit Steuermitteln die russischen Verbrechen und deren Folgen mitfinanzieren müssen.


