Blogger

2.7.02025 4.9 (7)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Weblog

Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass Blogger mit wenigen Ausnahmen nie so ganz mit ihrem Blog zufrieden sind, zumindest ich bin es nicht.

Anfangs wollte ich nur schnöde HTML-Dokumente ins Internet stellen, dann aber durfte ich sehr schnell die Vorteile des Web 2.0 kennenlernen und versuchte mich sogleich daran. Ein paar Jahrzehnte später wollte ich wieder zurück zum reinen HTML, was mir aber nicht mehr gelungen ist.

Ganz kurz habe ich mich dann auch einmal am Web 3.0 versucht, dies aber sehr schnell wieder bleiben lassen. Und so denke ich wieder einmal inzwischen in meiner letzten Lebensphase angelangt darüber nach, ob weniger nicht doch mehr ist.

Das ganze gegenseitige Teilen, Verlinken und Bewerben ist mir inzwischen genau so fremd wie das Ganze mit der Search Engine Optimization. Für das ganze Vernetzungsgedöns gibt es heutzutage so viele und sehr gute Möglichkeiten, dass man dies mit einer eigenen Website oder Blog nicht mehr selber nachzubauen braucht. Der berechtigte Wunsch nach Dezentralisation des WWW wird so Wunsch bleiben wie unser föderaler Wunsch nach einer entsprechenden Welt. Was wir in der Realität nicht hinbekommen, werden wir wohl kaum im Internet zum Laufen bekommen, denn dies setzt voraus, dass dieselben Menschen als Internetnutzer anders agieren.

Wobei die beste Vernetzungsmöglichkeit mit dem Mobiltelefon geschaffen wurde und dies auch noch lange so bleiben wird.

Eine der Folgen davon ist für mich, dass ich immer mehr darin bestärkt werde, mein Blog wieder auf die bloße Ausgabe von Blog-Beiträgen zu beschränken. Und so warte ich nun nur noch auf den geeigneten Anlass, um wieder einmal das eine oder andere Plug-in abzuschalten. … Und dann kommt schon wieder ein neues Gadget auf den Markt, das mich dann doch etwas neugierig macht oder noch schlimmer, ich entdecke etwas Neues in einem anderen Blog, was dort anscheinend so richtig gut funktioniert.

Weblogs sind für viele alte Männer wohl das, was früher für unsere Großväter noch die Modelleisenbahn war.

SLK-Klinikum

Heute konnte ich mir einmal den neuen Haupteingang des SLK-Klinikums in Neckargartach anschauen. Immer noch nicht so ganz fertig, kann man aber erkennen, was die Architekten bei ihrer Planung beabsichtigten. Die Breite des Eingangsbereichs ist hoffentlich auf die intendierten Besucherströme abgestimmt und die weiteren Bereiche nach den gemachten Erfahrungen mit uns Heilbronnern ausgebaut. Nur ein paar Rauchverbotsschilder an die Säulen zu bäbba hilft sicherlich nicht weiter!

Ich habe auf alle Fälle meinen neuen Weg sehr schnell gefunden und dabei festgestellt, dass mein präferiertes Parkhaus nun etwas ungünstiger liegt.

Der Altbau aus 1990 ist nun Geschichte, so wie es unser Krankenhaus in der Jägerhausstraße schon etwas länger ist. Wenn es unsere Stadtverwaltung dieses Mal etwas professioneller angeht, kann man bereits jetzt mit den Planungen für einen Neubau in 20 bis 30 Jahren auf dem nun frei werdenden Krankenhausgelände beginnen. Dieser Bauplatz hat auf alle Fälle den Vorteil, dass das künftige neue Klinikum keines der langen Wege mehr sein kann.

Meine Erfahrung mit dem nun dritten Heilbronner Krankenhaus zeigt, dass es jedes Mal zumindest aus Patientensicht eine Verbesserung gegeben hat.

Zumindest früh am Morgen sind die An- und Abfahrtswege zum Klinikum noch befahrbar, hier hatte ich bereits vor ein paar Jahren meine Bedenken geäußert. Sobald auch der Hochgelegen voll in Betrieb ist, werden wir sehen können, ob die Heilbronner Planungen zumindest in Neckargartach Hand und Fuß haben. Wenn nicht, dann bekommen die tatsächlich Kranken ein echtes Problem, sobald die Rettungswagen das Klinikum kaum noch erreichen können.

Auf der Rückfahrt stand ich dann doch noch im Stau und konnte ganz gut zugucken, wie Heilbronner ihre Zigaretten ohne Rücksicht auf Mopedfahrer oder Fußgänger einfach so aus den Fenstern warfen. Wir Heilbronner sind inzwischen eine ungesunde Mischung aus Müllkulturen und hirn- wie gewissenlosen Eigengewächsen. Jüngst bin ich die Uhlandstraße entlang geschlendert, alleine dort liegen, wenn man einmal etwas genauer hinschaut, Tausende Kippen auf der Straße und den Gehwegen herum — die Schäden sind für unsere Umwelt und unsere Stadtgesellschaft nicht mehr messbar!

Vermischtes

Meine letzte Vorlesung des Semesters war eher eine Fragerunde für etwa neun interessierte Studenten. Noch haben sich 93 Studenten für die Klausur angemeldet, ca. 50 davon sahen es für notwendig an, wenigstens ab und zu einmal an den Vorlesungen teilzunehmen.

So ist das mit der akademischen Freiheit bzw. Verantwortung, man muss keine Vorlesungen besuchen und kann auch ganz ohne jegliche Vorerfahrungen an Klausuren teilnehmen. Ich selbst habe es während meines Studiums auch nicht anders gehandhabt. Allerdings musste ich auch keine Klausur ein zweites Mal schreiben und niemals wäre ich dabei auf die Idee gekommen, einen der Professoren für meine eigenen Ergebnisse verantwortlich zu machen.

Jetzt gucke ich einmal, wie sich die Studenten kommenden Dienstag schlagen werden. Wer die 80 % der möglichen Punkte nicht erreicht, sollte sich dabei selbst einmal fragen, warum er überhaupt studiert.

Erfreulich dann der Abend. Unser Jubiläumsstammtisch fand trotz sommerlicher Temperaturen 16 Interessierte. Die Idee, an den Ursprungsort unseres Europastammtisches zurückzukehren, hat sich gelohnt, denn das Restaurant ist inzwischen wieder einen Besuch wert und das Setting an einem kleinen See gerade bei den gestrigen Temperaturen ideal.

Wir hatten unseren Spaß und stellten unisono fest, dass die Zeit für „Altherrenwitze“ tatsächlich längst vorüber ist. Was noch vor zwanzig Jahren bei älteren Herren gerade noch so ging, ist heute selbst bei den älteren Herren nicht mehr das Gelbe vom Ei. Die anwesenden Damen nahmen es gelassen und die jüngeren Herren verdrehten nur noch die Augen — was eindeutig für unsere Jugend spricht!

Schnell waren andere Themen gefunden und so gab es neben gutem Essen und den passenden Getränken auch noch sehr gute Gespräche.

Über die Jahre hinweg habe ich auch hier im Blog ein paar Stammtischbilder gesammelt, die man nun anlässlich 20 Jahre Europastammtisch hier einsehen kann.

Mein erster Psychologieprofessor war ein ganz moderner, denn er sprach nicht nur in den Vorlesungen vom Lerner, wobei es in den 1980er-Jahren noch völlig in Ordnung ging, dass wir Studenten weiterhin am Lernenden festhielten. Meine damalige Vermutung war, dass er durch eine „moderne“ Wortwahl mit der Jugend seiner Studenten mithalten wollte. Heute gehe ich eher davon aus, dass solche intendierten oder vielleicht auch nur rein zufälligen Sprachänderungen einfach mit dazu gehören, diese sich wie Gendefekte auch immer wieder einschleichen und manche von diesen zum neuen Standard werden.

Unsere Existenz wie auch unsere Kultur sind sozusagen fehlerbasiert und ändern sich tatsächlich nicht durch fortwährende Verbesserungen, sondern durch gemachte Fehler, welche sich im Nachhinein als absolut passend herausstellen.

Wohl deshalb mein Aufruf, Mut zum Fehler! Und vielleicht war es genau das, was uns dieser Professor damals mitteilen wollte.

„I think news and information in any city is as vital as water, electricity and gas.“

Michael Moritz, NEw York Times (30.6.2025)

Lesezeichen

Lügengeschichten 4.3 (8)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Dan Alexander | Forbes

After Years Of Lying, Trump Organization Tries To Figure Out How Big Its Properties Actually Are (zuletzt aufgerufen am 1.7.2025 um 8.15 Uhr)

„A court-appointed monitor says the Trump Organization conducted a review to ensure “consistency” in the square footage numbers it reported. Dishonesty, however, is a hard habit to break. …

Donald Trump, a man who has been obsessed with size—whether measured in square footage, crowd attendance or net worth—for years.“


Interessante sehr detailreiche Geschichte über Donald Trumps Immobilienwahn. Das Spannende dabei, er hat diesen Artikel sogleich mit Hasstiraden versehen auf seinem Social Media Account ganz offiziell bestätigt.

Dies zum Thema Donald Trump könne und würde nicht lesen.


Feiernde Menschen

Führung 4 (14)

Beitragsfoto: Feiernde Menschen | © Shutterstock

Es wird unheimlich viel und meist sehr viel Unheimliches über Führung geschrieben. Ein erstes Anzeichen dafür, dass es sich dabei um „Bullshit“ handelt, ist, dass man schon einmal das Ganze bei uns im deutschen Sprachraum ohne jeglichen tieferen Sinn „Leadership“ nennt.

Diese vermeintlichen und meist selbst ernannten Leader leadershippen dann die Geleaderten auf Teufel komm raus. Und wenn dann alle geleadert sind, stecken sie sich eine Zigarette in den Mund und schauen in imaginäre Kameras ähnlich wie nach einem Pornodreh.

Allen Leadershippern empfehle ich spätestens jetzt mit der weiteren Lektüre dieses Blog-Beitrages aufzuhören! Denn es geht hier nur einzig und alleine und dies zudem ganz grundsätzlich um schnöde Führung.

Und diese fängt bekanntlich am Randstein an. „Er kann keine Gruppe über den Randstein führen!“ ist eine jedem deutschsprachigen Soldaten bekannte Aussage und ähnlich aussagekräftig wie „Er kann keinen Nagel gerade in die Wand schlagen!“

Und schon sind wir in medias res und gleich beim Kern der Sache. Führung ist zugleich eine Gruppenerfahrung und Handwerkszeug. Sobald zwei Menschen an einer gemeinsamen Sache dran sind, findet bereits Führung statt, ob diese Personen es wollen oder nicht.

Um das Ganze zu beschleunigen, wird beim Militär sofort einer von beiden zum Führer ernannt und sollte dies aus irgendeinem Grund unterblieben sein, ernennt sich einer von beiden selbst. Er hat dann aber auch die Torte im Gesicht, denn Führung und Verantwortung sind unteilbar. Ein Beispiel ist der Streifenführer, jeder Wehrpflichtige war selbst einmal ein solcher.

Heute leider notwendiger Einschub: dies sehen „agile Päpste“ etwas anders und schwadronieren von einer „Teamverantwortung“. Dies aber auch nur, solange sie nicht selbst vor dem Richter stehen oder es um keine Zahlungsverpflichtung geht. Denn dann wird sofort und bis in die kleinste Einzelheit die individuelle Haftbarkeit eruiert, denn bekanntlich gibt es bei uns keine „Sippenhaft“. Letztendlich entscheidet dann ein Richter darüber, wer der Führer war. — Jede Führung hat Konsequenzen! Keiner hebt einen Hammer völlig umsonst.

Ganz offiziell wird es erstmals dann, wenn drei bis vier Menschen zusammenkommen, denn dann spricht man bei uns von einem Trupp — man sollte geflissentlich nicht von Troop oder Squad reden, da dies überhaupt keinen Mehrwert hat und höchstens zur weiteren Verwirrung beiträgt. Denn dann ist einer davon der Truppführer und damit der nächst höheren Führungsebene gegenüber verantwortlich.

Und schon sind wir bei der Gruppe angelangt, die im Neudeutschen so gerne als Team bezeichnet wird; bleiben wir hier nun aber beim Gruppenführer und lassen den Teamleader einmal ganz außen vor. Und jeder von uns kennt solche Gruppen, ob nun beim Sport, Spiel, Wirtschaft, Gesellschaft oder Militär. Die Gruppengröße kann dabei zwischen fünf und zwölf Menschen variieren. Warum eine Gruppe selten größer ist, hat nicht nur etwas mit den Kommunikationskanälen zu tun, sondern viel mehr mit der menschlichen Fähigkeit, zu wie viel Personen ein Mensch eine engere Bindung aufbauen kann. Die Zahl Zehn hat sich dabei über die Jahrtausende ganz gut bewährt, zumindest beim Militär.

Und schon sind wir bei der Anzahl von Menschen, die ein Führer unfallfrei über den Randstein führen können muss. Alles was danach kommt, ist dann bloß noch „höhere Mathematik“. Deshalb bleiben wir bei unserer grundsätzlichen Betrachtung bei der Gruppenstärke.

Einschub für die ganz Neugierigen: wer sich bei der Gruppenführung bewährt, der darf sich später an einem Zug (30 bis 50 Menschen) versuchen und wem dies gelingt, der wird seine höheren Weihen bei einer Hundertschaft (Kompanie) verdienen dürfen. Alles was dann die 120 Personenstärke überschreitet, gehört dann schon eher in den Bereich der „Astronomie“, da wir damit den menschlichen Erfahrungshorizont von fast 200 000 Jahren mit Großfamilien (Clans etc.) verlassen und ganz andere Mechanismen greifen und greifen müssen — auch und ganz besonders in der Führung dieser Menschenmassen.

Dies ist auch der Grund dafür, warum z. B. Parlamente oder Firmenzentralen, welche die Größe von gut 120 Menschen überschreiten, zum Scheitern verurteilt sind. Der Mangel an entsprechend qualifizierten Führungskräften besteht schon seit Ur. Und schon seit dieser Zeit bemüht sich die Menschheit bisher vergebens darum, geeignete Mittel und Möglichkeiten zu finden, um dieses menschliche Defizit vollumfassend ausgleichen zu können.

Nun aber wieder zurück zum großen Einmaleins der Führung, nämlich der Gruppenführung. Damit ist nun auch geklärt, dass die beiden anderen „niedrigeren“ Führungsgrößen dem kleinen Einmaleins zuzurechnen sind. Das kleine Einmaleins der Führung sollte — besser noch müsste — jeder von uns bis spätestens nach der Grundschule gelernt haben und übt sich später in Vereinen, beim Sport oder in der Gesellschaft nur noch und dies hoffentlich mit der Absicht zur Perfektion.

Und bereits hierbei stellt sich heraus, dass es nicht ausreichend ist „Führen zu können“, sondern mehr noch das „Führen wollen“ ist das wirklich Ausschlaggebende. Die Krux dabei, es gibt sowohl Menschen, die gerne führen wollen, dies aber nicht können, als auch Menschen, die führen können, dies aber nicht möchten. Menschen, die andere gerne führen und dies auch können, dürften dabei die Minderheit stellen. Deshalb gibt es nicht nur beim Militär eine Führerausbildung. Aber selbst jene, die von Anfang an den Hammer gerade in die Wand schlagen können, müssen sich beständig weiter darin üben! Wie im echten Leben auch, kein Führer fällt so einfach vom Himmel!

Zum großen Einmaleins der Führung bedarf es somit immer eines Führers und einer Gruppe. Für alle ist es dabei Voraussetzung, dass sie das kleine Einmaleins der Führung nicht nur kennen, sondern zumindest auch können. In Zeiten, wo dies nicht mehr der Fall ist, werden die Führer verheizt wie Braunkohle im Bollerofen! Die Gruppenergebnisse sind dementsprechend.

Denn Führung ist immer eine Gruppenleistung! — und dies schon immer und vor allem noch bevor es überhaupt so etwas wie „agile Methodiken“ gab.

Im Falle, dass eine Gruppe keinen Führer oktroyiert bekommt, hat sie einen Führer zu ernennen! — siehe kleines Einmaleins der Führung. Dieser Führer führt dann die Gruppe zum Erfolg, indem er das kleine Einmaleins der Führung durchsetzt. Er ist also neudeutsch der Moderator, Schlichter, Vermittler, Tröster, Zuhörer und wenn notwendig auch der Impulsgeber, vor allem aber ist er der alleine Verantwortliche für den Gruppenerfolg.

Die Gruppe ist dabei so stark wie ihr schwächstes Glied, weniger gut, wenn dies der eigene Führer ist. Und jeder Führer, egal wie gut er auch sein mag, ist nicht besser als seine Gruppe. Guten und erfahrenen Führern gelingt es dabei, ihre Gruppe neudeutsch zu coachen, aus- und weiterzubilden und damit das Gesamtergebnis der Gruppe weiter zu verbessern.

Gute Gruppen wiederum machen aus passablen Gruppenführern ganz gute Gruppenführer. Zumindest beim Militär machen gute Gruppen aus schlechten Gruppenführern ehemalige Gruppenführer!

Wie das alles vonstattengeht, könnte man in ganzen Büchern ausbreiten, besser aber ist es, man erfährt es selbst dadurch, dass man in Gruppen mitarbeitet und diese zu führen beginnt.

Denn Führung ist Handwerk und muss gemacht werden! Führung kann man sich nicht anlesen und auch nicht mithilfe von Youtube-Videos erlernen. Führung ist das Erfahren von Gruppendynamik, gemeinsamen Misserfolgen, gemeinsamen Erfolgen und letztendlich das Schaffen oder auch nur das Aufrechterhalten des Gruppenzusammenhalts.

Ja, es gibt die unterschiedlichsten Arten von Führung und Führungsstilen, meist rein akademischer Natur. Kein Führer erschafft neue Menschen und schon gar nicht sich selbst. Jeder Führer muss mit genau den Menschen arbeiten, die er vorfindet, einschließlich sich selbst.

Dazu gehört es aber auch, dass man als Führer Menschen liebt. Wer lieber introvertiert in einer Ecke sitzt, der sollte von Führung Abstand nehmen.

Und so gehört es mit zum großen Einmaleins der Führung dazu, dass man dies anerkennt und dabei selbst immer authentisch bleibt. Die Gruppenmitglieder müssen wissen, woran sie sind, ganz egal wie man auch ist — gemeinsam machen alle das Bestmögliche daraus.

Für das Ergebnis trägt der Gruppenführer ohne Wenn und Aber dann ganz alleine die Verantwortung!

Und wenn man als Führer „versagt“, dann muss es der Gruppe möglich sein, mit einem neuen Führer weitermachen zu können, um letztendlich vielleicht doch noch das Ziel zu erreichen.

Letztendlich erkennt man dann, dass man selbst ein guter Führer ist, wenn man von „seiner“ Gruppe zum Erfolg getragen wird und die höheren Weihen für neue Herausforderungen als Führer erhält.

Aber wie gut man letztendlich auch sein mag, mit jeder neuen Gruppe fängt man als Führer wieder von ganz vorne an. Die vergangenen Erfolge stärken nur so lange das eigene Selbstbewusstsein, bis man wieder einmal für den Misserfolg „seiner“ Gruppe gerade zu stehen hat.

Ich behaupte, dass wer sich dies nun zu eigen macht, sich die allermeiste Fachliteratur oder weitere gut gemeinte Ratschläge — aber niemals jene, die aus der eigenen Gruppe kommen! — ersparen kann und durch beständiges Üben und Machen zumindest ein ganz passabler Führer wird — vorausgesetzt allerdings, Sie möchten dies auch!