Konzert

Musikvideo der Woche 5 (3)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Nicht, dass mir noch ein paar Leser abtrünnig werden, nur weil ich kein Musikvideo einstelle. Und wenn ich einmal kein Lied im Ohr habe, dann geht Phil Collins eigentlich immer, mit oder auch ohne Genesis. Dieses Mal ist es „Another Day in Paradise“.

„… But Seriously“ (1989) ist sein viertes Album, wobei für mich sein erstes „Face Value“ (1981) immer noch auch sein bestes Album ist. Und so spielte er in Berlin 1990 selbstverständlich auch „In The Air Tonight“ (1981), ohne das Anfang der 1980er-Jahre kein Disco-Besuch denk- und erlebbar war.

Jetzt geht mir dieses Lied aber nicht so schnell wieder aus den Ohren, wobei ich seit 2007 dann immer auch an den Gorilla aus der Cadbury Schweppes-Werbung denken muss. Und dagegen kommt selbst ein Phil Collins nicht mehr an!

„He walks on, doesn’t look back
He pretends he can’t hear her
Starts to whistle as he crosses the street
Seems embarrassed to be there“

Phil Collins (1989)

Polarbox

28.7.02025 5 (6)

Beitragsfoto: Polarbox

Vermischtes

Trotz des üblichen Hin und Hers bei den Anmeldungen und Absagen haben wir inzwischen einen Teilnehmerstand von gut 70 Personen bei den 9. Hertensteiner Gesprächen am 20. September 2025. Am Mittwoch mache ich nochmals bei der Stallwächterparty Werbung. Ich habe nun wirklich alles mir Mögliche getan, um für diese Gespräche zu werben und baue darauf, dass wir am Ende mehr als 80 Teilnehmer zu den Gesprächen begrüßen werden können.

Erfreulich dabei, dass nun auch andere Hertensteiner und Europäische Föderalisten für die Gespräche werben und zudem bei den noch ausstehenden Antworten nachhaken.

Dass sich viel zu viele Politiker gerne selbst bedienen, ist allseits bekannt, weniger, dass sie dabei auch in die Kassen der eigenen Partei greifen. Wenn sie jetzt aber auch noch in unsere Vereinskassen greifen, dann muss man ihnen auf die Finger hauen — aber ganz gewaltig! Denn dann geht es nicht nur um unsere Steuergelder sondern auch noch um unsere eigenen Mitgliedsbeiträge.

Am Abend habe ich noch ein wenig im Garten gewütet, was man am Ende nicht bemerken konnte. Einzig und alleine der Grünschnitt, den ich später noch verarbeiten muss, deutet darauf hin.

Stallwächter

Heute noch kurz nach Stuttgart, um die bevorstehende Stallwächterparty vorzubereiten. Die Getränke dazu kauften wir allerdings bei uns vor Ort. Dabei stieß ich auf eine Polarbox, die mich einfach an die Jetsons erinnerte — für mich in den 1970er-Jahren Kult.

Jetzt steht die Polarbox erst einmal bei mir in der Ecke, ich gucke sie beim Schreiben an und überlege mir dabei, wozu ich das Ding überhaupt brauchen könnte. Meine bessere Hälfte wusste dies bereits vorher — sie hat aber auch nie Jetsons geguckt!

Jedes Mal wenn wir die Stallwächterparty für unsere europäischen Verbände vorbereiten, frage ich mich erneut, wer von den Teilnehmern überhaupt etwas mit diesem Begriff anzufangen weiß. Dieser Begriff wurde in den 1970er-Jahren in die Politik populär, wobei ich mir sicher bin, dass dieser einen militärischen Ursprung besitzt. Verbrieft ist es allerdings, dass in der baden-württembergischen Landesvertretung in Bonn die dort im Sommer die Stellung haltenden Mitarbeiter für sich eine Party schmissen, die sie als Stallwächterparty bewarben. So richtig populär wurde diese Party allerdings dann erst in Berlin.

Ich kenne solche Partys, wie bereits vor zwei Jahren geschrieben, aus meiner Militärzeit und dies über die nationalen Grenzen hinweg. Und am besten sind solche Stallwächterpartys immer dann, wenn man dort auch auf die Stallwächter trifft. Dazu wäre es allerdings ganz passend, wenn man selber ein solcher ist.

Da ich einen Einblick in die Liste der Anmeldungen habe, freue ich mich trotzdem, denn es kommen genügend nette Menschen mit denen ich mich immer sehr gerne unterhalte — und dabei spielt es überhaupt keine Rolle auf welcher Party wir uns gerade befinden!

Gut, dass sich auch noch andere erinnern!

https://youtu.be/QZOnC8hdX8k?si=r8KgjVjxs4Y6o2MV

Blitz

Korrektiv 4.6 (8)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Heute komme ich einmal mit einer Erkenntnis aus den 1970er-Jahren um die Ecke. Es würde mich dabei sehr wundern, wenn die Masse meiner Leser nicht sogleich auf die Barrikaden geht und mir erklären will, dass das völlig absurd sei!

Deshalb einfach erst einmal sacken lassen und darüber nachdenken. Als ich in meiner Jugend in ein liberales Haus hineingeboren wurde und mir bald darauf auch erste Meriten als FDPler — damals noch mit Pünktchen, deshalb auch die Pünktchen-Partei — verdiente, stellte ich den älteren Parteifreunden die Frage, was denn eine 5 %+ Partei überhaupt in den Regierungen machen kann bzw. soll?

Die Antwort war dabei nicht, wie es nun wohl jeder erwartet, dass man dadurch immer wieder einer der beiden Volksparteien zur Macht verhelfen kann, sondern — und jetzt kommt es — man diese Volksparteien nur durch die FDP überhaupt halbwegs regierungsfähig und zukunftsorientiert bekommt.

Mit sich alleine oder gar im GroKo-Doppelpack schaffen diese Populisten(–>Volks)Parteien maximal den Rückschritt ins vorangegangene Jahrhundert. Egal ob Union (CDU / CSU) oder SPD, beide versprechen ihren Wählern wirklich alles und dies immer auf Kosten der Zukunft des Landes und der kommenden Generationen. Ohne das kleine Korrektiv FDP wäre deshalb Deutschland schon längst eine Bananenrepublik.

Nicht, dass FDP-Politiker keine Fehler wie die anderen Politiker hätten, aber man schaut sich einfach ganz anders gegenseitig auf die Finger! Und es geht vor allem auch nicht wie in einer GroKo wirklich alles — es gibt noch Grenzen.

Heute sind wir alle bis auf Berlin im 21. Jahrhundert angelangt und die FDP dürfte tatsächlich weg vom Fenster sein — zumindest für eine ganz Weile. Liberale gibt es schon länger nicht mehr, denn dazu reicht das allgemeine Bildungsniveau bei weitem nicht mehr aus.

Aber unser „System Demokratie“ hat sich mit Bündnis 90/Die Grünen ein neues Korrektiv geschaffen, ansonsten sähe es um unser demokratisches Modell noch viel düsterer aus als jetzt. Mich wundert es dabei nur, dass es eine Partei sein musste, die selbst über keine eigenen Inhalte verfügt — was für ein Korrektiv vielleicht aber auch nicht notwendig ist.

Und damit war für kurze Zeit (letzte Bundesregierung) tatsächlich sichergestellt, dass sich in unserem Land noch etwas zum Positiven und sogar in Richtung Zukunft veränderte.

Wie wir es nun erleben können, bewirkt das nun fehlende Korrektiv und der populistische Doppelpack, dass wir uns schneller wieder in den 1930er-Jahren befinden werden, als es uns allen lieb sein kann!

Wenn wir unsere Demokratie noch retten wollen, müssen wir diese entweder gründlich modernisieren — was man seit Jahrzehnten dank der Populisten immer wieder vergeblich versucht; ich denke hier z. B. an das Modell der sechs Bundesländer aus dem letzten Jahrhundert, mehr direkte Demokratie, Ämterbegrenzung und kleinere Parlamente — oder aber Bündnis 90/Die Grünen werden sich ihrer Verantwortung bewusst und übernehmen wie damals die FDP auch ganz offiziell die Funktion des Korrektivs.

Keine Demokratie der Welt wird das Doppelpack Union und SPD lange überleben können. Nicht nur die Zukunft der kommenden Generationen, unsere Umwelt, unser Finanz- und Wirtschaftssystem, sondern auch unsere Republik (einhergehend damit auch Freiheit & Demokratie) insgesamt sind in sehr großer Gefahr!

Die FDP wird uns wohl nicht mehr retten (können).

Und nein, ich bin seit 1989 kein Mitglied der FDP mehr, mir fehlte es bereits damals immer mehr an (liberalen) Inhalten. Aber wegen der Inhalte ist heute wohl kaum noch ein Mensch Parteimitglied.