Winnie Puuh

Weblog-Forum 5 (2)

Beitragsfoto: Winnie Puuh (Winnie-the-Pooh) und seine Freunde

Auch wenn ich selbst der Überzeugung bin, dass man stets versuchen sollte, immer der Eigentümer sämtlicher eigener Daten zu sein, so stößt das Ganze doch an Grenzen, nämlich gerade dann, wenn es die Kommunikation untereinander erschwert. Und so gerne ich das Konzept des IndieWebs möglichst überall verwirklicht sehen möchte, glaube ich auch hierbei, dass dessen begrenzte Umsetzungsmöglichkeiten, zumindest heute noch, ebenfalls die Kommunikation untereinander erschwert. Zumindest aber beschränkt sich die dortige Kommunikation eher auf eine ganz bestimmte Anwendergruppe.

Deshalb halte ich auch weiterhin selbst an einem Forum auf diesem Weblog fest [am 16.3.2025 habe ich mein Forum entfernt]. Einzige Einschränkung dabei ist, dass ich nur für registrierte Nutzer den Schreibzugriff erlaube — leider für viel zu viele Zeitgenossen ein weiterer Grund, sich nicht an einem Forum zu beteiligen. Und vielleicht auch der Grund, warum so viele Mitbürger die zahlreichen Social Media so gerne verwenden — eine scheinbare Anonymität oder das eigene Aufgehen in der großen Masse senkt die Hemmungen, ähnlich wie beim Alkohol. Aber, nach einigen teilweise sehr negativen Erfahrungen als Forumsbetreiber, ist dies die einzige Möglichkeit, um ohne einen größeren Mitarbeiterstab ein solches Forum überhaupt anbieten und betreiben zu können. Wer offen und unter dem eigenen Namen schreibt, überlegt sich eher, was er publiziert.

Und so lange es keine weiteren aktiven Nutzer des Forums gibt, überlege ich mir immer wieder, wie ich ein solches Forum inzwischen für mich nutzbringend verwenden kann. Vor Kurzem habe ich z. B. meine Blogroll dorthin umgezogen und dies in der Hoffnung, dass es mir im Forum weniger Arbeit bereitet und vielleicht sogar den einen oder anderen Blogger dazu motiviert, zumindest einmal im Forum vorbeizuschauen.

Ansonsten nutze ich das Forum als eine gute Möglichkeit, um die FAQ dort zu beheimaten. Auch kann ich es ganz gut für weitere Projekte verwenden, die ich nicht unbedingt bis zum Sankt-Nimmerleinstag in meinem Zettelkasten versenken möchte.

„You can’t bounce the bounce if you can’t even pronounce the bounce.“

Tigger, The Tigger Movie (2000)

Wien, Ostaspern | © Shutterstock

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Beitragsfoto: Wien, Ostaspern | © Shutterstock

Werkeln

In diese Woche startete ich, wie die letzten Male zuvor auch, mit dem meseno-Busle. Bei dieser inzwischen routinemäßigen Tour durch den nördlichen Teil unseres Landkreises halte ich nun bereits schon Ausschau nach Personen, die diese Strecke montags ebenfalls an bestimmten Stellen zumindest streifen. Und wenn ich diese dann auch antreffe, gucke ich immer, wer heute etwas später als sonst unterwegs ist.

Für manche Mitmenschen mag solch eine Routine etwas Besinnliches haben, mich amüsiert es derzeit noch, aber ich bin jetzt schon froh darüber, dass ich keinen Montag in meinem eigenen Berufsleben erleben musste, an dem ich solche Beobachtungen hätte tätigen können — spätestens mit Dienstbeginn war immer wieder alles anders als geplant, und dies machte meinen Beruf auch so attraktiv.

Und damit ich nicht in einen ganz neuen Montagstrott verfalle, hat mich meine besser Hälfte heute nach der Tour sogleich zu kleineren Handwerksarbeiten bei meseno abgeordnet — „wenn Du schon mal da bist.“

Nach dieser netten Abwechslung stellte ich dann überrascht fest, dass meine eigenen Websites und Rechner mich schon gar nicht mehr benötigen, um nicht mehr zu funktionieren; das muss wohl die neue AI oder wie man bei uns so gerne sagt KI sein. Und so trifft es sich ganz gut, dass es gleich morgen einen virtuellen Europastammtisch gibt — ein Thema dafür hätte ich schon.

Böckinger See

Sehr Erfreuliches konnte ich heute in der Heilbronner Stimme (15.08.2022: 23) lesen. Oliver Toellner, Amtsleiter des städtischen Grünflächenamts, hat eine Vision und zwar von der Wiederbelebung des ehemaligen Böckinger Sees. Diesen kenne ich nur noch aus den Erzählungen meiner Großeltern, Eltern und Schwiegerleute.

Thomas Zimmermann von der Heilbronner Stimme meint dazu:

„Wasser ist das zentrale Element, um Großstädte besser vor Hitzeperioden zu schützen, wie wir sie gerade in diesen Tagen erleben und künftig wohl noch häufiger erleben werden.

Deshalb sollte die Idee vom Freizeitsee auf der Böckinger Viehweide aufgegriffen, diskutiert und weiter verfolgt werden. Schließlich gibt es nur eines, das schöner ist, als Visionen zu entwickeln: Sie zu verwirklichen.“

Thomas Zimmermann, Heilbronner Stimme (15.08.2022: 23)

Das Ganze freut mich derart, dass ich heute darauf verzichte, um darüber zu spekulieren, wie lange es wohl von einer solchen Vision bis zu einer tatsächlichen Realisierung dauern wird.

Da die Dringlichkeit eines weiteren Sees im Stadtgebiet gerade in der heutigen Zeit auch allen Heilbronnern sicherlich klar sein wird, wünsche ich Oliver Toellner, dass er noch in seiner eigenen Amtszeit den ersten Spatenstich machen werden kann.

Blogroll

Heute habe ich mal ein Angebot an meine Blogger-Kollegen, nämlich die Möglichkeit, dass diese ganz einfach ihre Weblogs hier in meinem Forum vorstellen: Titel, Hyperlink und etwas Text und schon ist der eigene Weblog eingetragen. Das kann man entweder gleich selber machen, dazu bedarf es nur einer Freischaltung durch mich, oder man nimmt mein Angebot an und schickt mir die benötigten Daten per E-Mail.

Und wie schon gesagt, das ist ein Angebot — nicht mehr aber auch nicht weniger. Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob dieses Angebot angenommen wird. Ich verspreche mir selbst davon, dass ich dabei von für mich neue Weblogs erfahre und das eine oder andere Blog dann auch in meinen eigenen RSS-Reader mit übernehmen kann.

Letztendlich aber hat sich für mich damit das Thema Blogroll, welches immer wieder einmal hier aufkam, erledigt. Was aber nicht bedeutet, dass es hier im Weblog keine Blog-Beiträge über andere Weblogs, ob von anderen Bloggern oder auch mir geschrieben, mehr gibt. Die wird es weiterhin geben.

Aber eine Blogroll wird nur noch hier im Forum zu finden sein. Und ob diese dann auch andere Blogs bewirbt oder nicht, bleibt jetzt anderen Bloggern überlassen.


Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

26.4.02022 5 (3)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Zabergäubahn

Es gibt viele gute Infrastrukturprojekte, die man sinnvoll betreiben könnte. Und wahrscheinlich weitere, die sogar, wirtschaftlich betrachtet, ein Gewinn wären, wie zum Beispiel zeitgemäße Schleusen für den Neckar.

Und so ist es zum einen erfreulich, dass man Wirtschaftlichkeitsberechnungen anstellt, wobei diese ebenfalls dem Primat der Politik unterliegen und deshalb nur bessere Heuchelei sind, um vielleicht damit sogar eine sinnvolle Priorisierung erreichen zu können. Zum anderen aber müssen wir feststellen, dass selbst sinnvolle und wirtschaftlich förderliche Projekte kaum noch finanziert werden können.

So zeichnet es sich immer mehr ab, dass der Raubbau, welcher nämlich zugunsten vermeintlicher Sozialausgaben — wobei immer noch nicht geklärt ist, wer daraus den meisten Nutzen gezogen hat — betrieben wurde, unter anderem unser gesamtes Bildungssystem und sämtliche Infrastruktur abgewirtschaftet hat, so langsam aber sicher auch seine verheerenden Folgen zeigt.

So können die Neckar-Schleusen zumindest dieses Jahrhundert nicht mehr optimiert werden, und es wird sich abzeichnen, dass für einen zeitgemäßen öffentlichen Nahverkehr ebenfalls kein Geld mehr vorhanden sein wird.

So dienen die gesamten Pläne und Untersuchungen wahrscheinlich alleine nur noch dazu, um den Bürgern noch etwas Veränderung vorzugaukeln und dabei noch das eine oder andere politische Klientel, wie etwa Planer und Berater, zu versorgen.

So lange wir weiterhin fast die Hälfte unserer Haushalte — vielleicht sogar längst weit mehr — nur für „Sozialausgaben“ verbrauchen, müssen wir uns nicht wundern, wenn es demnächst weder infrastrukturelle Verbesserungen noch gut bezahlte Arbeitsplätze geben wird.

Deshalb werden wir neue Infrastrukturprojekte künftig nicht mehr in Jahrzehnten messen, sondern, wenn überhaupt noch, in Jahrhunderten. Und so werden wir den Rest unseres Lebens mit schönen Planungen und noch schöneren Bürgerbeteiligungen beschäftigt werden und dies in der Hoffnung, dass unsere Enkel davon einmal profitieren werden — wohl eine ganz andere Form von Nachhaltigkeit als ursprünglich intendiert.

Dezentralität

Als Anhänger dieser Auffassung betreibe ich schon immer meine eigenen Sozialen Medien und schreibe auch ein eigenes Weblog. Dieses habe ich jüngst auch für jene Mitbürger freigegeben, die sich nicht die Mühe machen möchten, selbst Websites zu betreiben.

Und jene Mitbürger, die ebenfalls ihre eigenen Websites unterhalten, wie z. B. Detlef Stern oder Thomas Michl, kann man — und dies nur folgerichtig — kaum dazu bewegen, auch einmal auf dem meinigen Blog zu schreiben. Um dieses „Problem“ zu umgehen, gibt es schon sehr lange Versuche, um die unterschiedlichsten Blogs und Websites untereinander zu verknüpfen. Auch ich habe immer wieder versucht, mich daran zu beteiligen. Leider scheinen die dazu vorhandenen technischen Angebote nicht wirklich zu funktionieren, zumindest mir gelang es nicht, mich hinreichend damit zu verknüpfen wobei auch der dazu benötigte Aufwand einfach zu groß ist. Deshalb habe ich mich jüngst wieder von solch einem Vorhaben abgemeldet.

Matthias Pfefferle, ein anderer Blogger aus meiner Blogroll, hat diesbezüglich und wohl „getriggert“ durch die aktuelle Diskussion um Twitter einen sehr lesenswerten Blog-Beitrag „Die (Twitter) Posse“ verfasst, selbstverständlich auf seinem eigenen Blog.

Twitter

Elon Musk hat erneut für einen Aufreger gesorgt, indem er nun Twitter kaufen will. Und jetzt kommt so alles Mögliche zusammen, z. B. die USA-Hasser, die Reichen-Neider und und und … formieren sich in einer neuen Gruppe, die dann sogar vielleicht auf ein anderes Produkt wechseln möchten. Dieses andere Produkt hatte ich mir schon vor Jahren angesehen und dabei keinen Mehrwert gegenüber Twitter entdeckt. Ich vermute einmal, diese Menschen bleiben dennoch auf Twitter, so lange sie sich dort weiterhin erregen und echauffieren können — ggf. transportieren sie ihre Erregungen zusätzlich auch noch hin zu Mastodon.

Fefe (Felix von Leitner), ein Blogger aus meiner Blogroll, hat dazu heute treffend angemerkt:

„Ich erzähle das, weil genau dasselbe gerade bei Twitter passiert. Die Puritaner und Zensuranhänger ziehen gerade von Twitter nach Mastodon ab, das ja dezentral und daher angeblich besser ist. Wenn man sich aber Mastodon anguckt, dann findet man: Da gibt es keineswegs freie Kommunikation zwischen dezentralen Instanzen, sondern die Instanzen filtern sich alle gegenseitig weg. Mastodon ist wie Twitter, wo man ganze Länder und Server wegfiltert, “weil da die Nazis sind”.

Mastodon sieht aus meiner Sicht wie ein gescheitertes Experiment aus. Die werden sich da jetzt alle gegenseitig bekämpfen, noch krasser als bisher eh schon. Und genau wie die Puritaner in Amerika werden sie die Legende in die Welt setzen, sie seien vor Unterdrückung geflohen. Dabei sind sie die Unterdrücker gewesen.

Vielleicht können wir dafür sorgen, dass es diesmal korrekt in den Geschichtsbüchern steht. Vielleicht kann damit die nächste Iteration der Geschichte vermieden werden.“

Fefes Blog, Tue Apr 26 2022

Mich persönlich könnten zwei Dinge an der Musk Aktion stören. Erstens, wenn er versucht, Twitter zum Medium seines eigenen Präsidenten-Wahlkampfs zu machen. Und zweitens, wenn er Donald Trump zu Twitter zurückholt, aber nicht weil es dann einen Idioten auf Twitter mehr gibt, sondern alleine deshalb, weil dann die oben benannten und auch selbst erklärten Trump-Gegner erneut meine Twitter-Timeline mit Trump-Tweets vollmüllen, und ich mit dem Blocken und Stummschalten nicht mehr hinterher komme.

Deshalb möchte ich nochmals meine sehr unpopuläre Ansicht zu Protokoll geben: Soziale Medien funktionieren nur dann, wenn man selbst bereit ist, die Masse der dort vorhandenen Menschen auszublenden, zu selektieren und sich dabei und ganz selbstverständlich auch von seinen eigenen Vorurteilen leiten lässt.

Vorurteile sind genau dazu da, dass man solche Herausforderungen, wie die Sozialen Medien, überhaupt überleben kann!

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