Linkedin

Linkedin 5 (3)

Beitragsfoto: Beispielbild | © Pixabay

Linkedin wurde 2002 von Reid Hoffman, Allen Blue, Konstantin Guericke, Eric Ly und Jean-Luc Vaillant in Mountain View gegründet, um bestehende Geschäftskontakte pflegen zu können und zudem neue geschäftliche Verbindungen zu knüpfen.

Anfangs war ich von diesem Netzwerk nicht so richtig überzeugt und hatte deswegen auch meinen Account nach ein paar Jahren wieder gelöscht. Als ich dann aber nach Heilbronn zurückgekehrt, versuchte, meine Kontakte nach außerhalb aufrechtzuerhalten, kam ich wieder auf dieses Netzwerk zurück und musste feststellen, dass es für genau diese Zwecke sehr gut geeignet ist. Und seither nutze ich es auch entsprechend.

Inzwischen gehört das Netzwerk, wie Skype übrigens auch, zu Microsoft und hat insgesamt fast 700 Millionen Nutzer weltweit; damit dürfte es mit die beste Möglichkeit sein, um geschäftliche als auch private Verbindungen aufrechthalten zu können.

Zumindest bei mir klappt es ganz gut, vor allem dann, wenn man nicht zu viel von sozialen Medien erwartet. Vor allem anderen aber muss man immer in Erinnerung behalten, dass die Betreiber dieser Netzwerke einen kommerziellen Zweck verfolgen und die Nutzerdaten dabei die gängige Währung sind.

Da ich von 2001 bis 2018 mehrfach versucht habe, selbst solch ein soziales Netzwerk aufzubauen und zu betreiben, dies aber ohne jegliches kommerzielles Interesse, kenne ich zumindest einige der Schwierigkeiten, um diese erfolgreich zu starten und danach auch weiter zu betreiben.

Interessanter Weise musste ich dabei feststellen, dass die meisten Nutzer sozialer Netzwerke geradezu darauf versessen sind, ihre personenbezogenen Daten und noch weit mehr öffentlich zu machen, und soziale Medien, die diese Daten eigentlich schützen wollen, hingegen kaum eine Chance haben, am Markt zu bestehen.

Inzwischen glaube ich sogar, dass viele Nutzer jenen Betreibern, die dies gerade nicht und dafür mit Geld oder guten Worten entlohnt werden möchten, mit großem Misstrauen begegnen: „Geiz ist geil“ und die persönliche Entblößung offensichtlich noch weit mehr.

Deshalb mein Fazit, dass man ganz genau überlegen muss, welche dieser vielen kommerziellen Angebote man letztendlich auch selbst nutzt, zu welchem Zweck und dann auch, wie intensiv? Ein kleiner Hinweis sei hier erlaubt: man muss und sollte die vorgegebenen Profile nicht zur Gänze ausfüllen; weniger ist hierbei oft viel mehr.

Nachtrag 23.10.2024

Auch wenn ich zum Schluss noch 915 Kontakte hatte habe ich nun mein Konto endgültig gelöscht.

„The medium is the message.“

Marshall McLuhan, Understanding Media: The Extensions of Man (1964)

Netzwerk

Netzwerken 4.9 (28)

Beitragsfoto: Netzwerk | © Pixabay

Dieser Beitrag ist wohl mein meist geänderter und bearbeiteter Beitrag dieses Weblogs überhaupt. Angefangen hat es damit, dass ich das World Wide Web als eine gute Möglichkeit angesehen habe, um neue Netzwerke zu kreieren und bestehende einfacher zu unterhalten.

So versuchte ich mich seit 2001 an den verschiedensten Portalen und Websites, wie zum Beispiel IIICS oder World citizenship, die ich noch heute mehr oder weniger und eher aus nostalgischen Gründen immer noch betreibe oder zumindest die Adresse beibehielt.

Andere, teilweise anfangs auch sehr erfolgreiche Versuche sind heute nur noch, wenn überhaupt über das Internet Archive zu finden.

Letztendlich sind und leben alle Netzwerke vom Engagement der handelnden Personen; damit ist es auch ganz normal, dass sich Netzwerke beständig verändern, immer wieder verschwinden und dafür neue entstehen, wobei die Qualität eines jeden Netzwerks ausschließlich an seiner Aktualität zu bewerten ist. Ganz plakativ ausgedrückt: auch das beste Telefonbuch aus dem 20. Jahrhundert erfüllt heute nicht mehr seinen Zweck.

Und um es gleich vorweg zu nehmen, auch Facebook, Twitter und Co. sind nur temporäre Erscheinungen, deren heutige Bedeutung späteren Generationen wohl kaum noch zu vermitteln sein wird.

Und nach all meinen selbst gemachten Erfahrungen ist das eigene Telefonbuch, in dem die Telefonnummern von Menschen stehen, die man rund um die Uhr und egal von welchem Ort aus anrufen kann, das beste Netzwerk-Tool das es überhaupt gibt, außer selbstverständlich, man hat „seine“ Nummern alle im Kopf abgespeichert, auch das soll es noch geben.

Daraus schließe ich aber auch, dass jedes Netzwerken eine natürliche Grenze hat, die man höchstens durch sehr lebendige Netzwerkgemeinschaften etwas erweitern kann, aber auch nicht sehr weit.

Alle anderen Versuche und Bemühungen leben ausschließlich von der Sammelleidenschaft der Menschen. Auch ich war einmal „stolz“ darauf möglichst viele Facebook „Freunde“ angesammelt zu haben, die ich inzwischen aber wieder gegen Null reduzierte, oder gar auf viele Linkedin Partnerschaften, von denen ich wohl nie eine brauchen bzw. nutzen werde.

Und selbst der Nutzen von Netzwerken als bessere und günstige Verteiler- oder Werbegemeinschaften ist für den Normalgebrauch sehr fraglich, denn auch hier gilt: „It’s Crime and Sex That Sell News!“

„But you can’t make people listen. They have to come round in their own time, wondering what happened and why the world blew up under them. It can’t last.“

Ray Bradbury, Fahrenheit 451 (2012 [1953]: 146)