Luise Kümmerles Kiosk

Trappensee-Kiosk 5 (5)

Beitragsfoto: Luise Kümmerles Kiosk

Erst vor Kurzem hat Joachim Friedl von der Heilbronner Stimme eine nette und meines Erachtens auch sehr gelungene Reminiszenz über den Trappensee-Kiosk, der nach gut 80 Jahren Ende 2019 offensichtlich nicht mehr gebraucht und abgerissen wurde, geschrieben.

In den 1960er- und 1970er-Jahren waren meine Großeltern, Heinrich und Luise Kümmerle, fast 15 Jahre lang die Kioskbetreiber, wobei meine Großmutter als die „gute Seele“ des Kiosks bis heute vielen Trappenseebesuchern in positiver Erinnerung geblieben ist. Aber nicht nur ihren damaligen Stammgästen, sondern besonders auch vielen Innenstadtkindern, die sich des Öfteren gruppenweise über den alten Friedhof und dann weiter über den Pfühlpark hinweg aufmachten, um sich ein 10-Pfennig Eis abzuholen – nicht nur für die Spatzen aus der Vogelwelt, sondern auch für die der menschlichen Art war immer gesorgt.

Selbst ein großer Schäferhund kam nie zu kurz, der, wie sein Herrchen auch, regelmäßig ein Bier bekam, dieses aber stets im Wassereimer serviert, welcher genau für solche Fälle bereitstand.

Vom Eis gestärkt, ging es dann für uns Kinder wieder zurück in die Innenstadt, ohne zu versäumen, so lange über den Pfühlbach zu springen, bis mindestens eines der Kinder nasse Füße hatte. Und im Falle, dass dieses Abenteuer einmal nicht ausreichend war, musste man noch den Alten Friedhof auf seiner Mauer umrunden, was bei mindestens einem Jungen für eine bleibende Erinnerung und bei seiner Mutter für mehr Ärger als sonst sorgte.

Und damals so üblich, ging es für alle Beteiligten erst dann nach Hause, wenn es so langsam dunkel wurde oder die Mütter eine Zeit fürs Abendessen vorgegeben hatten. Heute kaum vorstellbar, gelangen all diese „Unternehmungen“ ohne Uhren, ohne Telefone, ohne jeglichen Plan, sogar ohne Kenntnis der Eltern über den Verbleib ihrer Kinder, wobei das ganze Geschehen immer der Gruppendynamik der jeweiligen Kinder überlassen blieb.

Dafür sorgte das Ganze aber dafür, dass aus all diesen Kindern mündige Bürger wurden, die allesamt in der Lage sind, auf eigenen Beinen zu stehen, und vor allem dazu, noch heute selbst für Unterhaltung zu sorgen und dabei auch mit kleinen Dingen zufrieden sein zu können.

„All they have to do is eat three or four children and there will be the most appalling publicity.“

Christopher Lee als Doctor Catheter in Gremlins 2: The New Batch (1990)

Mensch

Menschen 5 (2)

Beitragsfoto: Mensch | © Subham Shome auf Pixabay 

Es gibt sie tatsächlich und auch immer wieder, nämlich Menschen, die andere Menschen nicht nur inspirieren können, sondern diesen auch selber vorleben, wie man das eigene Leben führen könnte, wenn man nur wollte.

Das Schöne daran ist, dass jeder Mensch im Laufe seines Leben solche Menschen findet, die für ihn dann auch Inspiration sind. Glück haben dabei jene, die diese Menschen in ihrem eigenen Umfeld ausmachen können. Noch mehr Glück diejenigen, die mit diesen Menschen auch selber Umgang haben, und sich quasi gleich vor Ort – im Hier und Jetzt – inspirieren lassen können.

Die meisten Menschen finden solche Inspiration wahrscheinlich aber bei Menschen, die schon lange nicht mehr unter uns weilen, aber welche durch Erzählungen oder mit eigenen Büchern weiterhin andere begeistern können und ihnen helfen, das eigene Leben auch einmal mit anderen Augen zu betrachten.

Über die Zeit hinweg ändern sich nicht nur bei den meisten Menschen die eigenen Einstellungen, sondern damit auch die Personen, welchen sie Einfluss auf das eigene Denken und Schaffen zusprechen.

Manche dieser Personen sind für den einzelnen Menschen aber so bedeutend, dass sie diesen das gesamte Leben hinweg als Inspiration und Vorbild erhalten bleiben.

Ich selber frage mich regelmäßig, welcher Mensch zum einen für mich als Inspiration dienen kann und zum anderen auch eine Art Vorbild sein könnte. Sehr interessant dabei ist, wie diese Personen im Laufe meines Lebens gewechselt haben, aber auch, welche bis heute für mich von Bedeutung sind.

Gleich hier finden Sie solche Menschen aufgelistet, wobei ich versuche, zudem eine Begründung mitzugeben. Aber wie schon gesagt, diese Auflistung wird sich bis zuletzt immer wieder ändern.

Sollte diese Aufstellung den einen oder anderen Leser „inspirieren“, würde mich dies sehr freuen.

  • Jesus von Nazaret
    Meine Begründung findet sich im Neuen Testament
  • Siddhartha Gautama
    Seine Lebensgeschichte hat mich schon immer fasziniert
  • Sunzi
    Einer der bedeutendsten Strategen und Autor von „Die Kunst des Krieges
  • Mark Aurel
    Philosoph und Autor von „Selbstbetrachtungen“
  • Augustinus von Hippo
    Christ und wegweisender Denker
  • Miyamoto Musashi
    Vorbildlicher Soldat, sehr bedeutender Stratege und Autor von „Das Buch der Fünf Ringe
  • Martin Luther
    Christ und Retter der christlichen Kirchen insgesamt
  • Immanuel Kant
    Philosoph und Autor von „Zum ewigen Frieden
  • Helmuth von Moltke, der Ältere
    Vorbildlicher Soldat und bedeutender, wie auch sehr erfolgreicher, Stratege
  • Mahatma Gandhi
    Überzeugender Pazifist
  • Henry Ford
    Wegweisender Unternehmer
  • Aldous Huxley
    Schriftsteller und Autor von „Schöne neue Welt“
  • Friedrich Nietzsche
    Philosoph und vielseitig interessierter Mensch
  • Charlie Chaplin
    Regisseur und Komiker, lässt einen zugleich lachen und weinen
  • Konrad Adenauer
    Staatsmann und vorausschauender Politiker
  • Altiero Spinelli
    Europäer durch und durch
  • George Orwell
    Schriftsteller und verzweifelter Europäer
  • Franz Kafka
    Schriftsteller, der zum Denken anregt
  • Sophie Scholl
    Man muss keine Kampfmaschine sein, um sich gegen das Unrecht zu stellen
  • Dag Hammarskjöld
    Staatsmann und Autor von „Zeichen am Weg“
  • Albert Einstein
    Genie und Mensch zugleich
  • Jean Monnet
    Brillanter Institutionalist mit dem Herzen am rechten Fleck
  • Antoine de Saint-Exupéry
    Schriftsteller und Soldat
  • Coco Chanel
    Unternehmerin, die es geschafft hat, dass ich auch einmal über Mode nachdachte
  • Ralf Dahrendorf
    Wissenschaftler und waschechter Liberaler
  • Jean-Claude Juncker
    Staatsmann, Mensch und Europäer durch und durch

„But the life that no longer trust another human being and no longer forms ties to the political community is not a human life any longer.“

Martha Nussbaum, im „O Magazine“ (November 2003)

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Für all jene, die ein wenig mehr als sonst üblich für unsere Gesellschaft machen möchten, gibt es auch in Heilbronn vielfältige Möglichkeiten, um sich ehrenamtlich und unentgeltlich zum Wohle der Mitbürger zu engagieren.

Neben Lesepatenschaften für die jüngsten Mitbürger unter uns, welche sehr gut seitens der Heilbronner Stadtbibliothek betreut werden, gibt es weitere soziale Einrichtungen, die sich über jede helfende Hand freuen.

Eine solche Einrichtung ist die meseno-Elsa-Sitter-Stiftung im Heilbronner Südviertel. Diese kümmert sich um gut 500 Familien, Alleinstehende und betreut zusätzlich noch ca. 70 Kinder im Alter von 1 bis 12 Jahren.

Im meseno-Sozialladen mit Kleiderstube können sich bedürftige Familien oder Personen, darunter gerne auch Studenten mit knapper Kasse, regelmäßig und preiswert mit Lebensmitteln sowie Kleidung versorgen. 

Nach dem Umzug in neue Gebäude, welche direkt neben einem öffentlichen Spielplatz liegen, und mit einem eigenen kleinen aber sehr einladenden Vorplatz, entwickelt sich meseno immer mehr zu einem zwar beschaulichen aber dafür sehr bürgernahen „Stadtteilzentrum“.

Die bis zu 30 meseno Mitarbeiter, welche von gut 24 Ehrenamtlichen unterstützt werden, sorgen dafür, dass nicht nur die Kleinen gut ins Leben starten, sondern, dass allen Menschen des Viertels eine Anlaufstelle geboten wird, die unbürokratisch weiterhilft, wenn Hilfe nötig ist.

Damit dieses bereits bestehende Angebot und weitere Ideen der „meseno-Familie“ noch besser umgesetzt werden können, sind auch bei meseno ehrenamtliche Helfer stets willkommen!

Sollten Sie Interesse an einer Mitarbeit bei meseno haben, dann wenden Sie sich bitte direkt unter +49 7131 91 91 88 0 oder auch via post@meseno.de an Birgit Hörter-Schweizer.

Und sollten Sie zwar die meseno-Idee gut finden aber selbst keine Zeit zur Mitarbeit haben, dann freuen sich alle bei meseno auch über jede Spende.

„If you see charity, you see the Trinity.“

Augustinus von Hippo, De Trinitate (c. 417)