Film

2.8.02026 5 (3)

Beitragsfoto: Willkommen

Vermischtes

Nicht nur das Käffchen mit Detlef Stern am Freitag war Entspannung pur, sondern auch das Europäische Frühstück am Samstag. Und weil es so schön war, gab es nachmittags noch eine Wohnungseinweihung in Stuttgart. Die sensibleren Exemplare von uns Menschen können am eigenen Leben Migration und seine Folgen erleben. Bei entsprechenden Vorträgen fragte ich immer gerne ab, woher die Großeltern der Anwesenden stammen — ein sehr kurzer Augenblick der Menschheitsgeschichte. Äußerst selten stieß ich dabei auf 1 000 Jahre Inzucht im selben Dorf.

Melanie Mühl gibt in der FAZ Tipps darüber, wohin man jetzt besser nicht mehr reist. Wir Menschen, die wir alle Migranten sind und somit das Reisen im Blut haben, machen meines Erachtens bei uns in der Westlichen Welt einen kapitalen Fehler, denn wir reisen meist nur noch um des Reisens willen — koste es, was es wolle! Ob wir dabei einzig aus schnöder Langeweile reisen, weil wir uns selbst nicht mehr ertragen können oder einfach nur deshalb, weil wir es unseren Nachbarn meinen beweisen zu müssen, was für tolle Hechte wir sind, ist unerheblich. Wir schaden nur uns und unserer Umwelt.

Jedes Reisen muss einen echten Sinn und Zweck haben. Und das muss jeder Reisende für sich selbst ausmachen. Nur um auch einmal, so wie Millionen anderer Menschen zuvor, dort gewesen zu sein, ist dabei zu wenig Begründung. Den Nachbarn neidisch gemacht zu haben wohl die allermeiste. Wenn man sich selbst nicht leiden kann, dann kann man sich auch auf dem Mars nicht wirklich mehr oder besser leiden! Und wer meint, Bildung zu besitzen, nur weil er auch am Nordpol war, der besitzt vielleicht alles, nur keine Bildung.

Ceuta

Wieder einmal kann man sehen, was es bedeutet, wenn man die Gegenküste nicht kontrolliert. Jene 50 bis 100 Millionen Euro, die unsere Politiker sparen wollten, indem sie den Arabischen Frühling verhungern ließen, haben uns schon heute unzählige Milliarden Euro gekostet.

Wen das Ganze etwas weiter interessiert, der kann gerne meine entsprechenden Blog-Beiträge vor ca. 12 Jahren herauskramen. Auch mein erstes Buch aus 2020 versucht das mit der Migration ein klein wenig zu erklären.

Dass sich aber jüngst um die 60 000 Menschen in ein paar Tagen nach Ceuta bewegten ist eine mehr als traurige Angelegenheit. Man spielt nicht mit Menschenleben! Wobei es bis heute den meisten verantwortlichen Politikern nicht um Menschenleben an sich geht, sondern diese wollen nur möglichst billig an Wählerstimmen gelangen. Dass dabei dann ein paar Hundert und vielleicht sogar Tausende Menschen sterben müssen, ist ein ganz normaler politischer Kollateralschaden.

Und je weiter diese Menschenleben vom eigenen Wahlkreis entfernt sind, umso weniger interessiert es unsere Entscheidungsträger. Zugegeben, deren Wählern ist dies ebenfalls völlig schnurz.

Und so wurde die damalige Chance des Arabischen Frühlings für Europa und den gesamten Mittelmeerraum nicht genutzt; die damaligen Politiker waren mehr als von ich selbst beeindruckt und ließen wirklich jeden wissen, dass man Probleme erst dann versucht zu lösen, wenn die Mehrheit der eigenen Wählerschaft davon existentiell betroffen ist.

Bisher haben wir Europäer auch die Einwanderungswelle 2015 und die Kriegsflüchtlinge 2022 halbwegs gut verkraftet. Und so gibt es insgesamt gesehen bei unseren Politikern, bis auf jene, die alleine wegen der Migrationsangst gewählt werden, noch keinen ernstzunehmenden Handlungsbedarf. Man macht meist zwar auch ein wenig auf Populismus und Fremdenhass, nimmt gerne dabei ein paar Wählerstimmen mit, aber ist selbst noch zu weit weg, um sich eigene Gedanken darüber zu machen, ob und wie man dieser Herausforderung am besten begegnen könnte.

Seit gut 200 000 Jahren wandern Menschen nach Europa ein und wir haben bis heute noch keine nennenswerte Willkommenskultur entwickelt. Das muss man erst einmal hinbekommen!

Zum Weinen

Ich weiß nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll. Seit der Wende lässt sich der Ausverkauf unserer bundesdeutschen Bildung nicht mehr leugnen und auch nicht mehr stoppen. Der dumme Bürger wurde zum Leitbild unserer Gesellschaft — der kleinste gemeinsame Nenner der beiden Deutschlands. Alle die auch nur im Ansatz dieser fürchterlichen Entwicklung entgegensteuern wollten, wurden verteufelt und kalt gestellt.

Und nun kommt es wie es kommen musste und von Anfang an auch abzusehen war. Selbst jene, die ihr gesamtes Berufsleben damit verbrachten kleine Kinder in den Brunnen zu schubsen, finden nun, dass Deutschland ein Bildungsproblem hat.

Aktuell beklagt die Chefin des Hamburger Oetinger Verlages die mangelnde Bildung und fordert einen „Elternführerschein“. Zugleich kritisiert Julia Bielenberg auch die Politik. Sie habe das Gefühl, wir sind vom Mittelmaß regiert. Guten Morgen Frau Bielenberg, wo haben sie die letzten Jahrzehnte gewohnt? Hamburg dürfte schon etwas länger hinterm Mond liegen.

Nicht umsonst haben die Vorgänger der heutigen Helikoptereltern bereits vor 50 Jahren ihre dümmsten Sprösslinge für einen Schulabschluss an die Küste geschickt. Die schlimmsten Fälle wurde dabei nach Westberlin verfrachtet. Was nun nicht bedeutet, dass es an der Küste keine intelligenten Menschen gab. Die gab und gibt es sicherlich auch heute noch — was erklären könnte, dass Schulnoten nun immer öfters besser als Eins sind. Was zur Folge hat, dass eine volle Punktzahl inzwischen als Mittelmaß angesehen werden muss — ein Einser-Abiturient halbwegs lesen und schreiben kann.

„Rituale sind für die Zeit was Dinge für den Raum sind.“

Detlef Stern (2.8.2026)

Schienen

5.1.02026 4.8 (5)

Beitragsfoto: Schienen und Menschen | © Mohamed Nuzrath from Pixabay

Kuba

Eine ganz andere Hausnummer ist Kuba. Das Land ist seit Jahrzehnten abgewirtschaftet, fast so wie 1989 die DDR. Der Vorteil Kubas ist dabei auf alle Fälle seine Bevölkerung, aus der man tatsächlich etwas machen könnte. Die US-Regierung meint nun, dass sich das Kuba-Problem einfach so in allgemeines Wohlgefallen auflöst.

Allerdings handelt es sich dabei um gut 10 Millionen Kubaner, die sich dann ebenfalls blühende Landschaften versprechen. Auch wenn dies in Kuba einfacher zu bewerkstelligen sein wird und zudem deren Ansprüche weit weniger hoch sind als bei uns Deutschen, wollen 10 Millionen Bürger erst einmal neu organisiert und die dortige Infrastruktur aufgebaut werden.

Selbst wenn man dies nicht nach europäischen Maßstäben leisten möchte, sondern als US-Regierung von auszubeutenden Kolonien träumt, wird alleine die Nähe zu den USA dafür sorgen, dass sich dieses Kolonialproblem auch auf das Mutterland auswirken wird — stärker als es sich die USA wohl bisher vorstellen können.

Und wenn die Kubaner zu laufen beginnen, dann werden die restlichen Südamerikaner bald folgen und die USA könnten dann alleine von dort mit gut 100 Millionen Neubürgern rechnen — eigentlich genau das Gegenteil, was die USA wollten.

So langsam, aber sicher müssten zumindest die politisch verantwortlichen Mitbürger, egal von wo in unserer kleinen Welt, erkennen, dass man durch Nationalismus heute kein einziges Problem mehr lösen kann. Man schiebt sämtliche Probleme wie Grenzen und Menschen hin und her, ohne dabei einer einzigen tragfähigen Lösung auch nur etwas näher zu kommen!

Ganz zum Schluss sitzen sämtliche Milliardäre dieser Welt zusammen auf Hawaii und saufen genau so ab wie der Rest der Welt.

Grönland

Die Insel, welche erst 1814 (!) dänisch wurde, ist seit 1979 ein autonomes Gebiet; seit 2009 verwaltet sich Grönland weitgehend selbst. Zudem trennten sich die Grönländer bereits 1985 von der heutigen EU.

Während des Zweiten Weltkrieges war Grönland auf sich gestellt und näherte sich deswegen den USA an; diese wollten es nur folgerichtig 1946 den Dänen abkaufen.

Noch heute sind sowohl die USA als auch Dänemark in Grönland engagiert, wobei sich die Grönländer ihre offizielle Zugehörigkeit zu Dänemark ganz gut bezahlen lassen. Ohne die dänischen Finanzspritzen kann Grönland bis heute nicht existieren.

Da die Grönländer nicht zu Europa gehören wollen und die Zugehörigkeit zu Dänemark eigentlich nur wegen der Transferzahlungen von diesen noch gewollt ist, wäre es tatsächlich zu überlegen, ob sich Dänemark nicht gänzlich aus der Verantwortung für Grönland verabschiedet, zumal die USA weiterhin ihr Interesse an Grönland bekunden.

Eine vollständige Unabhängigkeit müssten sich die Grönländer nicht nur leisten wollen, sondern vor allem auch leisten können. Unschön wäre es, wenn die USA Grönland übernehmen und wir Europäer weiterhin sämtliche Transferzahlungen leisten müssen, zumal fast alle Grönländer auch Dänen sind und somit entsprechende Ansprüche haben.

Bevor nun die US-Amerikaner militärisch intervenieren, könnte man am Verhandlungstisch diese jahrzehntelange Misere ein für alle Mal ausbaldowern und dabei auch dafür sorgen, dass wir Europäer nicht nur finanziell entlastet werden — warum die Dänen einfach nicht loslassen können, verstehe ich wirklich nicht.

Vermischtes

Noch viel spannender als der unten verlinkte Spiegel-Artikel ist ein Artikel in der New York Times über das Urteil eines Pariser Gerichts, das nun gegen jene vorgeht, die davon überzeugt sind, dass Brigitte Macron zumindest einmal in ihrem Leben ein Mann war. In meiner Jugend gab es solche Gerüchte über Amanda Lear. Ob diese aber Gerichte beschäftigt haben, weiß ich heute nicht mehr. Wahrscheinlich hatten damals Gerichte noch ganz andere Probleme als sich darum zu kümmern, ob jemand meint, dass eine Person ein anderes Geschlecht habe oder nicht.

Spannend vielleicht dann doch der Altersunterschied, wenn man bedenkt, dass Macron erst 15 Jahre alt war, als er die damals 39-Jährige kennenlernte. Was ist, wenn Emmanuel Macron damals ein Mädchen gewesen wäre?

Auf alle Fälle aber ändern sich die Zeiten ganz gewaltig, nur die Geschichten bleiben dabei immer dieselben.

Die Russen träumen davon, Friedrich Merz nach Moskau zu holen. Wir sollten proaktiv reagieren und schon einmal sämtliche Russen, die übrigens Helmut Kohl zu uns geholt hat, wieder zurückgeben und als Kompensation sozusagen gleich auch noch die AfD und BSW oben drauf. Die könnten die Russen bestimmt aktuell ganz gut in der Ukraine gebrauchen — eine Win-win-Situation sozusagen. Was hingegen möchte Wladimir Putin bloß mit dem greisen Friedrich Merz anfangen?

Da es heute noch keine Fahrt mit dem meseno-Bus gab, nutzte ich die Gelegenheit und finalisierte die Klausur für dieses Semester. Wie diese in gut zwei Wochen von den Studenten aufgenommen wird, weiß ich nicht, aber ChatGPT war regelrecht begeistert.

Sollte ich bis zur Klausur doch noch etwas Langeweile bekommen, dann stelle ich die Aufgaben einem anderen LLM. Die Bildungsprofis wie auch unsere Politiker müssten sich künftig einmal damit beschäftigen, was Abschlüsse eigentlich noch wert sind, wenn diese von LLM erfolgreich absolviert werden können.

Passend dazu ein Bericht im ÖRR über Universitätsabsolventen, die kaum noch ein akademisches Jobangebot erhalten. Die Arbeitgeber fragen sich dabei zu Recht, warum sie Akademiker einstellen sollen, die damit prahlen, dass sie erfolgreich Experteninterviews geführt und verschriftet haben. Die etwas intelligenteren Personalchefs schließen dafür gleich besser ein LLM-Abo ab. Und fürs Kaffeebringen gibt es in Kürze Roboter, manche davon auch noch ziemlich attraktiv aussehend.

Auf alle Fälle wird sich die Zukunft der Arbeit zum Besseren ändern! Es wird für Menschen nur noch dann Jobs geben, wenn diese tatsächlich gebraucht werden. Alternativ und im Worst Case gehen die meisten Menschen dann einer Scheinarbeit nach, ähnlich wie bereits heute bei Banken, Versicherungen und Behörden. Auf alle Fälle aber sollten künftige Generationen neu über den Sinn und Zweck von Arbeit nachdenken.


Blitz

Zu Ende gedacht 5 (4)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Noch vor Jahren führte ich heftige Diskussionen mit Ewiggestrigen, wobei diese zu meinem großen Erstaunen selbst des öfteren über eine eigene Zuzugsgeschichte verfügten.

Am besten verliefen solche Diskussionen, wenn ich ihnen plötzlich völlig recht gab und wir gemeinsam die „Straßenbild“-Diskussion zu Ende dachten.

Also erst einmal die auffälligen Ausländer aus unserem Land entfernen. Dann jene, die keiner profitablen Arbeit nachgehen. Hierbei kamen meinen Ewiggestrigen schon die ersten Bedenken, sobald ich Friseure und sonstige überflüssige Berufe gleich mit einbezog.

Wieder im Boot hatte ich sie aber, wenn es um all jene Migranten ging, die Transferzahlungen beziehen, also auch raus aus unserem Land. Heftig dann die Diskussionen wann ein Sozialhilfeempfänger nicht mehr als Migrant zu zählen ist. Kaum einer wollte auf seine eigene Oma verzichten, die erst im Rentenalter nach Deutschland kam. Spannend auch dabei, dass sich weder Österreicher, Russen, Franzosen, Italiener oder Griechen selbst als Migranten sahen, von den -skis einmal ganz zu schweigen.

Wenn wir dann aber rein hypothetisch alle unproduktiven Menschen mit Zuzugsgeschichte entfernt hatten, war es schon richtig einsam um uns herum.

Richtig heftig wurde es aber dann, wenn ich die Frage stellte, warum wir bereits jetzt mit dem Aussieben aufhören sollen, denn es gab weiterhin doch noch viel zu viel unproduktive Mitbürger im Land.

Die Betroffenheit dann groß, wenn wir nicht nur die Kranken und Bescheuerten insgesamt in Frage stellten, sondern auch jene, die nicht wirklich in ein Land Goethes und Schillers passen.

Völlig kleinlaut dann alle, wenn ich zum Schluss die kaiserliche Frage stellte: „Wo haben Sie denn gedient?”

Heilbronn wäre letztendlich eine Kleinstadt geworden, eher aber ein Dorf.

Einig waren wir uns aber allesamt bis zum Schluss, dass es immer die anderen sind, die „die Schuld“ auf sich nehmen müssen. Ein christliches Menschenbild konnte ich dabei nie finden.