Ford Ka

24.6.02024 4.4 (9)

Beitragsfoto: Ford Ka

Nachruf

Als meine beiden Söhne ihren Führerschein machten, erstand meine bessere Hälfte einen gebrauchten Ka. Damit wechselten wir erstmals zur Marke Ford. Das neue Auto wurde nicht von allen mit großer Freude aufgenommen, sowohl der Älteste als auch der Hund hatten so ihre Bedenken. Aber über die Jahre hinweg gewöhnte sich die ganze Familie an diesen Wagen, der Hund, als er feststellte, dass er damit zum Beifahrer aufstieg, aber auf alle Fälle nicht mehr im Kofferraum mitfahren musste.

Als die Jungs dann aus dem Haus waren, mutierte der Ka zum reinen Hundeauto. Und selbst als der Hund tot war, wollte sich keiner von diesem Auto trennen. Zum Schluss war es dann mein Lieblingsfahrzeug, mit dem ich ganz bequem in und um Heilbronn herum unterwegs sein konnte.

Nun war es selbst unserer Werkstatt nicht mehr möglich, dieses Auto durch den TÜV zu bekommen. Wer jetzt aber glaubt, dass der Ka nicht mehr läuft, der irrt sich. Künftig wird er auf einem Werksgelände in der Nähe Heilbronns unterwegs sein und bestimmt allen seinen Insassen große Freude am Fahren bereiten.

Horoskope

Dass Horoskope völliger Quatsch sind, ist nicht nur schon sehr lange wissenschaftlich bewiesen, sondern dürfte sich inzwischen auch bei sehr vielen Mitbürgern herumgesprochen haben. Interessant dabei, wie die „Gläubigen“ argumentieren. Ich meine, sie deuten belanglose Aussagen so, dass es in ihr persönliches Weltbild passt.

Ein ähnliches Phänomen scheine ich gerade bei mir selbst zu beobachten, nämlich wenn ich mir meine tägliche Dosis Stoa hole. Diese dort getätigten Aussagen münze ich nach bestem Wissen und Gewissen sofort in mein eigenes Weltbild um. Der Auslöser für dieses Handeln ist dabei ähnlich wie bei den Horoskopen der Zeitaspekt, der sich bis hin zur Routine manifestiert.

Und so schaffen es Menschen, mit und über Routinen ihre eigenen Weltbilder in die für sie passenden Bahnen zu lenken, und dies ganz unabhängig von jeder Realität oder Gültigkeit.

Wochenende

Auch dieses Wochenende barg wieder die eine oder andere Überraschung. Letztendlich hat es auch dazu geführt, dass ich meine Repetition am Dienstag ändern werde. Wenn mir Studenten bereits inhaltslose — im wahrsten Sinne des Wortes — E-Mail schicken und dies mit der Aufforderung, das nicht Geschriebene zu kommentieren, dann stimme ich Detlef Stern zu, dass bereits das Qualitätsmanagement nicht ausreichend ist. Und jene Studentin, die zum Abschluss ihres Studiums nur noch diese eine Klausur im 2. Semester benötigt, hat damit doch praktisch nachgewiesen, dass sie vom Thema Projektmanagement keine Ahnung hat. Egal, dann nimmt man Klausuren einfach als Lotterieersatz und mit ein wenig Glück gewinnt man auch.

Im Gegensatz dazu das Gespräch am Samstag, welches ich mit einem befreundeten Unternehmer führen durfte. Projektmanagement und unternehmerische Verantwortung gehörten einfach so mit dazu — manche haken dies gerne unter Déformation professionnelle ab. Der Höhepunkt war aber die selbst gemachte Sauce Hollandaise.

Dazwischen war ich mit einem Projektabschluss beschäftigt und befürchte, dass das mit der Archivierung wohl länger als geplant dauern wird. Was wiederum mein Terminmanagement in mindestens zwei weiteren Projekten stärker als befürchtet beeinflussen wird. Freitags konnte ich dafür mit Detlef Stern ein Käffchen trinken, was erneut zu zwei Ideen führte, an deren Realisierung nun bereits gearbeitet wird.

Zum Abschluss eines ereignisreichen Wochenendes konnte ich dann noch mit meiner besseren Hälfte das Tanzbein schwingen, was mich daran erinnerte, dass ich ab heute in die Bewerbung des kommenden Europa-Balls gehen wollte.


Subventionen

Subventionen 5 (2)

Beitragsfoto: Ein Rettungsschirm an Subventionen | © Shutterstock

Wer immer noch am Irrglauben festhält, dass Subventionen den Bedürftigen in unserer Gesellschaft helfen, der sollte sich einmal die jüngsten Aktionen unserer Politik näher anschauen.

Bis zu 9 000 Euro staatlicher Fördermittel soll es beim Kauf eines Elektroautos oder eines Verbrenners mit Alibi-Elektromotor geben. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sämtliche Fahrzeuge dieser Art bei uns jetzt gut 10 000 Euro mehr kosten als zuvor. Und so zahlt ein Käufer mehr für ein solches Fahrzeug, als wenn es keine staatlichen Subventionen gäbe und zusätzlich zahlt er, so wie übrigens alle Nichtkäufer auch die entsprechenden Subventionen oben drauf. Tatsächlich ist diese „Förderung der Autofahrer“ erneut eine Umverteilung von unten nach oben, eine Klientelpolitik der perfidesten Art.

Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass man bei uns für ein antiquiertes Kleinstfahrzeug mit Elektromotor so viel bezahlt wie in den USA derzeit für einen Elektroboliden der Marke Ford, der zudem noch den eigenen Haushalt für bis zu drei Tage mit Strom versorgen können soll.

Ein weiterer aktueller Fall ist der Tankrabatt, den wir alle durch wegfallende Steuereinnahmen bezahlen und jene, die tanken müssen, zusätzlich noch durch entsprechend erhöhte Spritpreise. Ergo ebenfalls eine Klientelpolitik der übelsten Art.

Deshalb müssen wir endlich erkennen, dass, egal wo der Staat mit Subventionen oder Transferzahlungen aller Art eingreift, dieser immer nur unsere Vermögen umverteilt und gerade jenen, die über keine Vermögen verfügen, dabei auch noch die Chance nimmt, ein solches selbst zu erzielen.

Die Gewinner dieser Umverteilung sind nie die tatsächlich Bedürftigen, sondern immer nur jene, die die Entscheidungsträger „in der Tasche haben“. Die Aufgabe der Entscheidungsträger ist es dabei, dafür zu sorgen, dass die richtigen und wichtigen Menschen in unserer Gesellschaft ihre Gewinne weiter maximieren können, wobei sich die „verkommensten“ Entscheidungsträger vom Volk nicht nur für ihr „soziales Gewissen“ feiern lassen, sondern sich auch noch dabei selbst bereichern.

„What the welfare system and other kinds of governmental programs are doing is paying people [and corporations] to fail. In so far as they fail, they receive the money; in so far as they succeed, even to a moderate extent, the money is taken away.“

Thomas Sowell, Milton Friedman’s “Free to Choose” television series (1980)