Telefonzelle

9.2.02026 5 (3)

Beitragsfoto: Telefonzelle | © Acatana auf Pixabay

Vermischtes

Plötzlich stellt sogar die Polizei fest, dass die Deutschkenntnisse bei vielen Bewerben zu wünschen übrig lassen. Wenn es doch bloß nur die fehlenden Deutschkenntnisse wären! Die demokratische Gesinnung ging bei viel zu vielen schon länger über Bord. Von einer fachlichen und menschlichen Eignung zu diesem Beruf möchte ich schon gar nicht mehr sprechen.

Die Fahrt mit dem meseno-Bus zog sich heute und dauerte etwa 20 Minuten länger als sonst. Einmal dachte ich sogar, dass ein Auto ganz alleine unterwegs sei, dann aber konnte ich die Fahrerin doch noch erblicken. Ob diese überhaupt etwas sehen konnte, darf bezweifelt werden. Ihre Geschwindigkeit ließ dabei vermuten, dass sie nach Gehör fuhr.

Wahl-O-Mat

Es ist wieder einmal soweit, wobei die meisten Wähler bereits wissen dürften, wen sie dieses Mal wählen. Was für die eingefleischten Parteigänger überhaupt keine Frage ist, denn die wählen wirklich alles, was man ihnen vorsetzt.

Seit heute ist nun der Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg verfügbar. Dort sind alle 21 Parteien vertreten. Eine Chance auch für die Parteigänger zu gucken, welcher Partei sie bei dieser Wahl eigentlich am nächsten stehen. Wer dabei feststellt, dass es AfD oder BSW sind, der sollte sich und der Menschheit einen großen Gefallen erweisen und der Wahl einfach fernbleiben. Alternativ kann man selbstverständlich auch seine beiden Kreuzchen einmal bei einer demokratischen Partei setzen.

Internet

Als langjähriger leidgeprüfter Telekomkunde freut es mich selbstverständlich zu lesen, dass manche Telekom-Mitarbeiter oder -kunden mit ihrem VDSL 100 Anschluss voll und ganz zufrieden sind und damit auch über die Runden kommen.

Ich muss mich seit meiner Rückkehr nach Deutschland 2006 mit bis zu 50 bezahlten Mbits der Telekom begnügen, wobei ich in meiner Ulmer Zeit tatsächlich um die 40 Mbits zur Verfügung hatte, aber mit meiner Rückkehr nach Heilbronn 2015 über Jahre hinweg froh war, wenn ich um die 10 Mbits anliegen hatte. Fernsehschauen und zeitgleich Internet meist nicht möglich. Videochats während der Pandemie fast unmöglich. Erst als ich auf Hybrid umstellte, dabei auch noch zusätzlich unsere Mobiltelefone nutze und auch die Kinder inzwischen aus dem Haus sind, können meine bessere Hälfte und ich mit der bestehenden Konfiguration ganz gut leben.

Dennoch träumen wir immer noch von jenen Zeiten in Polen oder gar Afrika, wo wir ausreichend Internet zur Verfügung hatten, und haben uns deshalb dazu entschlossen, auf einen Glasfaseranschluss zu setzen. Sollte dieser stabile 100 Mbits garantieren, wären wir mehr als glücklich! Bisher haben wir aber nur Kabelsalat.

Und ich stelle mir dabei überhaupt nicht die Frage, wie es andere Telekomgesellschaften mit weit weniger Angestellten als die Telekom schaffen, dass deren Kunden mehr als ausreichend Internet zur Verfügung haben und auch nur einen Bruchteil von dem bezahlen, was ich im Monat an die Telekom abdrücken muss.

Meine ursprüngliche Frage war, ob es den Telekombestandskunden nutzt, wenn die Telekom in München eine KI-Fabrik baut, anstatt die 1 000 Millionen Euro in den notwendigen Ausbau ihres eigenen Netzes zu stecken?


Schimpanse

17.12.02025 5 (4)

Beitragsfoto: Schimpanse | © Pixabay

Bildungscampus

Grundsätzlich finde ich das mit dem Bildungscampus sehr gut. Es kann nie genügend Investitionen in Bildung geben! Allerdings bin ich auch hierbei davon überzeugt, dass man dies am besten erst mit einem tragbaren und vor allem zukunftsfähigen Konzept versieht, das nicht nur landesweit, sondern mindestens auch bundesweit abgestimmt ist, und im Falle, dass man es tatsächlich ernst damit meint, auch die internationalen Mitstreiter mit ins Boot holt. Denn Bildung war und ist ein sehr rarer Grundstoff!

Und wenn man tatsächlich bei uns Bildung schürfen möchte, dann ist es zwingend, dass man das Ganze von unten nach oben auf beide Beine stellt. Zuerst müssen die Heilbronner Familien bildungswillig und -fähig gemacht, dann entsprechende Kindergärten und Grundschulen etabliert und darauf aufbauend weiterführende Schulen bis hin zu Universitäten gegründet werden.

Wer es anders herum versucht, der baut Potemkinsche Dörfer! Schon heute muss man sich fragen, woher die Studenten und noch wichtiger die Lehrkräfte überhaupt herkommen sollen. Im Falle, dass man beide bei den Nachbarn klauen möchte, wird das sehr teuer werden und so lange dabei die weiteren Rahmendaten nicht stimmen, wenig erfolgsversprechend. Im Bereich der Bildung funktioniert die Marktwirtschaft noch ganz gut.

Alternativ die Bildungseinrichtungen nur so mit Menschen zu füllen, ob geeignet oder nicht, kann zwar Quotenprobleme halbwegs lösen und politische Ideologien befriedigen, schafft aber kaum mehr an Bildung.

Wenn hoffentlich dereinst die Rahmendaten in Heilbronn stimmen werden, dann wird der Bildungscampus schon längst anderen Verwendungszwecken zugeführt worden sein. Auf alle Fälle aber dürfen wir froh darüber sein, dass Geld in Heilbronn überhaupt keine Rolle spielt und so ist es vielleicht doch möglich, dass man mit Geld alles kaufen kann!

Zumindest beim FC Bayern München scheint dieses Konzept aufzugehen, deren Mitarbeiter müssen aber auch nur einem einzigen Ball hinterherlaufen können.

Nachtrag

Heute passend in der Stuttgarter Zeitung: „Nur 30 Prozent fürs Gymnasium geeignet“.

Außerirdische

Da wir unsere nahen und entfernten Verwandten ausrotten wo und wann wir sie nur ausrotten können, und selbst Delphine, Wale oder Tintenfische keine Chance haben werden, um unsere Welt noch zu retten, versuchen manche nun den Trick mit der künstlichen Intelligenz, die wohl ebenso ein Fehlschlag wie das mit der emotionalen Intelligenz werden wird, die dennoch weiterhin bei uns immer mehr Lehrstühle besetzt.

Wohl deshalb setzen manche bereits auf die Rettung durch Außerirdische — ich selbst baute kurz auf ALF, der wurde allerdings viel zu schnell wieder abgesetzt.

Steven Spielberg, der mich schon zu meiner Schulzeit mit „Unheimliche Begegnung der dritten Art‘ (1977) begeisterte, mit „E. T . – Der Außerirdische“ (1982) und „Krieg der Welten“ (2005) nachlegte, bringt nun ganz folgerichtig kommendes Jahr „Disclosure Day – Tag der Wahrheit“ in die Kinos.

Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird es tatsächlich außerirdisches Leben geben, was sich auf uns alleine aufgrund der Distanzen im Universum nicht auswirken werden kann. Und wenn es weit intelligenteres Leben außerhalb unseres Sonnensystems gibt, darf bezweifelt werden, dass dieses dann mit uns Verbindung aufnehmen wird. Obwohl manche gehen zum Lachen in den Keller — vielleicht fliegen manch andere zum Lachen einfach zu uns.

Vermischtes

Heute sitze ich an der Klausur für dieses Semester. Gut 70 Studenten möchten sich dieser Herausforderung stellen. Schon etwas länger folge ich dem Rat Detlef Sterns meine Klausuren vorab selber zu schreiben. Inzwischen lasse ich sie auch von einer KI beantworten. Da im Internet zu meinem Fach sehr viel, ich meine sogar viel zu viel zu finden ist, bietet die Beantwortung für sämtliche LLM keine Herausforderung mehr. Dennoch sind deren Antworten manchmal etwas gewöhnungsbedürftig und bringen mich ab und zu sogar zum Lachen — schon alleine deshalb werde ich dies auch bei meinen nunmehr letzten Klausuren so handhaben.

Martin Thielecke hat jüngst entdeckt, dass die Antworten der KI immer schlechter werden. Dabei ist es schon sehr lange bekannt, dass, je mehr Müll man in den Wald wirft, umso mehr Müll kommt aus diesem wieder heraus. Und so dürften auch die KI-Antworten zu meinen Klausuren immer lustiger werden.

Unsere KI-Enthusiasten glauben wohl daran, dass im Internet — wie im Wald oder dem Meer — ganz plötzlich wie durch Magie aus sehr viel Müll sehr viel Wissen entsteht!

Das Ganze hatten wir schon einmal zur Zeit der Alchimisten, als diese aus Dreck Gold machen wollten. Nun scheint mit der KI tatsächlich der Stein der Weisen gefunden worden zu sein; dazu muss man nur noch alles für bahre Münze nehmen, was einem die LLM so anbieten.

Unser Leben kann so einfach sein! Und da wir auch wirklich jeder Regierungserklärung glauben, dürfte dies nicht so schwierig werden — ich befürchte schon etwas länger, dass unsere Gesetze und Regierungserklärungen bereits mithilfe von KI erstellt werden. Viel zu viele Journalisten und Blogger machen dies bereits ebenfalls und sind auch noch stolz darauf.

Wahrscheinlich habe ich die meisten meiner Bücher und insbesondere dabei die Lexika viel zu früh entsorgt. Sobald man in der Wikipedia oder in der FAZ lesen muss, dass Donald Trump glücklich mit Daisy Duck verheiratet ist und beide den Disney-Konzern gegründet haben, werden wohl die letzten Bücher verschwinden, einfach weil sie nachweislich nur noch Unwahrheiten verbreiten.

Ganz passend dazu mein Blog-Beitrag „Problem thinker“ aus 2011.

Gestern erst ein Nichtkäffchen mit Detlef Stern und im Anschluss eine recht interessante letzte Vorlesung im Jahr. Eigentlich wollen die Studenten nichts lernen, so zumindest mein Eindruck. Was sie möchten ist, eine weitere Klausur bestehen. Aber auf die Frage wozu überhaupt, kaum verständliche Antworten. Zum einen verlängert dies deren Anwesenheit an der Hochschule und zum anderen glaubt man damit so die Bedingungen für einen Studienabschluss zu erfüllen.

Wohl eine Folge vom Abitur, das man bei uns schon alleine deshalb besteht, weil man keine Lehrer schlägt und halbwegs regelmäßig anwesend ist. Auf alle Fälle wird meine eigene Anwesenheit an der Hochschule immer überflüssiger. Anderen Menschen beim Totschlagen der Zeit zuzuschauen, wird irgendwann recht langweilig.

Weiterhin unverstanden meine Aussage, dass man ein Studium auch vom Ende her betrachtet und dies durchaus Auswirkungen auf die ersten Semester hat. Noch weniger verstanden der Hinweis, dass sich auch die eigenen Leistungen und Produkte im Laufe des Studiums am besten zu einem geplanten Ganzen zusammenfügen — schon alleine wegen des damit eingesparten Zeit- und Arbeitsaufwands.

https://bsky.app/profile/kuemmerle.name/post/3ma3nutbbl22x

Die Dresdner Bahn ist nun nach gut zwanzig Jahren genau dort fertiggestellt worden, wo die Anwohner dagegen klagten. Dort wo sie nicht klagten, soll der Abschnitt bis 2029 fertiggestellt sein, zumindest nach den Verlautbarungen der Deutschen Bahn.

Was lernen wir daraus? Wenn wir Bürger einen schnelleren Ausbau der Bahn möchten, müssen wir einfach dagegen klagen; das hängt wohl damit zusammen, dass im Bahnvorstand geistig Vierjährige sitzen.


Geldschein

3.12.02025 5 (5)

Beitragsfoto: Geldschein | Nahaufnahme einer Euro-Note | © Pixabay

Sichtbarkeit

Ein Thema welches gerade die Blogger unter uns verstärkt zu beschäftigen scheint — wieder einmal. Auch ich schreibe immer wieder einmal über Leser- und Blogzugriffszahlen. Sobald ein Blog ins Internet gestellt wird, ist dieses auch für alle sichtbar. Ob es dann allerdings auch wahrgenommen wird, steht an einer ganz anderen Stelle.

Was machen Blogger dabei nicht alles, um an höhere Klickzahlen zu kommen. Auch ich habe mich diesem Wettbewerb schon einmal gestellt. SEO, für mich reines Teufelszeug, Bloggernetzwerke und Webringe schön und gut, wobei diese meist nur für Traffic unter Gleichgesinnten gut sind: „Klickst Du mich, dann klick’ ich Dich!“ und höchstens für ein stabiles Grundrauschen sorgen. Die gute alte Blogroll, völlig aus der Zeit gefallen. Das jüngste Allheilmittel, die Social Media, noch schlimmer als SEO. Rundschreiben, gerade mal wieder „der neuste Scheiß“. So wird es dieses Mal wohl die KI richten müssen [Achtung: Humor!].

Nicht zu vergessen, die bezahlten oder getauschten Links. Oder gar Werbeschaltungen für das eigene Weblog. Wir Blogger werden wohl nichts unversucht gelassen haben, um unser eigenes Ego ein wenig aufzupuschen, den wenigsten unter uns wird es geholfen haben.

Und selbst die meistgelesenen Blogs im Internet, manche davon einmal weltberühmt, kennen viele der jüngeren Blogger bereits schon gar nicht mehr. Bis sich eine Marke bei uns etabliert, dauert das einfach meist etwas länger, für die allermeisten von uns viel zu lange.

Meines Erachtens ist es dabei der größte Charme der Weblogs, nämlich deren eigene Vergänglichkeit! Man nutzt etwas oder man hat etwas genutzt, was einfach nicht alle nutzen können (wollten). Gute Blogs leben von ihre Einzigartigkeit, viele von ihrer eigenen Beschränktheit (technisch wie inhaltlich) und manche spielen auch mit dieser Vergänglichkeit.

Echte Blogs versuchen erst gar nicht, eine vermeintliche Ewigkeit vorzutäuschen und die guten alten Blogger — ich kenne noch ein paar davon persönlich — scheren sich kaum darum, ob sie gelesen werden oder nicht, zumindest aber haben sie es gelernt, daraus kein großes Brimborium mehr zu machen; sie genießen im Falle des Erfolgs diesen still und heimlich.

Was nun zu der Frage führen könnte, wann ist denn ein Blog erfolgreich? Dazu müsste es vorab festgelegte Prüfkriterien geben, die jeder Blogger für sich selbst festlegen sollte.

Ich habe dies (leider) bei Beginn nicht gemacht und muss mich deswegen, wenn ich den Erfolg meines Blogs messen möchte, an den Kriterien anderer entlang hangeln, deren Signifikanz ich meist nicht so ganz nachvollziehen und schon gar nicht von einem Blog x auf das eigene Blog übertragen kann.

Marktwirtschaftlich betrachtet, könnte man nun an alle Blogs ein sehr grausames Prüfkriterium anlegen, nämlich macht das Blog Gewinn oder kostet es nur?

Nachtrag

Gerne verlinke ich den Blog-Beitrag von Martin Thielecke, den ich aber erst nach meinem eigenen entsprechenden Blog-Beitrag gefunden habe — er passt auf alle Fälle zum Thema.

Vermischtes

Gestern Abend schmeckte der Glühwein dann doch etwas, was wohl an der sehr netten Gesellschaft lag. Franz Schirm hatte uns wieder das nette Plätzchen in der Ecke gesichert. Die Gespräche sehr angenehm und dann die Info, dass nun auch ein Neumitglied mit am Tisch sitzt. Dies führte zu zwei weiteren sehr interessanten Gesprächen. Schöner kann ein Abend kaum ausklingen.

Nun bin ich einmal gespannt, ob sich das avisierte Böllerverbot gem. einer städtischen Allgemeinverfügung auf der Grundlage der Sprengstoffverordnung bei uns auswirken wird.

„Für ein leiseren Jahreswechsel erlässt die Stadt Heilbronn in diesem Jahr erstmals per Allgemeinverfügung ein Verbot von pyrotechnischen Gegenständen mit ausschließlicher Knallwirkung. Böller, Kanonenschläge, Knallketten und -frösche und Schweizer Frösche sind damit am 31. Dezember und 1. Januar im gesamten Stadtgebiet tabu. Ausgenommen ist lediglich ein wenig besiedelter Bereich im nördlichen Industriegebiet zwischen Neckarkanal und Osthafen. 

Raketen, Feuerwerksbatterien und Fontänen, die für einen farbenfrohen Nachthimmel sorgen, dürfen hingegen weiter gezündet werden. Doch auch hier gelten gesetzliche Ausnahmen: So bleibt das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der unmittelbaren Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Fachwerkhäusern untersagt. Und auch in Rebanlagen und im Wald ist es verboten.“

Wer es ganz genau wissen möchte, der findet die Allgemeinverfügung vom 28.11.2025 gleich hier.

Korruption

Seit gestern kann man wieder verstärkt über Korruptionsfälle im Zusammenhang mit Organen und Institutionen der EU in Brüssel lesen, wobei diese Ermittlungen und Festnahmen eindeutig ein Zeichen dafür sind, dass die Untersuchungsmechanismen in der EU funktionieren und Straftaten aufgeklärt werden — von einer späteren Verurteilung einmal abgesehen.

Wir alle kennen auch sehr viele Straftaten in der Bundes- und in der Landespolitik und sehen es dabei als normal an, dass nichts geschieht. Staatsanwälte müssen eher ihren Job räumen als dass sie in dieser Richtung tätig werden können — CumEx und Masken-Deals lassen grüßen.

In Kürze werden sich gerade jene bundesdeutschen Politiker wieder über Brüssel echauffieren, die selbst den größten Dreck am Stecken haben. Spätestens wenn man die Qualität eines Victor Orbans, Jens Spahns oder Donald Trumps erreicht hat, darf man bei uns eh alles machen.