Blitz

Neuzeit 5 (6)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Die aktuelle Regierung arbeitet vehement und unisono an der Neuzeit.

Wie wir alle erfahren durften streicht nun die Lufthansa die Inlandsflüge zusammen und die Bahn verlangsamt signifikant die Geschwindigkeit aller ihrer Züge. Auf den Autobahnen sind die 80 Stundenkilometer inzwischen fast bereits Normalität und in den Städten die Schrittgeschwindigkeit mehr als populär.

Auch beim Erhalt beziehungsweise dem Rückbau unserer Infrastruktur wird auf Entschleunigung gesetzt. 40 Jahre Planungszeit für neue Projekte sind nun gang und gäbe und auch die Bauzeiten werden künftig in Jahrzehnten bemessen.

Die Politik hat erkannt, dass wir Deutschen damals sehr viel glücklicher waren, damals als noch die Postkutschen durch die Gegend schaukelten, die Prinzen und Prinzessinnen zur Jagd bliesen und der Führer uns sagte, wo es lang geht.

Und so ist es nur folgerichtig, dass unsere Industrien ins Ausland überführt werden und der gute alte Ackerbau zum Maß aller Dinge erklärt wird.

Einzig und alleine störend sind noch das „Stadtbild“, wo doch noch zu viele Ausländer zu finden sind, die nicht aufs Oktoberfest oder ins Brauhaus wollen bzw. Kuckucksuhren kaufen, und unsere noch halbwegs funktionierende Justiz: Korruption, Pädophilie und Frauen prügeln sind doch keine Straftaten, sondern Kulturgut!

Demnächst schicken wir auch wieder unsere kräftigen jungen Männer allesamt, zumindest aber im Losverfahren, zur Kartoffelernte auf die Felder, damit auch jeder weiß, wohin bei uns der Hase läuft.


Kunst

11.10.02025 5 (11)

Beitragsfoto: Kunst vor Ort

Bundeskongress

Wenn man seit zwanzig Jahren Teil des jährlichen Bundeskongresses ist, verschieben sich die Interessen. Inzwischen habe ich ähnliche wie die alten und von mir sehr geschätzten Herren vor zwanzig Jahren; inzwischen sehe ich nur noch zwei oder drei von den damals jüngeren Älteren beim Kongress und inzwischen gehöre ich selbst zu den älteren Herren.

Wieder einmal gibt es einen Wechsel an der Spitze des Präsidiums. Und wieder einmal gibt es Delegierte, die sich am Präsidium reiben. Ich gehöre nicht mehr dazu. Festzustellen ist aber, dass es dieselben Kritikpunkte wie bereits vor zwanzig Jahren sind. Was die von mir geschätzten Herren wohl auch meinten, als ich vor zwanzig Jahren selbst diese Kritik anbrachte. Aber ich sehe durchaus auch positive Veränderungen, manche Kritik kam an und wurde auch umgesetzt — föderale Strukturen mahlen noch viel langsamer als demokratische.

Erneut wollen uns ein paar Seiteneinsteiger unseren eigenen Verband erklären. Wie Elefanten im Porzellanladen toben sie für eine Weile durch die Reihen, zerschmeißen kräftig viel Porzellan, lassen sich dafür loben und verschwinden erfahrungsgemäß bald auch wieder!

Wir militante Föderalisten nehmen dies gelassen hin, etwa so wie Regenwetter und erzählen uns deren tollste Geschichten an den Kongressabenden in vertrauten Runden. „Erinnert Ihr Euch noch an …“

Und so freue ich mich aktuell über das Schaulaufen von doch so einigen Promis!

Hinweis an die ganz wilden jungen Hüpfer: die politische Arbeit und das Werben um unser Europa findet an der Basis in den Kreisverbänden statt oder gar nicht! Der Bundeskongress ist ein Koordinierungsinstrument für die Kreis- und Landesverbände.

Großes Lob

Ich muss die Chemnitzer und die Sachsen loben, denn seit Saarbrücken (2008) haben wir die beste Kongressverpflegung! Und das mit dem Käsekuchen [kleiner Insider] nun noch die Krönung des Ganzen!

Vermischtes

Aktuell wird mein Blog mehr gelesen als sonst üblich, was ich vor allem an den Reaktionen feststellen kann. Ich konnte mit Menschen sprechen und schreiben, die ich schon ein paar Jahre lang nicht mehr auf dem Schirm hatte. Von manchen hätte ich nie gedacht, dass sie hier auch nur ein einziges Mal vorbeischauen. Von manch anderen wusste ich es, wie z. B. von Semin Bristina [kleiner Insider], und freue mich dabei immer über konstruktive Kritik und gerne auch über Zustimmung.

Schade nur, dass viel zu viele unserer Vollkasko-„Jugendlichen“ weder Kritik verstehen, noch mit dieser umgehen können. Was mich an einen uralten Spruch erinnert: „Ja Mädchen, Du bist schön! Schön blöd.“ — übrigens, das hat überhaupt nichts mit dem Geschlecht zu tun, seit mindestens vierzig Jahren können umgangsprachlich auch männliche Wesen „Mädchen“ sein. Und ich finde, das hört sich weit besser an als Memme.

Dass die Welt klein ist, dürfte bekannt sein. So sitze ich gestern beim Bier mit einem Föderalisten aus Sachsen zusammen und wir stellen fest, dass wir beide dasselbe Gymnasium besuchten. Er ein paar Jahre nach mir, sein Bruder auch, aber nicht so viele, sodass beide Thomas Heiligenmann kennen.

Gerne zitiere ich heute Thomas Gigold, einen Blogger aus meiner Blogroll.

„Im Abstand von nur drei Tagen erklärt uns die Politik auf der einen Seite für nicht erwachsen genug sind, um vegane Wurst von tierischer Wurst unterscheiden zu können. Will uns auf anderen Seite aber die Wahl lassen, ob wir auch nach 2035 noch Autos kaufen sollen, die das Klima zerstören oder welche, die das Klima schonen. Weil, der Kunde wisse das schon.

Es ist rundum zum verzweifeln.“

Thomas Gigold, 10.10.2025

Bei den Volksvertretern ist es wie bei den Beamten, je mehr es werden, ums mehr bekommen wir die Welt erklärt. Und weil es einfacher ist, anderen die Welt zu erklären als selbst etwas zum Wohle unserer Welt zu tun, ist dies wohl zukünftig der neue In-Beruf: Welterklärer, kommt dann gleich noch vor Influencer.

So ganz nebenbei hat sich das Europäische Parlament für eine Verteidigungsunion ausgesprochen (469 Abgeordnete stimmten dafür, 97 dagegen und 38 hatten keine eigene Meinung). Wenn unsere Volksvertreter dies tatsächlich ernst meinen würden und auch halbwegs Ahnung hätten, dann ist die direkte Folge davon eine politische Union, die Vereinigten Staaten von Europa!

Chemnitz

Nach einer abenteuerlichen Reise durch die Republik, wobei wir keinen einzigen gebuchten Zug ergattern konnten und Regionen sahen, die wir schon lange nicht mehr auf dem Schirm hatten, kamen wir nur mit einer Stunde Verspätung in unserer alten Heimat an.

Interessant zu beobachten, dass die Funklöcher im Zonenrandgebiet immer noch riesig sind, und ab den neuen Ländern fuhr der Zug auf meiner digitalen Karte nicht mehr auf den Schienen, sondern irgendwie in der Pampa herum. Dafür durfte ich mir unterwegs eine alte Verladerampe für „meine Bagger“ angucken und im Leipziger Hauptbahnhof gleich zwei Krokodile bestaunen. Wenn man mit der Bahn nicht beruflich unterwegs sein muss, ein gelungenes Unterhaltungsprogramm — die optimale Rentnerbahn für eine Rentnerrepublik. Fast zum Schluss gab es sogar noch ein Käffchen in einem der wohl letzten Bordrestaurants.

Chemnitz selbst, kaum wiederzuerkennen! Die abendlichen Strecken legten wir zu Fuß zurück und genossen dabei den Spaziergang durch die Stadt. Das Essen wie immer gut.

Das Ganze wurde durch die Anwesenheit alter Bekannter und Freunde gekrönt, die wie wir seit gut zwei Jahrzehnten zum Bundeskongress kommen. Die Kehrseite der Medaille, das Programm erlaubt es uns nicht, um vor Ort Freunde aus Chemnitz zu treffen — aufgeschoben ist hoffentlich nicht aufgehoben!

Aktuell ist Chemnitz Kulturhauptstadt Europas. Schon das alleine ist einen Besuch wert, aber auch hierfür finden wir dieses Wochenende keine Zeit. Umso mehr freue ich mich, wenn ich auf den notwendigen Spaziergängen das eine oder andere Kunstwerk erblicke.


Suchbild

31.8.02025 5 (6)

Beitragsfoto: Suchbild | © Bettina Kümmerle

Software

Aktuell versuche ich wieder einmal die Mitglieder der EUROPA-UNION Heilbronn für Threema zu begeistern, denn es vergeht kein Treffen, wo ich nicht gefragt werde, ob man mir das eine oder das andere via WhatsApp schicken könne. Interessant dabei ist es immer wieder, dass ich dies sogar von Menschen gefragt werde, die es eigentlich viel besser wissen müssten.

Und da Franz Schirm nun ebenfalls mit Threema ausgestattet ist, zudem weiß, dass ich heute sehr gerne Tango Argentino tanzen würde, schickt er mir einfach eine Aufnahme aus Zürich, wo die Bürger einfach so das Tanzbein schwingen.

Und weil mich jüngst ein Freund fragte, welches Flugzeug gerade über uns hinwegzieht, habe ich wieder einmal Flightradar24 reaktiviert. Wenn man sich diese Software, welche sich seit 2006 sehr positiv entwickelt hat, etwas genauer anschaut, dann ist es sehr spannend zu sehen, welche Flugzeuge man nicht sehen kann. Z. B. der gestern über den Heilbronner Osten kreisende Hubschrauber war nicht aufgeführt. Gerade in der heutigen Zeit habe ich großes Verständnis, wenn man Militärmaschinen ausblendet — aber ein Polizeihubschrauber nimmt sich da eindeutig etwas zu wichtig.

Vermischtes

Da haben die Chinesen tatsächlich nach ein paar Jahrtausenden wieder einmal etwas selbst erfunden und völlig erstaunlicher Weise wird dieses dann sofort kopiert.

Und weil die Chinesen darum eine richtig große Welle machen, wissen wir jetzt nicht nur, was ein Labubu ist, sondern auch, wie viele Zähne ein Lafufu hat oder auch nicht. Ich gehe einmal davon aus, dass das Original wie auch die Kopie in China hergestellt werden und beides nur dazu dient, um Sondermüll möglichst bequem aus dem Land zu bekommen; beim Kinderspielzeug wurde dies bereits mehrfach moniert.

Und wer von uns nun denkt, dass er durch Labubus reich werden kann (außer den Produzenten, Händlern und Fälschern), der sollte sich durchaus einmal fragen, warum er bis heute noch nicht durch Bitcoin oder Donald Trump Fan-Artikel reich wurde.

Wenn ich nur daran denke, wie viele solcher Säue bereits zu meiner eigenen Lebenszeit durch die Straßen getrieben wurden, frage ich mich, was hätten wir nicht alles erreichen können, wenn man sich vorab ein wenig über den tatsächlichen Bedarf Gedanken gemacht hätte. Aber unsere Wirtschaften müssen wachsen! Egal durch was und wie!

Und so frage ich mich, warum bloß noch keiner auf die Idee kam, unseren Atommüll in diese kleinen, heute doch so beliebten Getränkedosen zu verpacken und als „Aktion Sonnenschein“ zu vermarkten — mit den entsprechenden Sammler-Codes versehen und einer Garantie über Jahrhunderte hinweg sicherlich die ultimativen Gadgets für alle, um möglichst schnell und bequem reich zu werden; das Labubu-Grinsen kommt dann ganz von alleine.

Heute noch ein wenig gegärtnert, was mit einer ausgewachsenen Ohrenentzündung dann doch nicht so gut kam. Inzwischen ist mein Kiefer ebenfalls entzündet und ich rätsele herum, wo ich mir das denn schon wieder eingefangen habe. Bin am überlegen, ob ich etwas dagegen nehme, was dann wohl auch gegen meine entzündeten Gelenke hilft. Hab es wie üblich mit Sport versucht, was dazu führte, dass ich meine Finger nur noch eingeschränkt nutzen kann; wobei zum Tippen reicht es noch — alt werden ist wohl nur für die wenigsten eine angenehme Sache.

Was mich gerade etwas über solche Sprüche wie „Die Guten sterben zuerst“, „Die Besten sterben jung“ oder gar „Mors fortibus cedit“ nachdenken lässt, Sprüche, die tatsächlich keinem weiterhelfen und wohl eher erst aus jenen Tagen stammen, wo der Wohlstand uns alle verweichlicht hat. Und so gilt sicherlich besser der Spruch: „Glücklich der Mensch, der bei bester Gesundheit alt wird und dann letztendlich genau daran stirbt.“

Alle anderen müssen sich damit abfinden, wenn sie schon das Glück haben, alt zu werden, mit ihren jeweiligen Zipperlein zu leben. Manchen davon ist es sogar vergönnt, einen guten Arzt zu kennen oder gar bei guten Ärzten notwendige Termine zu bekommen. Das sind dann meist gerade jene, die die oben erwähnten Sprüche klopfen. Ich gucke nun mal, wann ich die Zeit, den entsprechenden Arzt und die Gelegenheit finde, um wieder einmal ein Zipperlein zu beseitigen. Das Dumme daran hat man eins beseitigt, kommen mindestens zwei neue nach: Altwerden ist nichts für Weicheier!

Apropos Spazieren. Bin ich es bereits gewohnt, dass das Eidechsenrevier entlang der alten Bahntrasse im Osten Heilbronns gerne dafür verwendet wird, dass sich Anwohner mit Steinen und Hölzern ausstatten, so ist es mir bisher noch nicht aufgefallen, dass es nun auch verstärkt zur Müllablage verwendet wird. Wenn dann die Eidechsen zu fliehen versuchen, werden sie von den unzähligen motorisierten Radsportlern plattgefahren. Ehrlicher wäre es gewesen, die alte Bahntrasse gleich zu betonieren und als Abstellplatz für Fahrzeuge aller Art zu verwenden.

Bezüglich des Plünderns spannend, mit welchen Pflanzen und Blumen aller Art die Sonntagsspaziergänger aus dem Stadtwald kommen. Eine Heilbronner Eigenart, die auch dafür sorgte, dass meine Eltern nie etwas von ihren Haselnussbüschen hatten. Und ab September spritzen unsere Weingärtner wohl Abführmittel, denn sonst bräuchten sie erst gar nicht mehr lesen.

Dieses Mal gibt es ein etwas anderes Suchbild. Und nein, diese beiden Grabsteine stehen nicht im Alten Friedhof unserer Stadt herum. Ein kleiner Tipp, gleich in der Nähe findet man viele spielende Kinder.

Ursprünglich wollte ich den Müll im Eidechsenrevier bildlich festhalten; ein kurzes Nachdenken ergab, dass ich dann doch nicht mit der Müllwebsite unserer Stadt konkurrieren möchte — vor allem auch, weil ich nicht gleich sofort Goethes Worte bestätigen wollte.

Besucher

Dass Johann Wolfgang von Goethe einmal in Heilbronn war, wissen wir. Auf seiner dritten „Schweizer Reise“ kam er am Vorabend des 28. August 1797 nach Heilbronn. An seinem Geburtstag fuhr er mit dem Bruder vom Gasthof „Sonne“, ehemals in der Sülmerstraße 52, auf den Wartberg.

Kirchhausen liegt zwischen anmutigen Gärten und Baumanlagen; dahinter ist eine schöne Aussicht nach den Gebirgen des Neckars; man kommt durch ein artiges Wäldchen und durch eine Pappelallee bis

Frankenbach. Die Kieshügel an der Chaussee erleichtern sehr die Erhaltung derselben. Schöne Pappelallee bis Heilbronn, die hie und da wahrscheinlich vom Fuhrwerk im Kriege gelitten hat und deren baldige Rekrutierung nach dem Frieden jeder Reisende zum Vergnügen seiner Nachfolger wünschen muß. Überhaupt sind von Heidelberg hierher die Chausseen meist mit mehr oder weniger Sorgfalt gebessert.

Abends um 6 Uhr erreichten wir Heilbronn und stiegen in der Sonne, einem schönen und, wenn er fertig sein wird, bequemen Gasthofe ab.“

27.8.1797

Zu Heilbronn selbst findet er die folgenden Worte.

„Wenn man sich einen günstigen Begriff von Heilbronn machen will, so muß man um die Stadt gehen.“

28.8.1797

Und dass der Blogger Chris Kurbjuhn jüngst ebenfalls in Heilbronn gewesen sein muss, schließe ich aus seinem aktuellen Blog-Beitrag.

„… ich mir unbewusst angewöhnt habe, routinemäßig nach links und rechts zu gucken, bevor ich den Bürgersteig betrete, wenn ich aus einem Hauseingang komme oder gerade die Straße überquert habe. Man will ja nicht von auf Fahrrädern vorbei sausenden Kindern (mit den Erziehungsberechtigten im Schlepptau) oder kampfradelnden Rentnerinnen („Auf der Straße fahren ist doch viel zu gefährlich!“) niedergemäht werden.“

Splitterbrötchen (MXLVII)

Auf alle Fälle freuen wir Heilbronner uns über jeden Besucher, ob aus nah oder fern, bekannt oder auch nicht. Ob Goethe heute ein Blogger wäre, wage ich zu bezweifeln, eher ein Influencer oder gar ein YouTuber. Und wenn heute unsere „Obrigkeit“ (kaum noch protestantisch und weniger studiert) davon überzeugt ist, dass jemand bundesweit halbwegs bekannt ist, dann bekommt dieser in der Harmonie ein richtiges Festgelage [kleiner Insider].

Wir Heilbronner kennen aber das Bonmot, welches Benjamin Franklin zugeschrieben wird, ganz gut und machen es deshalb unseren Gästen nicht allzu gemütlich. Am besten ist es, wenn diese wieder nach spätestens drei Tagen verschwunden sind. Wohl deshalb pendeln bei uns die Studenten heute meistens.

Übrigens, Johann Wolfgang von Goethe kam kein zweites Mal nach Heilbronn. Und noch heute habe ich es ziemlich schwer, um Bekannte und selbst Freunde nach Heilbronn zu locken. Mein verstorbener Freund und Mentor Hans August Lücker kam zum Ende seines Lebens zu Besuch und gab ganz offen zu, dass er Jahrzehnte lang winkend an unserer Stadt vorbeigefahren ist; er machte aber regelmäßig am Wunnenstein halt, welcher im letzten Jahrhundert bundesweit einen sehr guten Ruf als Raststätte hatte.

Und so ist es auch nicht weiters verwunderlich, dass die Deutsche Bahn keinen großen Wert auf eine Anbindung Heilbronns legt. Deshalb ist es sicherlich eine Frage wert, wie man Heilbronn als Zielort stärken kann?

Inzwischen versuche ich es mit den Hertensteiner Gesprächen und dem Europa-Ball, die beide auch diesbezüglich großes Potenzial haben. Jetzt müssten die städtischen Verantwortlichen dies ebenfalls so sehen — die kaufen sich aber lieber „ihre“ Gäste und stellen dabei zudem sicher, dass diese nach spätestens zwei Tagen wieder weg sind.

Kann es sein, dass die Besucherfrage einfach nur ein Mentalitätsproblem ist?

„I think death for me was just a wake up call.“


Ellen Muth als Georgia Lass in Dead Like Me (2003)