meseno 5 (3)

Für all jene, die ein wenig mehr als sonst üblich für unsere Gesellschaft machen möchten, gibt es auch in Heilbronn vielfältige Möglichkeiten, um sich ehrenamtlich und unentgeltlich zum Wohle der Mitbürger zu engagieren.

Neben Lesepatenschaften für die jüngsten Mitbürger unter uns, welche sehr gut seitens der Heilbronner Stadtbibliothek betreut werden, gibt es weitere soziale Einrichtungen, die sich über jede helfende Hand freuen.

Eine solche Einrichtung ist die meseno-Elsa-Sitter-Stiftung im Heilbronner Südviertel. Diese kümmert sich um gut 500 Familien, Alleinstehende und betreut zusätzlich noch ca. 70 Kinder im Alter von 1 bis 12 Jahren.

Im meseno-Sozialladen mit Kleiderstube können sich bedürftige Familien oder Personen, darunter gerne auch Studenten mit knapper Kasse, regelmäßig und preiswert mit Lebensmitteln sowie Kleidung versorgen. 

Nach dem Umzug in neue Gebäude, welche direkt neben einem öffentlichen Spielplatz liegen, und mit einem eigenen kleinen aber sehr einladenden Vorplatz, entwickelt sich meseno immer mehr zu einem zwar beschaulichen aber dafür sehr bürgernahen „Stadtteilzentrum“.

Die bis zu 30 meseno Mitarbeiter, welche von gut 24 Ehrenamtlichen unterstützt werden, sorgen dafür, dass nicht nur die Kleinen gut ins Leben starten, sondern, dass allen Menschen des Viertels eine Anlaufstelle geboten wird, die unbürokratisch weiterhilft, wenn Hilfe nötig ist.

Damit dieses bereits bestehende Angebot und weitere Ideen der „meseno-Familie“ noch besser umgesetzt werden können, sind auch bei meseno ehrenamtliche Helfer stets willkommen!

Sollten Sie Interesse an einer Mitarbeit bei meseno haben, dann wenden Sie sich bitte direkt unter +49 7131 91 91 88 0 oder auch via post@meseno.de an Birgit Hörter-Schweizer.

Und sollten Sie zwar die meseno-Idee gut finden aber selbst keine Zeit zur Mitarbeit haben, dann freuen sich alle bei meseno auch über jede Spende.

„If you see charity, you see the Trinity.“

Augustinus von Hippo, De Trinitate (c. 417)

Pfadfinder 5 (5)

In meiner Jugend gehörte ich einmal dem Stamm Grenzland (112) in Heilbronn an, welcher zu dieser Zeit allerdings nur aus Jungs und jungen Männern bestand. Und noch heute erinnere ich mich gerne an diese Zeit zurück, besonders dann, wenn ich am Stammesheim, dem Cäcilienbrunnenhaus vorbeigehe.

Später dann entwickelte ich andere Interessen und ging auch so in meinem Beruf als Infanterist auf, dass ich dabei die Pfadfinderei ganz aus den Augen verlor. Ich behielt aber weiterhin den ZimeZum und meine alte Uniform.

Und gerade als ich dann wirklich nicht mehr an die Pfadfinderei dachte, musste ich feststellen, dass mein Schwager, und dies bis zum heutigen Tage, durch und durch ein Boy Scout ist. Dies führte wiederum dazu, dass ich im Tribe 141 einen neuen Stamm fand und meine alte Pfadfinderausrüstung einen Besitzer, der diese besser als ich zu schätzen weiß.

Jahrzehnte später bewahrheitete sich wieder einmal, dass die Welt wirklich klein ist, als ich in meiner letzten beruflichen Verwendung auf einen Kameraden stieß, der zumindest damals noch ein Angehöriger des Grenzland Stammes war.

Nachtrag 22.10.2021:

„Nach über 60 Jahren Pfadfinder- und Jugendarbeit im Stamm Grenzland müssen wir leider einen Schlussstrich ziehen. Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit mit den unzähligen Unterstützerinnen und Unterstützern aus dem Umkreis. Wir bedanken uns auch bei allen Interessierten, die uns bis zum Schluss gezeigt haben, dass es sich gelohnt hat alles zu versuchen, um eine Zukunftsperspektive für den Stamm zu schaffen. Leider blieb uns dieser Erfolg verwehrt. Mit Wehmut tönt es zum letzten Mal aus unseren Mündern: „Nehmt Abschied, Brüder, ungewiss ist alle Wiederkehr …“. Doch klar ist auch: Wer einmal Pfadfinder ist, bleibt es ein Leben lang. Und so blicken wir gespannt in die Zukunft …

Im Namen der Stammesführung und aller Grenzländerinnen und Grenzländer wünschen wir allzeit Gut Pfad!“

„Being in the Army is like being in the Boy Scouts, except that the Boy Scouts have adult supervision.“

Dieses Zitat wird Blake Clark zugeschrieben.

Schüler

Dammschulen 5 (2)

Beitragsfoto: Schüler in Klasse | © Shutterstock

Bereits meine Großmutter besuchte die heutige Dammrealschule und ich absolvierte meine ersten vier Schuljahre in der Dammgrundschule. Deswegen schaue ich noch heute mit Interesse auf beide Schulen und besonders auf das Schulgebäude, welches ich immer noch für sehr gelungen halte, einmal von den misslungenen Anbauten abgesehen.

So konnte ich auch in den letzten Jahren beobachten, wie so langsam aber sicher neben den Dammschulen eine vollwertige Hochschule buchstäblich aus dem Boden sprießt.

Jedoch kann ich bis heute dabei nicht beobachten, wie die inzwischen auch jahrelangen Umbaumaßnahmen an der Dammschule von statten gehen. Auch weiß ich schon nicht mehr, welche der beiden Baumaßnahmen zuerst begonnen wurde.

Mir scheint es inzwischen wahrscheinlicher, dass neben der Dammschule eine vollwertige Universität steht, bevor die Dammschüler endlich in den Genuss eines funktionierenden Schulgebäudes kommen.

Sehr schändlich für unsere Stadt ist es, dass mindestens eine Schülergeneration der Dammschulen nach ihrer Schulzeit nie ein Schulgebäude von innen gesehen haben wird, und deren Erinnerungen an die Schulzeit von Containern, Baustelle und Enge geprägt sein werden.

Gerade die ersten Menschenjahre sind es, welche prägend für den weiteren Schul- und Bildungsverlauf sind. Dabei spielt auch die Architektur eine entscheidende Rolle, vor allem dann wenn sie das Lehr- und Lernumfeld maßgeblich mitgestaltet.

Die Verantwortlichen der Heilbronner Hochschule haben dies erkannt und stellen sicher, dass zumindest seitens der Gebäude und der weiteren Infrastruktur alles getan wird, um den Lern- und Bildungserfolg der Hochschüler sicherzustellen.

Was sich die für das Dammschulgebäude Verantwortlichen dabei denken, bleibt mir weiterhin ein Rätsel.

„I thought the purpose of education was to learn to think for yourself.“

Robin Williams als John Keating in Dead Poets Society (1989)