Blogger

31.3.02026 4.5 (8)

Beitragsfoto: Blogger | © cottonbro studio auf Pexels

Lästern

Schon etwas länger folge ich dem Blog „Live aus dem Rantgebiet“ und dies obwohl ich von anonymen Beiträgen und Blogs nichts halte — die kommen bei mir sogar noch hinter KI-Geschriebenem. Dann aber finde ich es immer wieder durchaus amüsant, wie die Autoren sich dort einzelner Themen annehmen und dabei auch ihre „Lieblingsblogger“ durch den Kakao ziehen.

Nun aber gibt es eine ganz neue Entwicklung, ähnlich wie früher bei Fefe (Felix von Leitner), bloß weiterhin rein anonym. Man soll den Autoren nun Stoff und Blogger liefern. Die Autoren schimpfen gerne und völlig zurecht auf KI-Blogs, wo aber liegt nun der Unterschied, ob ich KI oder andere Autoren für mich arbeiten lasse?

Die anonymen Autoren werden es sicherlich wissen.

Nachtrag 1. April (kein Scherz!)

Hier findet man nun Richtigstellung und Erklärung von Anon. Es kann alles so einfach sein.

Vermischtes

Zum Tagesbeginn gleich ein Nichtkäffchen mit Detlef Stern. Danach Vorlesung, welche nahtlos in eine Klausureinsicht überging. Beide Veranstaltungen gut besucht und die Klausureinsicht die beste, die ich an der Heilbronner Hochschule je hatte. Es ging dabei in erster Linie um die Inhalte und nicht um die Noten, welche von mir noch nie diskutiert wurden. Vielleicht hat es sich nach all den Semestern auch so langsam herumgesprochen.

Ein Gespräch mit zwei Studenten fand ich besonders gut und freute mich dann auch, als ich hörte, dass beide die letzte Statistikklausur bestanden haben. Nun dürfte meine Klausur keine Herausforderung mehr darstellen.

Gestern Abend zog Andreas Lochner noch einen gemeinsamen Konzertbesuch fest — ich bin nun einmal gespannt darauf, wer dort älter ist, die Band oder die Zuhörer?

Das mit den Syrern und dem deutschen Kanzler wird keine Liebe mehr. Was mich aber mehr interessiert ist, wie Markus Söder überhaupt in die USA kam? Wir werden es wohl nie erfahren. Genau so wie wir nie wissen werden, wer den neuen Cowboy-Hut gekauft hat und ob er diesen mit nach Bayern nimmt? Spannend, was der bayerische Ministerpräsident tatsächlich von „seinem“ Land hält, wenn er lieber als Cowboy oder gar als Shrek durch die Gegend tobt. Was aber vielleicht doch für etwas Geschmack spricht: wirklich alles außer Lederhose und Dirndl.

Rundschreiben

Heute wurde ich daran erinnert, dass es wieder Zeit sei, um mein monatliches Rundschreiben zu verschicken. Da ich dieses noch vor dem 1. April machen wollte, musste es nun etwas schneller als sonst üblich gehen — gut, dass mir das Schreiben nicht schwer fällt. Für mitlesende Studenten: das ist wie beim Lesen auch, beständiges Übung über Jahrzehnte hinweg macht es möglich.

Auch in den düstersten Zeiten gibt es immer wieder Dinge, die uns Menschen noch hoffen lassen. Nehmen wir zum Beispiel die „No Kings“-Bewegung in den USA, welche landesweit Hunderttausende US-Bürger regelmäßig auf den Straßen friedlich vereint. Und auch in Europa gibt es Lichtblicke. Lassen Sie uns hier nach Ungarn schauen, wo es nach gut 16 Jahren „gelenkter“ Demokratie tatsächlich zu einem Regierungswechsel kommen — am 12. April ist es so weit und Ungarn könnte sich zurück auf den Weg nach Europa begeben.

Ob USA, Polen, Türkei oder Ungarn, man kann eines dabei erkennen, nämlich, dass es für demokratische Parteien unmöglich ist, selbst wieder zurück zur Demokratie zu finden, wenn sie erst einmal den Rubikon überschritten haben. Es hilft dabei auch nichts, wenn man darauf pocht, dass es nicht der Rubikon, sondern der Fluss Lethe gewesen sei! 

Sobald sich die Wähler wieder mehrheitlich und eindeutig für unsere Demokratie entscheiden, werden diese demokratischen Parteien keine Glaubwürdigkeit mehr besitzen, das sieht man an der AKP und der PiS, es wird der Fidesz so ergehen und auch die GOP wird sich nie wieder erholen können. Die dort verbliebenen demokratischen Mitglieder werden sich in neuen Parteien neu erfinden müssen. Auch die DZP hat sich nie wieder von ihrem Sündenfall erholt.

Was wirklich nicht erstaunt, wenn man noch den Hinweis von Martin Luther kennt: „Wer mit einem Dreck rammelt, er gewinne oder verliere, so geht er beschissen davon.“ (Äsop-Übersetzung von 1530). Eine Feststellung an die man sich erinnern sollte, wenn man völlig geschichtsvergessen in Deutschland von Mauern aller Art fabuliert, was doch nur verschleiert, dass man sich selbst vor dem Rubikon befindet. Und so müssen auch bei uns in Deutschland alle demokratischen Parteien erkennen, dass es keinen Schritt mehr zurück geben wird, wenn man erst einmal am anderen Ufer steht.

Und wir Demokraten, ob nun parteilich organisiert oder auch nicht, müssen uns insgesamt darüber klar werden, wo wir uns selbst sehen und dies dann auch kundtun — Demokratien, selbst in den USA, werden nicht durch eine schweigende Mehrheit gerettet! Zu unser alle Glück haben wir (noch) keine US-amerikanischen Verhältnisse, aber man kann, wenn man nur möchte auch bei uns bereits den Rubikon erblicken! 

Die Probleme dieser Welt, nehmen wir nur Umwelt, Ukraine, Iran und die daraus resultierenden wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Folgen, können nur noch von uns Demokraten mindestens jenen in Europa, den USA, Kanada, Australien und Japan gemeinsam auch nur halbwegs behoben werden. 

Inzwischen sind die Probleme so gewaltig, dass es keine Insellösungen mehr geben wird und unser durchaus erfolgreiches — sicherlich aber auch reformbedürftiges — Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell in Gänze in sehr großer Gefahr ist. Die Alternativen sind da, werden z. B. in China, Nordkorea, Kuba oder der Russischen Föderation mehr oder weniger erfolgreich gelebt — ich behaupte aber auch nicht mehr lange — wobei die Kosten für die dort lebenden Menschen mehr als gewaltig sind, weit größer als in den noch so schlecht verwalteten Demokratien.

Es ist nun wirklich, nach all den Jahrzehnten des Experimentierens, Abwartens und Hinhaltens an der Zeit, dass wir Demokraten und ganz besonders wir Europäische Föderalisten zwar nicht auf die Barrikaden gehen, aber zumindest lautstark und nachhaltig von unseren Politikern und Mitbürgern wieder mehr Demokratie und noch mehr Europa einfordern, aber auch selbst dafür ein klein wenig mehr machen als wir es bisher gewohnt waren.

Am Europatag der Europäischen Union veranstaltet die EUROPA-UNION Heilbronn den wohl letzten Europa-Ball in Heilbronn. Bündnis 90/Die Grünen, CDU und ÖDP werden dort mit einem Informationsstand vertreten sein. Und auch der Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold wird Flagge zeigen! Platz für weitere demokratische Parteien ist vorhanden.

Was noch fehlt, das sind nicht nur viele von unseren Mitgliedern, sondern auch weitere für Demokratie und Europa Begeisterte. Spätestens seit dem Wiener Kongress wissen wir, dass ein Tanzball viel mehr ist als reines Tanzen. Schon alleine das Rahmenprogramm macht diesen Abend unvergessen. Hinzu kommen die vielen guten Gespräche und die Informationen, die man alleine schon durch die dort anwesende Vielfalt gewinnen kann. Der Schwerpunkt aber ist dabei, dass wir Europäer durch einen Ball im Herzen Heilbronns Flagge zeigen — noch können wir die Mehrheitsmeinung durch Bälle und weitere Gesprächsveranstaltungen kundtun. Es wäre sehr schade, wenn wir alle bald ähnlich wie in den USA eine verlorene Demokratie zurückgewinnen müssten!

Weiterhin in der Hoffnung, dass sich die aktuellen Gefechtshandlungen in Nahen Osten begrenzen lassen und unsere ukrainischen Verbündeten ihre Stellungen halten können, wünsche ich unseren ungarischen Nachbarn einen fulminanten Sieg der Demokratie, der den Rest Europas wieder in bessere Bahnen lenken wird und allen Totalitaristen zeigt, dass wir Demokraten noch längst nicht abgewirtschaftet haben! 


Fediverse Reactions
Parken in Heilbronn

24.2.02026 5 (8)

Beitragsfoto: Parken in Heilbronn

Vermischtes

Bekanntlich schmeißt unser Gemeinderat das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster und dabei sind diese Mitbürger — trotz edler Spender — so erfolgreich, dass sie nun nach weiteren Einnahmen suchen. Jetzt sind wieder einmal die Hundebesitzer dran, und ich frage mich erneut, warum Katzenbesitzer nicht besteuert werden. Die größeren Schäden für unsere Umwelt werden von Katzen, nicht von den Hunden verursacht. Auch frage ich mich schon lange, warum man bei uns nicht von einer Katzenplage spricht?

Der Boss tourt wieder und dieses Mal ist seine Tour so wichtig wie noch nie. Bruce Springsteen zeigt, dass man auch als reicher Mensch nicht automatisch ein Fan von Diktatur und Übermenschfantasien sein muss. Reiche, die sich ihren Reichtum selbst erarbeitet haben, dürften Allmachtsfantasien gegenüber immun sein.

Wie befürchtet solidarisieren sich die ehemaligen Warschauer Pakt Staaten immer mehr mit der Russischen Föderation. Es gab Gründe, warum es den Russen gelang, diese Menschen zu unterdrücken — ob man es will oder nicht, der Panslawismus zieht weiterhin und wieder verstärkt. Ähnlich wie bei uns der Nationalsozialismus. Und wir dachten schon, dass die Menschheit diese Krankheiten hinter sich gelassen hatte, aber auch die Masern kommen wieder zurück.

Parkhaus

Nun doch noch ein Heilbronner Thema. Parkhäuser, wenn sie gut und teuer sind, werden bei uns abgerissen oder an systemrelevante Personen „verschenkt“. Aber auch die restlichen Parkhäuser der Stadt sind nicht schlecht, manche wie der Käthchenhof oder die Theatertiefgarage zwar etwas sportlich, aber immer noch besser als nichts.

Die Parkhäuser des Krankenhauses nutze ich regelmäßig und kann wirklich nicht meckern, wohl im Gegensatz zu einigen Lesern der Heilbronner Stimme — was kein Zufall sein dürfte.

Es liegt dabei überhaupt nicht an den Parkhäusern! Es sind die Autofahrer, wobei zwei Gruppen besonders hervorstechen. Nämlich jene, die jüngst ihre Führerscheine irgendwie erhalten haben — inzwischen erkauft man sich sogar diesen bei uns im wahrsten Sinne des Wortes — und jene Autofahrer, die schon länger nicht mehr Auto fahren sollten und dürfen.

Ab einem gewissen Alter wird das Selbstfahren immer beschwerlicher. Auch wenn ich mich selbst weiterhin noch für einen sehr erfahrenen und versierten Autofahrer halte, der noch größere Fahrzeuge bewegt, aber schon etwas länger keine 40-Tonner mehr, fühle ich mich inzwischen in kleineren Autos viel wohler.

In Heilbronn hingegen fällt es auf, dass gerade die beiden oben erwähnten Gruppen sehr gerne und oft in großen Autos möglichst in der SUV-Klasse unterwegs sind. Was selbst in den großzügigsten Garagen zu dramatischen Situationen führt.

Heilbronner Fahrschulen lehren — man kann es selbst gut beobachten — inzwischen, dass man, wenn man links abbiegen möchte, zuvor erst weit nach rechts ausschert. Hingegen die über 80-Jährigen, auch wenn sie dereinst das Autofahren gelernt haben mögen, finden sich in ihren 3-Tonnen SUV nicht mehr zurecht und sind schon damit eine große Gefahr für ihre Umwelt.

Damit sind die Parkhäuser der SLK-Kliniken ein Eldorado für abenteuerlustige Mitbürger und ich freue mich jedes Mal darauf, wenn wieder ein Scheintoter oder gar ein Hirnloser dort um die Ecke biegt.

Wer aber das echte Abenteuer sucht, der findet dies im Heilbronner Osten. Dort gibt es eine Kreuzung, die fordert jeden, ob Fußgänger, Rad- oder Autofahrer — außer jene weit über 90; die findet man dann gerne mit ihren SUV auf den restlichen Schienen, auf einer Verkehrsinsel oder im Grünstreifen.

Noch besser eine Straße im Feuerwehrviertel, da haben die Bewohner eine eigene Verkehrsregelung eingeführt. Sobald ein Fahrzeug in die Straße einfährt, müssen die anderen warten, bis dieses die Straße durchfahren hat. Wer dies nicht beachtet und ganz bequem das entgegenkommende Fahrzeug passiert, der darf sich nicht wundern, wenn er verfolgt wird.

Wohl bald werden die 3-Meter Parkplätze in den Heilbronner Parkhäusern auf 5 Meter erweitert. Besser wäre es, wenn jeder, der feststellt, dass er es nicht (mehr) in einen 3-Meter Parkplatz schafft, von ganz alleine auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigt und zur Not auch einmal ein Taxi nimmt.

Verfolgung

Die Umfrageergebnisse scheinen für die Union wenig vielversprechend zu sein und die SPD ist schon etwas länger in den Keller abgerauscht. Auch die Grünen tun sich trotz „Notheirat“ etwas schwer im Land.

Unsere Regierung lässt nun Menschen verfolgen, die sich gemäß der Kriminalpolizei strafbar machen, weil sie z. B. angeblich Friedrich Merz als Pinocchio bezeichnet hätten.

Nur ein paar Punkte dazu. Unsere Kriminalpolizei ist wenig bis gar nicht aktiv, wenn Nazi-Porträts im öffentlichen Raum zur Schau gestellt werden. Auch gilt es laut Welt am Sonntag (11.12.2025) als gesichert, dass Friedrich Merz — ähnlich wie Recep Tayyip Erdoğan oder Donald Trump — gegen jeden gerichtlich vorgeht, der ihn vermeintlich in ein schlechtes Licht rückt. Zudem wissen wir alle, dass die Union den letzten Bundestagswahlkampf mit Behauptungen und Versprechen geführt und gewonnen hat, die sie nie einhalten konnte und wollte — was bei uns schon länger der Normalfall sein dürfte, aber mit der größten Verschuldung der Bundesrepublik Deutschland aller Zeiten unter Friedrich Merz eine völlig neue Dimension erreichte. Mir scheint dabei der Vergleich mit Pinocchio mehr als angebracht.

Schlimm an der ganzen Sache ist dabei aber, dass unsere Regierung sich selbst so sehr in die Ecke gedrängt hat, dass deren Politiker nun offensichtlich damit beginnen, GOP und Trump-Methoden zu übernehmen.

Noch schlimmer ist, dass Politiker wie Friedrich Merz gegen Schwächere austeilen, wo sie nur können und ganze Menschengruppen hemmungslos diffamieren, aber sobald man sich erlaubt, nur selbst etwas Kritik an diesen Damen und Herren zu äußern, mit allen Mitteln des Staates verfolgt wird.

Diese vermeintlichen Volksvertreter buckeln nach oben (Trump, Putin und Co.), wo sie nur können, aber treten nach unten ohne jegliche Rücksicht (Rentner, Kranke, Kinder). Ich hoffe nun mal, dass mich der Vergleich mit Radfahren nun nicht ins Gefängnis bringt. Wissen kann man es in der aktuellen Lage unseres Landes wohl nicht mehr.

Am 8. März 2026 hätten wir Bürger hier im Land die Gelegenheit, unsere Meinung dazu abzugeben. Die meisten von uns, wenn sie überhaupt noch wählen, wählen das, was sie schon immer gewählt haben und wissen dabei schon lange nicht mehr, warum.


Fediverse Reactions
Louvre

World Factbook 5 (2)

Beitragsfoto: Louvre | © Pierre Blaché auf Pixabay 

Was ich den US-Republikanern in meinem ganzen Restleben nicht mehr verzeihen werden kann, ist das Ende des CIA World Factbooks. Nach mehr als 60 Jahren gesammeltes Wissen für Profis und interessierte Menschen wird dieses Informationstool nun zumindest aus dem Netz genommen.

„First launched in 1962 as a printed, classified reference manual for intelligence officers, the Factbook offered a detailed, by-the-numbers picture of foreign nations, their economies, militaries, resources and societies. The Factbook proved so useful that other federal agencies began using it, and within a decade, an unclassified version was released to the public.

After going online in 1997, the Factbook quickly became a popular reference site for journalists, trivia aficionados and the writers of college essays, racking up millions of visits per year.“

APNews (5.2.2026)

Bereits 2011 hatte ich einen schon etwas älteren Factbook-Beitrag hier in meinem Blog gepostet. Und noch heute ist dieses World Factbook eine meiner ersten Quellen, wenn ich etwas über Länder und Regionen wissen möchte.

Nun können wir alle schauen, was geschieht, wenn eine Partei zusammen mit Mulitmillionären das eigene Land ausplündert. Wie Johannes Kuhn heute zurecht in einem Blog-Post anmerkte, müssen aktuell bei der Washington Post, einer Zeitung, die ich auch einmal gerne gelesen habe, nun die ersten Journalisten gehen, damit Jeff Bezos noch mehr Gelder frei hat, um sie z. B. einer Melania Trump in den Rachen zu schmeißen.

Das Ganze hat inzwischen weltweit System, denken wir nur an Victor Orban oder die Unionsparteien. So würde es mich auch nicht mehr wundern, wenn demnächst bei uns die Bibeln abgeschafft werden, damit man mehr Geld zur Verfügung hat, um die nächsten Maskendeals einzuleiten.