Blogger

15.6.02026 5 (3)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Ministerien

Aktuell erleben wir es wieder einmal, wie sich unsere Ministerien neu schütteln müssen. Dies geschieht bei uns in Baden-Württemberg alle fünf Jahre und unabhängig davon, ob es nun eine neue Regierung gibt oder nicht.

Ein paar Politiker haben eine Idee und schaffen neue Ministerien, wieder einmal. Damit haben diese Menschen ihre Arbeit getan. Nun aber müssen sich Zehntausende Menschen ganz neu organisieren, umziehen und umbenennen, womöglich noch — wenn tatsächlich politisch gearbeitet wird — im laufenden Betrieb. Die unzähligen Websites, Briefköpfe und Adressverzeichnisse müssen ebenfalls den nun neuen Verhältnissen angepasst werden.

Ganze Referate befinden sich inzwischen wieder einmal auf der Suche nach ihrem neuen Ministerium. Dabei ist noch nicht einmal sichergestellt, dass die Umgliederung von vor fünf Jahren abgeschlossen wurde. Dazu kommen jetzt noch die vielen ganz neuen Mitarbeiter, die noch gar nicht mit berücksichtigt waren. Und auch hierbei weiß keiner, ob die ganz neuen Mitarbeiter der letzten Legislaturperiode überhaupt im Apparat angekommen sind. Oder gar wie viele bei den regelmäßigen Umstrukturierungen bereits auf der Strecke blieben und seither bis zu ihrer Pensionierung oder Rente völlig auf sich gestellt in Stuttgart herumirren — wahrscheinlich wurde so die Heimarbeit erfunden; all jene, die ihre Arbeitsplätze nicht mehr finden aber noch in Lohn und Brot der Regierung stehen, fallen unter die Rubrik Heimarbeiter.

Und wir Bürger wundern uns, warum in der Politik nichts geschieht: Politiker arbeiten per se nichts und deren Mitarbeiterstab lebt und arbeitet in einem Wanderzirkus. Das lustige dabei ist, keine Regierung benötigt dazu zwei oder mehr Regierungssitze; das schaffen unsere Politiker bereits in der Villa Reitzenstein.

Brandmauer

Ich kenne Brandmauern seit meiner frühesten Jugend und auch die Durchlässe, die es schon immer gab. Politisch wurde der Brandmauerbegriff bei uns eigentlich von der Union und als Abgrenzung gegen den Linksextremismus ins Spiel gebracht; sozusagen als Forderung an SPD, Grüne und FDP, sich nicht mit der Linken einzulassen.

Früher, vor dem Zweiten Weltkrieg dürfte es allerdings tatsächlich bereits etwas Ähnliches gegeben haben, als sich nämlich die SPD entgegen den heutigen Unionsparteien und den ehemaligen Liberalen nicht zu einer Zusammenarbeit mit den Rechtsextremen eingelassen hat. Und dieser Blick in die Geschichte dürfte nun der Union genügen, um die Brandmauer als „linken Kampfbegriff“ zu geißeln.

Deshalb ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass sich die Union bis vor Kurzem noch nie eine Brandmauer gesetzt hat, und schon gar nicht hin zum Rechtsextremismus. Erst als ein paar Unionsgranden wegen der aktuellen Entwicklung völlig die Nerven verloren haben und sich die greisen Parteiverantwortlichen nicht mehr daran erinnerten, dass es rechts von der Union nichts geben kann (Franz Josef Strauß), setzte sich die Union selber eine Brandmauer nach rechts. Nur um kurz darauf festzustellen, dass sie diese im eigenen Garten errichtete.

Und da Verantwortungsbewusstsein und Union zwei Welten sind, die sich schon sehr lange nicht mehr begegnen, musste nun eine Lösung her. Die Grünen, die Linken, die SPD, der Bürger, aber selbstverständlich nicht die Union sind schuld daran!

Das funktioniert bei der Union immer und garantiert diesen Parteibuchdenkern immer wieder höchste Regierungsämter. „Selbst nie Schuld zu sein“ ist nämlich das deutsche Kulturgut schlechthin.

Gleich morgen hören wir von der Union, dass die Linken die Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet haben und die Union bis heute für deren Erhalt kämpft.

Vermischtes

Heute Morgen eine sehr angenehme Fahrt mit dem meseno-Bus. Mal schauen, wer von uns beiden länger durchhält.

Danach habe ich mir den aktuellen Europäischen Brief angeschaut. Man merkt nun, dass es wie bisher nicht weitergehen kann. Ob man daraus allerdings die richtigen Konsequenzen zieht, dürfte weiterhin bezweifelt werden.

Gestern Abend konnte ich dann doch noch ein wenig das Tanzbein schwingen. Und da die letzten beiden Vorlesungen vor der Klausur nur noch für eventuelle Fragen der Studenten und aus einer kleinen Präsentation der Letztsemester besteht, hielten sich auch meine entsprechenden Vorbereitungen in Grenzen.

Längst sind jene Zeiten vorbei, wo man sich mit Interessierten zu tiefergehenden Gesprächsrunden treffen konnte, oder als gar Jüngere von den Erfahrungen der Älteren profitieren wollten. Spannend dabei, dass dies bereits Hunderte von Generation vor mir beklagten. William Gibson soll in einem seiner Romane das Folgende festgestellt haben: „The future is already here – it’s just not evenly distributed.“ Dies dürfte aber auch für die Vergangenheit zutreffen, wobei viel zu viele weiterhin in derselben leben.

Unsere Welt bzw. Welten dürften weit komplexer und damit noch schwieriger sein als wir es allesamt vermuten. Die einzige Konstante dabei dürfte der Mensch sein, der sich gekonnt der Evolution entzogen hat — Wort und Schrift sind dafür verantwortlich zu machen.

Und was sich nicht verändert, das zerfällt und dies von ganz alleine. Die Rettung soll nun auch noch aus der Werbung kommen: Artificial intelligence. Wohl wenigen noch bekannt, es geht darum eigentlich nur um Automatisierung und Roboterisierung; das menschliche Leben soll noch einfacher werden als es bereits schon ist.

Von Intelligenz sprechen wir dabei schon lange nicht mehr, denn diese benötigt man eigentlich und alleine, um existentielle Probleme lösen zu können. Die Philosophie dürfte dabei nur ein Selbstzweck sein, da man Intelligenz, wenn sie nicht gerade gebraucht wird, einfach beschäftigen muss — sonst drückt diese von ganz alleine den Notaus-Knopf.

Aber vielleicht sind wir gerade die Zeitzeugen — zumindest jene, die in der Gegenwart leben — dafür, wie sich unsere Spezies nach gut 10 000 Jahren Evolutionsverzicht selbst abschafft. Damit dürfte dann die menschliche Intelligenz eine Sackgasse im Universum gewesen sein.

Sicherlich wird es weitere Intelligenzen geben, wobei wir diese kaum erkennen werden können. Und diese sind sicherlich ähnlich wie die unsrige entstanden. Ob diese Intelligenzen es dann schaffen oder gar geschafft haben, ihre ureigene Intelligenz nachzubauen, wird zumindest von mir stark bezweifelt.

Für die allermeisten Wesen in unserem Universum dürfte es Grenzen geben, die man wenn überhaupt nur in eigenen Gedankenexperimenten überwinden aber niemals realisieren werden kann. Und schon begeben wir uns von der Philosophie hin zur Religion.

Auf gut Deutsch: wir errichten gerade in Heilbronn einen riesigen Tempel — wo die Menschheit wieder einmal einen ganz neuen Gott anbetet. Und auch an diesen KI-Gott muss man einfach glauben, denn wissen wird man es nie.

Vor gut 2 000 Jahren galt bereits das Erste Gebot, aber die goldenen Kälber waren für uns schon immer viel verlockender.


Konferenzraum

11.2.02026 4.6 (7)

Beitragsfoto: Konferenzraum | © Pixabay

Sicherheitskonferenz

Zur diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz reisen gut 50 US-Repräsentanten an, darunter Marco Rubio als Delegationsleiter und Gavin Newsom als ernst zu nehmender Gesprächspartner. Manche Journalisten schrieben bereits im Vorfeld vor den Gefahren einer Abkehr der USA aus der internationalen Ordnung — für dieses Erkenntnis braucht man weder ein Studium noch Presseerfahrung.

Eines der Hauptthemen des Treffens soll die Fähigkeit Europas sein, sich stärker durch eigene Kompetenzen zu behaupten und mit einer einheitlichen Stimme zu sprechen — ein Wunschdenken fürwahr!

Journalisten der Zeit meinen sogar, dass „Europa so langsam aufwachen würde“. Dabei wäre es einmal sehr spannend, wenn unsere europäischen Politiker und die anderen vermeintlichen Experten wie auch Journalisten einmal ihre US-Kollegen fragen würden, was es bedarf, um tatsächlich europäische Streitkräfte aufstellen zu können. Ich wette, diese werden unisono zugeben, dass dazu ein Bundesstaat notwendig ist.

Da dies aber weiterhin nicht im Interesse unserer eigenen EU-Prominenz ist, wird Europa auch nach dieser Münchner Sicherheitskonferenz weiter vor sich hindämmern. Was manche EU-Politiker dazu verführt, sich weiterhin Wladimir Putin anzudienern und die US-Amerikaner so langsam aber sicher aus der Weltgemeinschaft drängt — auch das hatten wir schon einmal, die Ergebnisse kennen wir alle nur allzu gut! Zumindest haben wir inzwischen eine einheitliche Nofallrufnummer in Europa.

Vermischtes

Der Running Gag des heutigen Tages ist der übliche Hinweis auf die Notrufnummer 112. Ich habe nunmehr darauf verzichtet, dafür einen eigenen Beitrag auf der EUROPA-UNION Website zu schreiben. Seit 1973 gibt es diese Rufnummer in Deutschland und seit 1991 in der heutigen Europäischen Union. Inzwischen sollte diese Rufnummer bei uns kein Neuland mehr sein.

Vor Kurzem habe ich die Bank gewechselt, was mir nach 50 Jahren nicht sehr leicht viel. Die Umstände zwangen mich dazu, denn die dortigen Banker waren inzwischen fachlich weniger versiert als deren Kunden und dazu menschlich voll und ganz daneben. Jedes Mal, wenn ich diese Bank betrat, kam bei mir das Gefühl auf, in ein Etablissement geraten zu sein.

Meine neue Bank, die ich auch schon eine ganz Weile kenne, gibt mir nun wieder das Bankkundengefühl zurück. Und wenn deren Mitarbeiter im nun inzwischen vierten Anlauf es schaffen, mir auch eine vollumfänglich funktionierende Kreditkarte zur Verfügung zu stellen, dann ist meine Welt diesbezüglich wieder völlig in Ordnung.

Gestern gab es einen aufgepeppten Europastammtisch, was zugegebener Maßen nicht schlecht war. Dort konnten wir den Teilnehmern u. a. mitteilen, dass die Hertensteiner Gespräche nun auch Einzug ins Haus der Geschichte halten werden. Was dazu führt, dass es nun mindestens zwei Ereignisse gibt, an denen ich mit beteiligt war und bin, die dort Einzug hielten. Auch wenn es sich dort nur um die jüngere Zeitgeschichte handelt, gibt es mir doch etwas zu denken .

Die große Masse unserer Mitbürger ist voll und ganz damit zufrieden, dass sie einen funktionierenden Tiktok-Account haben und WhatsApp bedienen können. Manche davon können sogar ein Word-Dokument öffnen und haben schon einmal etwas von PDF gehört. Meine Versuche, immer wieder etwas passendere Technologie in unterschiedlichen Vereinen einzuführen, darf ich nach gut 30 Jahren des Versuchens wohl als gescheitert ansehen.

Und so wundert es mich schon ein wenig, dass manche nun erneut versuchen, Microsoft-Produkte nicht nur in unserer Gesellschaft, sondern auch in Behörden und Firmen zu ersetzen — was ebenfalls in den letzten Jahrzehnten immer wieder scheiterte. Dabei kann man weiterhin von Microsoft lernen, denn sobald diese nur ihre Logos etwas mehr als sonst üblich verändern, bricht die gesamte Firmen- und Behördenwelt für Wochen zusammen.

Und so dürfen wir alle sehr gespannt darauf sein, was geschieht, wenn die ersten Behörden mit der Umstellung beginnen — könnte sein, dass man von diesen dann nichts mehr hört und sieht; eine ganz neue Form der Entbürokratisierung.

Weblogs

Immer mehr Blogger greifen auf KI zurück, manche ganz offen, manche mit Ausreden wie „einzig nur um …“ und andere klamm heimlich. Aber egal warum auch immer, es ist weder authentisch noch wird es der ursprünglichen Idee eines Blogs gerecht. Außer vielleicht, man versuchte schon immer seine eigene Profilneurose zu pflegen oder möglichst schnell und bequem an Geld zu kommen.

Dabei dürfte die Erfahrung gezeigt haben, dass kaum einer der unzähligen Blogger mit einem Blog sein Leben fristen können wird und wenn doch, was für ein Leben ist dies dann?

Selbst wenn man KI nur dazu nutzt, um seine eigenen sprachlichen Unzulänglichkeiten zu verschleiern, ist dies reiner Selbstbetrug und zugleich Betrug an der eigenen Leserschaft.

Ein Blog sollte sich doch schon aufgrund seiner Machart von Zeitungsartikeln und anderen Produkten gelernter Journalisten, praktizierender Autoren oder gar Wissenschaftlern unterscheiden. Und im Falle, dass diese selbst das Medium Blog für sich entdeckt haben, dann darf man gerne dort auch erkennen, dass der Blogger ein Profi ist.

Ich lese gerne und viele sehr unterschiedliche Blogs, wobei die meisten Blogger es bisher selten geschafft haben, um täglich etwas zu produzieren — und ganz plötzlich werden wir Leser regelrecht nur so von Blog-Beiträgen überschwemmt. Selbstverständlich kann dies alles nur Zufall sein — aber in dem Umfang?

Ich habe für mich schon festgestellt, dass ich manchen Bloggern nur noch halbherzig meine Aufmerksamkeit schenke, wobei ich früher™ deren Beiträge jedes Mal regelrecht verschlungen habe.

Dabei nun der KI die Schuld zuzuschieben dürfte verfehlt sein, es sind die Blogger, die hinter der KI stehen, die man dafür als verantwortlich ansehen muss. So lange sich deren Reichweite erhöht, dürfte es diesen aber völlig wurscht sein.

Das Schöne an unserer Welt ist es, alles regelt sich irgendwann wie ganz von alleine und so werden künftig wohl zum Verdruss unserer Umwelt und des Klimas KI-Blogger für KI-Leser schreiben und das Internet mit KI-Leben füllen. Das echte Leben findet auch weiterhin in den kleinen Nischen dazwischen statt.


Roboter

5.12.02025 5 (4)

Beitragsfoto: Roboter | KI-generiert | © Alexandra_Koch auf Pixabay

Künstliche Intelligenz

Heute ein Käffchen mit Detlef Stern. Irgendwie kamen wir dabei nicht so ganz von der Hochschule als Thema weg. Und irgendwie landeten wir dabei wieder einmal bei der PISA-Studie und der Frage, warum Dummheit bei uns keine Konsequenzen mehr haben darf?

Ob man das Ganze nun einfach so durch KI überdecken kann, dürfte dabei sehr fraglich sein. Übrigens, Faulheit belohnt sich von ganz alleine, im Falle, dass der Faule auch intelligent ist. Wer aber dumme Faule belohnt, der macht ganz gewaltig etwas falsch!

Künstliche Intelligenz verbraucht sehr viel Strom, sehr viel mehr Strom als echte Intelligenz! Und somit muss man sich künstliche Intelligenz erst einmal leisten können. Alleine OpenAI verbrennt aktuell 12 Milliarden Dollar im Quartal. Diese 48 Milliarden Dollar im Jahr rechnete Detlef Stern kurz einmal auf unsere Weltbevölkerung von ca. 8 Milliarden Menschen um, von denen übrigens die meisten nicht zur Kasse gebeten werden, und kam so alleine dafür auf 6 Dollar je Jahr und Mensch. Und das ist nur eine Firma von sehr vielen weiteren Firmen und Start-ups, die ebenfalls sehr viel Strom verbrauchen und dabei noch viel mehr Geld verbrennen.

Selbst wenn man das mit dem Strom hinbekäme, muss man sich letztendlich fragen, wer alleine für die Stromrechnungen aufkommen wird. Ich befürchte dabei, dass wir künftig mit einer gewaltigen KI-Steuer oder gar Abgabe rechnen müssen, denn keine Firma wird die anfallenden jährlichen Kosten von ein paar Hundert Milliarden Euro wieder erwirtschaften können. Und da die KI wie die Dummheit auch zum Menschenrecht erklärt werden, wobei kein einziger von uns freiwillig mehrere Hundert Euro im Jahr für Internetsuchen oder das Schreibenlassen von Büchern, Zeitungsartikeln oder Hausarbeiten ausgeben wird, müssen wir alle dafür zur Kasse treten.

Was letztendlich aber wenig von Bedeutung sein wird, da das Menschenrecht Dummheit bis dahin dafür gesorgt hat, dass wir allesamt in Diktaturen leben werden und zumindest wir Deutschen schon immer gerne für das Recht, Kommunist oder Nazi sein zu dürfen bezahlt haben — am liebsten sogar mit unserem eigenen Leben.

Was auch wieder passen dürfte, da sich in manchen Science-Fiction-Romanen die künstliche Intelligenz von uns Menschen ernährt — damit hätte sie ihr eigenes Stromproblem auf alle Fälle gelöst.

Und nein! Ich habe rein gar nichts gegen eine künstliche Intelligenz — ich habe mich sogar mit der emotionalen Intelligenz abgefunden. Ich habe etwas gegen Dummheit, genauer gesagt, gegen die menschengemachte! PISA lässt schon wieder grüßen.

Konsequenzen

Alles im Leben hat Konsequenzen und ganz besonders unsere eigenen Entscheidungen. Auch der Versuch, weil man Konsequenzen scheut wie der Teufel das Weihwasser, keine eigenen Entscheidungen zu treffen, hat Konsequenzen.

Egal was man auch macht, man muss mit diesen Konsequenzen umzugehen und leben lernen!

Ich habe schon immer jene Mitbürger bewundert, die sehr schnell ihre Konsequenzen gezogen haben und dabei ohne Wenn und Aber mit den daraus resultierenden Konsequenzen umzugehen wussten. Und je älter ich werde, umso mehr tendiere ich dazu, sehr schnell Konsequenzen zu ziehen — am besten dabei, die richtigen.

Und so verstehe ich es sehr gut, wenn auch andere sehr schnell ihre ganz eigenen Konsequenzen ziehen. Das Schöne dabei, es erleichtert letztendlich für alle Beteiligten das Leben.

Heute habe ich eine Zusammenarbeit beendet, was wiederum Konsequenzen haben wird. Kurz zum Hintergrund. Man lud mich zu einer Besprechung ein, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Das war mir wichtig und so ging ich sehr kompromissbereit zu dieser Besprechung.

Bei einer Besprechung ist es zwingend, dass diese möglichst gut vorbereitet ist, ich war es auf alle Fälle und nahm sogar einen „Backseater“ mit. Die Gegenseite wohl nicht so sehr. Und so klopften wir Thema, Teilnehmer, Ort, Zeit und Kosten ab und kamen zu einem gemeinsamen Ergebnis. Ich übernahm dabei sämtliche Vorgaben und die Aufgabe, die Keyplayer zum gewünschten Zeitpunkt (Termin) zu organisieren.

Kurz darauf gab es noch eine von der Gegenseite gewünschte Zeitänderung, die ich erfolgreich mit berücksichtigen konnte: alle Keyplayer gaben ihre Zusagen.

Zum krönenden Schluss wurde ich von der Gegenseite informiert, dass der Termin nicht gehalten werden kann und ich zehn (!) neue Termine prüfen solle. Auf Deutsch übersetzt: „Lecken Sie mich am Arsch!“

Meine Konsequenz sehr schnell und sehr eindeutig: „Ebenfalls!“ — mein Leben ist nun um ein paar weitere Personen erleichtert. Was wiederum Konsequenzen haben wird, denn dumme Menschen in Machtpositionen sind das Übelste, was der Menschheit geschehen kann.

Wer gerne dafür ein sehr gutes weiteres Beispiel hätte, der muss aktuell nur nach Washington schauen!