Deutsch-Afrikanischer Verein

12.11.02023 5 (8)

Beitragsfoto: Mitglieder des Deutsch-Afrikanischen Vereins

Nachbetrachtung

Bei einem mittäglichen sehr angenehmen Spaziergang durch die Stadt und entlang des Neckars, wobei ich u. a. erfreut feststellen konnte, dass die Kilianskirche heute nicht völlig zugeparkt war, traf ich rein zufällig einen Auswärtigen mit Heilbronner Wurzeln, den ich gleich morgen wieder bei einer Besprechung in Stuttgart treffe — so klein ist die Welt inzwischen geworden.

Da ich mich heute über keine allzu vollen Mülleimer aufregen und auch keinen Autos in der Fußgängerzone ausweichen musste, kam ich ein wenig ins Sinnieren und zwar über doch so einige Gespräche der letzten Tage, welche immer wieder denselben Tenor hatten: „Warum setzen sich die Politiker nicht für uns ein?“

Meine entsprechende Antwort ist inzwischen sehr simpel, nämlich weil ihr einfach nicht wählen geht. Man merke sich, nur wer wählt, der auch zählt! Unsere Volksvertreter sind auch nur Menschen, die zudem gerne immer wieder gewählt werden wollen. Und so ist es doch verständlich, dass diese sich dann verstärkt gerade um jene Mitbürger kümmern, von denen sie sich auch eine Stimme erhoffen. Alles andere wäre viel zu altruistisch und letztendlich auch für alle Seiten wenig zielführend.

Deswegen kann ich jedem nur raten, nicht nur vom Wählengehen zu sprechen, sondern diesen Worten auch Taten folgen zu lassen. Absolut nicht zu empfehlen ist, wirklich jedem und dies fortwährend zu erzählen, dass man an Wahlen kein Interesse hat. Denn dann muss man sich auch nicht darüber wundern, kein Gehör bei den Politikern vor Ort zu finden.

Fast zum Schluss des Spaziergangs musste ich leider zur Kenntnis nehmen, dass es auch die kommende Woche nichts mit einem gemeinsamen Käffchen mit Detlef Stern werden wird, denn der Freitag ist für mich kein normaler Vorlesetag, sondern ich lese dieses Mal im Rahmen von „Mann liest vor“ vor.

Europa-Ball

Gestern trafen wir uns vormittags zu einer ersten Besprechung mit den Partnervereinen der EUROPA-UNION, um über das Rahmenprogramm für den Europa-Ball 2024 zu sprechen. Gleich mehrere Vereine warfen ihren Hut in den Ring und so können wir den Ballteilnehmern ein sehr buntes und interessantes Programm auch während der Tanzpausen bieten. Zusätzlich geben wir unseren Partnervereinen die Gelegenheit, um im Foyer der Harmonie über ihre Vereine und gerne auch über die jeweiligen Herkunftsländer zu informieren.

Integration

Nachmittags gab es dann die Mitgliederversammlung des Deutsch-Afrikanischen Vereins. Dort bin ich seit Jahren einfaches Mitglied, wobei ich zudem einmal im Jahr die Kasse prüfen darf. Das Besondere am Deutsch-Afrikanischen Verein ist seine Zielsetzung, denn dessen Mitglieder möchten nicht etwa afrikanisches Kulturgut in Deutschland bewahren, sondern primär Deutsche mit afrikanischen Wurzeln besser in unsere Gesellschaft integrieren. Was mich dabei sehr beeindruckt, ist das Engagement das die einzelnen Mitglieder an den Tag legen. Leider aber muss man immer wieder erfahren, dass dieses Engagement wenig bis kaum Früchte trägt, wenn sich alteingesessene Heilbronner dagegen verwehren. Bereits 2005 hatte ich in einem Beitrag geschrieben, dass Integration keine Einbahnstraße sein kann. Fast zwanzig Jahre später schmerzt es dann doch sehr, wenn man immer wieder mit ansehen muss, wie gerade den integrationswilligen Mitbürgern Steine in den Weg gelegt werden oder diesen sogar im wahrsten Sinne des Wortes die Türe vor der Nase zugeschlagen wird.

Im völligen Gegensatz dazu schlupfen viele unserer Mitbürger und Verwaltungsmitarbeiter — der OB speist sogar mit Nazis (Russlandreisen sind aktuell weniger angesagt) — gerade jenen Menschen in den Hintern, die sich ganz offen gegen unsere Gesellschaft und unser politisches System stellen sowie von uns Deutschen verlangen, dass wir uns gefälligst an die neuen Gegebenheiten anzupassen hätten!

Dieses deutsche Duckmäusertum führt bereits dazu, dass wir gerade die willigen und produktiven Neubürger abschieben — weil es einfacher und bequemer ist — aber dafür selbst die schlimmsten Verbrecher bei uns behalten und diese dann noch auf unsere eigene Kosten durchfüttern.

Es ist längst überfällig, dass wir bei uns in Deutschland wieder das Leistungsprinzip einführen und jene Mitbürger — mit wie auch ohne Zuzugsgeschichte — fördern, die willig und fähig sind, anstatt den leistungsunwilligen und demokratie- wie auch gesellschaftsfeindlichen Menschen das Leben möglichst angenehm zu machen. Wir müssen endlich aus dieser ideologischen Sackgasse herauskommen, wo ganze Parteien immer noch skandieren: „Macht kaputt, was euch kaputt macht!“

Lilo Klug hatte dies wohl in späteren Jahren selbst erkannt, sich von der Partei- und Lokalpolitik abgewendet und sich der Integrationsarbeit verschrieben. Sie war bis zu ihrem Tod Mitglied im Deutsch-Afrikanischen Verein und nahm bis zuletzt auch an dessen Arbeit Anteil. Ich lernte dort eine ganz andere Lilo Klug kennen — nicht die Angehörige der fünften Kolonne — und zuletzt auch schätzen, nämlich als eine aktive Mitbürgerin, die sich nicht nur im Verein für echte Integration einsetzte.


Screenshot Google News

6.11.02023 5 (5)

Beitragsfoto: Screenshot Google News

Wochenstart

Der Start ist gut gelungen, auch wenn ich dieses Mal den meseno-Bus nicht ganz mit Spenden voll bekommen habe. Und wie zu jedem Monatsbeginn warten diese Woche gleich zwei Stammtische auf mich. Dazu passt, dass Franz Schirm am Wochenende fleißig war und bereits die Stammtischtermine für 2024 festgezurrt hat. Jetzt muss ich diese bei Gelegenheit noch in meine eigenen Termine hier auf dem Blog mit übernehmen.

Und wenn alles so hinhaut wie beabsichtigt, dann gibt es am Freitag noch ein Käffchen mit Detlef Stern, bevor wir beide als Lesepaten tätig werden. Am Samstag haben wir die erste vorbereitende Sitzung für den Europa-Ball und am späten Nachmittag die Mitgliederversammlung des Deutsch-Afrikanischen Vereins.

Tanzen

Gestern Abend hat es dann doch geklappt, und meine bessere Hälfte konnte mit mir ein wenig das Tanzbein schwingen. Ganz passend dazu der Artikel „Tanzen macht süchtig“ von Ralf Weitbrecht in der FAZ vom 2. November 2023. Auch wenn ich eher davon ausgehe, dass das weibliche Geschlecht etwas anfälliger dafür ist.

Besonders gefallen hat mir die Aussage von Sascha Karabey im besagten Artikel zum Tanzen: „Es ist ein infiniter Prozess.“ — damit kann ich mich ganz gut anfreunden.

Und weil das Tanzen auch etwas aufwühlt, zumindest mich, habe ich mir zum Abschluss noch den Film „The Man Who Knew Too Little“ aus dem Jahr 1997 gegönnt; ich weiß dabei nicht mehr, wie oft ich diesen Film seit seinem Erscheinen bereits gesehen habe. Mir gefällt er auf alle Fälle viel besser als jeder James Bond. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich Bill Murray immer noch für den besseren Schauspieler halte.

Dass dieser Film Alfred Hitchcocks „The Man Who Knew Too Much“ aus den Jahren 1934 oder auch 1956 parodiert, dürfte bereits der Titel verraten.

Google News

Seit ein paar Tagen wird mein Weblog auch von Google News angezeigt. Nicht jeder möchte immer direkt auf mein Weblog zugreifen oder gleich den RSS-Feed abonnieren. Noch weniger Leser sind bereit, um per E-Mail über die jüngsten Blog-Beiträge informiert zu werden.

Und so freut es mich sehr, dass nun Google News-Nutzer nicht nur gelegentlich meine Blog-Beiträge eingespielt bekommen, sondern dem Blog dort auch selber folgen können. Dazu muss man Kümmerles Weblog nur als Quelle angeben und schon wird man über die aktuellen Blog-Beiträge informiert. Das bedeutet auch nicht, dass man nun jeden neuen Blog-Beitrag lesen muss; das machen meine Abonnenten per RSS oder E-Mail auch nicht.

Im Falle, dass Sie Google News nicht kennen, können Sie sich hier gleich einen Überblick verschaffen [7.5.2025: inzwischen ist dies nicht mehr der Fall.]


Europa-Ball 2022

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Beitragsfoto: Europa-Ball 2022 | © Thomas Heiligenmann

Nachdem es der EUROPA-UNION 2022 gelungen war, den Europa-Ball in Heilbronn zu reaktivieren, ist es uns nun gelungen, diesen am Samstag, 13. April 2024 in der Harmonie zu veranstalten. 264 tanzbegeisterte Europäer werden mit 360 Quadratmeter Tanzfläche nicht nur ausreichend Platz zum Tanzen finden, sondern zusätzlich noch durch ein kunterbuntes Rahmenprogramm, welches die EUROPA-UNION-Partnervereine aufs Parkett zaubern, begeistert werden. Das Rahmenprogramm wird in den kommenden Wochen noch weiter ausgestaltet, schon jetzt aber steht fest, dass mit Happyness Voice eine überregional bekannte ADTV und DTV-Tanzmusikkapelle den gesamten Abend für gute Stimmung sorgt. Die Band spielt in ihrer Fünferbesetzung mit Sängerin und Saxofon.

Zusätzlich werben die den Europa-Ball unterstützenden Vereine im Foyer der Harmonie mit Informationsständen für unser gemeinsames Europa. Ein weiteres Highlight ist der Foto-Stand des Akzente Fotostores, der den Europa-Ball fotografisch begleiten wird. Im Eintrittspreis für den Europa-Ball ist für jedes Paar eine Aufnahme am Foto-Stand inbegriffen.

Einlass zur Veranstaltung ist ab 18.00 Uhr. Der Europa-Ball wird um 19.00 Uhr eröffnet und endet um Mitternacht. Der Eintrittspreis beträgt 35 Euro je Ballteilnehmer, was, wenn man alleine die GEMA-Gebühren von gut 6 000 Euro berücksichtigt, ein richtiges Schnäppchen ist.

Der Caterer des Harmonie Konzert- und Kongresszentrums Voltino sorgt den gesamten Abend über dafür, dass ausreichend Speisen und Getränke zur Verfügung stehen; diese müssen allerdings von den Ballgästen selber bezahlt werden.

Speisekarte

  • Paniertes Schnitzel von der Pute mit Zitrone und hausgemachtem Kartoffelsalat: 12,50 Euro
  • Pasta mit Tomatensauce: 8,50 Euro
  • Großer Salatteller mit frischem Baguette, Fetakäse und Oliven: 9,50 Euro

Empfehlung

  • Sie können ab sofort Ihren Platz an einem der Tische (je 35 Euro), gerne aber auch gleich einen gesamten Tisch mit acht Sitzplätzen (350 Euro) reservieren. Die Tische sind nummeriert. Wer wo am Tisch sitzt, entscheidet die Tischgemeinschaft.
  • Ich empfehle den externen Teilnehmern eine Übernachtung im Parkhotel Heilbronn. Der Theodor-Heuss-Saal ist direkt vom Hotel aus erreichbar.

Angebot

Im Falle, dass Sie gerne zum Europa-Ball kommen möchten, aber über keinen eigenen Tanzpartner verfügen, biete ich an, dass Sie mir eine entsprechende Nachricht zukommen lassen. Dabei teilen Sie mir bitte Ihr Alter und ihre Größe mit sowie ob Sie ein Tanzanfänger, durchschnittlicher oder guter Tänzer sind. Ich versuche dann einen entsprechenden Tanzpartner zu finden.

Hintergrund

Der Europa-Ball wurde in den 1950er-Jahren unter der Regie des damaligen JEF-Kreisvorsitzenden Dr. Manfred Weinmann erstmals ausgerichtet. Der Ball bereicherte das gesellschaftliche Leben der Stadt bis Anfang der 1970er-Jahre.

Inzwischen gibt es weder den Deutsch-Amerikanischen Ball noch den Rosenball in Heilbronn. Die HMG versucht seit längerem, den Silvesterball wieder in der Harmonie zu etablieren. Und so ist der Europa-Ball im Frühjahr bestimmt eine sehr gute Ergänzung.

Ich freue mich schon heute darauf, möglichst viele Mitbürger beim Europa-Ball begrüßen zu dürfen!