Stadtwald

16.1.02024 4.6 (5)

Beitragsfoto: Stadtwald

Unverständnis

Wie kann man nur, wie z. B. die Menschen in Iowa, einen Kriminellen und Totalitaristen zum Spitzenkandidaten einer der ältesten demokratischen Parteien überhaupt wählen? Nachweislich ist Donald Trump alles das, was man als ehrbarer Bürger einfach nicht ist. Hinzu kommt noch seine kriminelle Veranlagung, die ihn insgesamt zu einem würdigen Hitler-Nachfolger macht — dessen Buch wohl das einzige ist, das er jemals selbst gelesen hat. Auf alle Fälle kennt er es und dessen Autoren und gibt vor, es nie gelesen zu haben, was nach trumpscher Denkweise eine Bestätigung für dessen Lektüre ist.

Ein Grund für die Wahl Trumps könnte sein, dass der GOP-Parteiapparat über die Jahre hinweg völlig verwahrlost ist und selbst nur noch aus Kriminellen besteht, die einzig und alleine ihr eigenes Land ausplündern wollen, zumindest so lange, wie es dort noch etwas zu holen gibt.

Ein weiterer Grund könnte sein, dass sich die braune Masse, die es wie in Deutschland seit spätestens den 1920er-Jahren gibt, die GOP als Sammelbecken für all ihre Unterabteilungen und Splittergruppen auserkoren hat. Wenn dem so wäre, dann muss auch bei uns die eine oder andere Volkspartei mächtig aufpassen, dass sie nicht z. B. von einer WerteUnion gekapert wird.

Auf alle Fälle aber steht fest, dass wer heute noch einen Donald Trump für gut befindet oder gar wählt, einfach kein guter Mensch sein kann. Und Frauen, die Trump wählen, dürften gar zu einer ganz anderen Spezies gehören — einem Homo burka.

Schnee

Heute hat es tatsächlich etwas geschneit. Und als ich mich gerade über ein paar Fahrer amüsieren wollte, die kaum einen Hügel hinaufkamen, lag ich schon selber auf der Straße. Zurück zu Hause, nutzte ich gleich die Gelegenheit, um mir bei einem Experten etwas Rat zu holen. Nicht, dass ich demnächst noch im Stadtgarten oder gar im Alten Friedhof in Schwierigkeiten gerate — es könnte ja weiter schneien.

Luke Nicholas ist immer eine gute Adresse, wenn man sich Ratschläge für etwas schlechteres Wetter holen möchte. Und wer weiß, vielleicht schneit es bei uns einmal gleich zwei Tage hintereinander.

Erfreulich

Als ich mich mal wieder etwas mehr den Vereinsroutinen widmete, konnte ich feststellen, dass sich inzwischen doch so einiges bei unseren Verwaltungen zum Positiven wendet. So betreiben inzwischen die Bundesländer ein gemeinsames Registerportal und bezeugen damit, dass man auch föderal gut zusammenarbeiten kann, wenn man dies nur möchte.

Die Freien Wähler Heilbronn sind dort auf alle Fälle richtig eingetragen und bei der EUROPA-UNION Heilbronn konnte ich feststellen, dass ich dringend nachsteuern muss. Und schon hat sich das Registerportal für mich gelohnt!

Weniger erfreulich ist, als ich mich vor Kurzem digital mit meinem neuen Reisepass ausweisen wollte und mir die Gegenstelle mehrfach versicherte, dass mein Reisepass defekt sei. Dieses Problem werde ich wohl nur dadurch beheben können, dass ich beim Heilbronner Rathaus um einen Termin bitte, dort dann persönlich erscheine und hoffentlich auf einen Mitarbeiter stoße, der dafür Verständnis hat, dass ich meine teuren Ausweise auch tatsächlich nutzen können möchte. Noch besser wäre es allerdings, wenn dieser dann auch eine Lösung für mein Problem anbieten kann.


Gesprächskreis im Stiftsbergsaal

Nachbereitung 5 (7)

Beitragsfoto: Gesprächskreis | © Thomas Heiligenmann

Nach den Hertensteiner Gesprächen ist immer auch vor den Hertensteiner Gesprächen. Dazwischen liegen stets noch die Nach- und die Vorbereitung der jeweiligen Gespräche. Für die aktuelle Vor- und Nachbereitung hatten wir mit Sandra Schuhmacher vom EUROPA-UNION Bundesverband und mit der Landesgeschäftsführerin Bettina Kümmerle ein gutes Team zusammengestellt.

Derzeit kommen nun die ersten Rückmeldungen seitens der Teilnehmer herein und in Kürze dürften wir auch die ersten Gesprächsprotokolle erhalten. Hierbei ergab sich in den letzten Jahren eine nicht unwesentliche Änderung, denn anfangs wurden noch sämtliche Gesprächskreise protokolliert, was nun seit den 6. Hertensteiner Gesprächen nicht mehr der Fall ist. Aber auch hierbei gilt, es liegt letztendlich im Willen und der Verantwortung der jeweiligen Gesprächsteilnehmer; man kann zwar Anreize setzen aber keinen zwingen — zumindest sollte man dies nicht tun.

Die bisher eingegangenen Rückmeldungen sind sehr positiv. Zudem gab es noch zwei Presseartikel, einer vom SWR und einer in der Heilbronner Stimme. Leider haben beide Journalisten keinen Gebrauch von der zur Verfügung gestellten Pressemappe gemacht; dies hätte deren Berichterstattung sicherlich nicht geschadet. Dies aber nur ganz nebenbei, denn wir können sehr froh darüber sein, dass wenigstens zwei Medien über die Gespräche berichtet haben.

Sehr positiv wurde die Austragungsstätte bewertet. Mit dem Parkhotel haben wir einen Glücksgriff gemacht, denn die Teilnehmer konnten es gut mit dem Auto erreichen und nach etwas Suche der Ortsfremden auch einen Stellplatz in der Tiefgarage nutzen. Noch besser erreichten die Teilnehmer die Tagungsstätte mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, denn sowohl die Stadtbusse als auch die Straßenbahn halten vor dem Hotel. Und die Fußgänger konnten ihren „Anmarsch“ mit einem Spaziergang durch den Stadtgarten verknüpfen und dies bei bestem Wetter. Leider aber hat Heilbronn hierbei das Manko, dass man unsere Stadt nicht ganz so gut mit der Bahn von außerhalb erreicht, und deshalb mussten wir kurzfristig noch einen Transport vom und zum Flughafen organisieren. Dies betraf aber nur jene Teilnehmer, welche aus anderen (Bundes)ländern kamen und nicht von Anfang an die Anreise mit dem Auto eingeplant hatten.

Die Hotelzimmer und die Tagungsräume wurden von allen Teilnehmern ausnahmslos gelobt, wie auch der Service, welcher von den externen Gästen von Freitag bis Sonntag in Anspruch genommen wurde. Und auch wir Organisatoren können die uns betreuenden Mitarbeiter nur loben — es hat richtig Spaß gemacht, mit dem Team des Parkhotels zusammen zu arbeiten!

Das Ganze wurde noch durch die Tagungsverpflegung gekrönt, die vom Frühstück angefangen bis zum späten Abendessen hinweg vorzüglich war. Hinzu kam dann noch für die Unermüdlichen ein Barbesuch in der Hotelbar 10 / 42. Und auch hierbei erhielten wir nur äusserst positive Rückmeldungen. Was mich ganz besonders freute war, dass sich auch unsere Teilnehmer aus Belgien, Frankreich und der Schweiz sehr erfreut über das gesamte Setting zeigten.

Das Beste an den diesjährigen Gesprächen aber waren erneut die Teilnehmer! Und ich darf davon ausgehen, dass viele davon inzwischen zu echten „Hertensteinern“ wurden. An dieser Stelle ergreife ich die Gelegenheit und erwähne ganz spontan ein paar davon. Andrea und Kai Barth zum Beispiel, beide nahmen dieses Jahr bereits zum dritten Mal an den Gesprächen teil, nehmen sich dafür extra Urlaub und reisen für ein ganzes Wochenende auf eigene Kosten aus Nordrhein-Westfalen an. Oder Thomas Mann, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, den ich bereits seit ein paar Jahren gut kenne wobei ich mich mit ihm die meiste Zeit inhaltlich, teilweise auch richtig heftig, gestritten habe. Er kam zu diesen Gesprächen aus Hessen angereist und brachte sich ohne Wenn und Aber und dies für alle Beteiligten sehr gewinnbringend mit in die Gespräche ein. Oder die Hertensteiner aus Heilbronn, die wie Dr. Vasillios Vadokas, Leonhard Reinwald, Wolfram Rudolph, Herbert Steudel, Barbara und Roland Baier oder Franz Schirm von Anfang an mit dabei sind. Dabei darf man auch die externen Teilnehmer wie Florian Ziegenbalg, Peter Schulze oder Manuel Schöb nicht vergessen!

Sehr gefreut habe ich mich auch darüber, dass Friedlinde Gurr-Hirsch — ehemalige Kreisvorsitzende der EUROPA-UNION Heilbronn — erneut mit an Bord war und, als wir wieder einmal improvisieren mussten, gekonnt in die Presche springend einen Gesprächskreis übernahm. Auch Evelyne Gebhardt lies es sich nicht nehmen, um mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen und wo nötig auch moderierend tätig zu werden.

Bereits seit den 2. Hertensteiner Gesprächen sind Christian Moos und Prof. Dr. Walther Heipertz mit an Bord und gehören inzwischen zu den festen Gesprächskreismoderatoren, so wie auch Michael Georg Link MdB und Josip Juratovic MdB, diese beiden allerdings von Anfang an.

Noch mehr habe ich mich gefreut, dass, als der europäische Fokus auch auf die Kommunen gelenkt wurde, sich die Gemeinderäte Tanja Sagasser-Beil, Nico Weinmann MdL und Herbert Burkhardt bereit erklärten, den Teilnehmern zum Gespräch zur Verfügung zu stehen. Nico Weinmann MdL übernahm dabei noch die Co-Moderation eines weiteren Gesprächskreises.

Schon alleine mit diesen Teilnehmern war sichergestellt, dass mehr als ausreichend europäische Expertise bei den Gesprächen vorhanden ist, dennoch wurde auch dieses Mal dafür gesorgt, dass weitere Fachleute mit hinzu kamen. So holten wir uns und dies auch für die künftigen Gespräche weitere Experten mit hinzu, wie Dr. Lana Mayer und Simone Schmidt aus Stuttgart. Darüber hinaus noch den Europaabgeordneten Prof. Dr. René Repasi aus Karlsruhe und die Politikwissenschaftlerin Dr. Carolin Rüger von der Universität Würzburg. Der französische Generalkonsul Gaël de Maisonneuve, Dr. Jean Marsia aus Belgien und der Schweizer Florian Schmid stellten sicher, dass auch die Sichtweisen unserer Nachbarn Gehör fanden.

Alles in allem diskutierten 80 bekennende Europäer erneut einen ganzen Tag lang über die Aktualität und Zukunft Europas und jeder einzelne Teilnehmer war ein Gewinn für die Hertensteiner Gespräche!

Das Parkhotel Heilbronn sorgte für den genau richtigen Rahmen, sodass wir bereits jetzt mit den Vorbereitungen für die 8. Hertensteiner Gespräche am Samstag, 21. September 2024 beginnen, die wir dieses Mal für 100 Teilnehmer planen.