Blogger

6.7.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Pascha

Wer sagt denn, dass es im Sommerloch keine interessanten Nachrichten gäbe? Hier ist eine, die wurde wohl durchgewunken, weil der dafür verantwortliche Redakteur im Urlaub sein könnte.

Seit Kurzem steht das vermeintlich größtes Bordell Europas im Mittelpunkt eines Wirtschaftskrimis, denn, wenn man schon Geld bei uns wäscht, dann aber gleich richtig. Nagelstudios und sonstige Klitschen in unseren Fußgängerzonen sind da doch schon eine ganze Nummer kleiner, wobei auch hierbei dürfte es die Menge machen.

Wir alle dürften es wissen, dass wir schon etwas länger das Geldwäscheparadies der Welt sind, denn das schnöde Geld war schon immer unser stärkstes Aphrodisiakum — da kommt kein Sexarbeiter auch nur annähernd ran! Bei uns wäscht man sogar Geld indem man in Gammelfleisch beißt.

Und wer den oben verlinkten Tagesschaubericht gelesen hat, der weiß jetzt sogar, warum es Volksbank (kleiner Insider) heißt.

Vermischtes

Bei der heutigen Fahrt mit dem meseno-Bus hatte ich wieder einmal einen Praktikanten mit an Bord; einen von der besseren Sorte. Die Fahrt ansonsten wie immer. Bei der Fahrt selbst waren die Flüsse der Gegend das Thema und die Firmen an denen wir vorbeifuhren. Auch guckten wir, ob die neuen Campus-Gebäude auf der Strecke schon den Hang hinunterzurutschen beginnen. Bei uns wird nur noch gemurkst! Könnte daran liegen, dass wir nur noch Kunstschwätzer in den verantwortlichen Positionen haben.

Als ich dann vor lauter Erzählen einem weißen Edel-BMW auch nur annähernd die Vorfahrt genommen haben könnte, kreiste dieser wie wild um den meseno-Bus herum. Mein Beifahrer konnte sogar einen Blick auf den Piloten erhaschen und nun war ich sehr gespannt darauf, wie er reagieren würde. „Hab ich es mir doch gedacht, ein Assi!“ — und so war meine kleine Welt wieder in Ordnung, denn bei diesen Jugendlichen (aka: kleine Paschas) gibt es doch noch welche für die durchaus Hoffnung besteht.

KI mischt angeblich die Arbeitswelt auf, zumindest laut einem Artikel „Welche Berufe jetzt noch gebraucht werden“ in der FAZ von Patrick Bernau und Alexander Wulfers. Eigentlich bräuchte man nicht nur keine Radiologen mehr, sondern vor allem keine Berufe, die alleine nur stupiden Regeln folgen, wie z. B. Banker, Versicherungsangestellte und Verwaltungsmitarbeiter. Da wir Menschen aber weiterhin gerne mit anderen Menschen Schwätzchen halten, werden diese Berufe vielleicht nun noch viel attraktiver, da deren originäre Arbeit künftig von einer KI erledigt werden wird. Es bleibt weiterhin kompliziert.

Warum eigentlich haben wir Deutschen bei der Fußballweltmeisterschaft nicht auch die „Trump-Karte“ gezogen? Aber vielleicht geht da noch was? Wir übereignen der Trump-Familie einfach Mecklenburg-Vorpommern und werden dieses Jahr doch noch Weltmeister — Win-Win für alle.

Bei den richtigen Deals sind wir doch schon lange Weltmeister. Das Sondervermögen für den Atommüll geht in die Rente und das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität versickert von ganz alleine — Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Und ja, mit der AfD oder dem BSW, den künftigen Schwesterparteien, wird es nur noch schlimmer! Aber wer hat denn überhaupt behauptet, dass unsere Welt immer besser werden muss? Wenn dem so wäre, gäbe es schon sehr lange keine Berufsreligiösen mehr.

Nun noch ein klein wenig Psychologie für Anfänger: wir Menschen wollten doch nur, dass es unseren eigenen Kindern etwas besser als uns selbst geht, als wir ganz genau wussten, dass dies eine reine Wunschvorstellung bleibt. Und seit es sich abzeichnet, dass dies tatsächlich geschehen könnte, hauen wir unser Geld nur noch heraus, sodass es richtig kracht! Wäre es anders, wären wir Engel aber keine Menschen; nicht umsonst sind wir jene Tierart, die sein Essen streichelt bevor es dieses verschlingt.

Eine Geschichte

Wer die Bücher von Antoine de Saint-Exupéry gelesen hat, der wird diesen Film mögen. 2024 brachte Pablo Agüero „Saint-Exupéry – Die Geschichte vor dem kleinen Prinzen“ in die Kinos. Louis Garrel spielt den Schriftsteller, Vincent Cassel seinen Freund, Mentor und Mitpiloten Henri Guillaumet. Diane Kruger dessen Ehefrau.

Mein erstes Buch von Antoine de Saint-Exupéry war „Vol de nuit“ (1931). Der Film spielt in einer Woche im Jahr 1930 ebenfalls in den Anden — seinen „Kleinen Prinzen“ (1943) lese ich immer wieder einmal und dies noch heute.

Henri Guillaumet wurde 1940 über dem Mittelmeer abgeschossen; wahrscheinlich durch Friendly Fire. Vier Jahre später wurde Antoine de Saint-Exupéry vermutlich von einem deutschen Jagdflieger vor Marseille abgeschossen.

Der Film ist eine wunderbare Hommage an die Vorstellungskraft des Menschen und auch ein wenig über Freundschaft und Liebe — vielleicht aber ist dies alles ein und dasselbe.

Die Lehre aus dem Film ist dabei sehr einfach, man kann wirklich alles überleben, außer den Faschismus.

Derweil zelebrieren unsere Medien den AfD-Parteitag und schreiben ganz zeitgemäß Alice Weidel als neuen Führer herbei. Und so ganz nebenbei dürfen dort Kriminelle und Versager in den Bundesvorstand einziehen, was die Presse als Verjüngung goutiert.


Jammern

24.6.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Hinweis

Fuhrunternehmer

Aktuell zeichnet sich auch bei uns eine erfreuliche Entwicklung ab. Immer mehr Fuhrunternehmer erkennen, dass es gar keine schlechte Idee ist, auf E-Lastkraftwagen umzustellen. Wenn man dann noch sein Betriebsgelände bereits mit Solarzellen ausgestattet und Platz für ausreichend Speicher und Ladestationen, vielleicht auch sein Betriebsgelände nicht gerade in die bayerische Pampa gestellt hat, dürfte das sogar eine Win-Win Situation sein.

Weniger erfreulich wie gerade jene Fuhrunternehmer, die mit voller Absicht und rein aus politischer Überzeugung heraus falsche unternehmerische Entscheidungen getroffen haben, nun wieder nach dem Staat schreien.

Was bei uns wohl zur Folge hat, dass jene Fuhrunternehmer, die unternehmerisch richtig gehandelt, es nun schwer haben werden, um gegen die subventionierte Konkurrenz zu bestehen.

Was bei uns System hat. Sobald die Verantwortlichen bei Volkswagen feststellen, dass man mit 499 verkauften Luxuskarossen keinen Konzern unterhalten kann, darf auch VW Panzer, Flugzeuge, Raketen und Schiffe für die Bundeswehr bauen. Und bis diese Produktionsstraßen vielleicht einmal anlaufen werden, kauft die Bundeswehr die VW-Restbestände auf, lässt sie in Flecktarn umstreichen und anschließend gleich wieder verschrotten — hat in den 1980er-Jahren mit dem VW-Käfer ganz gut funktioniert.

Das eigentliche Wunder dabei ist, dass es trotz solcher Wirtschaftspolitik noch Industrie in Deutschland gibt. Wahrscheinlich aber auch nur, weil die Chinesen und US-Amerikaner mit dem Aufkaufen unserer Marktführer einfach nicht hinterherkommen.

Vermischtes

Ist mir auch noch nie passiert, ich wurde von einem lokalen Handwerker geghostet. Kann damit zusammenhängen, dass ich meine eigenen Geschäfte reduziere und somit nicht mehr für ausreichend Gewinn gut bin.

Wie auch immer, selbst ist der Mann und so habe ich kurz selber zum Hammer gegriffen, einen freiwilligen Helfer gefunden und dabei auch noch ein paar Tausend Euro gespart. Manche Handwerker dürften froh darüber sein, dass KI noch keinen Hammer halten kann.

Meine Frau findet den unten stehenden Witz grottenschlecht, trotzdem, denn meine Leser dürften inzwischen Leid gewohnt sein.

Spät abends, es hat gerade zu regnen begonnen, als ein Autofahrer auf einer Landstraße im Hohenlohischen einen Tramper mitnimmt. Dieser bedankt sich artig und fragt, ob der Fahrer sich nun nicht etwas unwohl fühle, da er doch ein Gewalttäter sein könnte.

Der Fahrer antwortet, dass es sehr unwahrscheinlich wäre, wenn gleich zwei Gewalttäter in einem Auto sitzen.

Heute findet so mancher Politiker scharfe Worte für den jämmerliche Zustand der Bahn. Erst das Kind eigenhändig in den Brunnen schupsen, dabei noch die eigenen Kollegen bei der Bahn bestens unterbringen und dann laut tönen, dass sich dort etwas ändern muss — genau mein Humor!

Rundschreiben

Mein einzig noch verbliebenes Rundschreiben ist der Tatsache geschuldet, dass ich Kreisvorsitzender der EUROPA-UNION bin und damit weiterhin gut 200 Leser erreiche, doch so einige davon keine Mitglieder.

Meine Weblog-Leser bekommen diesen Service nicht (mehr). Ich gehe davon aus, dass diese sehr gerne auf einen solchen Service verzichten (können). Und jene meiner Leser, die immer noch nicht auf einen RSS-Feed bauen, die müssen einfach weiterhin selber das Blog aufrufen. Zugegeben, diese Art von Leser macht mir als Blogger ein klein wenig mehr Freude, denn es kitzelt mein Ego.

Und jene Blog-Leser, die auch mein letztes Rundschreiben nicht abonnieren möchten (kleiner Insider), die erhalten dieses nun hier in einer gekürzten Fassung — Ätsch!

Jüngst jährte sich das Brexit-Referendum im Vereinigten Königreich zum zehnten Mal. Inzwischen dürften doch so einige Briten verstanden haben, dass es keine gute Idee war, sich gegen ein gemeinsames Europa zu entscheiden. Sehr erstaunlich dabei ist es aber, dass weiterhin fast 50 % der dortigen Wähler an ihrer damaligen Entscheidung festhalten möchten. Noch erstaunlicher, dass gerade jene Politiker, die ihre eigenen Wähler nach Strich und Faden belogen haben, nun weiter gestärkt aus dieser Sache herauskommen.

Demokratie wird von und für Menschen gemacht und zeigte schon in ihren Anfangszeiten, dass auch dieser Art von Regierungsform sehr fehleranfällig ist. Aber man wusste schon von Anfang an, wie man die meisten Fehler beheben kann, nämlich indem man den Zoon politikon propagiert und dafür sorgt, dass die große Mehrheit der Bürger tatsächlich auch mündig sind.

Und so benötigen auch heutige Demokratien gleich drei essentielle Dinge, um sich beständig gegen den Totalitarismus wehren zu können. Erstens müssen sie ihren Bürgern das sichere Gefühl geben, dass es ihnen in einer Demokratie wirtschaftlich besser geht als in sämtlichen Alternativen. Zweitens müssen sie dafür sorgen, dass es nicht nur einen zwingenden Mindeststandard für Bildung gibt, sondern ein sehr großer Teil der Bevölkerung seine Mündigkeit erreicht. Und drittens benötigt jede Demokratie ausreichend Volksvertreter, die durch ihre eigene Präsenz und ihre Vorbildfunktion den meisten Bürgen das Gefühl geben, in der Demokratie gut aufgehoben zu sein. 

Wie wir es allerorten ganz gut beobachten können, wanken alle unsere Demokratien, sobald auch nur eine dieser drei Bedingungen nicht mehr ganz erfüllt ist! Die Heilsversprechen der Totalitaristen, egal welcher Machart auch immer, künftig für eine bessere Welt zu sorgen und dies ohne dass der Bürger dafür auch nur eine einzige Schraube selber eindrehen muss, sind schon seit den Alten Griechen viel zu verführerisch. Viel zu schnell tanzen wir Menschen allesamt wieder um das goldene Kalb der Verantwortungslosigkeit. 

Und die wohl selbst eher unmündigen Teile unserer Volksvertreter schreiben sich dies sogleich auf die eigene Fahne und vergessen ganz dabei, dass sie damit auf genau dem Ast sitzen, an dem sie selber so begeistert sägen.

Egal was wir Menschen auch immer anstellen, letztendlich bekommen wir genau das, was wir verdienen! Und so werden die Briten auch in den kommenden Generationen alleine auf ihren Inseln sitzen und die Schuld für ihre Misere dem Rest der Welt geben — kommt sicherlich dem einen oder anderen bekannt vor.

Ich würde mich riesig darüber freuen, wenn Sie eine ganz andere Meinung hätten und diese dann bei den kommenden 10. Hertensteiner Gesprächen mit zur Diskussion stellen.

Im Falle, dass ein Mitblogger bis hierhin gelesen hat — ich freue mich auch auf anderer Blogger bei den Hertensteiner Gesprächen und wer weiß, vielleicht entwickelt sich daraus dann sogar einmal eine Blogparade der ganz anderen Art.


Mann beim Ausfüllen eines Formulars

Kurzfilm 5 (1)

Beitragsfoto: Mann beim Ausfüllen eines Formulars | © Pixabay

Humor ist es bekanntlich, wenn man trotzdem lacht. Auf alle Fälle hat die BBC Geschmack, was die Kurzfilme angeht.

„The Close … A quiet neighbourhood … but the peace is shattered as the residents fail to navigate the familiar and mundane moments of everyday life … in the most chaotic way!“

Nachtrag 12.6.2026

Weil ich die eine oder andere positive Rückmeldung bekam, lege ich noch ein Filmchen nach. Erneut von Birdbox Studio, die doch so einige Filmchen mit Hunden haben …