Heilbronner Rathaus in Acryl von Wolfgang Loesche

Europatag 2008 5 (3)

Beitragsfoto: Heilbronner Rathaus | © Wolfgang Loesche (1998)

Als an wichtigen Handelsstraßen liegender Handelsplatz war Heilbronn schon seit seiner Gründung über die Region hinaus mit der Welt verbunden. Heilbronner Bürger reisten und hießen Reisende stets willkommen.

Bereits während der Industriellen Revolution ließen sich Italiener in Heilbronn nieder und integrierten sich in unsere Gemeinschaft. Heilbronn war schon zu dieser Zeit wirtschaftlich attraktiv, weltoffen und damit Anziehungspunkt für Bürger aus nah und fern. Im Gegenzug suchten und fanden Heilbronner in der Ferne ihr Glück.

Auch suchten Heilbronner Bürger, lange bevor der „europäische Gedanke“ Allgemeingut wurde, den Schulterschluss mit Gleichgesinnten in Europa und gründeten Städtepartnerschaften.

1965 wurden Beziehungen mit der südfranzösischen Stadt Béziers, 1966 mit Port Talbot im Vereinigten Königreich, 1981 mit Solothurn in der Schweiz, 1982 mit Stockport im Vereinigten Königreich, 1988 mit Frankfurt (Oder) – damals noch im anderen Teil Deutschlands – und zehn Jahre später, 1998, mit Frankfurts Schwesterstadt Slubice in Polen geknüpft. Über die Jahrzehnte hinweg wurden diese Beziehungen gepflegt und ausgebaut. Darüber hinaus suchten und fanden unsere Schulen Partnerschaften z. B. mit Schulen in Grenoble in Frankreich.

Viele von uns nutzten die Chance und lernten auf diesem Wege Land und Leute kennen und schätzen. Auch wurden Freundschaften bis hin zu Ehen geschlossen.

Ganze Schülergenerationen verdanken diesen Partnerschaften ihre guten Fremdsprachenkenntnisse und ihre interkulturelle Kompetenz; wesentliche Grundlagen für beruflichen und zwischenmenschlichen Erfolg.

2008 jährt sich nun zum 20. Male die Städtepartnerschaft mit Frankfurt (Oder) und zum 10. Male mit ihrer Schwesterstadt Slubice. Nutzen wir diese Gelegenheit, um erneut über unsere Städtepartnerschaften nachzudenken.

Lassen Sie uns unsere Städtepartnerschaften wieder verstärkt aufleben. Ergreifen wir die Chance uns Europa zusammen mit unseren Partnerstädten zu erschließen und unsere Zukunft in Europa zu gestalten. Gemeinsam eröffnen sich uns ungeahnte Möglichkeiten.

Der Heilbronner Kreisverband der EUROPA-UNION Deutschland möchte hierzu weiterhin verstärkt beitragen. Als bekennende Europäer werben wir für ein gemeinsames Europa und die Integration seiner Bürger.

Wir treten deshalb für den verstärkten Ausbau der Beziehungen untereinander und zwischen unseren Staaten, Ländern, Städten und Gemeinden ein.

Wir möchten ein Europa für alle Bürger. Wir wollen, dass sich alle Menschen überall in Europa zuhause fühlen und sich verwirklichen können – auch hier bei uns in Heilbronn!

Deswegen veranstalten wir bereits seit fast zwei Jahrzehnten zusammen mit der Stadt Heilbronn, europaorientierten Vereinen und Partnerstädten den Treffpunkt Europa auf dem Kiliansplatz in Heilbronn.

Gemeinsam werben wir im Herzen Heilbronns für ein vereintes Europa in Vielfalt. Wir möchten allen Heilbronnern und ihren Gästen zeigen, dass man friedlich und zum Wohle aller miteinander leben und feiern kann. Wir möchten darüber hinaus das Interesse für Europa, seine unterschiedlichen Kulturen und seine Menschen wecken.

Darüber hinaus wirbt die Heilbronner EUROPA-UNION mit Informationsveranstaltungen, Reisen zu den europäischen Institutionen, Vortragsveranstaltungen und Diskussionsrunden für den europäischen Gedanken und hofft, viele Menschen dafür begeistern und gewinnen zu können.

Europa ist zu wichtig, um es anderen zu überlassen! Europa ist unsere Gegenwart und die Zukunft unserer Kinder – lassen Sie uns Europa weiter ausbauen und gestalten!

Nutzen Sie die Chancen, die uns Europa schon heute bietet. Lernen Sie unser Europa kennen, hier in Heilbronn als auch in einem seiner Länder.

Ergreifen Sie die Chancen, die dieses vielfältige und einige Europa bietet!

Unsere Partnerstädte bieten Ihnen hierbei sowohl gute Ausgangs- und Anlaufpunkte als auch Hilfestellungen. Schicken Sie Ihre Kinder in den Schüleraustausch. Lernen Sie Sprachen und Kulturen kennen.

Diese Kenntnis bringt Ihnen Europa und seine Menschen näher – wir alle werden davon profitieren.

Denn was wäre Europa ohne seine Bürger, seine Städte und Gemeinden!

„There is no way to peace; peace is the way.“

A. J. Muste, in The New York Times (16. November 1967: 46, Debasing Dissent)

Weihnachtsbaum auf Hand

Arbeitsrichtlinie 4.7 (3)

Beitragsfoto: Weihnachtsbaum | © Pixabay

Diese Arbeitsrichtlinie der Oberpostdirektion Frankfurt am Main bezüglich der Handhabung und Verwendung von Nadelbäumen kleineren oder mittleren Wuchses, die in Diensträumen Verwendung als Dienstweihnachtsbäume finden, wurde am 18. Dezember 1992 verfasst und danach in der gesamten Republik verteilt.

Schon damals gab es offensichtlich auch in Behörden Menschen mit Humor. Was mit dem Autor dieser Arbeitsrichtlinie geschah, ist mir nicht bekannt.

Als ich selber am 1. April 1997 eine Handlungsanweisung für einen geplanten „Drive In“ auf der Sniper Alley in Sarajewo herausgab, führte dies einerseits zu einer konzertierten und auch sehr gut begründeten Forderung unserer fliegenden Verbände zur Erweiterung zu einem „Fly In“, anderseits aber zu einer sehr elaborierten und äußerst umfangreichen Transformation in geltendes deutsches Recht seitens unserer nationalen Führung. Dass ich in Folge davon auch Vorgesetzte mit weniger Humor kennenlernen durfte, hätte ich mir eigentlich denken können.

Ich hoffe nur, dass der Autor der nun folgenden und diesem Beitrag zugrunde liegenden Arbeitsrichtlinie auf Vorgesetzte mit ausreichend Humor gestoßen ist und wünsche allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest.

„Men with hunches, that’s where the real work gets done.“

Alan Arkin als the Chief in Get Smart (2008)

Offizielle Flagge der EU

Fakten über die EU 5 (7)

Beitragsfoto: offizielle Flagge zur digitalen Verwendung

Die politischen Zentren der EU

Brüssel:
Luxemburg:
Straßburg
Frankfurt:
Den Haag:
  • Sitz des Europäischen Polizeiamtes (Europol)

Die Bevölkerungszahl & Größe der EU

512 710 966 Millionen Einwohner (2018)

4 383 136 Quadratkilometer (2018)

Das Motto der EU

Das Motto in allen 24 Amtssprachen der EU:

  • Bulgarisch: Обединен в многообразието
  • Dänisch: Forenet i mangfoldighed
  • Deutsch: In Vielfalt geeint
  • Englisch: United in diversity
  • Estnisch: Ühinenud mitmekesisuses
  • Finnisch: Moninaisuudessaan yhtenäinen
  • Französisch: Unie dans la diversité
  • Griechisch: Ενωμένοι στην πολυμορφία
  • Irisch: Aontaithe san éagsúlacht
  • Italienisch: Unita nella diversità
  • Kroatisch: Ujedinjeni u različitosti
  • Lettisch: Vienota dažādībā
  • Litauisch: Suvienijusi įvairovę
  • Maltesisch: Magħquda fid-diversità
  • Niederländisch: In verscheidenheid verenigd
  • Polnisch: Zjednoczona w różnorodności
  • Portugiesisch: Unida na diversidade
  • Rumänisch: Uniţi în diversitate
  • Schwedisch: Förenade i mångfalden
  • Slowakisch: Zjednotení v rozmanitosti
  • Slowenisch: Združena v raznolikosti
  • Spanisch: Unida en la diversidad
  • Tschechisch: Jednotná v rozmanitosti
  • Ungarisch: Egység a sokféleségben

und auf

  • Latein: In varietate concordia

Die Hymne der EU

Mehr über die Hymne gleich hier.

Die Flagge der EU

offizielle Flagge zur digitalen Verwendung

Die 27 Mitgliedsstaaten der EU

StaatMitglied seitHauptstadt
Belgien1957Brüssel
Bulgarien2007Sofia
Dänemark1973*Kopenhagen
Deutschland1957/1990Bonn/Berlin
Estland2004Tallinn
Finnland1995Helsinki
Frankreich1957Paris
Griechenland1981Athen
Irland1973Dublin
Italien1957Rom
Kroatien2013Zagreb
Lettland2004Riga
Litauen2004Vilnius
Luxemburg1957Luxemburg
Malta2004Valletta
Niederlande1957Amsterdam
Österreich1995Wien
Polen2004Warschau
Portugal1986Lissabon
Rumänien2007Bukarest
Schweden1995Stockholm
Slowakei2004Bratislava
Slowenien2004Ljubljana
Spanien1986Madrid
Tschechien2004Prag
Ungarn2004Budapest
Vereinigtes Königreich1973 – 2020**London
Zypern2004Nikosia
* gem. Volksentscheid v. 23.02.1982 verließ Grönland (bis dahin fester Teil von Dänemark) zum 1.01.1985 die damalige Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EG).

** gem. Volksentscheid v. 23.06.2016 hat das Vereinigte Königreich am 29.03.2017 entsprechend des Artikels 50 des Vertrags über die Europäische Union seine Absicht erklärt aus der Union auszutreten, und dann auch zum 31.01.2020 die Europäische Union verlassen.

Die 24 Amtssprachen der EU

  1. Bulgarisch (Minderheitensprache in Griechenland, Rumänien und Ungarn)
  2. Dänisch (Minderheitensprache in Deutschland und Schweden)
  3. Deutsch (Minderheitensprache in Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Polen, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn)
  4. Englisch
  5. Estnisch
  6. Finnisch
  7. Französisch (Minderheitensprache in Italien)
  8. Griechisch (Minderheitensprache in Ungarn)
  9. Irisch
  10. Italienisch (Minderheitensprache in Frankreich und Kroatien)
  11. Kroatisch
  12. Lettisch
  13. Litauisch
  14. Maltesisch
  15. Niederländisch (Minderheitensprache in Frankreich)
  16. Polnisch (Minderheitensprache in Lettland, Litauen, Rumänien, Tschechien und Ungarn)
  17. Portugiesisch
  18. Rumänisch (Minderheitensprache in Bulgarien und Ungarn)
  19. Schwedisch (Minderheitensprache in Finnland)
  20. Slowakisch (Minderheitensprache in Österreich, Polen, Rumänien, Tschechien und Ungarn)
  21. Slowenisch (Minderheitensprache in Italien, Österreich und Ungarn)
  22. Spanisch
  23. Tschechisch (Minderheitsprache in Österreich und Rumänien)
  24. Ungarisch (Minderheitensprache in Österreich, Kroatien, Rumänien, der Slowakei und Slowenien)

Die drei Arbeitssprachen der EU

  1. Deutsch          (kaum noch im Gebrauch)
  2. Englisch          (Priorität 1)
  3. Französisch

Die sieben Währungen der EU

  1. Euro
  2. Dänische Krone
  3. Polnischer Zloty
  4. Rumänischer Leu
  5. Schwedische Krone
  6. Tschechische Koruna
  7. Ungarischer Forint

Wer kann Mitglied der Europäischen Union werden?

Im Vertrag über die Europäische Union heißt es, dass jedes europäische Land sich um die Mitgliedschaft bewerben kann, wenn es die demokratischen Werte der EU respektiert und sich dazu verpflichtet, sie zu fördern.

Genauer gesagt, kann aber ein Land erst dann Mitglied werden, wenn es alle Beitrittskriterien erfüllt:

  • politische Kriterien – es muss stabile Institutionen haben, die Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte gewährleisten können,
  • wirtschaftliche Kriterien – es muss über eine funktionierende Marktwirtschaft verfügen und in der Lage sein, dem Wettbewerbsdruck und den Marktkräften innerhalb der Union standzuhalten,
  • rechtliche Kriterien – es muss die geltenden EU-Rechtsvorschriften und ihre Umsetzung in die Praxis akzeptieren, vor allem die Hauptziele der politischen Union sowie der Wirtschafts- und Währungsunion.

Derzeitige Kandidatenländer

  • Albanien
  • Nordmazedonien
  • Moldau
  • Montenegro
  • Serbien
  • Türkei
  • Ukraine

Potenzielle weitere Kandidatenländer

  • Bosnien und Herzegowina
  • Kosovo

Länder, welche inzwischen wieder augetreten sind, bisher einen Beitritt abgelehnt oder ihren Antrag zurückgezogen haben

  • Grönland
  • Island
  • Norwegen
  • Schweiz
  • Vereinigtes Königreich

Auch Mitgliedsstaaten des Europarats, welche noch nicht EU-Mitglied sind, können durchaus für eine Mitgliedschaft mit in Betrachtung gezogen werden. Für weitere Staaten, z. B. rund um das Mittelmeer könnte sich eine langfristige Beitrittsperspektive positiv für beide Seiten auswirken.

Update von der Europäischen Bewegung (2025)

Weitere Informationen

Wenn Sie mehr über Europa und die Europäischen Föderalisten wissen wollen, dann empfehle ich Ihnen das Buch „Europa ist für alle da!