Europa-Ball

Tanzen 5 (5)

Beitragsfoto: Europa-Ball 2024

Es freut mich, dass einige Leser meine regelmäßigen Beiträge vermissen. Deshalb gibt es nun einen ganz spontanen Beitrag, der für den einen oder anderen Leser durchaus von Interesse sein könnte.

Gestern beim Tanzen kamen wir mit dem einen oder anderen Paar ins Gespräch, die uns erneut auf den Europa-Ball 2024 ansprachen. Leider ist es heute viel zu selten der Fall, dass Tanzpaare ausreichend Gelegenheit zum Tanzen finden — am besten ist es, wenn man sich gleich in einer Tanzschule anmeldet; das hat auch den Charme, dass man seine eigene Tanzkompetenz beständig verbessert.

Leider aber behebt es nicht das Problem, dass es immer noch zu wenige Möglichkeiten gibt, um das Tanzbein so richtig und erschöpfend zu schwingen, besonders dann, wenn man sich gerne auf Bällen bewegt — mir persönlich hat dabei immer das Umfeld und das Ambiente der Bälle besonders gefallen und selbst als wenig modeinteressiert, dabei dann doch auch die Roben der Tänzer.

Ein weiteres Problem dabei ist es, sollte man heute noch einen Tanzball finden, dieser meist so frequentiert ist, dass man sich die Tanzfläche mit viel zu vielen Tanzpaaren teilt. Manchmal dachte ich schon dabei, dass es ganz gut wäre, wenn die Organisatoren die Tanzflächenzeiten auf die Paare aufteilen.

Deshalb auch das gestrige Feedback, welches unser Bemühen lobte, den Tänzern eine möglichst große Tanzfläche zu bieten. Wie wir hören durften, hat der Europa-Ball damit zumindest bis hin nach Stuttgart ein Alleinstellungsmerkmal. Und deswegen ist es uns nun erneut gelungen, den Europa-Ball auch 2025 stattfinden zu lassen.

Der Theodor-Heuss-Saal wird weiterhin über eine Tanzfläche von 360 Quadratmetern verfügen; dabei sind die Freiflächen an der Fensterfront und hin zur Empore nicht mit hinzugerechnet.

Es wird dieses Mal wieder 33 Tische geben, die wir nun von Anfang an mit bis zu 10 Personen ausplanen. Damit kommen wir auf 330 Tänzer, was 165 Tanzpaaren entspricht. Selbst wenn sämtliche Tanzpaare auf einmal tanzen würden, hat jedes Tanzpaar mehr als zwei Quadratmeter Tanzfläche zur Verfügung. Das ist eine Ansage!

Und damit die Tanzpaare auch die beste Tanzmusik erhalten, konnten wir wieder Happyness Voice als Tanzband gewinnen. So ist erneut sichergestellt, dass alle Tanzbegeisterten am Samstag, 10. Mai 2025 voll auf ihre Kosten kommen, zumindest jene, die sich rechtzeitig zum Ball anmelden.

Wer von meinen Lesern nun so richtig Lust auf das Tanzen bekommen hat, der kann sich ab jetzt seine Teilnahme sichern.

Und für alle jene Leser, die echte Tanzmuffel sind, gibt es erneut ein bezauberndes Rahmenprogramm, welches für einen gelungenen Abend in einem wunderbaren Ambiente sorgen wird.


Ford Ka

24.6.02024 4.4 (9)

Beitragsfoto: Ford Ka

Nachruf

Als meine beiden Söhne ihren Führerschein machten, erstand meine bessere Hälfte einen gebrauchten Ka. Damit wechselten wir erstmals zur Marke Ford. Das neue Auto wurde nicht von allen mit großer Freude aufgenommen, sowohl der Älteste als auch der Hund hatten so ihre Bedenken. Aber über die Jahre hinweg gewöhnte sich die ganze Familie an diesen Wagen, der Hund, als er feststellte, dass er damit zum Beifahrer aufstieg, aber auf alle Fälle nicht mehr im Kofferraum mitfahren musste.

Als die Jungs dann aus dem Haus waren, mutierte der Ka zum reinen Hundeauto. Und selbst als der Hund tot war, wollte sich keiner von diesem Auto trennen. Zum Schluss war es dann mein Lieblingsfahrzeug, mit dem ich ganz bequem in und um Heilbronn herum unterwegs sein konnte.

Nun war es selbst unserer Werkstatt nicht mehr möglich, dieses Auto durch den TÜV zu bekommen. Wer jetzt aber glaubt, dass der Ka nicht mehr läuft, der irrt sich. Künftig wird er auf einem Werksgelände in der Nähe Heilbronns unterwegs sein und bestimmt allen seinen Insassen große Freude am Fahren bereiten.

Horoskope

Dass Horoskope völliger Quatsch sind, ist nicht nur schon sehr lange wissenschaftlich bewiesen, sondern dürfte sich inzwischen auch bei sehr vielen Mitbürgern herumgesprochen haben. Interessant dabei, wie die „Gläubigen“ argumentieren. Ich meine, sie deuten belanglose Aussagen so, dass es in ihr persönliches Weltbild passt.

Ein ähnliches Phänomen scheine ich gerade bei mir selbst zu beobachten, nämlich wenn ich mir meine tägliche Dosis Stoa hole. Diese dort getätigten Aussagen münze ich nach bestem Wissen und Gewissen sofort in mein eigenes Weltbild um. Der Auslöser für dieses Handeln ist dabei ähnlich wie bei den Horoskopen der Zeitaspekt, der sich bis hin zur Routine manifestiert.

Und so schaffen es Menschen, mit und über Routinen ihre eigenen Weltbilder in die für sie passenden Bahnen zu lenken, und dies ganz unabhängig von jeder Realität oder Gültigkeit.

Wochenende

Auch dieses Wochenende barg wieder die eine oder andere Überraschung. Letztendlich hat es auch dazu geführt, dass ich meine Repetition am Dienstag ändern werde. Wenn mir Studenten bereits inhaltslose — im wahrsten Sinne des Wortes — E-Mail schicken und dies mit der Aufforderung, das nicht Geschriebene zu kommentieren, dann stimme ich Detlef Stern zu, dass bereits das Qualitätsmanagement nicht ausreichend ist. Und jene Studentin, die zum Abschluss ihres Studiums nur noch diese eine Klausur im 2. Semester benötigt, hat damit doch praktisch nachgewiesen, dass sie vom Thema Projektmanagement keine Ahnung hat. Egal, dann nimmt man Klausuren einfach als Lotterieersatz und mit ein wenig Glück gewinnt man auch.

Im Gegensatz dazu das Gespräch am Samstag, welches ich mit einem befreundeten Unternehmer führen durfte. Projektmanagement und unternehmerische Verantwortung gehörten einfach so mit dazu — manche haken dies gerne unter Déformation professionnelle ab. Der Höhepunkt war aber die selbst gemachte Sauce Hollandaise.

Dazwischen war ich mit einem Projektabschluss beschäftigt und befürchte, dass das mit der Archivierung wohl länger als geplant dauern wird. Was wiederum mein Terminmanagement in mindestens zwei weiteren Projekten stärker als befürchtet beeinflussen wird. Freitags konnte ich dafür mit Detlef Stern ein Käffchen trinken, was erneut zu zwei Ideen führte, an deren Realisierung nun bereits gearbeitet wird.

Zum Abschluss eines ereignisreichen Wochenendes konnte ich dann noch mit meiner besseren Hälfte das Tanzbein schwingen, was mich daran erinnerte, dass ich ab heute in die Bewerbung des kommenden Europa-Balls gehen wollte.


Bibliothek Hochschule Heilbronn

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Beitragsfoto: Bibliothek Hochschule Heilbronn

Wahlen

So langsam aber sicher wachen auch jene auf, die wieder gewählt werden möchten. Jene, die schon länger zurück an die Futtertröge möchten, verkünden bereits und immer intensiver möglichst alles; hierzu ein lesenswerter Beitrag von Stefan Rose. Und auch bei uns zirkulieren plötzlich offene Briefe, lustig dabei, gerade von jenen, die schon lange außer einem lukrativen Gemeinderatsmandat nichts mehr mit unserer Stadt zu tun haben.

Andere wiederum, die befürchten müssen, dass sie erneut an der 5 % Hürde scheitern, verschaffen sich ganz illegitim und zumindest früher noch illegal die lukrativsten Beamtenpositionen, zumindest aber kommen sie in staatsnahen Unternehmen unter; wohl der einzige Grund, warum es bei uns noch solche Unternehmen gibt.

Auch unsere Demokratie hat ein ganz gewaltiges Problem. Und da kann man auch benennen: unsere Regierungs- und Oppositionsspitzen, jene Berufspolitiker, die, wenn man näher hinschaut, auch nicht viel besser als ein Victor Orban sind.

Zumindest in unserem Gemeinderat könnten wir für eine Verbesserung sorgen, machen wir aber nicht. Fazit: jeder Demokrat bekommt die Vertreter, die er auch verdient!

Vermischtes

Die Union kämpft aktuell zusammen mit der Linken um ihre Pfründe, so schnell fallen die Brandmauern. Man muss vielen Abgeordneten nur androhen, dass die Brotkörbe demnächst etwas höher hängen könnten. Erfreulich dabei, dass meine Meckereien auf diesem Gebiet so langsam aber sicher zum Mainstream werden.

Und dies gilt wohl nun auch für den inakzeptablen Zustand unserer Innenstadt. Auch der Einzelhandel fordert inzwischen die Stadtverwaltung zum Handeln auf — manche benötigen wohl immer etwas länger, für viele wird es nun aber schon zu spät sein. Mein Mitleid hält sich deshalb in Grenzen. Als normaler Bürger versuche ich bereits seit Jahren zu intervenieren, vergeblich. Wahrscheinlich müssen die meisten wie die Alkoholiker auch erst im Rinnsal liegen, bevor sie damit anfangen, um über eine Veränderung nachzudenken.

Endlich konnten gestern meine bessere Hälfte und ich wieder das Tanzbein schwingen. Und schon wurden wir gefragt, warum es eigentlich keine Berichterstattung über den Europa-Ball gibt. Zum einen freut es mich, zum anderen bin ich es leid, immer wieder die völlige Inkompetenz vieler meiner Zeitgenossen in Schutz zu nehmen. Unsere „Tageszeitung“ hat einfach ihre ganz eigenen Schwerpunkte und das muss man einfach so akzeptieren. Dumm nur für uns Bürger, dass diese das Monopol in Heilbronn hat. Selbstverständlich sehen das die wichtigeren Heilbronner ganz anders — und darauf kommt es doch an!

Belustigend, dass gestern auch bekannt wurde, dass es kaum noch einen AfD-Abgeordneten gibt, gegen den nicht ermittelt wird. Ganz frei nach Adolf Hitler: bei uns haben sogar die Kriminellen eine eigene Partei.

Nachbereitung

Im Gegensatz zu meinem jüngsten Praktikanten, ließen „meine“ Studenten es gestern an Vorbereitung vermissen. Ich wurde bei einem Käffchen — die Maschine hat zum Schluss dann doch funktioniert — darauf aufmerksam gemacht, dass heutzutage Zweitsemester noch nicht so voll und ganz in der Wirklichkeit angekommen seien: Hotel Mama lässt wohl grüßen. Auf alle Fälle aber konnte ich bei manchen Studenten erkennen, dass sie zumindest bemüht sind, um ihr selbstgewähltes Studium auch in Gänze zu erfassen.

Gut gemeint ist aber noch lange nicht gut gemacht. Deshalb sollten es doch so einige Studenten zur Kenntnis nehmen, wenn der Dozent anmerkt, dass der derzeitige Leistungsstand noch nicht ausreicht, um durchs Ziel zu kommen — ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.