Blitz

Junge Gruppe 5 (3)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Früher™ hatte zumindest jede Partei und auch die EUROPA-UNION je eine Jugendorganisation. Die FDP in meiner Jugendzeit sogar einmal gleich zwei.

Nun könnte man sich fragen, warum man in der heutigen Zeit überhaupt eine Jugendorganisation im politischen Bereich benötigt, besonders da wir längst über Altersgrenzen, Geschlecht und sonstige Unterscheidungen hinweg sind. Auch weigern sich inzwischen selbst völlig überalterte Parteimitglieder in vermeintliche Altersverbände integriert zu werden (Friedrich Merz –> Senioren Union).

Unabhängig von der Notwendigkeit von Jugendorganisationen haben diese sich längst weiterentwickelt, aus ehemaligen Verbänden junger Parteimitglieder wurden Parallelverbände, die kaum noch Jugendliche als Mitglieder haben. Böse Zungen unken bereits, das man aus einer Funktion innerhalb der Jungen Union nahtlos in eine Funktion bei der Senioren Union überwechseln kann.

Und so ist es wohl nur folgerichtig, dass sich nun neben der Jungen Union eine Junge Gruppe konstituiert, welche zumindest die im Geiste jung gebliebenen Mitglieder vereinen soll; wobei ein Philipp Amthor wird wohl niemals so richtig erwachsen werden. Wenn ich mich dazu noch richtig erinnere, dann hieß dieses Gewächs vor ein paar Jahren noch Schüler Union.

Aus der Sicht von Posten- und Pöstchenjägern betrachtet, oder einfach nur, um fast jedes Mitglied glücklich machen zu können, wäre es vielleicht sogar angeraten, das Ganze noch weiter auszubauen: Baby Union, Kinder Union, Schüler Union, Junge Gruppe, Junge Union, fast noch Junge Union, Junge Union (UHU) und zum krönenden Abschluss dann noch eine Junge Union a. D.

Die anderen Parteien werden sich sicherlich diesem Erfolgsrezept anschließen wollen. Wobei keine einzige unserer Parteien oder politischen Organisationen tatsächlich jemals selbst an die Inklusionspropaganda geglaubt hat.

Und so ist es auch nur folgerichtig, dass die Junge Gruppe als Gruppe im Bundestag im Vorfeld ganz pressewirksam gegen die Rente stimmt, dann aber jedes einzelne Mitglied der Jungen Gruppe bei der folgenden Abstimmung dafür stimmt.

Da sind die Ewigjunggebliebenen genau so weit wie die Ewiggestrigen. Heute Brandmauer ja, morgen Brandmauer nein — man plappert einfach das nach, was man glaubt, dass es das Gegenüber gerade hören möchte.


Gedanken

Gedankenspiel 5 (5)

Beitragsfoto: Gedanken | © Stefan Keller auf Pixabay 

Seit heute Morgen gehen mir drei Begriffe nicht mehr aus dem Kopf, nämlich die Veränderung, der Tod und die Korruption. Letzterer, weil es Wilfred Kretschmann und Cem Özdemir nun geschafft haben, endgültig mit der CDU im Land gleichzuziehen. Und so wird es künftig in unserer Landesregierung nur noch sehr kleine Veränderungen geben. Nach Grün-Schwarz kommt Schwarz-Grün und wenn es die CDU wieder einmal zu doll treibt, dann halt erneut Grün-Schwarz.

SPD und FDP haben sich längst selbst ins Abseits geschossen, wobei die SPD nur noch dann eine Rolle spielen dürfte, wenn es gilt, die AfD am Regieren zu hindern. Vorausgesetzt allerdings, dass die CDU zum Schluss dann auch noch mitspielt — wir kennen die verlockenden Angebote an die Abgeordneten noch nicht.

Damit stehen wir allerdings weit besser da als die Sachsen, denn die gönnen sich schon etwas länger einen Ministerpräsidenten, der alleine die Interessen von externen Geldgebern vertritt. Aus Gründen auch immer, über die ich heute nicht spekulieren möchte, versucht Michael Kretschmer alles, um zumindest Sachsen den Russen wieder anzudienen.

Dafür sorgt Kretschmanns Staatskanzlei [Link nicht mehr vorhanden] für einen Aufreger nach dem anderen und schmeißt unser Geld mit vollen Händen zum Fenster hinaus. Laut Wilfred Kretschmann sind dafür Europa und COVID-19 schuld. Ehrlicher wäre es zuzugeben, dass grüne Stimmen einfach teurer zu kaufen sind als konservative. Seit sich Caroline Bosbach anscheinend ihr Amt gekauft hat, wissen wir zumindest, was bei der CDU eine Stimme kostet, 100 Euro und ein Abendessen. Bei Bündnis 90/Die Grünen dürfte es dabei wohl erst ab maßgeschneiderten Anzügen beginnen; Cem Özdemir sollte darüber aber weit besser informiert sein.

Korruption gehört wohl einfach zum Leben mit dazu. Korrupte geben dabei sehr gerne zu Protokoll, dass doch alle Menschen korrupt seien und dies letztendlich nur am Preis läge. Und so könnte es durchaus auch sein, dass man manchen nicht korrupten Menschen nur noch überhaupt kein oder auch nur kein genügend attraktives Angebot unterbreitet hat.

Wie es auch sein mag, aus eigener Erfahrung heraus weiß ich, dass es nicht korrupte Menschen bei uns ziemlich schwer haben, denn viel zu viele Mitmenschen kennen gerne die Leichen im Keller des Gegenübers — das schafft gegenseitiges Vertrauen und hält zudem doch so manche Koalition am Leben. Und bei einem bekannt korrupten Menschen weiß man einfach, woran man ist.

Schon immer beschäftigte mich der Tod. Von Jugend an interessiere ich mich dafür. Später dann gehörte er zu meinem Beruf einfach mit dazu — der Umgang damit nicht nur eine Lebenseinstellung, sondern auch eine Déformation professionnelle.

Und je älter ich werde, umso besser glaube ich ihn zu verstehen. Und lerne ihn immer besser als wahren Demokraten zu schätzen. Egal was unsere systemrelevanten Mitmenschen auch unternehmen werden, bestenfalls können sie sich mit all ihrem Geld ein paar wenige Jahre dazu kaufen, das war es dann aber auch. Und es spielt dazu noch im Leben eines jeden Menschen überhaupt keine Rolle, zumindest, wenn man den Stoikern oder den Christen unter uns Glauben schenkt.

Besonders dann, wenn einem diese zusätzlichen Jahre dennoch sehr wichtig sind, sollte man einmal eine Rechnung aufmachen, nämlich all die Jahre dagegen zu rechnen, die man verschwendet, nur um vielleicht ein oder zwei weitere Jahre hinzugewinnen zu können.

Aber jeder so wie er möchte und zum Schluss sind wir rein mathematisch betrachtet alle gleich lang tot.

Leben heißt Veränderung, diese Binsenweisheit kennt wohl jeder! Und ‚nichts ist so beständig wie der Wandel‘ wusste bereits Heraklit. Das trifft nicht nur für alles Leben, sondern auch für unser gesamtes Universum und wahrscheinlich für alle Multiversen zu.

Und so müssen wir uns alle beständig verändern und auch unsere Meinungen und Überzeugungen ändern — zumindest ein ganz klein wenig. Wer dies nicht macht und sich vielleicht sogar gegen diesen Lauf der Welt stellt, der ist schon tot. Bleibt nur die Frage, wie viele andere er dabei noch mitreißt?

Und selbst den Konservativen unter uns versucht man beständig klar zu machen, dass konservativ weder Rückschritt noch Stillstand bedeutet. Beides zerstört, wie wir es gerade sehr gut mit erleben müssen, die Grundlagen unserer Gesellschaft und unserer Welt.

Jeder Versuch, die gute alte Zeit zu retten, beschleunigt deren Untergang umso schneller. Das Festhalten an aus der Zeit Gefallenem zerstört sämtliche Lebensgrundlagen! Wer die Zeit anhalten möchte, der spielt mit dem Tod — das sollten unsere Volksvertreter eigentlich wissen.

Warum nur versuchen sie dies dann immer wieder!

Verantwortliche Politik gestaltet die Veränderung und lässt dabei auch Liebgewordenes fallen. So schwer dies einem auch fallen mag.

Die guten Augenblicke kann man nur in seiner Erinnerung festhalten. Und so kann kein noch so erfolgreicher Mensch, keine noch so erfolgreiche Firme oder keine noch so erfolgreiche Gesellschaft diesen Augenblick festhalten und einfrieren! Auch jeder Erfolg muss täglich erneuert werden!

Wer nur die Renten sichert, die Braun- oder Schwarzkohle erhält, Zäune um die eigenen Konten zieht und damit versucht den aktuell vermeintlichen Wohlstand zu sichern, der zerstört sich und das eigene Land.

Wir müssen uns täglich und beständig immer wieder neu erfinden, wir müssen auf die täglichen Änderungen der Welt reagieren und wir müssen dafür auch immer wieder neue Lösungen finden — das nennt man Leben! Alles andere ist Lebensverweigerung und wählt letztendlich ganz folgerichtig die Ewiggestrigen.

Warum auch immer, ob bloß korrupt oder doch nur einem Todestrieb (Thanatos) verfallen, unsere Volksvertreter geben aktuell kein gutes Bild ab. Allesamt versuchen sie festzuhalten, was man nicht festhalten kann!

Aus mir nicht bekannten Gründen heraus verweigern sie sich, um unser aller Leben, unsere Gesellschaft und unsere Zukunft zu gestalten, sie verwalten, was man nicht verwalten kann und hoffen wohl dabei darauf, dass ihre eigenen Renten zum Schluss gesichert sind.

Ich kann durchaus verstehen, dass der, der momentan alles hat, versucht dies für sich zu manifestieren. Dies gelingt aber nicht dadurch, dass man Politiker schmiert, die dann versuchen, einen Status quo für ihre Geldgeber festzuzimmern.

Wer seinen Wohlstand behalten möchte, der muss wie alle anderen auch mit den Änderungen dieser Welt und ihren beständig neuen Herausforderungen und Problemen klarkommen. Und so wäre das Geld besser in Politiker investiert, die in der Lage sind, die heutigen und zukünftigen Herausforderungen und Probleme zu lösen.


Blitz

Rechte Ecke 5 (2)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Es ist traurig mit anzusehen, wie die Union immer weiter in der rechten Ecke verschwindet und sich dort dabei selbst auflöst. Was übrig bleibt, ist ein brauner Bodensatz.

Und dieser fügt sich dabei wunderbar mit den bereits zuvor in der Union ausgesiebten Parteimitgliedern und heutigen AfD-Größen zusammen. Noch schlimmer ist, dass CDU und CSU dabei nicht alleine sind. Auch die ehemalige FDP und selbst die SPD mussten Federn lassen und verlieren bis heute reihenweise Mitglieder an den rechten Rand.

Die letzten aufrechten Demokraten in unseren Parteien stemmen sich zwar noch gegen diese Entwicklung, verfallen aber wie ihre schwächeren Kollegen immer mehr der gefühlten Volksmeinung.

Und so war es gestern eine sehr erfreuliche Angelegenheit, als der rechte Rand in einer Europaveranstaltung begann, Stimmung zu machen und ein Volksvertreter der CDU, es waren auch welche von Bündnis 90/Die Grünen anwesend, aufstand und diesen rechten Herren und deren stillen Bewunderer die Leviten las!

Deutschland und Europa sind noch nicht verloren, so lange es noch ausreichend Volksvertreter mit Arsch in der Hose gibt.

Aber egal in welche und besonders bei der Union wandern die tumberen Exemplare langsam, aber sicher nach rechts ab, einfach nur ihren gefühlten Wählern hinterher.

In unserem Grundgesetz steht nirgends, dass unsere Volksvertreter wenigstens etwas intelligenter, anständiger und fleißiger als der Rest der Bevölkerung sein sollten. Aber wenn Lemminge Lemminge führen zu beginnen, dann ist der Abgrund nicht mehr weit.

Und selbst in der SPD gibt es kaum noch einen, wenn überhaupt noch einen, der sich wie 1933 gegen den Wahnsinn stellen würde! Zumindest in Heilbronn huldigen sie alle gemeinsam einem sehr prominenten Nationalsozialisten.

Aber es gibt sie noch, aufrechte Volksvertreter mit Arsch in der Hose. Zeit, dass diese sich (noch) mehr bemerkbar machen und diesem gefühlt alternativlosen Sinneswandel nach rechts entgegentreten!

Gestern hat mir ein junger und aufrechter CDU-Demokrat den Abend gerettet! — ob er in seiner Partei noch weiter Karriere macht, bleibt abzuwarten.