Lesezeichen

Über Bücher 5 (5)

Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Ellen Griffin | The Ellysian

No one buys books – Blogbeitrag (zuletzt aufgerufen am 23.4.2024 um 7.41 Uhr)

„Did you know that 96% of books sell less than 1,000 copies? …

If publishing houses make minimal investment in marketing their authors and focus largely on celebrity books and their backlist, authors who can’t snag a large advance might have better luck building their own audience and publishing elsewhere.“


Ein Augenöffner. Auch wenn die Bücherwelt tatsächlich nicht so schlecht ist, wie es Ellen Griffin meint, wäre es vielleicht doch ein ganz guter Weg, wenn die meisten Autoren erst einmal ohne Bücherveröffentlichungen auskämen.

Und für die Verlage vielleicht eine gute Überlegung, nicht wirklich alles zu drucken, was sich verkauft. Aber für diese Überlegung bräuchten wir, wie beim Christentum oder Kommunismus auch, ganz andere Menschen — ergo: ein völlig abwegiger Gedanke!


Lesezeichen

Not a book club 5 (4)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Molly Young | The New York Times

It’s My Party and I’ll Read If I Want To — Reading Rhythms bills itself as a series of “reading parties,” where guests read silently for an hour and chat with strangers about the books they brought. (Just don’t call it a book club.) (zuletzt aufgerufen am 20.12.2023, 08.18 Uhr; meine Leser können den Beitrag übrigens kostenfrei lesen)

 „Just because a city never sleeps doesn’t mean it isn’t crammed with introverts …“


Wenn ich nur an die zwei Bücher denke, die gerade neben mir liegen, dann fürchte ich, dass kein Mensch mit mir darüber auch nur im Ansatz sprechen würde: Phoenix von H. G. Wells oder The Making of the Atomic Bomb von Richard Rhodes.

Und der Mann mit dem uralten Buch von John O’Donohue unter dem Arm, denkt vermutlich, dass er bei einer analogen Tinder-Sitzung ist. Vielleicht aber ist er auch nur ein Philosophiestudent im 30. Semester, solche Exemplare habe ich noch während meines eigenen Studiums kennengelernt, was allerdings auf dasselbe hinauslaufen dürfte.


Lesezeichen

Das neunte Land 5 (3)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Peter Geimer | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das neunte Land – Ausnahmebuchhandlung in Paris (zuletzt aufgerufen am 19.11.2023, 15.33 Uhr)

Sophie Semin-Handke hat in der vergangenen Woche eine deutsch-französische Buchhandlung eröffnet. Hier trifft man auf Texte, die selbst in Deutschland beinahe aus dem Angebot verschwunden sind. Peter Geimer schreibt über seinen dortigen Besuch.


Ein Anzeichen dafür, dass es sich um eine richtige Großstadt handelt, ist das Vorhandensein mindestens einer echten Buchhandlung — und mit echter Buchhandlung meine ich nicht diese Bücherläden oder -ketten, die wirklich alles anbieten, was gedruckt werden kann und dabei ihre Gewinne durch den Verkauf von Kitsch und Tand erzielen.

In Paris gibt es nun neben doch so einigen guten Buchhandlungen auch wieder eine, die sich der deutschen Sprache verschrieben hat, ein sicheres Anzeichen dafür, dass Paris eine Weltstadt ist.

In den 1970er- und 1980er-Jahren — als ich gute Buchhandlungen noch nicht so richtig zu schätzen wusste — gab es auch in Stuttgart eine sehr gute. Man konnte sich dort in den Buchregalreihen verlieren wobei ein sehr alter Herr über die vorhandenen teilweise eingestaubten Bücher herrschte; schon damals fand man dort keine Spiegel-Bestseller.

Wenn ich daran zurückdenke, träume ich auch schon wieder von einer solchen Buchhandlung in Heilbronn. Wahrscheinlich aber können sich Buchhandlungen nur in Städten ab etwa einer Million Einwohnern halten oder weil sie in Bildungshochburgen subventioniert werden.

[https://iiics.org/h/20231119145800]