Endspurt

Der Endspurt beginnt 5 (2)

Beitragsfoto: Endspurt | © Shutterstock

Alle Plakate sind aufgestellt und die Flyer sind verteilt!

OK – ein paar Flyer und wenige Visitenkarten habe ich noch; die verteile ich aber nur gezielt oder auf explizite Anfrage. Meine Wahlkampf-Gummibärchen kommen nun wohl verstärkt zum Einsatz.

Ich hoffe, dass ich in den letzten Wochen ausreichend auf meine Kandidatur bei den Freien Wählern aufmerksam machen konnte und bekannt ist, dass ich dort auf Platz 11 für den Heilbronner Gemeinderat kandidiere.

Die kommenden Tage bis zur Wahl stehe ich selbstverständlich und gerne für Nachfragen zur Verfügung. 

Als alter Soldat kämpfe ich tatsächlich noch um jede Stimme und dies auch bis zum letzten Gummibärchen!

„Geburt passiert, Heimat entsteht durch Identifikation. Dabei muß Heimat durchaus nicht in der realen Welt sein. Ich für meine Person habe sie da weder gesucht noch gefunden.“

Herbert Asmodi, Schriftsteller mit Hang zum Zynismus

Sprechstunde

Bürgersprechstunde 5 (2)

Beitragsfoto: Sprechstunde | © Pixabay

Seit ein paar Wochen habe ich auch während einer wöchentlichen Bürgersprechstunde für alle Heilbronner ein offenes Ohr.

Inzwischen wird meine Liste an dringenden oder auch mittelfristig virulent werdenden Herausforderungen immer länger. Mich wundert dabei nur, dass zumindest einige dieser offensichtlich schon länger bestehenden „Mängel“ kaum bis gar nicht in einer öffentlichen Diskussion thematisiert werden.

Es gilt nun diese Themen in Zusammenarbeit mit meinen Mitbürgern zu priorisieren, dann eins nach dem anderen anzupacken und dabei auch zu versuchen, für diese tragbare Lösungen herbeizuführen.

Jetzt hoffe ich, dass mir meine Mitbürger die Chance geben werden, um mich dabei tatkräftig engagieren zu können.

„Entre ce que je pense, ce que je veux dire, ce que je crois dire, ce que je dis, ce que vous avez envie d’entendre, ce que vous entendez, ce que vous comprenez … Il est possible qu’on ait des difficultés à communiquer … Mais essayons quand même!“

Bernard Werber, L’Encyclopédie du savoir relatif et absolu (1993)

Neckarbogen

Stadtteilentwicklung 5 (2)

Beitragsfoto: Neckarbogen | © Shutterstock

Wenn man als Stadt in der glücklichen Lage ist, einen Stadtteil von Grund auf neu entwickeln zu können, bedarf es vorab einiger grundsätzlicher Überlegungen.

Dazu gehört unter anderem auch, festzulegen, wie die neuen Verkehre geregelt werden und dafür zu sorgen, dass nicht nur die An- und Abfahrten zügig vonstatten gehen, und dies ohne dabei die Nachbarstadtteile unnötig zu belasten, sondern auch, wo der ruhende Verkehr im Quartier selbst „seine Bleibe bekommt“.

Meines Erachtens kommt zu dem obligatorischen Infrastrukturkonzept, was übrigens eine ganze Menge an weiteren Details, wie z. B. Telekommunikation, Abfallwirtschaft sowie Bildungs- und Versorgungseinrichtungen beinhaltet, auch noch ein Sicherheitskonzept hinzu, das den Bürgern ein umfassendes Wohlbefinden sichert und besonders den Schwächeren Schutz und Hilfestellungen bietet.

Die Krönung des Ganzen aber ist ein Umwelt- und Naturschutzkonzept, welches sicherstellt, dass der neue Stadtteil nicht nur lebenswert für alle Bewohner, ob Mensch, Tier oder Pflanze, und deren Besucher ist, sondern vor allem auch, dass der neue Stadtteil nachhaltig in das Gesamtbiotop Stadt eingebunden und mit dessen Nachbarbiotopen vernetzt ist. Dafür gibt es bereits weltweit – und dies auch in Millionenstädten – gute Beispiele.

Hat man nun das sehr große Glück, wie bei uns in Heilbronn, einen Stadtteil am Fluss entwickeln zu können, welcher sogar noch durch seine Bäche mit dem eigenen Stadtwald und den städtischen Parkflächen verbunden ist, kann man auch bei der Nachhaltigkeit und Lebensqualität aus dem Vollen schöpfen.

Allerdings muss man sich vom Anfang an im Klaren darüber sein, dass eine optimale Vernetzung nicht nur Menschen, sondern auch Tiere anzieht, die, wenn sie nicht die Gelegenheit haben, um im neuen Stadtteil selbst ansässig zu werden, zumindest zeitweise dort den Aufenthalt genießen möchten.

Die jüngsten Vorfälle am Neckarbogen, bei denen Entenküken zumindest in einem der bereits vorhandenen Seen ertrunken sind, lassen vermuten, dass noch weitere und dann auch wesentlich gravierendere Planungsmängel bei der Entwicklung dieses neuen und für Heilbronn sehr bedeutenden Stadtteils vorliegen.

Zudem stellt sich zumindest mir die Frage, ob die neuen menschlichen Stadtteilbewohner von einem Zusammenleben mit zuwandernden Amphibien, Reptilien, Vögeln und Insekten beglückt sein werden, und dies für sie eine Steigerung der eigenen Lebensqualität bedeutet?

Sollte dies von den Bewohnern verneint werden, muss man sich zwingend die Frage stellen, wie man den unerwünschten Bewohnern den Aufenthalt verwehrt ohne dabei die Gesamtökologie der Stadt und die Existenz unserer bereits geschwächten tierischen Populationen zu gefährden.

„Der Mensch verlernt zu erleben und wird seelisch krank. So wird der ebene Fußboden zur wahren Gefahr für den Menschen.“

Friedensreich Hundertwasser, Hundertwasser Architektur: Für ein natur- und menschengerechtes Bauen (1996: 283)