Wohnungen

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Beitragsfoto: Wohnungen | © Shutterstock

Halbe Wahrheit

Als Vorsitzender der Freien Wähler wurde ich gebeten, zu einem Leserbrief Stellung zu nehmen, den der Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen, Holger Kimmerle, in der Heilbronner Stimme (22.10.2022: 10) jüngst geschrieben hat. Wohl immer noch darüber schockiert, dass seine Fraktion völlig zurecht kürzlich auf ein Aufsichtsratspöstchen verzichten musste, wobei er die Schuld dafür offensichtlich uns Freien Wähler gibt, hat er sich mit diesem Leserbrief wohl etwas Luft verschafft.

So schreibt er unter der Überschrift „Sammelbecken“ u. a. darüber, dass die Freie Wählervereinigung — der Verein der Freien Wähler Heilbronn — „ein Sammelbecken mit ehemaligen Mitgliedern aus CDU, SPD, AfD und Linke [wurde].“ Das ist nicht einmal die halbe Wahrheit, denn er schreibt ganz bewusst nicht darüber, dass von den 40 Heilbronner Gemeinderäte heute nur noch zwei Freie Wähler Stadträte sind, aber dafür noch zwei abtrünnige ehemalige Freie Wähler Gemeinderäte vorhanden sind, von denen niemand sagen kann, wo sie sich demnächst wiederfinden werden, und — dies wurde von Holger Kimmerle ganz bewusst unterschlagen — drei weitere Gemeinderäte ehemalige Freie Wähler sind, von denen heute zwei in einer staatstragenden und einer in einer weniger netten Partei sind.

Schlimmer noch, er unterstellt uns Freien Wählern, dass wir ein Sammelbecken von Antidemokraten wären. Und dies ist absolut die Unwahrheit — auf Deutsch eine ganz große Lüge! Die von Holger Kimmerle bewusst ins Feld geführten Personen haben die Freien Wähler bereits weit vor meinem Antritt als Vorsitzender der Freien Wähler verlassen, so dass ich aus voller und fester Überzeugung heraus sagen kann, dass sämtliche Mitglieder der Freien Wähler in Heilbronn voll und ganz mit beiden Beinen auf dem Boden unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen; und ich kenne alle unsere Mitglieder persönlich.

Ob dies Holger Kimmerle von „seiner“ Partei oder gar Fraktion behaupten kann, wage ich stark zu bezweifeln!

Des Weiteren verwechselt Holger Kimmerle in seinem Leserbrief Bezirksbeiräte und Gemeinderäte und zieht daraus dann nicht nur eine völlig falsche Schlussfolgerung, sondern maßt sich auch noch an, unseren Ehrenvorsitzenden und langjähriges Gemeinderatsmitglied, Heiner Dörner, belehren zu wollen.

Was man wohl halt so als Heilbronner Gemeinderat macht, wenn man seine eigenen Pfründe gefährdet sieht — dies hat inzwischen bei den Heilbronner Grünen Tradition und zeigt, worum es diesen eigentlich geht. Und das ist Jammerschade!

Wohnen

Nach etlichen Jahren des Stillstands zeichnet es sich wieder einmal ab, dass so kurz vor Beginn der kommenden Wahlen zum Gemeinderat 2024 ein Thema wieder ganz aktuell sein wird — und jeder Gemeinderat wird wieder dazu etwas zu sagen haben. Und das ist auch kein Wunder, denn die Wohnungsnot ist bei uns schon seit längerem ein Thema, und warum sollte man das als Gemeinderat dann überhaupt ändern wollen?

Am 24. Mai 2019 hatte ich dazu, nach meinen eigenen Erfahrungen im Wahlkampf, einen entsprechenden Beitrag verfasst und dabei gehofft, dass unsere Gemeinderäte wenigstens dieses Mal — im Zeitraum 2019 bis 2024 — so schlau und verantwortungsbewusst sein werden, dass es zum nächsten Wahlkampf wenigstens kein so dringendes Thema mehr sein wird.

„Im kommenden Wahlkampf möchte ich nicht mehr darüber streiten müssen, ob und warum Wohnraum knapp ist oder wer an der ganzen Misere Schuld trägt, sondern darüber, wie wir am besten und schnellsten unsere gemeinsam festgelegten Zielvorgaben erreichen können.“

Heinrich Kümmerle, 24.5.2019

Und so freut es mich doch ein wenig, dass nun die Heilbronner Stimme (24.10.2022: 1) beginnt, sich über die Problematik etwas mehr Gedanken zu machen und deren Redakteure anfangen, den Sachverhalt aus verschiedenen Perspektiven heraus zu hinterfragen.

Man stelle sich nur vor, der OB hätte bereits 2019 mit dem Gemeinderat zusammen eine Projektgruppe geschaffen, die sich den Herausforderungen stellt und ein abgestimmtes Konzept entwickelt — wir wären schon heute einen ganzen Schritt weiter.

Tanzen und mehr

Dieses Wochenende konnte ich gleich zweimal das Tanzbein schwingen. Und wie ich dabei erfahren durfte, nicht einmal auf einem „Oktoberfest“, denn dieser Begriff ist wohl nun rechtlich geschützt. Was mir aber dann doch nicht die Lust am Tanzen nahm; ich wunderte mich nur noch ganz kurz über die aktuellen Auswüchse eines wohl inzwischen immer verwahrlosteren Justizsystems. Dazu passt auch, dass immer mehr Rechtsanwaltskanzleien nur noch davon leben, dass sie unschuldige Mitbürger aus den belanglosesten Gründen heraus abzocken, und deren Kollegen als gewählte Volksvertreter dazu auch noch die legalen Voraussetzungen schaffen.

Für ein weiteres Highlight sorgte Detlef Stern, der nicht nur den Zettelstore in neue Höhen führte, sondern mir auch noch daran erinnerte, dass man etwas erst so richtig kann, wenn man es auch mindestens einmal gelehrt hat — was übrigens ein Grundprinzip jeglicher militärischen Ausbildung bestätigt.

Und somit stehe ich nun vor einer ganz neuen Herausforderung und bin selbst einmal gespannt darauf, wie ich mich schlagen werde.


Alexandra Daddario

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Beitragsfoto: Alexandra Daddario bei der Premiere „Why Women Kill“ (2019)

Why Women Kill

Eigentlich wollte ich gerade etwas über das 9-Euro-Ticket schreiben, welches uns Steuerzahler alleine in Heilbronn gut 7,5 Millionen Euro gekostet hat und laut heutiger Heilbronner Stimme (31.08.2022: 1) bundesweit gut zweieinhalb Milliarden Euro kosten wird. Da man mit planwirtschaftlichen Maßnahmen weder die Umwelt noch die Wirtschaft — wobei dies fast allen völlig egal ist — retten kann, überlasse ich die Kommentierung lieber den Experten und gucke dafür nochmals die zweite Staffel von „Why Women Kill“ an.

Marc Cherry (Desperate Housewives) hat diese Schwarze Komödie 2019 geschaffen. Die erste Staffel zu 10 Folgen spielt parallel auf drei unterschiedlichen Zeitebenen von 1963 bis 2019 aber am gleichen Ort, nämlich in Pasadena.

Die zweite Staffel spielt bereits 1949 und dreht sich voll und ganz um Alma Fillcot. Der Ort Pasadena ist dabei wieder derselbe. Und wenn ich dann von der zweiten Staffel genug habe und der Spuk um das 9-Euro-Ticket immer noch weitergeht, dann schaue ich, solange die erste Staffel an.

Leider wurde aus der bereits geplanten dritten Staffel von „Why Women Kill“ wohl nichts. Hollywood kann auch nicht wie unsere Regierung auf unbegrenzte Steuermittel zurückgreifen und muss deshalb immer darauf schauen, ob sich die Projekte letztendlich auch amortisieren oder wenigstens vom Publikum gewünscht sind. Mir gefällt die Serie auf alle Fälle.

Allison Tolman brilliert als Alma und Nick Frost gibt den liebenden Ehemann Bertram Fillcot. Frost hat mir bereits als Andy Knightley in The World’s End (2013) gefallen und sehr gut als Clive Gollings in Paul (2011). Erwähnenswert ist noch Lana Parrilla, die als treulose Ehefrau überzeugt.

Sommertanzprogramm

Gestern Abend habe ich nun mein erstes Sommertanzprogramm abgeschlossen; es hat Spaß gemacht, auch wenn ich das dabei Erlernte bereits heute kaum noch nachtanzen könnte. Macht aber überhaupt nichts aus, dann lerne ich es einfach beim kommenden Tanzprogramm erneut.

Inzwischen gehört nun das Tanzen wieder zu unseren, von meiner besseren Hälfte und mir, regelmäßigen Übungen und soll neben dem sicherlich vorhandenen Spaßfaktor auch noch für Geist und Körper gesund sein. Das Beste dabei ist aber, dass wir zur Tanzschule keine fünf Minuten zu Fuß benötigen. Es hat sich schon immer gelohnt im Zentrum einer Stadt — oder zumindest am Rand davon — zu wohnen.

Neben der von uns besuchten Tanzschule Brenner gibt es noch mindestens elf weitere Tanzschulen in Heilbronn, so dass wirklich für jeden Tanzbegeisterten oder -interessenten auch das Richtige dabei sein sollte.


Malo Restaurant

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Beitragsfoto: Screenshot der Malo-Website | © B&B Gaststätten Betriebs GmbH

Malo

Es war schon immer besser, wenn man nicht nur die Zeit, sondern auch den Ort von Besprechungen selber festlegen konnte. Und so entschied sich meine bessere Hälfte für ein vielversprechendes Restaurant und das auch noch in einer meiner Stuttgarter Lieblingsecken.

Nicht nur, dass sich die Gegend inzwischen richtig nett herausgeputzt hat, auch das beschriebene Restaurant macht dort bereits von außen betrachtet einen sehr guten Eindruck und passt damit sehr gut ins Ensemble. Sehr freundlich empfangen, bekamen wir zudem auch einen schönen Platz mit Blick ins wie auch aus dem Restaurant; gut gelegen und auch für eine Besprechung bestens geeignet.

Mir persönlich gefiel es ganz gut, dass sich der Tagschichtleiter Elvin von Anfang an sehr nett und sehr professionell um uns kümmerte. Noch besser gefiel es mir, dass er ganz genau wusste, wann seine Anwesenheit am Tisch notwendig und erwünscht ist, denn das ist eine der großen Herausforderungen und teilweise auch ein Risiko, wenn man ein Besprechungsessen veranstaltet.

Gerne erwähne ich noch, dass das Ambiente des Restaurants aufgeräumt und erfrischend zugleich ist, ein Ort, an dem man sich auch so einmal ganz gut treffen kann.

„MALO – das neue Urban City Retreat im Herzen von Stuttgart. Inmitten des Großstadt Chaos bieten wir unseren Gästen eine Oase zum Relaxen, Wohlfühlen und Abschalten. Umgeben von einem Meer aus echten Pflanzen können Sie hier dem Alltag entfliehen und sich von regionalen Gerichten, einzigartigen Weinen und einem atemberaubenden Ambiente rundum verwöhnen lassen.“

Malo-Website, 18.08.2022

Ich hätte das Restaurant Malo wohl aber nicht in meinem Weblog erwähnt, wenn mir nicht gleich ein Zwiebelrostbraten auf der Karte ins Auge gefallen wäre, der auch einem Zwiebelrostbraten voll und ganz würdig war. Der Koch konnte es sich ohne Weiteres leisten, mir tatsächlich einen „englisch“ anzubieten und selbst die „medium-rare“ Version sah ganz lecker aus. Besonders gefiel mir dabei, dass keine Röstzwiebeln Verwendung fanden, so wie ich es leider die letzten Male anderen Orts erdulden musste.

Ohne Frage, auch die anderen Essen sahen sehr lecker aus und mundeten den weiteren Besprechungsteilnehmern ebenfalls. Aufgrund des für alle Beteiligten erfolgreichen Besprechungsverlaufs, vielleicht auch wegen des guten Essens, verwöhnten wir uns noch mit einem Nachtisch. Wobei das angebotene Tiramisu ebenfalls ohne Makel war und deshalb die Besprechung vorzüglich abschloss.

Gerne wären wir allesamt noch etwas länger geblieben, leider aber waren wir nicht nur zum Spaß vor Ort. Deshalb freue ich mich schon heute auf das nächste Mal und habe mir dabei fest vorgenommen, einfach „nur mal so“ im Malo vorbeizuschauen. Übrigens, der Name Malo leitet sich von den beiden Inhabern (Vater und Sohn) des Restaurants ab: Matthias und Lorenz Grohe.

Der Dank des Tages geht aber zweifellos an Elvin.

Besprechung

Der heutige Tag begann mit einer sehr angenehmen Besprechung im Rathaus, denn dort traf ich mich mit Heiner Dörner. Dieser ist nicht nur in Sachen Freier Wähler, sondern auch als Europäischer Föderalist seit Jahrzehnten unterwegs. So hatten sich unsere Kreise in all den Jahren immer wieder einmal berührt und überschnitten.

Und so trifft es sich ganz gut, wenn man sich von einem „alten Hasen“ ein paar Tipps und Ratschläge einholen kann.

Tanzen

Gestern Abend kam ich noch ganz schön ins Schwitzen, denn es war Tanzstunde angesagt. Von den neuen Tanzfiguren der beiden Tänze war ich zwar sehr begeistert, muss aber zugeben, dass ich sie bereits heute nicht mehr selber hinbekommen würde.

Und so ist es ganz gut, dass die Tanzschule Brenner gleich in der Nachbarschaft liegt, und mich meine bessere Hälfte sicherlich in Kürze wieder dorthin bewegen wird. Zudem habe ich nicht vor, demnächst eine Prüfung zu absolvieren oder einen Pokal zu gewinnen — und so lerne ich diese neuen Tanzfiguren gerne auch nochmals … und nochmals … so lange bis es meine Füße auch ohne den Rest hinbekommen.