Blitz

Big Deals 5 (6)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Ein ganz neuer Markt hat sich bei uns etabliert, nämlich der des guten Gewissens. Da weiß der Produzent, was er an seinem Kunden hat.

Nehmen wir z. B. den Strom aus der Steckdose. Den möchten inzwischen sehr viele als grünen Strom haben und zahlen dann gerne auch etwas mehr dafür.

Wenn nun die eigene Regierung aus dem Atom-, Kohle- oder Gasstrom einfach per Dekret keinen grünen Strom macht, dann ist etwas Kreativität gefragt. Und so bestätigt das Wasserkraftwerk in Norwegen dem Kunden in Süddeutschland, dass er grünen Strom erhält. Und möchte der Kunde genügend davon, wird einfach das Atomkraftwerk in Frankreich etwas höher gefahren, der Braunkohleschleuder in Brandenburg mehr Dampf gemacht oder das Gaskraftwerk in Bayern angeschmissen.

Alle verdienen dabei und der Kunde ist glücklich. Ich kenne schon Mitbürger, die hin und weg sind von der ganz neuen Qualität ihres sauberen Stroms aus der Steckdose — dieser Strom ist einfach eine ganz andere Sache als der völlig antiquierte Strom von vorgestern.

Und weil der grüne Strom so super ist, sprießen bei uns die Gaskraftwerke nur so aus dem Boden, denn sobald die Franzosen erkennen, wie gut uns dieser Strom tut, wollen die auch welchen haben — und jeder weiß, dass man Gaskraftwerke einfach schneller baut als Atomkraftwerke.

Und damit sich diese Investitionen in den grünen Strom so richtig lohnen, regeln wir bei uns den Strom aus Wind und Sonne einfach ab. Bei uns geht einfach nichts über Nachhaltigkeit, Natur- und Bevölkerungsschutz!

Weil dieser Big Deal eine ganze Menge Leute noch reicher macht, war es auch keine Frage, dass ein zweiter Big Deal hermusste.

Und das war sehr einfach, wir kaufen nun aus Solidarität mit unseren Öl- und Gaskonzernen kein Öl oder Gas aus Russland mehr.

Sie vermuten es schon richtig, jetzt macht ein Ölmagnat aus dem Fernen Osten einfach seinen Stempel drauf und aus unseren Leitungen fließt „Friedensöl“ und „Friedensgas“. Da lassen wir uns alle nun nicht lumpen und zahlen gerne das Doppelte dafür — es lebe die Solidarität!

Und sollten wir den Frieden noch mehr lieben als bisher und doch mehr kaufen als gedacht, dann bestätigt Donald Trump, dass aus unseren Leitungen nun auch Gas und Öl aus den USA per NATO-Leitung fließen.

Wir müssen auf unsere Big Deal-Maker einfach stolz sein!

P. S.

In Heilbronn sind wir aber noch viel schlauer, denn da bekommt unser neues Gaskraftwerk, das man wegen der Dunkelflaute — und das glauben wir alle einmal — dringend als „Reserve“ benötigt, gleich noch ein kleineres Gaskraftwerk mit hinzu. Das kleine läuft dann rund um die Uhr und das große nur dann, wenn wir von unserem Ökostrom einfach nicht genug bekommen.

P. P. S.

Und wenn Sie nicht nur etwas für die Umwelt, sondern auch für Landwirte übrig haben, dann zahlen Sie unserer HNVG noch etwas mehr Geld. Dafür fließt dann aus Ihrer Leitung natürliches Gas glücklicher Kühe von Schweizer Almen, die täglich von Bauern massiert werden, damit ihre Gas noch hochwertiger als das vom Nachbarn ist. Man gönnt sich doch sonst nichts!


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Frieden 5 (7)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Jetzt sind sämtliche Bundeswehrmilliarden auf die Industrie, Vettern und sonstige Verwandte verteilt. Auch Bürgermeister und SPD- wie auch CDUnahe Institutionen durften von der bundesdeutschen Gießkannenpolitik profitieren.

Und die gut 2 % künftigen Bundeshaushaltsanteile sind nun ebenfalls bereits über Jahre hinweg an systemrelevante Personen aufgeteilt.

Das Problem dabei, für die Bundeswehr hat sich nichts zum Besseren verändert, sie muss wie bisher auch mit den Krümeln bundesdeutscher Haushaltspolitik auskommen und dabei höllisch aufpassen, dass diese nicht auch noch von friedensbewegten Hilfsorganisationen weggepickt werden!

Da sich aber die Weltsituation nicht verbessert und weiterhin Schießkriegsgefahr auch für uns besteht, muss jetzt ein Frieden her!

Und so werden nicht nur wir Soldaten verkauft, sondern nun die Ukrainer und wenn nötig auch die anderen Osteuropäer.

Und wenn es dann doch noch zum Schwur kommt, dann müssen wir Soldaten mit Kehrbesen gegen russische Panzer kämpfen und unsere Politiker hängen sich derweil gegenseitig die Tapferkeitsmedaillen um!

Passend dazu, dass nun die Drückeberger und Hallodris der Jungen Union ganz offiziell deutsche Soldaten an die Ukraine verkaufen wollen — wie man es halt bei uns als selbsternannte Kleinfürstchen so schon immer gemacht hat.

Und sollte dann doch noch alles gutgehen, dann fallen unsere systemrelevanten Personen über die Friedensdividende her!

Bildung, Infrastruktur und Sicherheit gingen dabei bereits jetzt schon für uns alle über die Wupper!

Dafür bekamen wir die größten Schuldengebirge der Welt und eine kaputte Natur!

Wer sich jetzt noch fragt, warum Totalitaristen bei uns inzwischen Hochkonjunktur haben, der muss nur gucken, was demokratische Politiker bis heute aus unserer Demokratie gemacht haben.

Eins ist dabei aber so sicher wie das Amen in der Kirche: unsere Berufspolitiker kennen nur einen negativen Friedensbegriff — und ich behaupte, jeder einzelne!


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Unrechtsstaat 5 (8)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Während sich gut 1,2 Millionen Ukrainer alleine hier bei uns in Deutschland vor ihrem Wehrdienst drücken und wir diese Fahnenflüchtigen mit unseren eigenen Steuergeldern bei Laune halten müssen, machen sich unsere meist selbst ungedienten und völlig verantwortungslosen Politiker darüber Gedanken, wie sie am besten deutsche Soldaten in der Ukraine verheizen können.

Als Soldat weiß ich gut, was das bedeutet!

Und als Vater eines Soldaten werde ich fast wahnsinnig, wenn ich nur daran denke, wie sich hier Hunderttausende von jungen Ukrainern die Hoden tätowieren, ich aber einen meiner Söhne für absolut nichts und gar nichts opfern soll!

Ich habe bereits viel zu viele Kameraden verloren, einzig und alle nur damit ein paar Volksvertreter nachts feuchte Träume hatten!

Wenn den meisten Ukrainern ihr Land etwas wert wäre, dann würde der Krieg schon länger für die Ukraine siegreich beendet sein, denn die Russische Föderation käme nach drei Jahren gegen 1 Million frischer und kampfwilliger ukrainischer Soldaten nicht mehr an.

Da aber viel zu vielen Ukrainern ihr eigenes Land völlig egal ist, dürfen wir unsere eigene Jugend erst recht nicht völlig sinnlos verheizen!

Auch nur wieder, damit unsere Volksvertreter weiter feucht träumen können.