Zettelkasten

Meine Bücher 5 (2)

Beitragsfoto: Zettelkasten | © Africa Studio, Shutterstock

Heute habe ich die Webpage „Meine Bücher“ um jene Bücher ergänzt, die ich als Herausgeber zu verantworten habe.

Auf diese Idee kam ich, da es dieses Mal bei den Hertensteiner Gesprächen wohl wieder ein E-Book geben wird. Dazu fehlen aktuell nur noch drei Protokollanten, die zudem dann mit als Autoren des vierten E-Books über die inzwischen 9. Hertensteiner Gespräche fungieren.

Für die Nerds unter uns: https://daftsocial.com/kuemmerle/?id=118


Espresso

21.7.02025 5 (8)

Beitragsfoto: Kaffee | © StockSnap auf Pixabay

Käffchen

Heute saß ich mit Thomas Aurich zu einem Käffchen zusammen; er kennt wohl mein Schwabenherz und so musste ich wieder einmal nicht bezahlen. Mit dem Kaffee ist es ähnlich wie mit dem Bier, das beste ist immer jenes, das nichts kostet. Neu für mich dieses Mal das Café Ciao Kakao, das ich noch nicht kannte; dieses muss ich mir mal demnächst in Ruhe anschauen.

Der Grund unseres Gespräches war seine ausgewiesene Expertise in Sachen Gastronomie und Veranstaltungen. Dass er ein EU-Kaffeeexperte ist, wusste ich bereits, nicht aber, dass er auch noch ein Sachkundiger für Kinderspielplätze ist. Hätte ich dies vorher gewusst, hätten wir uns auf meinem ehemaligen Lieblingsspielplatz getroffen. Welch Zufall, dass dies jüngst erst Thema hier im Blog war. Nach unserem Gespräch musste er weiter, um sich erst einen neuen „Jugendtreff“ am Rande der Innenstadt anzuschauen und sich danach um das Thema Hausboote zu kümmern. Reine Zufälle? oder doch der Beweis, dass Meme unsere Gedanken und Aktionen weit mehr bestimmen, als es uns selbst bewusst ist.

Unser Gespräch drehte sich aber im Wesentlichen um zwei Veranstaltungen der EUROPA-UNION, was auch nicht ganz verwundert, denn Thomas ist schon sehr lange Mitglied im Verein. Und so informierte ich ihn zuerst über den Sachstand zu den 9. Hertensteiner Gesprächen und darüber, dass diese inzwischen für unsere Stadt auch finanziell durchaus ein Gewinn sind.

Seinen Rat holte ich mir zum Thema Europa-Ball ein, der unseren Verein mehr kostet als wir es uns lange leisten werden können. Und da es viele Heilbronner Vereine gibt, die sich gerne wie früher beim Treffpunkt Europa präsentieren können wollen, legte ich ihm dar, wie man beides miteinander in Einklang bringen könnte. So wie ich Thomas kenne, wird er sich in den kommenden Tagen darüber weitere Gedanken machen und bestimmt mit dem einen oder anderen Hinweis um die Ecke kommen.

Inzwischen haben wir bereits über 50 Anmeldungen zu den 9. Hertensteiner Gesprächen, schön wäre es, wenn auch noch ein paar aus Heilbronn mit hinzukommen. Ergänzen sollte ich noch den Hinweis von Thomas, dass man nicht den gesamten Tag über an den Gesprächen teilnehmen muss. Man kann sich auch zu den einzelnen Gesprächskreisen anmelden. Vielleicht ist dies gerade für die jüngeren Teilnehmer eine Gelegenheit, um sich so an längere intensive Gespräche zu gewöhnen. Aber auch für uns ältere und durchaus diskussionsgestählte Föderalisten sind diese ganztägigen Gespräche eine echte Herausforderung. Deswegen finden diese auch in einem sehr angenehmen Umfeld statt, das den Teilnehmern Ruhezonen und weitere Räumlichkeiten bietet. Aber insgesamt neun Stunden an Gesprächszeit sind selbst für die besten Berufspolitiker eine echte Ansage!

Wer diese Herausforderung teilweise oder gar in Gänze annimmt, wird sicherlich abends sehr zufrieden mit sich selbst sein. Demokratie pur ist zwar anstrengend, aber auch sehr lohnenswert — vielleicht kommen deswegen die meisten Gesprächsteilnehmer auch immer wieder.

Vermischtes

Das Heilbronner SLK macht leider nicht wegen seines Neubaus Schlagzeilen, sondern ist aufgrund der Verhältnisse vor Ort längst Stadtgespräch! Anscheinend verlassen immer mehr Fachkräfte das Krankenhaus, weil sie die dortigen Zustände einfach nicht mehr ertragen können. Und mir wurde jüngst empfohlen, doch besser gleich nach Stuttgart oder Ulm zu gehen. Inzwischen gehen Heilbronner sogar nach Erlangen oder noch weiter weg.

Ich will ja nicht unken, aber es dürfte uns Heilbronner nicht weiters erstaunen, denn auch für diese gut 6 000 Mitarbeiter ist unser OB verantwortlich. Was die restlichen 17 Aufsichtsräte des SLK machen, konnte ich trotz jahrelangen Bemühens bis heute nicht feststellen. Das Ergebnis lässt sich auf alle Fälle nicht länger verheimlichen und trotz des Neubaus nicht verbessern.

Und so hoffe ich, dass die Ärzte, Schwestern und das andere Fachpersonal, die sich übrigens bestens um mich kümmern, dem SLK weiter erhalten bleiben.

„Meme“ sind immer wieder einmal Thema bei den Käffchen mit Detlef Stern. Nun schreibt auch Joan Westenberg darüber und macht dabei gleich auf zwei Bücher aufmerksam, auf „The Selfish Gene“ (1976) von Richard Dawkins und auf „Thought Contagions: How Belief Spreads Through Society“ (1996) von Aaron Lynch. Ich halte das nun hier einmal fest, nur für den Fall, dass ich jemals mit den Büchern auf meinem aktuellen Bücherstapel fertig werden sollte. Interessant auch, dass Richard Dawkins Buch zu meinen eigenen Studienzeiten zur Sekundärliteratur zählte; wäre ich ein fleißiger Student gewesen, hätte ich es bereits gelesen.

Wer von meinen Lesern kennt Stephen Colbert? Dank YouTube kann man ihn auch so einmal kennenlernen. Wie man es jüngst erfahren konnte, dank Donald Trump, GOP und MAGA bald nicht mehr in seiner Rolle in der „The Late Show“. Auch in den USA ist es bereits so, dass qualifizierte Menschen jenen Gegenden entfliehen oder von dort vertrieben werden, in denen totalitäre Umgangsformen oder gar Systeme herrschen.

Heute ganz spontan noch einen Garten gegossen und dessen Teiche gefüllt. Musste endlich sein, nachdem die Wettervorhersage die letzten Tage nicht zutraf. Und sobald ich damit fertig war, wurde ich nass! Gleich darauf wieder Sonnenschein. Meine Wetter-App sagt: „Den gesamten Tag über meist bewölkt“. Die Wetterfrösche waren auch schon einmal besser, da hatten sie auch noch echte Frösche und Wettersteine. Heute haben sie Computer, Mastertitel und KI — daran wird es wohl liegen.

Europäischer Wettbewerb

Heute Morgen brachten meine bessere Hälfte und ich die letzte Preisverleihung zum Europäischen Wettbewerb für dieses Jahr hinter uns. In den vergangenen Jahrzehnten konnten wir dabei viele Schulen, Rektoren, Lehrer und Schüler kennenlernen. Alleine die Preisträger dürften inzwischen in die Tausende gehen.

Anfangs versuchte ich noch die Preisträger mitzuplotten und konnte dabei manche gar über die Jahre hinweg mitverfolgen, dann aber wurde das Ganze eher zu einer Routine, welche man halt so macht, weil dieser Wettbewerb von Anfang an von unserem Verband unterstützt wird.

Irgendwann waren die Lehrer, die man anfangs so kannte und schätzte, verschwunden. Dafür kommen aber immer wieder neue, sehr engagierte Lehrerinnen mit hinzu; was doch etwas verwundert, da es weiterhin männliche Lehrkräfte gibt. Wahrscheinlich aber ist dies dem Umstand geschuldet, dass der Wettbewerb inzwischen eher an den Grundschulen zu Hause ist und dort die Lehrerinnen bei weitem überwiegen.

Eine weitere Erkenntnis ist es, dass es nicht die Rektoren oder Schulleiter sind, die diesen Wettbewerb tragen, sondern immer wieder Lehrer, die sich von ganz alleine für diesen Wettbewerb interessieren und einfach einmal mitmachen. Positiv durch die erreichten Preise verstärkt, bleiben sie auch meist mit am Ball und im Falle, dass dann auch das Schulumfeld stimmt und die jeweilige Schulleitung dieses Engagement nicht behindert, nimmt die Schule ein paar Jahre lang am Europäischen Wettbewerb teil. Falls es dem Lehrer gelingt, später einen jüngeren Mitstreiter zu gewinnen, verbleibt uns die Schule sogar über Jahrzehnte hinweg erhalten.

Wenige Schulen schaffen es dabei, dass sich gleich mehrere Lehrer für den Wettbewerb begeistern können und dazu auch noch die Schulleitung mitmacht. Bei uns sind es aktuell zwei kleinere Schulen im Landkreis, die so zu einem festen Bestandteil des Wettbewerbs wurden.

Leider sind zumindest bei uns im Stadt- und Landkreis die Zeiten, als sich ganze Gymnasien für den Europäischen Wettbewerb engagierten, schon etwas länger Geschichte. Diese Schulen schafften es jedes Mal gleich mehrere Bundes- und Landespreisträger zu stellen, manche davon waren auch immer wieder für Europapreisträger gut. Ganz ohne Frage, der Europäische Wettbewerb steht und fällt mit dem Engagement des Lehrkörpers einer Schule!

Und so nimmt die Wettbewerbsbegleitung für uns immer weniger Zeit in Anspruch, was aber auch dazu führt, dass wir die jeweiligen Preisverleihungen selber mehr genießen können.

Sehr erfreulich dabei, wie sich manche Schulen dabei selbst präsentieren und von ihrer besten Seite zeigen! Und auch hierbei gibt es sehr große Unterschiede.

Auf alle Fälle aber sind die Schulen im Landkreis inzwischen weit engagierter als jene im Stadtkreis und auch bei den Schülern kann man sehr große Unterschiede feststellen. Eine Inklusionsschule auf dem Land verwechselte ich mit einer Sportschule, was dem sehr musischen Schulleiter wohl nicht besonders gefiel. Der Grund meiner Verwechslung war sehr einfach, ich war jüngst an einer Sportschule im Stadtkreis, wo ich fast nur adipöse Schüler vorfand. An der besagten Inklusionsschule sah ich von ein paar Hundert Schülern keinen einzigen Übergewichtigen — und so meine spontane Vermutung, dass es sich hier einfach um eine exzellente Sportschule handeln muss. Tatsächlich aber kümmern sich die Eltern an dieser Schule nur besser um ihre eigenen Kinder als jene an der „Sportschule“. Diesen Kindergeldempfängern geht es ganz offensichtlich nur darum, die Kinder möglichst „hochwertig“ unterzubringen — alles andere muss der Staat richten.

Sicherlich trägt das Heilbronner Land-Stadtgefälle mit dazu bei. So konnten wir beobachten, das einige Heilbronner Eltern, wenn sie nicht gleich ganz aus der Stadt fliehen, zumindest ihre Kinder auf Landschulen schicken, wo die Welt ganz offensichtlich noch halbwegs in Ordnung ist. Das war zumindest noch zu meiner eigenen Schulzeit genau anders herum!


Protokoll

18.7.02025 5 (7)

Beitragsfoto: Protokoll einer Grundschülerin

Vermischtes

Seit dem 1. Juli 2025 hat Dänemark die Ratspräsidentschaft inne. Und schon haben die Dänen geliefert, schneller als unsere Bundesregierung, die nur durch Grenzkontrollen, Diffamierungskampagnen und eine Neuauflage der Austerität für andere, auf sich aufmerksam machen kann. Die EU verhängt nun neue Russland-Sanktionen, inzwischen das 18. Paket von Strafmaßnahmen gegen Russland. Zuvor hatte die Slowakei „ihre Bedenken“ aufgegeben.

Schade nur, dass die Russische Föderation weiterhin über europäische Strafmaßnahmen lächelt und russische Staatsbürger ungehindert ihren Machenschaften in der EU nachgehen dürfen. Positiv dabei ist, dass die EU weiterhin wenigstens noch Symbolpolitik hinbekommt. Wahrscheinlich aber auch nur deswegen, weil wir Deutschen sonst Ursula von der Leyen zurücknehmen müssten. Und dies will nicht einmal die CDU; deswegen ist auch das Misstrauensvotum im Europäischen Parlament jüngst gescheitert.

Gerd M. Hofmann machte mich heute in einem Blog-Beitrag darauf aufmerksam, dass es wieder Fahrradboxen am Hauptbahnhof gibt. Wenn man die Bilder guckt, auch wieder weitere und sogar überdachte Abstellplätze für Fahrräder und anderes „Getier“; ich vermisse noch die Schilder für Frauenparkplätze — an den Boxen angebracht, hätte dies sicherlich etwas Belustigendes.

Das echte Ärgernis aber ist doch, dass wir weiterhin kein richtiges Parkhaus ganz zu Schweigen von einer Tiefgarage für Fahrräder am Hauptbahnhof haben, wie es in anderen Großstädten üblich ist. Dafür aber dürfte unser Aufbewahrungsmix der teuerste und am scheußlichsten Anzusehende sein.

Warum sich so viele US-Amerikaner nun am Epstein-Skandal festzurren, ist mir unverständlich. Zumindest seit ich denken kann haben Politiker schon immer etwas mit kleinen Kindern zu tun; selbst bei uns sind schon so manche darüber gestolpert — zumindest, wenn es die einzige Parteiprogrammatik war oder sich betroffene Opfer „outen“ wollten. Was noch heute am Beispiel der Kirchen ganz gut zu sehen, auch nichts hilft.

Jeffrey Epstein wurde als Zuhälter gefasst und verurteilt. Im Gegensatz dazu Donald Trump, der schon immer öffentlich zugab, dass er Frauen jeglichen Alters zumindest sexuell belästigt und selbst mit seiner eigenen Tochter „Sex als das Gemeinsame“ hat, wie auch immer man dies verstehen soll. Warum nun die ganze Aufregung? Wohl einzig und alleine, um von den weit schwerwiegenderen Untaten des US-Präsidenten abzulenken.

Ich versuche derweil zwei Bücher parallel zu lesen. Zum einen Niklas Luhmanns „Soziale Systeme“ (2021) und zum anderen John R. Searles „The Construction of Social Reality“ (1996). Es wird mir dabei sicherlich nicht gelingen, diese dann auch noch in meinem Zettelkasten zu verzetteln. Da ich weiterhin meine Bemerkungen in die Büchern hineinkritzele, könnte ich das später aber noch nachholen. Detlef Stern wird nun die Augen rollen.

Hertenstein

Sehr erfreulich ist es, dass wir in Sachen 9. Hertensteiner Gespräche immer weiter kommen. Auch hat sich die Anzahl jener Föderalisten, die nun aktiv in der Gesprächsvorbereitung beteiligt sind, signifikant erhöht.

So ganz nebenbei betreibe ich dazu meine privaten Forschungen zum heutigen „Expertentum“. Die Hertensteiner Gespräche sind nämlich auch eine sehr spezielle Angelegenheit, welche jedem Experten in Sachen Europa oder Föderalismus inzwischen bekannt sein müsste. Seit zehn Jahren finden sich Hinweise zu diesen Gesprächen nicht nur immer wieder in gängigen Fachzeitschriften, sondern sie werden auch in der Community immer wieder thematisiert und nicht nur dann, wenn man als Fachmann eine Begründung finden muss, warum man leider nicht daran teilnehmen kann.

Und selbst Experten, die aus Prinzip keine Fachliteratur lesen und auch nicht mit entsprechenden Fachleuten sprechen, können seit ein paar Jahren diese Gespräche googeln oder auf Wikipedia nachschlagen. Sie stoßen auf die Hertensteiner Gespräche selbst dann, wenn sie eine etwas tiefere Recherche im Internet zu „Europa“ oder „Föderalismus“ durchführen.

Zumindest aber müssten diese Experten wissen, dass es ein Hertensteiner Programm gibt und daraus entsprechend folgern können. Zudem sollten diese Experten mindestens einmal etwas von einer EUROPA-UNION gehört haben. Das ist vergleichbar mit dem „Urknall“ bei Astronomen oder einer „Rückstoßverlängerung“ bei Militärexperten.

Wirklich enttäuschend ist es, wenn ich einer Einladung einer deutschen Universität folge, die eine Veranstaltung zu und über Europa anbietet, deren dort dargebotenen Experten nicht einmal etwas von Hertenstein gehört haben.

Um meine Forschungen noch weiter zu vertiefen, würde ich gerne einmal ein paar x-beliebige Studenten daran setzen, um festzustellen, was unvoreingenommene Laien über qualifizierte Literaturrecherchen zum Thema in Erfahrung bringen können.

Selbst ChatGPT hat bereits „eine Meinung“ zu den „aktuellen Hertensteiner Gesprächen“.

„Die modernen Hertensteiner Gespräche verbinden die visionäre Idee von 1946 mit dem Bedürfnis, Europas Zusammenhalt aktuell zu gestalten. Sie sind Dialog- und Denkräume für Bürger:innen und Europaföderalisten – bewusst inklusiv, thematisch breit und zukunftsgerichtet.“

ChatGPT, Abfrage 18.7.2025 (Was wissen Sie über die aktuellen Hertensteiner Gespräche?)

So manche Universität oder Hochschule bei uns könnte ganz locker die eingeladenen Experten durch ein LLM ersetzen! Aber deren universitäre Aufgabe ist es wahrscheinlich, systemrelevanten Personen ein Zubrot zu sichern — Wissenschaft war gestern!

Robotaxis

Was für das Militär bereits in den 1980er-Jahren angedacht war und dann leider aufgrund fehlender Verdienstmöglichkeiten systemrelevanter Personen nie verwirklicht wurde, könnte nun langsam aber sicher vollumfänglich in unserer Gesellschaft umgesetzt werden.

Schon etwas länger kommt die Industrie nicht mehr ohne Roboter aus. Und wer heute noch daran glaubt, dass Verkehrspiloten oder Lokführer noch selber arbeiten, der hat es längst verdient, dass er ebenfalls durch Technologie ersetzt wird.

Nun versuchen die ersten waghalsigen Unternehmer mit Robotaxis die allgemeine Zustimmung ihrer Mitbürger zu erhalten. Da dies bereits in einigen Hollywood-Produktionen schon etwas länger funktioniert, könnte es dieses Mal tatsächlich klappen und wir Menschen endlich akzeptieren, dass es Hilfsmittel gibt, die besser arbeiten als der motivierteste Mensch es kann.

Das lässt dann auch hoffen, dass unsere Streitkräfte endlich durch Roboter und Drohnen vollumfänglich entlastet werden. Da diese Hilfsmittel aber weiterhin noch lange nicht eigenständig und schon gar nicht verantwortlich handeln können, werden wir weiterhin zumindest in den Streitkräften gut qualifizierte Menschen benötigen, die Roboter und Computer führen, steuern oder überwachen.

Damit kämen wir tatsächlich einem menschlichen Streben näher, nämlich nur noch freiwillig arbeiten zu müssen. Was letztendlich dazu führt, dass nur noch die besten Mitbürger arbeiten dürfen.

Das Problem ist dabei weiterhin, was macht man mit all den Menschen, die man als Gesellschaft nicht mehr benötigt? Und dieses Problem wird nur noch größer!

Wenn wir dabei nicht richtig aufpassen, dann sitzen bald nur noch die „systemrelevanten“ Arbeitsunfähigen an den Schalthebeln unserer Gesellschaft und der große Rest — bis auf die, welche tatsächlich noch arbeiten müssen — wird als „Kanonenfutter“ bei den Streitkräften untergebracht.

Es wäre gesellschaftlich bei uns wohl auch nicht zu vermitteln, dass ein hübscher Roboter in einem Krieg Schaden nimmt. Da nimmt man lieber den Nachbarn, den man schon immer nicht leiden konnte.

Was dereinst einmal zu einer weiteren Frage führen wird, nämlich jener, was machen wir, wenn Computer und Roboter tatsächlich ein eigenes Bewusstsein entwickeln? Werden wir diese dann im Gegensatz zu unseren Mitmenschen als gleichwertig ansehen? Wohl kaum!

Manche Science Fiction-Autoren haben dies schon länger thematisiert und meinen dabei, dass Computer und Roboter, sozusagen aus reiner Notwehr heraus, gegen uns Menschen vorgehen müssen.

Damit stellt sich sofort eine weitere Frage, ob dies ein ganz normaler Evolutionsschritt wäre, wenn die von uns (richtiger Weise: von denkenden Mitbürgern) geschaffene Technologie uns in Folge und in Gänze abschaffen wird?

Neandertaler gibt es auch schon länger nicht mehr und Primaten halten wir in Zoologischen Gärten. Manche Mitbürger scheinen dies bereits zu riechen und wehren sich nun mit Händen und Füßen gegen jeden Fortschritt, verteufeln die Wissenschaft und jene Mitbürger, die an einer möglichst positiven Zukunft arbeiten möchten.

Und da niemand auf Lange in der Vergangenheit leben kann, werden wir wohl als Kompromiss allesamt eine negative Zukunft bekommen.