Bücher in Regal

Leseliste 5 (4)

Beitragsfoto: Bücher | © Pixabay

Ich lese auch immer wieder ein paar Romane, obwohl Belletristik nicht gerade meine erste Wahl ist. Manche von diesen hinterlassen bei mir einen sehr tiefen Eindruck und vereinzelt greife ich dann auch wieder auf das eine oder andere Buch zurück, um es nochmals oder gar noch etwas genauer zu lesen.

Hier finden Sie ein paar Romane, Gedichtbände oder weitere Bücher, die in meiner Erinnerung hängen geblieben sind und die auch Bestandteil meiner eigenen kleinen Bibliothek waren.

  • A. S. Neill – The Last Man Alive (1938)
  • Albert Camus – The Fall (1956)
    „Don’t wait for the Last Judgment. It happens every day.“
  • Aldous Huxley – Brave New World (1932)
  • Aldous Huxley – Brave New World Revisited (1958)
  • Anne Morrow Lindbergh – Gift from the Sea (1955)
  • Antoine de Saint-Exupéry – Night Flight (1931)
  • Antoine de Saint-Exupéry – Wind, Sand and Stars (1939)
    „Il semble que la perfection soit atteinte non quand il n’y a plus rien à ajouter, mais quand il n’y a plus rien à retrancher.“
    „La grandeur d’un métier est peut-être, avant tout, d’unir les hommes: il n’est qu’un luxe véritable, et c’est celui des relations humaines.“
    „L’essentiel, nous ne savons pas le prévoir. Chacun de nous a connu les joies les plus chaudes là où rien ne les promettait.“
  • Antoine de Saint-Exupéry – Der kleine Prinz (1943)
    „Un jour, j’ai vu le soleil se coucher quarante-quatre fois!“
    „On ne voit bien qu’avec le cœur. L’essentiel est invisible pour les yeux.“
    „C’est le temps que tu as perdu pour ta rose qui fait ta rose si importante.“
  • Charles Dickens – Oliver Twist (1838)
  • Daniel Anselme – Adieu Paris (1957)
  • Daniel Defoe – Robinson Crusoe (1719)
  • Douglas Adams – The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy (1978 – 1992)
  • E. M. Forster – The Machine Stops (1909)
  • Edwin Abbott Abbott – Flatland: A Romance of Many Dimensions (1884)
  • Erich Maria Remarque – Im Westen nichts Neues (1929)
  • Ernest Hemingway – The Old Man and the Sea (1952)
    „But a man is not made for defeat. A man can be destroyed but not defeated.“
  • Ernest Hemingway – A Farewell to Arms (1929)
    „That is the greatest fallacy; the wisdom of old men. They do not grow wise. They grow careful.“
  • Ernst Jünger – In Stahlgewittern (1920, 1922, 1924, 1934, 1935, 1961, 1978)
  • Esther Vilar – The Manipulated Man (1971)
    „If praise is applied in the correct dosage, a woman will never need to scold. Any man who is accustomed to a conditional dosage of praise will interpret its absence as displeasure.“
  • Eugen Roth – Sämtliche Menschen (1983): Ein Mensch (1935), Mensch und Unmensch (1948), Der letzte Mensch (1964)
  • Francis Bacon – Nova Atlantis (1624)
  • Franz Kafka – Die Verwandlung (1915)
  • Franz Kafka – Der Prozess (1925)
    „Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“
  • Friedrich Dürrenmatt – Der Tunnel (1952)
  • Friedrich Nietzsche – Also sprach Zarathustra: Ein Buch für Alle und Keinen (1883 – 1891)
  • Friedrich Nietzsche – Jenseits von Gut und Böse (1886)
  • Friedrich Nietzsche – Der Antichrist (1895)
  • George Mikes – How to be an Alien (1946)
    „CONTINENTAL people have sex life; the English have hot-water bottles.“
    „Believe that the aim of life is to have a nice time, go to nice places and meet nice people. … Never be sober after 6.30 p.m.“
  • George Orwell – Animal Farm (1945)
  • George Orwell – Nineteen Eighty-Four (1949)
  • Giovanni Boccaccio – The Decameron (1470, 1471, 1472, 1492)
  • H. G. Wells – The Shape of Things to Come (1933)
  • H. G. Wells – The War of the Worlds (1898)
  • H. L. Mencken – A Book of Burlesques (1920, 2016)
    „Creator – A comedian whose audience is afraid to laugh. Three proofs of His humor: democracy, hay fever, any fat woman.“
  • Hans Fallada – Jeder stirbt für sich allein (1946)
  • Hans Magnus Enzensberger – Herrn Zetts Betrachtungen, oder Brosamen, die er fallen ließ, aufgelesen von seinen Zuhörern (2013)
  • Heinrich von Kleist – Michael Kohlhaas (1808, 1810)
  • Helen Rowland – A Guide To Men: Being Encore Reflections of a Bachelor Girl (1922)
    „A man’s idea of being perfectly loyal to a woman is to ‘think of her always’ even when he is kissing another woman.“
    „A husband is like religion: Never doubt his word even when you know he is lying. To give you any real comfort, he must be taken with blind faith.“
  • Henry Neville – The Isle of Pines (1668)
  • Herman Melville – Moby-Dick; or, The Whale (1851)
  • Hermann Hesse – Siddhartha (1922)
  • Hermann Hesse – Narziß und Goldmund (1930)
  • Homer – Iliad (ca. 800 BC)
  • Homer – Odyssey (ca. 800 BC)
  • J. D. Salinger – The Catcher in the Rye (1951)
  • J. R. R. Tolkien – The Lord of the Rings (1954/55)
  • J. R. R. Tolkien – The Hobbit (1937)
  • James Harrington – The Commonwealth of Oceana  (1656)
  • James JoyceUlysses (1922)
  • Jaroslav Hašek – The Good Soldier Švejk (1923)
  • Jean-Jacques Rousseau – Emile or On Education (1762)
  • Johann Wolfgang von Goethe – Wilhelm Meisters Lehrjahre (1795–96)
    „Wenn wir … die Menschen nur nehmen, wie sie sind, so machen wir sie schlechter; wenn wir sie behandeln als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.“
  • Johann Wolfgang von Goethe – Urfaust (1887) – Faust. Ein Fragment (1790) – Faust. Eine Tragödie (1808) – Faust. Der Tragödie zweiter Teil (1832)
    Für alle Heinriche ein Must-Read
  • Jonathan Swift – Gulliver’s Travels (1726, 1735)
  • Joseph Heller – Catch-22 (1961)
  • Jostein Gaarder – Sophie’s World (1991)
  • Judith N. Shklar – Ordinary Vices (1984)
  • Julia Child – My life in France (2006)
  • Kurt Vonnegut – Slaughterhouse-Five (1969)
    „So it goes.“
    (Salman Rushdies Kommentar aus 2019)
  • Leo Tolstoy – War and Peace (1869)
  • Margaret Atwood – The Handmaid’s Tale (1985)
  • Max Frisch – Montauk (1975)
  • Michael Ende – Die unendliche Geschichte (1979)
  • Michel Foucault – Madness and Civilization (1961)
  • Miguel de Cervantes Saavedra – The Ingenious Gentleman Don Quixote of La Mancha (1605/1615)
  • Nathaniel Hawthorne – The Scarlett Letter (1850)
  • Ovid – Metamorphosen (8 AD)
  • Philip Pullman – His Dark Materials – The Triology (1995, 1997, 2000)
  • Rainer Maria Rilke – Die Gedichte (1986)
  • Ray Bradbury – Fahrenheit 451 (1953)
  • Rudyard Kipling – Kim (1901)
  • Salman Rushdie – The Satanic Verses: A Novel (1988) 
  • Samuel Beckett – Waiting for Godot (1953) 
  • Samuel Beckett – Endgame (1957)
  • Samuel Beckett – Nohow On (1989)
  • Samuel Scheffler – Death and the Afterlife (2013)
  • Sarah Bakewell – At the Existentialist Cafe: Freedom, Being, and Apricot Cocktails (2016)
  • Sophocles – Antigone (ca. 400BC)
  • Stefan Zweig – Sternstunden der Menschheit (1927)
  • Stephen Crane – The Red Badge of Courage (1895)
  • Thomas Hobbes – Leviathan (1651)
  • Thomas Morus – Utopia (1516)
  • Ulrich Plenzdorf – Die neuen Leiden des jungen W. (1973)
  • Umberto Eco – The Name of the Rose (1980)
  • William Golding – Lord of the Flies (1954)
  • Yann Martel – Life of Pi (2001)

„Man sollte … alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.“

Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre: Fünftes Buch – Erstes Kapitel

Summerhill Schulgebäude

Die grüne Wolke 4.8 (5)

Beitragsfoto: Aufnahme von der Schul-Website | © A. S. Neill Summerhill School

Als Lesepate stehe ich fast jede Woche vor der Frage, was ich den Schulkindern vorlesen soll oder besser noch vorlesen kann, ohne dabei deren knappe Aufmerksamkeitsspanne zu überfordern.

In den ersten Klassen sind es möglichst schön bebilderte Kinderbücher, wobei ich feststellen muss, dass es dabei vier sehr unterschiedliche Geschmäcker gibt: den der Lehrerinnen, den der Bibliothekarin, den der Kinder und nicht zuletzt der meinige. Dabei merkt man ganz besonders, wie sich die Geschmäcker und Vorurteile alleine im letzten halben Jahrhundert geändert haben, und dies ist so offensichtlich, dass ich mich schon gar nicht mehr traue, mit dem Struwwelpeter um die Ecke zu kommen.

So freue ich mich schon jetzt darauf, einmal außerhalb der Grundschule aus einem ganz anderen Kinderbuch vorlesen zu dürfen, welches zwar bereits während meiner Schulzeit „uralt“ aber dennoch für die meisten damaligen Lehrer noch viel zu „revolutionär“ war.

Es handelt sich dabei um ein Buch von Alexander Sutherland Neill aus dem Jahre 1938, welches gerade heute bei der Jugend aktueller den je sein müsste, und im Original den Titel „The Last Man Alive“ trägt. In Deutschland ist es besser als Die grüne Wolke. Den Kindern von Summerhill erzählt bekannt, und hier erst gut 30 Jahre später, nämlich 1971 erschienen.

Sowohl die Handlung des Buches als auch die Erzähltechnik sind auch heute noch für viele Leser gewöhnungsbedürftig. Weiterhin interessant dabei ist, dass Neill selber Pädagoge war und seine von ihm, nach auch heute sehr umstrittenen Prämissen und Prinzipien, gegründete Summerhill Schule noch existiert.

Ob dort das Buch dort noch immer von Lehrern vorgelesen wird, ist mir allerdings nicht bekannt.

„Hate breeds hate, and love breeds love.“

A. S. Neill, Summerhill School: A New View of Childhood
(1995: 13)

Bücherregal

Über Gott und die Welt 5 (3)

Beitragsfoto: Lesendes Mädchen | Bücherregal | S. Hermann & F. Richter | © Pixabay 

Bücher anderen Menschen zu empfehlen ist nicht leicht, vor allem dann, wenn man denjenigen selber dafür nicht gut genug kennt.

Das von mir heute empfohlene Buch trägt den Titel „Über Gott und die Welt: eine Autobiografie in Gesprächen“ und stammt vom Philosophen Robert Spaemann aus dem Jahre 2012.

Spaemann lernte ich erstmals während meines Studiums kennen, als ich mich mit seinem Werk „Zur Kritik der politischen Utopie“ etwas näher auseinandersetzte.

Als ich 2012 überraschend für ein paar Monate abkommandiert und in einem Hotel untergebracht wurde, griff ich nach seinem jüngsten Werk, um mir die Abende etwas zu versüßen.

Als dann noch das Hotelzimmer eine Badewanne hatte, die zu längerem Verweilen einlud, gab es kein Halten mehr.

Robert Spaemanns Autobiographie hat mich dabei von Anfang an in Bann gezogen und ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Eingepackt in sein eigenes Leben, siniert er über Gott und die Welt und eröffnet dabei dem geneigten Leser durchaus neue Perspektiven.

Ich empfehle die Lektüre seiner Autobiographie besonders an Winterabenden, wie gerade den jetzigen, und habe mir selbst vorgenommen, dieses Buch nochmals zu lesen, sobald der Bücherstapel auf meinem Schreibtisch etwas überschaubarer geworden ist.

„Die Aufgabe der Philosophie besteht darin, über das Selbstverständliche nachzudenken.“

Robert Spaemann, Über Gott und die Welt (2012)